Cybermobbing, P*rnos, Gewaltvideos: Was unsere Kinder auf dem Handy wirklich sehen | 🎙️Interview

Shownotes

Kinder und Smartphones! In dieser Folge reden wir Klartext über ein beunruhigendes Thema: Handy & Kinder.

Daniel Wolff, Digitaltrainer und Vater, berichtet, wie verstörende Inhalte wie Horrorvideos, (Kriegs-)Gewalt, Kinderpornografie und Cyber‑Grooming elementar zur Realität für unsere Jüngsten gehören – oft ohne dass wir es merken. Wie Kinder nachts im WhatsApp-Klassenchat auf 999+ Nachrichten kommen und morgens unkonzentriert und völlig übermüdet im Unterricht durchhängen.

Kinder nutzen ihre Geräte nachts leise, mit Kopfhörern, damit „die Eltern nichts merken“. Die Folge zeigt: Unbewusste Algorithmen haben mehr Macht als wir denken – und unsere Kinder sind die Zielscheibe.

Dabei gibt es ein paar gute Wege, um unsere Kinder zu schützen und auf Wucht der Internet- und KI-Welt vorzubereiten.

Es ist die bisher erschreckendste und gleichzeitig wohl wichtigste Podcastfolge, die ich je gemacht habe. Verpass sie nicht und teile sie unbedingt mit Family & Friends!

UND JETZT… drück PLAY und lehn dich zurück!
Deine Mareike

Du erfährst...

…warum das erste Smartphone für dein Kind ein emotionaler Wendepunkt sein kann – und was viele Eltern dabei völlig unterschätzen.

…wie Algorithmen Kinder nachts gezielt mit Schock-Inhalten füttern – und warum YouTube & TikTok plötzlich zur Albtraummaschine werden.

…was hinter diesen 999+ WhatsApp-Nachrichten steckt, die Kinder mitten in der Nacht lesen – und wie daraus psychischer Druck entsteht.

…wie Cyber-Grooming heute funktioniert – und warum Täter KI nutzen, um sich perfide und unerkannt in Kinderleben zu schleichen.

…welche 5 einfachen Schritte dir helfen, dein Kind im digitalen Alltag wirklich zu schützen, ohne es zu kontrollieren oder zu überfordern.


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||||| PERSONEN |||||

👤 Mareike Kaczmarek, Podcast Host UND JETZT?

👤 Daniel Wolff, Digitaltrainer


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||||| KAPITEL |||||

(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema

(00:22:03) Was verstörende Inhalte mit unseren Kindern machen

(00:39:59) Was Kinder wirklich brauchen

(01:04:09) Was passiert eigentlich nachts am Smartphone?: von 999+ WhatsApp-Nachrichten und dunklen Algorithmen

(01:14:10) Die Perversion des Cyber-Groomings und die düstere Perspektive von KI

(01:32:46) Tipps für Eltern im Umgang mit Kindern und ihren Smartphones




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||||| DAS BIN ICH |||||

🙋🏻‍♀️ Ich bin Mareike, die Stimme hinter UND JETZT! – einem Podcast für Menschen, die das Gefühl haben, festzustecken und mehr vom Leben zu wollen. In meinem Podcast nehme ich dich mit auf eine Reise, um herauszufinden, wer wir wirklich sind, unsere Persönlichkeit zu entdecken und alte Muster zu durchbrechen, um endlich voranzukommen.

👉 In meinem Newsletter fasse ich dir alle zwei Wochen die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten.

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👥 Ich strebe die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:01: Trägerwarnung.

00:00:02: Ihr Lieben, bevor die Folge startet, möchte ich euch noch kurz etwas mitgeben?

00:00:05: In diesem Gespräch mit dem Digitaltrainer Daniel Wolf wird es heute ziemlich heiß hergehen.

00:00:11: Es geht um sehr sensible Themen wie Cybergrooming-, Pornografie- und auch sexualisierte Gewalt an Kindern.

00:00:17: Wenn du weißt, dass dich solche Inhalte stark belasten könnten – das ist bei diesem Thema kein Wunder -, dann hör bitte nur weiter wenn du dich auch innerlich stabil dafür fühlst.

00:00:25: oder aber höre die Folge vielleicht gemeinsam mit jemandem an, dem du vertraust!

00:00:30: Falls du selbst betroffen bist oder jemanden kennst, der Unterstützung braucht dann such dir Hilfe gerne auch im Internet und kostenfrei beim weißen Ring auf www.weißerminusring.de.

00:00:42: Oder aber es gibt auch ein Hilfetelefon das nennt sich sexueller Missbrauch unter Null.

00:00:47: Achthundert Zweiundzwanzig Fünfund Fünfzig Fünfdreinohlen.

00:00:51: Also passt gut auf euch auf.

00:00:52: los geht's mit der Folge.

00:00:55: Und jetzt?

00:00:56: Der Podcast mit Mareike Katzschmarek.

00:01:10: Kein Mensch kann sich vorbereiten auf das erste Mal, wo ich etwas furchtbar grausames ekelhaftes blutiges oder nackiges sehe.

00:01:18: Das geht nicht!

00:01:20: Es passiert irgendwann und je jünger die Kinder sind, desto verletzlicher sie sind.

00:01:24: Und wenn es passiert... Die erste Reaktion ist einfach schock?

00:01:28: Schock!

00:01:28: Dauert drei vier Sekunden.

00:01:30: Kind kann diese Szene sein Leben nicht mehr vergessen und kann ob und zu mal wochenlang nicht mehr schlafen.

00:01:40: Wir leben in einer Welt, wo Kinder ständig in der breiten Masse hundert Millionenfachtäglich Dinge sehen.

00:01:45: Die überhaupt nicht für Kinder sind.

00:01:46: Die schädlich sind für Kinder traumatisierend und so weiter.

00:01:51: Ein Smartphone ist kein Gerät zur Beruhigung oder Zurückstellung der Kinder.

00:01:57: Das ist gefährlich!

00:01:58: Weil es bedeutet immer wenn ich am Kind ein Smartphone gebe kann seine Kindheit jederzeit zu Ende sein.

00:02:09: Und jetzt der Podcast mit Marek Katzschmarek.

00:02:13: Ihr lieben Leute, ich sitz gerade hier und das ist seit langem wieder mal eine Folge wo ich unglaublich aufgeregt bin.

00:02:19: Ich habe gerade am Frühstückstisch gesessen und hab meine Unterlagen angeguckt.

00:02:23: heute geht es um einen wie ich finde sehr ernstes Thema und eins wo ihr bitte unbedingt zuhören soll.

00:02:29: dass ist ne Folge.

00:02:30: ich verspreche euch die werdet ihr so leicht nicht vergessen.

00:02:34: Es wird in dieser Folge um Themen gehen wie Rassismus Gewalt gehen, es wird um Horrorvideos gehen.

00:02:41: Es wird hier und da auch um Kinderpornografie gehen.

00:02:45: Wer von euch sich bei diesen Themen sehr schnell getriggert fühlt unsicher fühlt sollte vielleicht die Folge skippen oder sich mit jemandem zusammen hinsetzen und die Folge anhören.

00:02:56: heute geht es um das Thema Smartphone und Kinder.

00:03:01: was passiert denn eigentlich wenn unsere Kinder recht früh ein Handy in die Hand bekommen sprich ein smartphone?

00:03:08: Ich selber, ich bin Generation Millenia.

00:03:09: Ich bin Baujahr vierundachtzig.

00:03:11: mein erstes Handy war mehr oder weniger ein Knochen.

00:03:13: da gab es glaube ich nicht immer Spiele drauf.

00:03:15: aber wir reden hier von der generation z das sind die Kinder von sieben und neunzig bis zweitausend zwölf und generation alpha.

00:03:22: zwei tausend treizten bis dann zweitausend fünfundzwanzig hoch.

00:03:25: Wir denken ja immer ach schön, Mensch dann können die Kinder chatten miteinander.

00:03:28: Sie können Musik hören, Hörspiele zum Einschlafen.

00:03:31: Ach wie ist das doch schön?

00:03:33: Oder im Restaurant mal eben schnell dem Kind das Tablet hin geschoben weil man möchte ja in Ruhe sein Essen genießen.

00:03:39: Aber Leute habt ihr mal darüber nachgedacht was passiert wenn eure Kinder auch nachts das Handy benutzen Wenn sie plötzlich Horrorvideos sehen Wenn sie Plötzlich Videos sehen von Enthauptungen Wenn sie irgendwelche Blutrünstigen Videos eingespielt bekommen in ihren Games, die sie spielen.

00:03:58: Fortnite und

00:03:58: Co.,

00:03:59: oder noch schlimmer wenn Sie von wildfremden Menschen Nackt-Fotos geschickt bekommen?

00:04:04: Ich bin echt aufgeregt Daniel!

00:04:05: Ich spreche nämlich heute mit dir als Digitaltrainer, als Autor und als dreifacher Vater.

00:04:12: Daniel Wolf, schön dass du da bist.

00:04:16: es ist echt ein Thema.

00:04:17: das geht mir echt nah.

00:04:18: ich habe dein Buch gelesen allein mit dem Handy.

00:04:22: Bitte jetzt sofort zum Buchdealer Eures Vertrauens, holt euch das Buch.

00:04:26: Das Buch ist ein absoluter Wegruf!

00:04:28: Ich habe es abends gelesen in Klammern und ich empfehle es euch nicht abends zu lesen.

00:04:32: Es ist gruselig, es schmerzhaft, es ist wahnsinnig ehrlich, es leicht zu verstehen.

00:04:38: Es ist sehr gut unterteilt im einzelnen Kapitel.

00:04:42: Daniel ist Digital Trainer und arbeitet in Workshops mit Kindern, mit Lehrern, mit Eltern Und klärt sie auf über die Gefahren des Smartphones Und was das mit unseren Kindern eigentlich macht.

00:04:55: Schön, dass du da bist und ich würde sagen los geht's!

00:04:58: Hallo Marike, ich freue mich auch sehr, dass ich bei dir sein darf.

00:05:02: Also... Ich bin ja selber – was ich schon gesagt habe, Baujahr' eighty-fünf.

00:05:05: Ich bin nicht sonderlich geprägt in meiner Kindheit von dem Handy.

00:05:08: Ich war mit sechzehn relativ in Anführungsstrichen spät dabei.

00:05:11: Ich weiß manche hatten schon mit vierzehnt an ihr erstes Nokia….

00:05:14: Ich bin davon nicht sonderlich geplägt.

00:05:16: Das heißt also heute geht es nicht um meine Persönlichkeit und was das mit mir gemacht hat in meiner Kindheit, sondern heute gucken wir mal darauf, was mit den Jüngeren passiert.

00:05:25: Und was mit deren Psyche eigentlich passiert wenn wir sie zu früh mit Smartfots in Verbindung bringen?

00:05:31: Sag mal ... Wann war denn bei dir so dieser erste Punkt, wo gesagt hast du okay hier läuft irgendwas total schief?

00:05:38: Da war ich noch Lehrkraft am Gymnasium in München.

00:05:42: Ich hab schon gemerkt, oi-oi-oi!

00:05:43: Da gibt es offensichtlich Themen die die Kinder wesentlich mehr beschäftigen als alles, was sie in der Schule tun.

00:05:50: Nämlich das, was Sie privat im Internet

00:05:53: erleben.".

00:05:54: Und jetzt war es so, dass ich als Lehrkraft ein bisschen eine besondere Vergangenheit hatte.

00:05:59: Ich war bevor ich Lehrkraft wurde, fünfzehn Jahre in der Digitalbranche und eben auch Korrespondent im Silicon Valley.

00:06:06: Das heißt diese ganze digitale Welt war mir so vertraut, dass die Schüler automatisch immer wieder Egal, ob das Teil des Lehrplans war oder der Stundeninhalt.

00:06:16: Wir sind immer wieder dort gelandet im Gespräch weil die Kinder irgendwie gerochen haben.

00:06:22: oh da ist vielleicht einer mit dem kann ich mich unterhalten der hat irgendwie einen ganz guten Draht vielleicht er kann mir Sachen erklären und vor allem Der ist irgendwie offen der verurteilt nicht vor Und vor allem der bestraft mich nicht.

00:06:36: Das ist immer das Wichtigste gewesen sofort, dass die Schüler kommen und sagen Herr Wolf darf ich ihnen was erzählen ohne dass sie das irgendjemand sagen oder mich bestrafen.

00:06:45: Und dann habe ich schon gemerkt oi oi da gibt es ja offensichtlich gigantische Themen.

00:06:50: gleichzeitig wurde zu der Zeit auch mein mittlerer Sohn kam in die Hochpuppetät und ich hab als Vater diese ganzen wie soll man sagen Probleme miterlebt weil ich das kann ich auch ganz offen sagen heute Ich glaube ich habe bei meinen großen beiden Kindern so ziemlich alles falsch gemacht.

00:07:06: Ja, ich hab's einfach unterschätzt.

00:07:09: Ich dachte, ich geb den Smartphone und dann machen die was Kinder so machen?

00:07:12: Von welchem Jahr reden wir denn ungefähr?

00:07:15: Jetzt reden wir so von zwei tausend sechzehn, vor ungefähr neun Jahren, zweitausendsechzehntin siebzehn für acht, neun Jahre.

00:07:22: Und ich hatte auch als Vater einige Erlebnisse, wo ich dann gemerkt habe, oh, es scheint ja so, meine Kinder warst vor mir verbergen.

00:07:29: Aktiv!

00:07:31: Und dann war ich völlig erst mal konsterniert.

00:07:32: Warum denn überhaupt?

00:07:34: Da hab' ich ein bisschen nachgebohrt und gemerkt, da stoße ich irgendwie auf Mauern von denen ich gar nicht wusste, dass sie da sind!

00:07:39: Weil in meinem wirklich naivem Technizismus dachte ich immer, ich kenne mich doch super aus mit digitalen Medien... ...und dann stellt sich kurz wieder raus, ich habe überhaupt keine Ahnung.

00:07:51: Ich weiß nichts.

00:07:52: Ich weiss wirklich gar nichts.

00:07:54: Noch schlimmer.

00:07:55: Ich dachte, ich weiß was.

00:07:57: Das ist noch schlimmer!

00:07:58: Wahrscheinlich hast du schon mehr gewusst als Der Großteil der Eltern, oder?

00:08:02: Sagen wir es mal so.

00:08:03: Auf der technischen Seite war ich ziemlich gut.

00:08:06: Aber nicht auf der psychologischen Seite.

00:08:09: Ich hab keine Ahnung, wie ein zwölfjähriges Mädchen sich fühlt, wenn sie auf Instagram zu wenig Likes kriegt.

00:08:14: Oder wie ein Zehnjähriger sich fühlte, wenn er nachts im Klassenstädt eine Mutprobe bekommt mit einem YouTube-Link.

00:08:20: Das war mir völlig ... Das war einfach unbekannt, Terra incognita.

00:08:25: Neuland!

00:08:27: Und ich hab dann instinktiv mir gedacht, oh Mann da gibt's offensichtlich ein Thema über das wollen alle Kinder reden und zwar wirklich curioserweise schon in den Grundschulen bis hoch zu den Zehnten mindestens.

00:08:38: Wobei es ja auch interessant ist wenn ich jetzt... Ich bin noch etwas älter als du.

00:08:42: also ich bin geboren in den wilden, achten, sechzigzeigten Jahren und das heißt ich habe persönlich nochmal sagen wir es mal so ungefähr fünfzehn Jahre länger Erfahrung als du.

00:08:53: Das heißt, wenn die Jugendlichen dann mich tatsächlich als quasi Technik mit Husa leben trotzdem als Sparringspartner nutzen.

00:09:02: Dann habe ich mir gedacht das muss man tatsächlich ausbauen und Mir ist die Thematik auch wichtiger geworden als dass was sich als Lehrkraft unterrichtet hab.

00:09:11: Und dann habe Ich mir gedacht okay jetzt musst du's machen Du musst den Schritt gehen Du musst dich selbstständig machen Und einfach mal hoffen, dass es funktioniert und das viele Schulen dann anfragen.

00:09:19: Heute weiß ich, es war der richtige Schritt und es gibt gigantische Interesse an dieser Thematik.

00:09:26: Irgendwie habe ich's geschafft weil ich die Perspektive nicht nur als Vater mitgebracht hab sondern auch als der Digitalindustrie und die als Lehrkraft.

00:09:35: So konnte ich im schulischen Bereich ein Konzept entwickeln womit jetzt kann ich sagen in den allermeisten Fällen die Kinder glücklich sind... und die Lehrkräfte, und die Eltern.

00:09:45: Und das muss man erst mal hinkriegen bei so einem superkomplexen Thema.

00:09:52: Dann lass uns mal einsteigen!

00:09:53: Ich hab mir so Gedanken gemacht... ich bin selber nicht bei TikTok unterwegs und bei Instagram versuche es gerade zu reduzieren.

00:10:01: aber auch ich habe mich dabei erwischt und es geht vielen Erwachsenen so.

00:10:04: Man scrollt und hat das Gefühl, man kommt davon nicht weg.

00:10:09: Und dann ist mir das im Rahmen deines Buches eingefallen wenn wir da schon So gefesselt sind, was macht das eigentlich mit so einem Kind?

00:10:17: Wenn das dann ein schönes kurzes Video nach dem anderen bekommt.

00:10:22: Ja unsere Kinder haben keine Abwehrchance.

00:10:24: So ist es!

00:10:25: Die Apps sind in den letzten Jahren so gut geworden im Sinne von fesselnd weil dieses psychologische Fesseln sozusagen ist ja das Geschäftsprinzip je länger die Teilnehmer und seien es Kinder aus Social Media verbringen, desto mehr verdienen die Anbieter Geld.

00:10:44: Und das hat sich quasi in den letzten Jahren wirklich seit Corona noch mal extrem verschärft und wir haben auch da gibt es sogar einige offizielle Untersuchungen darüber.

00:10:56: Kinder-und Jugendliche empfinden heute sozusagen des Ganze als deutlich belastender ist tatsächlich so weil sie eine ganz andere Erfahrung machen als Erwachsene auf social media.

00:11:07: und das Kurioses viel erwachsene Eltern wie auch Jüngere denken, dadurch dass sie selbst zum Beispiel Instagram nutzen oder Snapchat weniger Instagram mehr.

00:11:19: Oder vielleicht auch TikTok ab und zu, das sie eine Ahnung haben was Kinder auf genau den gleichen Plattformen sehen.

00:11:25: Sie haben aber keine Ahnung.

00:11:26: Weil wir von der anderen Brille?

00:11:28: Ja, genau!

00:11:29: Nein und weil die Algorithmen uns etwas anderes vorspielen.

00:11:32: Wir sehen andere Dinge bei YouTube Zum Beispiel oder bei TikTok.

00:11:35: Oder sogar bei WhatsApp, das ist alles lustigste.

00:11:38: WhatsApp!

00:11:39: Erwachsene und Kinder nutzen WhatsApp komplett verschieden – die gleiche App.

00:11:44: Wenn ich Kinder frage was ist der größte Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen auf WhatsApp?

00:11:47: Dann sagen die Kinder manchmal sehr gerne … Erwachsinutzend Rechtschreibung….

00:11:54: Das sind nicht auch sehr lustig.

00:11:56: Oder dann krieg' ich sowas wie ... Erwachssenschreiben eine Nachricht wie ein Brief Hallo!

00:12:02: Lieber sowieso, da kommt die Nachricht und dann kommt schöne Grüße.

00:12:05: Deine Mama?

00:12:06: Da lachen sie sich kaputt.

00:12:08: So was machen Kinder nicht, die schicken einfach einen Kack auf dem Emoji und fährt ihn.

00:12:13: Die lachen sich kaput.

00:12:14: Bei Kindern nutzen WhatsApp zum Spaß und nicht zum Austausch von Informationen.

00:12:20: Sie benutzen es als Experimentierfeld zum Spaß.

00:12:24: Und das zieht sich durch alle Apps vor allem die jüngeren Kinder.

00:12:29: Die Kinder wollen Spaß, und wir wollten auch mal Spaß als wegen Mann.

00:12:34: Hätten wir so ein kleines Kästchen gehabt mit dem man Spaß haben kann, dann hätten wir das natürlich auch ausgenutzt.

00:12:38: Und deshalb die Intention überhaupt zum Beispiel WhatsApp zu nutzen ist eine komplett andere.

00:12:44: Die Kinder gehen auch aus Langweile auf WhatsApp und schreiben dann mir ist langweilig!

00:12:49: Es macht keinen Erwachsener.

00:12:51: Und die Kinder wissen wenn sie das schreiben kriegen sie davon zwei Sekunden.

00:12:55: die Antworten mir auch von irgendjemandem.

00:12:58: Irgendjemand schreibt immer sofort zurück, mir auch.

00:13:00: Und dann kommt noch einer mehr auf und macht der nächsten lustigen Sticker ... Und schon ist diesen fünf Kinder nicht mehr langweilig!

00:13:08: So funktioniert WhatsApp bei Kindern.

00:13:10: Ist das nicht traurig?

00:13:12: Nein, gar nicht.

00:13:13: Erwachsene gehen oft, wenn Erwachsenen Klassenches lesen und sind völlig baffelt durch den Quatsch, weil sie glauben durch ihre Wachstumbrille, Sie müssen dort Informationen rausfiltern.

00:13:27: In Wirklichkeit steckt dieser ganze Class&Chat voller Informationen, aber soziale Informationen die die Erwachsenen nicht lesen können weil sie die Player quasi in der Klasse gar nicht kennen.

00:13:38: Aber es geht gar nicht um die Information!

00:13:41: Das sagt man nur den Eltern.

00:13:43: Mama wir brauchen ein Class&Shad für die Hausaufgaben!

00:13:46: Ja klar natürlich geht's überhaupt nicht um Hauseaufgabe sondern halt um Spaß.

00:13:51: und dann gehts eben los.

00:13:52: und diese unterschiedliche Perspektive Die begegnet mir immer wieder, dass Erwachsene denken sie kennen die Apps weil sie selber benutzen.

00:14:02: Aber Sie wissen gar nichts!

00:14:04: YouTube nächstes Beispiel Wenn ich zum Beispiel im Workshop hatte gestern erst wieder sehr lustig.

00:14:10: Da frage ich die Lehrkräfte die so mit dabei sind.

00:14:13: Hören sie mal zu kurze Frage an die Lehr Kräfte wenn sie auf Youtube gehen wie viel Werbung bekommen sie angezeigt bevor der youtube Clip losgeht?

00:14:22: Ja, dann sagen die immer eine oder zwei.

00:14:25: Und wenn die das sagen, regen sich die Kinder sofort auf alle.

00:14:28: Was?

00:14:28: Es gibt ja nicht was nur ein oder zwei!

00:14:30: Hä ich krieg vier oder fünf.

00:14:33: und dann merken die Kinder auch aha moment mal YouTube behandelt uns nicht alle gleich.

00:14:38: und dann sage ich richtig stimmt wenn ihr nehmt mich auf einem mobilgerät youtube schaut Dann weiß google wir es halt und zwar sehr sehr genau.

00:14:47: Und deshalb mal folgende Frage und dann fange ich auch so ein bisschen an in die sensiblen Inhalte, die du ja vorher schon so ein bißchen angesprochen hast.

00:14:54: Ein bisschen nachzuhaken.

00:14:56: und dann sage ich wer von euch hat denn zum Beispiel bei YouTube schonmal die Werbung bekommen?

00:15:00: Die Werbung wohl gemerkt, die man sich ja nicht aussuchen kann für was Großleg ist!

00:15:05: Und da melden sich plötzlich alle Kinder und die Lehrer hinten –

00:15:09: Was?!

00:15:09: Moment mal, was ist denn da los?

00:15:10: Hä?

00:15:11: Dann sag ich Ja, wer hat's schon Mal die Werbung gesehen?

00:15:14: für einen Horrorfilm melden sich so gut wie alle Kinder, die ein Smartphone haben oder Tablet.

00:15:19: Und das ist wirklich erstaunlich!

00:15:22: Denn die Lehrkräfte haben noch nie die Werbung für einen Horrorfilm gesehen auf YouTube und kennen keinen einzigen Horrorfilm.

00:15:27: Die Kinder fangen sofort an sogar in der Grundschule schon Namen von aktuellen Horrorfilmen ins Klassenzimmer zu rufen.

00:15:34: Ja?

00:15:34: Dann merkt man schon Oha genau hier desgleiche dieselbe App komplett unterschiedliche Erfahrungen.

00:15:42: Wir haben uns als Erwachsene bis jetzt nicht die Mühe gemacht das Internet-Aussicht der Kinder zu sehen.

00:15:48: Weil dazu muss ich mit Kindern reden und zwar so, und jetzt kommt der Knackpunkt – dass Kinder keine Angst vor Strafe haben!

00:15:55: Denn nur dann öffnen sich die Münder.

00:15:59: Wenn Kinder auch nur irgendwo am Horizont eine Gefahr sehen für ihr eigenes Smartphone?

00:16:06: Dann sind sie still wie ein Grab.

00:16:09: Und ich hatte neulich meine sehr lustige Erfahrung Da war ein Fernsehteam mit dabei in einem Schülerworkshop, da war ich in der sechsten Klasse.

00:16:18: Und wir haben zuerst völlig offen geredet miteinander und dann kam das Fernsehteam rein.

00:16:24: Die selbe Klasse!

00:16:26: hat danach plötzlich noch nie ein Problem gehabt, noch nie irgendwas Schlimmes gesehen.

00:16:31: Keiner von denen war jemals nach zehn Uhr nachts noch im Internet und so weiter zur Lust.

00:16:37: Es war wirklich zum... Also aus mich?

00:16:39: Ich konnte dann zuerst weiß ich ins Setz weil ich dachte oh Gott dieses Kamerateam kriegt ja nichts richtig hier oder die kriegen völlig falschen Eindruck.

00:16:46: aber die Regisseure und die die Reportage gemacht haben waren ja vorher schon mit dabei gesessen ohne kammer.

00:16:50: die wussten schon um den Effekt ihres Geräts dann auf die Schüler wie Tag und Nacht.

00:16:56: Und genauso ist es!

00:16:58: Das heißt, Kinder erzählen die wichtigen echten wirklichen Dinge nur unter einer Bedingung.

00:17:05: Sie müssen vertrauensvoll erfahren haben das auf gar keinen Fall irgendeine Strafe lauert.

00:17:17: Und das tun sie nur wenn sie absolut sicher sind dass vor allem eine Strafe eben nicht als er ausgeschlossen ist.

00:17:25: Und die heißt Handy weg, Handyverbot.

00:17:28: Ein Smartphone ist das mit Abstand mächtigste Gerät was Kinder je hatten.

00:17:32: Das merken diese fort auch ganz einfach weil es das Unterhaltsamste ist, was Kinder ihr hatten und das wollen sie auf keinen Fall riskieren.

00:17:40: Bevor Sie Ihren Eltern irgendwas sagen, sagen sie ihren Eltern einfach lieber nichts!

00:17:45: Und ich musste das selbst erfahren.

00:17:47: Meine große Tochter hat Psychologie fertig studiert inzwischen und sie meinte auch neulich mal so ganz beiläufig, ja also Papa wenn du gewusst hättest was auf unserem Smartphone ist es wäre sofort weg gewesen und ich bin erstmals aus einem Wolken gefallen.

00:18:02: Ich konnte es gar nicht glauben.

00:18:03: aber natürlich!

00:18:04: Wenn man ein bisschen drüber nachdenkt dann ist es relativ offen und deshalb sage ich wir müssen glaube ich als Eltern unbedingt das umdrehen.

00:18:13: Wir müssen unseren Kindern vorweg Folgendes sagen.

00:18:17: Ein Satz, den kann jeder selber so ausformulieren.

00:18:19: aber inhaltlich geht es darum dass man sagt hör zu meine Tochter mein Sohn ich gebe dir ein Smartphone oder ich habe dir eins gegeben und das heißt vor allem eine Sache wissen du kannst immer mit allem auf der Welt zu mir kommen.

00:18:32: Ich werde dir wegen irgendwelcher Inhalte im Internet egal was es ist Das Smartphone niemals wegnehmen.

00:18:40: Und ich überbetone das so stark Weil man kann es gar nicht überbetonen, weil die Kinder schauen tausendmal genau hin.

00:18:47: Meint er das wirklich ernst?

00:18:49: Meint der das wirklich wirklich ernst?

00:18:51: passiert mir wirklich nichts?

00:18:53: Da sind mindestens drei vier Vorsichtsstufen noch eingebaut.

00:18:57: und auf der anderen Seite wenn man schafft mit Kindern Vertrauensfort zu sprechen brechen alle Dämme Und ich habe das manchmal sogar in Grundschulen, wenn es gut läuft und wir haben auch von der Räumlichkeit ist es so dass man gut miteinander sprechen kann.

00:19:13: Die Lehrkräfte nehmen sich raus.

00:19:15: die sind immer dabei aus aussichtsrechtlichen Gründen.

00:19:17: ich sage deshalb immer am Anfang liebe Lehrkräften wir wollen heute auch über die Dinge reden die die Eltern nicht wissen und deshalb habe ich eine Bitte an sie bitte vergess alles was in diesem Workshop passiert wenn ihr nachher durch diese Tür wieder rausgeht.

00:19:31: könnt ihr das uns bitte diesen Gefallen tun Und die Lehrkräfte lachen dann in der Regel, weil sie noch nicht wissen, was da alles so krass dann später kommt.

00:19:41: Und dann sage ich bitte könnt ihr noch damit die Schüler das auch ganz genau ist ein deutliches Zeichen geben?

00:19:46: Daumen hoch oder ganz deutlich nicken, damit sich die Schüler sich versichern können dass ihr es auch wirklich ernst meint?

00:19:53: Und das machen die Lehrkräfte dann in der Regel.

00:19:54: Die Schüler schauen dann auch noch mal ganz, ganz genau hin und sie schauen auch ob er dabei zwingert oder nicht hinter dem Rücken die Finger verkreuzt weil nur wenn Sie wissen dass sie nicht bestraft werden erzählen Sie die Wahrheit?

00:20:07: Hast du im Nachgang mal mit Lehrern gesprochen ob denen das sehr schwer fiel?

00:20:11: danach

00:20:13: dauert

00:20:13: nichts zu sagen beziehungsweise sich zurückzuhalten.

00:20:17: Manche Lehrkräfte greifen das noch mal auf, natürlich auch.

00:20:20: Und die sagen dann hört man zu nur so in der Folgestunde.

00:20:24: ich wollte nochmal mit euch über dies und jenes sprechen.

00:20:27: Das ist völlig in Ordnung.

00:20:28: Die Lehrkräften wissen ja dann um diesen Mechanismus Ja und sie wissen auch unter welchen Bedingungen die Kinder zum Beispiel Dann.

00:20:35: und dass es total irrwitzig Immer wieder geben Kinder zu in den Workshops Dass Sie schon Mal am Smartphone die Nacht Durch gemacht haben und dann in die Schule gegangen sind.

00:20:47: Das sind einzelne Kinder in den Grundschulen, handvoll in den fünften sechsten Klassen ein Drittel bis zweitrittel je nach Schule in den siebten achten Klassen.

00:20:56: Das passiert natürlich nicht dauernd aber es kann mal passieren oder bis um drei Uhr morgens und das sind solche Sachen.

00:21:03: dafür gibt keine Forschung Und die Standardreaktion der Lehrkräfte ist ja.

00:21:09: ich habe mir schon gedacht sowas.

00:21:11: Aber ehrlich gesagt dass es so krass ist hätte ich mich nie träumen lassen.

00:21:17: Und so ungefähr, ich kenne meine Kandidaten schon.

00:21:19: Das sind nämlich die, die sich nicht konzentrieren können, die nicht mal geschweige denn eine Seite texten.

00:21:24: Die können nicht mehr einen Satz zur Ende lesen.

00:21:27: Sind müde, sind farig, sind apathisch und aggressiv ganz einfacherweise nicht geschlafen haben.

00:21:32: Man könne nichts mehr aufnehmen.

00:21:35: Nichts!

00:21:35: Sie sind quasi unbeschulbar.

00:21:37: das sind natürlich nicht alle Kinder so ja?

00:21:40: Und es passiert auch nicht dauernd.

00:21:41: aber das ist genauso wie mit den schlimmen Inhalten die passieren auch nicht dauern Sondern es reicht aber einmal.

00:21:48: Es reicht ein einziges Mal, wo irgendein verrückter Empfehlungsalgorithmus nachts – und so passiert das tatsächlich am häufigsten meiner Erfahrung nach – irgendwas vorspielt, wo ein Kind ja vorher nicht weiß was es nachher nicht mehr vergessen kann?

00:22:01: Und es geht so schnell!

00:22:02: Schon habe ich's gesehen.

00:22:03: Wie ist denn die typische Reaktion beim Kind wenn's sowas sieht?

00:22:07: Das kann ich sehr genau aufdrüsseln weil Seit Jahren intensiv in den Workshopspreche mit, inzwischen kann ich sagen also einer sechstelligen Zahl von Schülerinnen und Schülern.

00:22:19: Und übrigens darauf kann man sich nicht vorbereiten.

00:22:22: Kein Mensch kann sich vorbereiten auf das erste Mal wo ich etwas furchtbar grausames ekelhaftes blutiges oder nackiges sehe.

00:22:31: Das geht nicht!

00:22:32: Das passiert irgendwann... ...und je jünger die Kinder sind es zu verletzlicher sind sie.

00:22:37: So, wenn das passiert?

00:22:39: Die erste Reaktion ist einfach schock.

00:22:41: Schock!

00:22:42: Dauert drei, vier Sekunden.

00:22:44: Kind kann diese Szene sein Leben nicht mehr vergessen und kann ob man zu mal wochenlang nicht mehr schlafen.

00:22:50: Das ist die erste Reaktion.

00:22:52: Dauer drei, zwei Sekunden, zweite Reaktionen sofort danach ist Handy weg.

00:22:55: Oh Gott, Handy nach unten, Display nach unten.

00:22:59: TikTok schließen, Instagram schließen YouTube Shorts schließen.

00:23:02: Egal wo es herkommt Klassenchats schließen.

00:23:04: Dritte Reaktions sofort danach.

00:23:06: schlechtes Gewissen Oh nein, das hätte ich nicht anschauen sollen.

00:23:09: Niemals!

00:23:10: Es war irgendwas ab achtzehn und ich bin

00:23:11: neun.".

00:23:13: Oh

00:23:13: Gott!".

00:23:14: Und dann vierten ganz junge Kinder überlegen am liebsten würde ich doch zu meinen Eltern gehen weil immer wenn ich Angst hatte in meinem ganzen Leben bin ich zu meinen Eltern und die haben mich umarmt und getröste.

00:23:24: alles wieder gut aber Kinder sind schlau und überlegen natürlich was könnte denn da passieren?

00:23:32: Wie geht es denn weiter?

00:23:33: Ich gehe zu den Eltern und sage denen das.

00:23:35: Dann werden die wahrscheinlich fragen, was hast du denn gesehen?

00:23:41: Und im ungünstigsten Fall ist durchaus die berechtigte Frage im Raum.

00:23:45: Die könnten ja fragen, sag mal her!

00:23:50: Und dann sechstens stellen sich die Kinder vor wie die eigenen Eltern auf dem eigenen Smartphone genau das gleiche furchtbare, eklig blutige Nacken sehen.

00:23:59: und dann ist natürlich Feuer unterm Dach.

00:24:03: Überlegen sich die Kinder als Nächstes, Siebten.

00:24:06: Was könnte passieren?

00:24:08: Und egal an dieser Stelle, wenn ich das in Kindern so vorspiele ... Die erste Antwort ist in neunundneutzig Prozent aller Workshops in allen dritten, vierten, fünften, sechsten, siebten, achten und neunten, zehnten Klassen immer die gleiche Antwort.

00:24:28: Handy weg oder Handyverbot.

00:24:30: Und bedeutet genau das Gleiche!

00:24:35: führt dazu, dass sich dann achtens die allermeisten Kinder irgendwie nach Schweremabwägen dazu entscheiden.

00:24:42: Nö!

00:24:43: Die anderen haben es auch ihren Eltern nicht gesagt.

00:24:45: Wir lassen's am besten so wie sie ist.

00:24:48: Dann hat meine Eltern keinen Stress und ich hab' auch keinen.

00:24:50: Und jetzt werden ganz viele Eltern, die zuhören sagen, ah mein Kind vertraut mir das mag das nicht.

00:24:55: Mein Kind macht das und ich vertraue meinem Kind und mein Kind Vertraut mich.

00:24:58: Das ist ja Panikmacher.

00:25:00: Das habe ich auch mal gedacht.

00:25:01: Ich kann nur sagen, das is Hoffnung Das ist Prinzip Hoffnung.

00:25:06: Und ich kann sagen, das Prinzip Hoffnungen wird in Sachen Medienerziehung heutzutage immer enttäuscht und dazu gibt es sogar Zahl.

00:25:14: die Aufkommen des englische Familienministerium glaube ich.

00:25:18: Die haben vor ich glaub anderthalb Jahren eine Studie vorgelegt mit zwei tausend zwölfjährigen.

00:25:25: kein einziges Kind hatte noch keine extreme Gewalt gesehen.

00:25:30: Kein einziges kind!

00:25:33: Mit Pornografie ist es genauso.

00:25:35: Nur findet sich das natürlich auch nicht in den Studien so richtig wieder, weil die Kinder haben keinen Vorteil davon, es zuzugeben.

00:25:41: Sie haben nur potenzielle Nachteile, nämlich Handyverbot und blöde Gespräche.

00:25:46: Das ist wiederum bedeutet ... Hier müssen wir realistisch sein!

00:25:49: Und da sagen auch die Jugendlichen selber, wenn man zum Beispiel mit zehn Klasseln spricht... Da ist es völlig commonplace.

00:25:55: Jeder weiß dass jeder der ein Smartphone hat irgendwann mal extrem krasse Inhalte gesehen.

00:26:00: Also das weiß jeder außer die Eltern.

00:26:03: Und es ist natürlich bequem das weg zu diskutieren oder einfach zu hoffen, ja mein Kind doch nicht.

00:26:10: Aber genau ist es das Problem, dass wir momentan haben in der Medienerziehung, dass die Eltern einfach unfassbar naiv sind.

00:26:17: Sie sind uns unfass- bar naiv!

00:26:20: Ich vergleiche das immer gerne so, dass ich sage hätte man uns also meine Generation als ich irgendwann gab's noch VHS Videotheken da könnte man sich noch quasi Filme ausleihen und später gab's halt dann irgendwie DVDs.

00:26:32: So Und jetzt muss man sich das so vorstellen, hätte man uns damals eingesperrt in eine VHS-Videothek oder eine klassische Videothek.

00:26:41: Links und rechts sind auch die Sachen mit dem vielen Blut und den wenigen Klamotten.

00:26:46: Jede Nacht!

00:26:48: Irgendwann hätten wir mal nach links und rechts geschaut, stimmt's?

00:26:51: Ich hab von Pixel Premiere immer mal geguckt.

00:26:55: Ja natürlich klar aber Kinder sind neugierig und Kinder haben WhatsApp.

00:26:59: Das heißt wenn ein einziges Kind aus der Klasse neugirig ist dann reicht es ja Oder im Schulbus oder hinterm Busch.

00:27:06: Das heißt, auch selbst wenn ich völlig vorsichtig bin und meinem Kind gar keinen Smartphone gebe – mein Kind?

00:27:11: Ich wette!

00:27:12: Die meisten Kinder haben spätestens mit zehn Kontakt zu nackten Tatsachen und zu allerkrassesten blutigen Inhalten.

00:27:20: Und auch da muss ich sagen erlebe ich immer wieder, wenn zum Beispiel die Lehrkräfte... Die Hälfte der Schulen in etwa buchen am Nachmittag noch eine leere Fortbildung dazu.

00:27:28: Da rede ich natürlich vor allem über das was am Vormittag die Kinder erzählt haben.

00:27:33: Niemand interessiert sich für irgendwelche Studien in Gesamtdeutschland von vor zwei Jahren.

00:27:38: Aber was heute an dieser Schule die eigenen Kinder erzählt haben, da sind die Lehrer und Eltern brennend interessiert?

00:27:44: Und wenn ich dann sage, wollen Sie mal sehen, was Ihre Kinder schon gesehen haben auf YouTube?

00:27:48: Wovon sie geredet haben heute?

00:27:50: Die Lehrkräfte halten es nicht aus!

00:27:53: Allein schon mit das Vorschaubild bei YouTube halten die nicht aus.

00:27:56: Machen Sie's weg!

00:27:57: Ihr könnt nicht mal das Standbild

00:27:58: sehen.".

00:27:59: Du hast in deinem Buch ... Als du am Anfang darüber gesprochen hattest, hast auch gesagt mach mal hier Pause beim Lesen und jetzt geht dir mal auf YouTube und schaut euch die Videos an.

00:28:08: Ich hab's nicht gemacht!

00:28:09: Ich wollte es nicht machen weil ich genau wusste was dann wie ich mich danach fühle.

00:28:14: Gibt es denn einen Unterschied bei den Schülern?

00:28:18: Wann sie anfangen mit Smartphones und was sie sehen und wie sie sich verhalten je nach Schulform?

00:28:23: Ja, ich möchte noch ganz kurz – bevor ich diese Frage selbstverständlich gerne beantworte eine Sache einpflegen für deine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:28:32: Weil diese Aufforderung meine ich ganz ernst!

00:28:34: Wenn ihr eurem Kind ein Smartphone geben wollt schaut doch mal bitte auf YouTube und gebt folgende Begriffe ein bei Tag ohne Kind in der Nähe.

00:28:43: Sind ganz einfach Begriffen.

00:28:44: zum Beispiel das Wort S-E-S So heißt ein Horrorfilm mit so gruseligen Clowns.

00:28:53: Oder gibt einen das Wort Chucky, der meckernische Name Chucky C H U C K Y Das ist eine Mörderpuppe.

00:29:01: oder den Begriff Slenderman Der schlanker Mann.

00:29:05: oder ich mache jetzt noch zwei drei oder vielleicht sogar.

00:29:09: sagen wir mal was habe ich jetzt noch nicht granny die Oma Granny.

00:29:14: gibt es mal einen bei YouTube und traut euch mal einfach nur das erste Video dazu zu Ende zu gucken.

00:29:21: Oder vielleicht noch Sirenhead, Serenenkopf... Das sind alles Sachen die weiß ich von Kindern!

00:29:28: Das sind Sachen die bei Kindern populär sind.

00:29:30: Weil ich immer frag was habt ihr denn gesehen wo ihr nicht mehr schlafen konntet?

00:29:33: und dann kommen immer diese gestalten?

00:29:36: Und die sind alle auf YouTube hundert Millionenfach zu sehen.

00:29:40: Nur schauen wir da nicht hin als Eltern und deshalb diese Mutprobe quasi schafft man es also erwachsener.

00:29:46: Die würde ich gerne auch an deine Zuhörerinnen und Zuhöre rausgeben, weil es ist unfassbar.

00:29:51: Wer das mal gesehen hat, der denkt anders über YouTube.

00:29:54: YouTube wird ja auch im Restaurant eingesetzt, wie du es vorher schon gesagt hast zur Beruhigung damit man in Ruhe essen kann und von drei Jahren genutzt dieselbe Plattform auf den diese Videos sind.

00:30:04: Und mir erzählen dann die Kinder manchmal hey mein kleiner Bruder, der ist zwei, der hat neulich so geschrien und dann sage ich ja warum denn?

00:30:10: Ja, weil er hat so ein Video als Werbung eingespielt bekommen Und die Eltern haben es nicht gemerkt, eine große Bruder der halt zehn ist.

00:30:19: Wir sind völlig blank weil wir kennen diese Ecke, diese dunkle Ecke von YouTube, die kennen wir nicht und wenn Lehrkräfte oder Eltern das mal gesehen haben dann verstehen sie erst so richtig.

00:30:31: aber ich verstehe dass du natürlich wie die meisten Auch Grundschullehrkräfte sind ganz oft sehr, was das angeht.

00:30:37: Sag mal so keine Horror-Filmfans!

00:30:40: Verstehe ich aber trotzdem.

00:30:42: wir dürfen uns nicht da ins Boxhorn jagen lassen.

00:30:45: YouTube ist voll mit Millionen aller härtester brutaler Gewaltklipps und Kinder Sineugier So, okay.

00:30:53: Und jetzt zu der Frage ob es Unterschiede gibt zwischen den Schulformen?

00:30:57: Ja, gibt's schon natürlich!

00:30:58: Allerdings muss man auch immer sehen wo die Schulen sind.

00:31:02: Es gibt wenn man so will Elite-Gymnasien Die gefördert werden hinten und vorne.

00:31:07: Da gibts dann Medienverwahrlosung Im Sinne so eine Art Wohlstandsverwahllosung.

00:31:12: Die Kinder haben nämlich alle zwei iPhones oder drei Gründen iPad und alles, was es gibt.

00:31:18: Und die Eltern müssen beide sehr viel arbeiten und sind nie da.

00:31:23: Es ist manchmal natürlich schon auch von den häuslichen Umständen abhängig wie viele die Kinder allein gelassen werden im Internet und ab wann.

00:31:32: Aber am schlimmsten muss ich ganz klar sagen in den Förderschulen.

00:31:37: In den Förderzentren, wo die Kinder, die nicht so stark oder als nicht zu stark empfunden werden in unserem Schulsystem.

00:31:44: Die wären sehr gerne schon in jüngsten Jahren mit dem Tablet in die Ecke gesetzt und die haben Medienzeiten zweistellige Stunden am Tag.

00:31:53: also man kann sich das gar nicht vorstellen.

00:31:55: ich war mal in einem Sonderförderzentrum.

00:31:56: da kommt ein Junge einer fünften Klasse zu mir und sagt seine Eltern hätten ihm jetzt die Medienzeit begrenzt auf zehn Stunden am tag Nicht so was.

00:32:06: Auf zehn Stunden, ja und jetzt muss er am Samstagabend immer zu seinem Freund gehen?

00:32:11: Weil das sind die zehn Stunden um.

00:32:13: Horroreltern!

00:32:15: Ja oder gar keine Eltern.

00:32:16: Es gibt auch Kinder bei denen einfach gar keine Eltern da sind und jeder Betreuer ist heute massiv überfordert mit Medienerziehung.

00:32:22: wie denn?

00:32:23: Das heißt sie sind nicht immer da und das heißt Sie müssen massive technische Administrationskenntnisse mitbringen und die Kinder sind ja meistens in den technischen Sachen besser.

00:32:34: Förderzentren sehe ich eine Medienverwahrlosung, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.

00:32:38: Und das ist sehr traurig!

00:32:40: Weil diese Kinder werden auch – und das ist jetzt die ganz dunkle Seite – bevorzugt von pädokriminellen Angegangen, weil den ist egal, wie schlau die Kinder sind sogar im Gegenteil es gut wenn die nicht so viel mitkriegen, weil dann ist der Fahndungsdruck noch geringer.

00:32:55: Das ist ganz perfide.

00:32:58: Und auch in Grundschulen.

00:33:00: An manchen Orten, meistens im städtischen Bereich gibt es Grundschule, da kriegen die Kinder zur Einschulung in die erste Klasse ins Smartphone und wir kommen in etwa wenn die Hälfte der Kinder ein Smartphone hat.

00:33:11: dann fangen wir an mit Digitaltraining und deshalb sagen wir den Schulen was?

00:33:15: Erste zweite Klasse ja haben sie denn alle eins?

00:33:17: und wenn die dann sagen Ja wir haben abgefragt mehr als die hälfte bei uns hatten smartphone.

00:33:22: bitte kommen Sie Dann kommen wir auch in die kleineren Klassen.

00:33:26: Inzwischen, das muss man sich mal vorstellen seit drei Wochen im Team.

00:33:30: Zwei Frühpädagoginnen eine die kümmert sich nur explizit ist spezialisiert auf die Betreuung und Weiterbildung von Eltern von Kindern im Alter null bis drei Jahre.

00:33:42: Und die andere kümmern sich um Eltern vom Kind an im Alter von drei bis sechs Jahren.

00:33:46: Null bis drei jahre?

00:33:48: Die können das kaum machen.

00:33:49: Das Ding halten!

00:33:49: Ja

00:33:50: ja aber die Mütter halten es wehren sie stillen Und das ist das Problem.

00:33:54: Da geht es ja schon los!

00:33:55: Es gibt ja heute Kinderwägen mit zwei Halterungen, die eine mit dem Tablet fürs Baby und die andere mit dem Smartphone für die Mama.

00:34:03: Wir müssen aufpassen weil gerade junge Mütter wenn sie jetzt in ihrem neuen Leben stehen... Jetzt als junge Mutter sind Disziplinen gefragt die vorher sehr oft so im Leben nicht auftauchen nämlich zum Beispiel Langmut.

00:34:19: Ich muss ertragen am Spielplatz erst mal rumzusetzen nur aufzupassen.

00:34:25: Und jetzt habe ich aber Instagram neben mir einen Dopamin-Schleuder ohne Ende, die mir kurz eine Freude nach der anderen bereitet.

00:34:31: natürlich schaue ich nicht mehr was mein Kind macht und dasselbe beim Stillen.

00:34:35: es gibt Babys die bauen keine Beziehung.

00:34:37: diese Babies müssen in die Gesichter ihrer Eltern schauen und ihre Mutter vor allem um diese ganz frühkindliche Mutter-Kind Bindung überhaupt richtig hinzukriegen Gesichtsausdrucke zu interpretieren, um fröhlich zu werden.

00:34:52: Um eine Bindung zu schaffen.

00:34:53: und es ist zum Haare raufen wie früh die Problematik inzwischen beginnt.

00:34:58: Und deshalb kann man nur sagen Medienerziehung kann nicht früh genug beginnen.

00:35:03: Das geht gar nicht früh.

00:35:05: Es gibt ja noch keine Langzeitstudien.

00:35:08: aber was glaubst du?

00:35:11: Werden da noch für Probleme auf dann die Jungen erwachsen oder dann halt in anderen Strichen die Reifen erwachsen zukommen?

00:35:20: Ja, es wird leider massiv.

00:35:22: Also wir haben jetzt durch Johnson Hyde, durch diesen amerikanischen Psychologieprofessor der hat vor kurzem in einem Buch was auf deutsch dummerweise Generation Angst genannt wird, das als schlechter Titel ist in Deutschland.

00:35:34: Das hat der Verlag verpinnt meiner Meinung nach die hätten es nennen sollen Die verlorene Generation oder die allein gelassene Generation meiner Meinung.

00:35:42: er hat den Forschungsstand für die Gen Z mal aufgeführt.

00:35:45: Quasi die Geborenen ungefähr von fünfundneunzig bis zwei tausendzehn, ja?

00:35:50: Oder je nachdem wie man es da gibt's verschiedene also um die Jahreszahl hin oder her ist nicht so wichtig aber so ungefähr die erste Generation die schon ab zehn sagen wir mal Smartphones hatte und die sowie meine großen beiden Kinder die ohne vernünftige Vorbereitung Begleitung ihrer Eltern jetzt Erwachsen geworden sind Und die haben leider das weiß man massive psychische Probleme Massive.

00:36:14: Das ist gar nicht zu unterschätzen.

00:36:15: Jetzt gibt es da immer noch Streit unter Wissenschaftlern, wie schlimm ist das denn?

00:36:19: Ist es nur weil heute besser diagnostiziert wird und sind überhaupt Smartphones schuld?

00:36:23: Das ist nämlich sehr komplex und multifaktoriell!

00:36:27: Und ist es jetzt keine Kausalität oder ist dann doch eine Koalition?

00:36:32: Trotzdem baut sich dieses Bild auf... Verbreitung von Smartphones an Kinder, die ist so in der Masse ab Jahrzehnte zwölf passiert.

00:36:40: Und da haben wir auf allen seismografischen Messungen, die wir haben im physiologischen Bereich massive Ausschläge und heute hat diese Generation große Schwierigkeiten.

00:36:51: Jetzt muss ich von allem was ich weiß davon ausgehen dass die Generation Alfa ... Da wird alles noch richtig krass!

00:36:59: viel schlimmer werden, weil die haben ihr Smartphones noch früher bekommen.

00:37:03: Sie haben sie viel länger benutzt und auch nachts heimlich sehr oft benutzt.

00:37:08: Viele Kinder dürfen nicht nehmen nachts Heimliche-Geräte mit ins Bett, denn die Eltern müssen auf jedes Gerät aufpassen.

00:37:16: Und was sie dann immer machen?

00:37:17: Sie machen es leise, absolut still ... und sie machen es dunkel!

00:37:22: Das ist auch etwas, das die Eltern nicht wissen, aber die Kinder machen es instinktiv.

00:37:25: Weil sie sofort wissen, wenn meine Eltern überraschen, Sehen Sie nichts, hören nichts und dadurch checken die nichts.

00:37:32: Und wenn sie sich sicher fühlen dann läuft halt das Ding so lange es geht unter der Bettdecke weil YouTube Shorts hat Untertitel richtig und Tiktok auch.

00:37:40: Das heißt man braucht gar nicht unbedingt Ton.

00:37:43: oder die Profis.

00:37:43: Die Jugendlichen setzen sich den Kopfhörer auf mit einem Ohr.

00:37:47: Es reicht nämlich um mitzuhören und das andere Ohr ist Elternradar Alleine.

00:37:52: schon wenn ich das in Elternabend sage dass das nicht alle Eltern wissen Es weiß keiner.

00:37:59: Dabei hätten wir uns alle ganz genauso verhalten.

00:38:02: Wenn man nur mal drüber nachdenkt aus der kindlichen Perspektive, ist das völlig logisch, das genau so zu machen.

00:38:07: Wir haben den Fernseher früher leise geregelt?

00:38:09: Ja aber der Fernsehr war wesentlich schwieriger unter die Bette gezwungen.

00:38:15: Und das ist sozusagen jetzt hier ein Verhalten, das könnten wir antizipieren wenn wir es wollten!

00:38:23: Aber in der Regel sind wir einfach selber zu müde, zu ko und sitzen dann selber vor Netflix.

00:38:28: Wenn ich die Kinder frage wer hat schon mal erlebt wie seine Eltern am Abend von Netflix einschlafen oder vor Amazon Prime?

00:38:35: Mälen sich nahezu alle Kinder!

00:38:38: Wir sind selber erschöpft.

00:38:39: Wir sind selbst als Generationen zu viel vor Bildschirmen.

00:38:42: viele Erwachsene nutzen ein Smartphone als Wecker das heißt der allererste Griff.

00:38:48: bevor ich wach werde bin ich schon im smartphone Und das sehen die Kinder natürlich jahrelang.

00:38:56: Neunzig Prozent der Eltern nehmen ihr Smartphone als Wecker,

00:38:59: d.h.,

00:38:59: die Kinder sehen jahrelang jeden Tag abends in der Früh, dass sie älterne Smartphones am Bett haben und dann wollen sie es irgendwann auch.

00:39:10: Wenn Sie dann Jugendliche sind oder junge Erwachsene – also als Jugendliche fordern Sie es halt auch ein?

00:39:14: Mama du machst es selber auch!

00:39:16: Ich will's auch.

00:39:17: Außerdem alle anderen sind jetzt noch online und haben Spaß.

00:39:19: ich werde ausgeschlossen sozial, das kannst Du nicht machen.

00:39:22: Ich lieg's gleich weg.

00:39:25: Haha!

00:39:26: Kein Kind legt freiwillig ein Smartphone weg, ja?

00:39:30: Die Kinder wissen selbst... ich hab immer wieder Berichte zum Beispiel von vierzehn, fünfzehn-sechzehn Jährigen die zu ihren Eltern sagen du hör mal zu, ich habe dich seit Jahren gehackt.

00:39:39: Ich kann diese Umgehung, die du mir gegeben hast jederzeit wenn ich will umgehen aber aktivier sie doch bitte wieder weil ich kann nicht aufhören.

00:39:47: Also Sie bitten regelrecht um Hilfe.

00:39:49: Ja, die sagen ihren Eltern Nee, wir hören nicht auf damit.

00:39:53: Ich bin zwar alt genug aber ich will dass du es mir neu einstellst und bitte mach dir eine neue Pin Mama weil ich kenne deine alte seit sechs Jahren.

00:39:59: Wenn du mit den Kindern sprichst in deinem Workshop Und ja da und so klingt das für mich auch ne Vertrauensbasis habt und sie ganz ehrlich zu dir sind Was würden Sie sich von ihren Eltern eigentlich wünschen?

00:40:12: Mit Gefühl Ja Mit Gefühl Da stockt mir der Arten Weil das ist tatsächlich daran fehlt Die Eltern sind zu beschäftigt weil sie selbst im Internet sind und ihnen fehlt, dass ihre Eltern für sie kämpfen.

00:40:30: Ich habe immer wieder die großen Zehnteklassen, die reagieren an uns sagen, meine Eltern hatten nie eine Ahnung was läuft und jetzt ist es eh schon wurscht!

00:40:38: Und dann kommt so ne verächtliche Geste dazu... Die waren einfach ein kompletter Totalausfall.

00:40:44: Weil die haben gedacht Es läuft alles und das hat ihnen gereicht, der hat nie wirklich nachgefragt und ich möchte gerne Eltern helfen diesen Fehler nicht zu machen, damit sie sich nicht eines Tages diesem Vorwurf gefallen lassen müssen.

00:40:58: Und bei Eltern andersom die vorsichtig sind, die sagen ne wir haben später angefangen und haben uns gut informiert Wir haben das Scheibchenweise eingeführt.

00:41:05: Da erlebe ich dass die jungen Erwachsenen dann zu ihren Eltern gehen und sagen hey danke links und rechts Sie haben ihre Jugend verschwendet.

00:41:12: Ich immerhin hatte ich noch was von meiner Jugend Und jetzt ist auch etwas was ich Eltern ermöglichen möchte.

00:41:18: Wir brauchen Mitgefühl, wir brauchen die Erkenntnis dass Medienerziehung heute vielleicht sogar der wichtigste Teil der Erziehung geworden ist.

00:41:27: Weil wenn die Kinder und auch das muss einem erst mal bewusst sein Jugendliche verbringen Heute im Durchschnitt in etwa doppelt so viel Zeit privat im Internet wie in der Schule.

00:41:40: Doppelsoviel!

00:41:41: Fünfundvierzig Stunden die Woche Da gibt es verschiedene Städte.

00:41:44: Sie sehen es gibt sogar noch höher.

00:41:45: wer die Postpunktstuhe sagt siebzig Stunden die Aber egal, das ist von der Größenordnung.

00:41:51: Ist es wichtig dass wir das wissen?

00:41:52: Zwölf bis neunzehnjährige wie die konservativsten Zahlen in Deutschland, die Gym-Studie, die gehen aus von etwa dreieinhalb Stunden pro Tag am Smartphone nur im Smartphone.

00:42:01: Dreieinhalbst Stunden pro tag.

00:42:03: Das sind pro Woche... Ich muss das mal kurz damit man die Dimension versteht!

00:42:07: Das sind Pro Woche vierundzwanzig und halb Stunden.

00:42:10: Im Schulunterricht ist man typischerweise dreißig Stunden auf vierzig Minuten.

00:42:14: Ich habe es schon öfter ausgerechnet, sind zwanzieinhalb Stunden also weniger.

00:42:18: ja und wenn man jetzt alle anderen Geräte noch drauf rechnet die so in jedem modernen Haushalt rumstehen wie zum Beispiel ein Laptop einen Tablet eine Spielekonsole eine mobile Spiele Konsole und ein streamingfähiger Fernseher dann kommen Jugendlichen in Deutschland auf etwa forty fünf Stunden private Internetnutzung.

00:42:37: Und das heißt ganz ehrlich Das ist auch für Schulen ein Problem, weil ich behaupte das Internet beeinflusst unsere Jugend mehr als die Schule – wesentlich mehr.

00:42:49: Allein schon von den Zeiten her!

00:42:51: Und was die Kinder in der Schule tun, wissen wir so einigermaßen, weil es hat sich ehrlich gesagt gar nicht so sehr verändert aber was sie im Internet machen, haben wir als Kinder nicht erlebt.

00:42:59: Wir haben im Prinzip keine Ahnung und deshalb Medienerziehung ist, ich sage es nochmal auch wenn's anstrengend wird.

00:43:09: Auch wenns zeitaufwendig wird und Nerven aufreibend ist die wichtigste oder eines der zentralen Bestandteile von Kindererziehungen heute.

00:43:17: Wir müssen uns diese Aufgabe stellen Und es gibt zwei Möglichkeiten sich demweites gehen zu entziehen.

00:43:22: Die eine ist Ich erlaub einfach alles Denn sind die Kinder zufrieden Weil sie sind im Zimmer Rauchen nicht und trinken nicht Passt schon Geht allerdings unter der Ohrfläche nahezu immer katastrophal schief.

00:43:35: Und das Zweite ist sich halt auch nichts, gar nichts!

00:43:37: Dann ist mein Kind zwar sozial isoliert und kann auch keine vernünftige digitale Medienkompetenz aufbauen, denke ich mir zumindest in Wirklichkeit kriegen diese Kinder natürlich trotzdem viel mit im Schulbus hinter dem Baum aber nicht so massiv wie die anderen und haben tatsächlich ein Problem wenn dann in paar Jahren KI zum Beispiel ein extrem wichtiges Kompetenzfeld sein wird wo wenn ich da nicht aktiv bin kriege ich kaum noch einen Job.

00:44:02: Das heißt, wir müssen irgendwo in die Mitte.

00:44:04: Und es wird zeitaufwendig und wirklich sehr anstrengend.

00:44:08: Wir müssen akzeptieren dass Medienerziehung Kraft kostet.

00:44:12: Dass wir uns vorbereiten müssen das wir uns auf Stand bringen müssen, dass wir Zeit und Nerven investieren gemeinsam mit unseren Kindern allein schon Tuchfühlung zu halten was wieder Neues alles gibt.

00:44:22: Wenn zum Beispiel jetzt WhatsApp kriegt jetzt KI weltweit der größte Rollout von KI Weltweit.

00:44:27: WhatsApp und Instagram rollen gleichzeitig ein Chatbot aus.

00:44:31: Das heißt, Milliarden Menschen und davon hunderte Millionen Kinder kriegen gleichzeitig ohne Ankündigung, ohne Gebrauchsanweisung.

00:44:38: ein Chatbot der nebenher gesagt mit Kinderschutz- und Jugendschutz nichts am Hut hat.

00:44:42: Eigentlich muss sofort in den Nachrichten kommen.

00:44:45: Liebe Eltern WhatsApp hat jetzt KI.

00:44:48: passen Sie bitte auf das.

00:44:49: ihr Kind ist so und so nutzt keine privaten Angaben macht.

00:44:51: die werden nämlich automatisch von der Firma Meter für den Training benutzt usw.

00:44:56: Und vor allem dass es keine wirkliche Person ist weil Kinder sehr gerne KI's personalisieren oder personifizieren und dann große Probleme plötzlich kriegen, wenn sie feststellen das sind ja gar keine echten Menschen.

00:45:08: Und aber eine Beziehung aufgebaut haben usw.

00:45:09: Das sind völlig neue Probleme.

00:45:11: den müssen wir uns stellen weil durch KI werden alle Sachen die ich bis jetzt so erwähnt habe noch wie soll man sagen virulenter.

00:45:20: Die Inhalte werden noch krasser.

00:45:21: es gibt zum Beispiel KI-Horror auf TikTok und YouTube.

00:45:26: Das weiß ich auch nur durch die Kinder, es gibt quasi so KI geschaffene Monster, die sind noch strecklicher wie die Monster in den Horrorfilmen, die wir kennen weil nur eine KI kann sich das ausdenken was alles noch so möglich ist.

00:45:37: D.h.,

00:45:37: da gibts viele Sprünge gerade Und Kinder erleben KI tausendmal intensiver als Erwachsene Weil sie ständig mit KI generierten Inhalten jetzt schon konfrontiert werden Die wir gar nicht zu sehen bekommen.

00:45:51: Dann stell dir mal vor, wenn du dann einfach als Kind….

00:45:53: also du lernst gar nicht was ist die Realität.

00:45:55: Du lernest das nicht kennen und verlierst jegliches Gefühl – du hast es gar nicht entwickelt!

00:46:02: Ja, das ist ein Riesenproblem.

00:46:04: Überall wo ich bei den größeren über Fake News rede in Hades Beach, die Kinder haben größte Schwierigkeiten auch nur die einfachsten Sachen auseinanderzuhalten weil sie nicht die Chance hatten so wie wir in einer halbwegs übersichtlichen Medienwelt sich quasi zu orientieren, sich zu überlegen.

00:46:22: ja was ist denn eine verlässliche Quelle?

00:46:24: Wie heißen den für mich verlässlichen Quellen?

00:46:26: und wir merken das auch.

00:46:28: Und jetzt kommt hinten raus die gesellschaftliche Dimension der Problematik.

00:46:31: sagen mal so junge Menschen dir als Kinder schon nächtelang monatelange jahrelangen eine welt erleben die ihnen einfach alles zeigt.

00:46:40: ich habe kinder dabei man kann es nachschauen mit über einer million tiktok videos.

00:46:46: haben sie schon angeschaut unkurratiert Und da drin ist einfach alles zu sehen.

00:46:50: Alles!

00:46:51: Es gibt eine Welt ohne Werte.

00:46:55: und wenn ich so aufwachse, dann suche ich als junger Mensch irgendwann in diesem ganzen Chaos einfache Lösungen weil ich kenne mich nicht mehr aus.

00:47:03: alle Kanäle sind geflutet.

00:47:06: Dann such' ich einfache Lösungen.

00:47:07: und wenn wir uns anschauen wie gewählt worden ist bei der letzten Bundestagswahl die Jugend wählt mehrheitlich radikale Parteien Weil die bieten einfache Lösungen, das ist meine Erklärung.

00:47:17: Und ich sehe leider überhaupt kein Mechanismus der da jetzt irgendwie mal dagegen wirkt.

00:47:22: Ich glaube es wird noch viel krasser weil die Generationen der nächsten Erstwähler und der Übernächsten waren noch mehr noch früher im Internet hat noch mehr bestürzten Inhalte mitbekommen.

00:47:34: und das sind alles Sachen über die rede man ja nicht mit den Eltern.

00:47:37: aber wenn ich zum Beispiel ich bin zehn habe schon irgendeine Hinrichtung gesehen und zwar echt Und darüber rede ich nicht mit meinen Eltern.

00:47:43: Ich weiß also, dass das was meine Eltern mir erzählen ist nicht die ganze Wahrheit und ich habe zum Beispiel Schwierigkeiten so ein gewisses Vertrauen in die Welt überhaupt zu entwickeln.

00:47:52: So eine Art Urvertrauen.

00:47:53: Alles wird gut!

00:47:54: Ich lebe in einer guten Welt.

00:47:55: es lohnt sich oder zum Beispiel sowas wie Gemeinwesen Es lohnt für die Gesellschaft zu organisieren.

00:48:01: Ist absolut am Rückzug und ich finde es verständlich weil... Wenn ich so viele schlimme Dinge schon gesehen habe und nebenher ist dann immer noch die übergeordnete Katastrophe, die Erwachsenen ruinieren den Planeten.

00:48:15: Meine Welt ruinieren sie und können offensichtlich nichts dagegen finden und sind so egoistisch dass sie denken es reicht noch für Sie.

00:48:21: also als Kind hab' ich heute oder als junger Mensch jedes Recht bestürzt traurig und entsetzt zu sein.

00:48:27: Ich kann das gut nachempfinden aber deshalb meine ich unsere Aufgabe Historisch wirklich jetzt gerade in diesen Umbrüchen.

00:48:35: Wir müssen unsere Kinder mit allem was wir haben unterstützen, wir müssen ihnen vermitteln hört zu und vor allem wir müssen sie glaube ich in der Breite gesehen später erst heran führen ans Internet weil wir können nicht darauf hoffen dass irgendwann mal Meta und BiteDance und Google ihr Herz für Kinder entdecken.

00:48:56: das sind profitorientierte Unternehmen und die lassen ihre Algorithmen frei laufen So, dass sie am meisten Geld erwirtschaften.

00:49:03: Und wenn dazu gehört das ich Kindern nachts mal ein bisschen gruseliger wird Dinge zeige damit die länger wach bleiben dann werden wir es nicht verhindern können.

00:49:12: Das ist die größte mächtigste Industrie der Welt mit Lobbyisten überall bis zum Anschlag.

00:49:17: Es sind Billionen Unternehmen.

00:49:19: Wir werden niemals diese riesigen gigantischen Konzerne dazu zwingeln können Jugendschutz ernst zu nehmen.

00:49:28: Es gibt keinen Jugendschutz im Internet und erst recht keinen Kinderschutz, es gibt nur anwesende Eltern.

00:49:33: Das ist das Einzige... Was funktioniert?

00:49:35: Deshalb müssen wir erstens unsere Kinder viel intensiver begleiten wenn wir ihnen überhaupt so ein Gerät geben weil es bedeutet immer, wenn ich einem Kind ein Smartphone gebe kann seine Kindheit jederzeit zur Ende sein.

00:49:49: Und das müssen wir uns vergegenwärtigen Weil ich kann nicht jedes mal dabei sein wenn mein Kind seinen Smartphone nutzt.

00:49:55: Das geht nicht!

00:49:56: Das ist zu klein Kann aufs Klo gehen, sich einsperren und dann da sehen was es will.

00:50:01: Stimmt's?

00:50:02: Auch auf dem Schulklo!

00:50:03: Schulklos sind rechtsweile Zonen.

00:50:05: Da können die Lehrer nicht mit.

00:50:07: Die Kinder können alles machen.

00:50:08: Und in Schulen wo es dieses alte Smartphone-Verbot gibt quasi nicht wirklich ein Verbot sondern die Bitte hälsch halt aus.

00:50:15: das führt dazu dass sie die Kinder mal einfach leise haben aber immer noch am Mann oder an der Frau und natürlich vibriert es dann immer wieder einmal in den Schulrenzen und die ganze Konzentration ist weg.

00:50:27: Und es gibt immer noch Medienpädagogen, die sagen nein wir können das alles ... Wir müssen den Kindern mehr beibringen.

00:50:32: Wir müssen ihnen mehr Kompetenz beibringe.

00:50:34: Ja natürlich müssen wir das!

00:50:35: Aber in der Schule brauchen wir eine Konzentrationspause weil sie gibt's zu Hause für viele Kinder nicht und auch diese Kinder habens verdient wenigstens einmal am Tag sich wieder zu konzentrieren.

00:50:50: und einen schönen Nebeneffekt ist, dass dann die Kinder auch in den Pausen wieder anfangen miteinander Spaß zu haben.

00:50:55: Zu reden sich sozial auszutauschen und nicht alle noch in den pausen auf die Hände schauen.

00:51:00: Das ist traurig!

00:51:02: Und das sollten wir bei Kindern in den Schulen abschaffen.

00:51:05: Wenn ich so drüber nachdenke, werde ich echt hoffnungslos?

00:51:09: Nein bitte nicht, bitte nicht!

00:51:11: Schau mal... Ich lebe in meiner Blase mit Freunden und Bekannten wo ich bei diesem Thema auf offene Ohren treffe und dann war ich gestern in Berlin.

00:51:20: Ich bin in Kreuzberg, hatte ich Termine und lief so lang.

00:51:23: Da kam eine Truppe von Jugendlichen.

00:51:26: Wo ich mir gedacht habe, wie sie auf ihr Handy glotzen?

00:51:29: Jeder für sich irgendwie!

00:51:31: Und da dachte ich mir ... Wie willst du die erreichen?

00:51:35: Wie willst Du die Eltern?

00:51:36: Also das ist doch so.

00:51:39: viele Menschen sind auch heutzutage überfordert.

00:51:41: Das war auch ein Grund für uns warum wir raus in Ostberlin.

00:51:44: weil diese aufgeladen aufgeheizte Stimmung keiner ist mehr offen für den Mensch neben sich.

00:51:50: die Eltern wirken teilweise, wie verschüttet in ihren eigenen Themen.

00:51:56: Wo willst du denn da ansetzen?

00:51:58: Also ich schaffe das im meinem Bereich und mit dir und auch mit dem Buch haben ja jetzt bei uns schon in der Schule Alarm geschlagen.

00:52:05: aber... Naja!

00:52:06: Wir sind eine überreizte Gesellschaft.

00:52:09: Und wir müssen unser Bewusstsein dass unsere Kinder verletzbarer und verwundbarer sind.

00:52:14: Verletzlich und verwunderbarer.

00:52:16: Und dass wir sie ein bisschen rausnehmen da.

00:52:18: Also ich glaube, es ist ganz eindeutig wir brauchen weniger Medienzeit und zwar weniger Konsum deutlich weniger.

00:52:26: Wenn man Kinder allein lässt die allermeisten Kinder konsumieren einfach nur weil der Content so gigantisch attraktiv für Kinder ist ein Dopaminfeuerwerk geworden ja?

00:52:35: Da können die Kinder nicht wegschauen.

00:52:36: und gibt natürlich ein paar Kinder die benutzen digitalen Medien produktiv und kreativ und das alles wunderbar.

00:52:42: aber wenn man sie in der Masse in der Breite alleinlässt findet auch richtig Missbrauch statt, das ist so.

00:52:48: Die Kinder schauen so viel dass es ihnen schadet und machen sehr viele andere Erfahrungen nicht mehr die aber extrem wichtig wären für ihre Entwicklung.

00:52:56: So da müssen wir erst mal ran und damit wir daran können müssen wir unsere eigene Nutzung erstmal überdenken.

00:53:03: Und das ist das Schwierigste.

00:53:05: Wenn ich zum Beispiel den Vorschlag mache hey liebe Kinder fragt doch mal eure Eltern ob sie einen Tag ohne Smartphone schaffen Einen einzigen Tag Und zwar nicht im Urlaub, wo es eh keinen Wählern gibt.

00:53:15: Sondern mal an einem Sonntag.

00:53:17: Da können die mich auch nicht sagen ich brauch's für die Arbeit und das scheitert immer wieder an den Eltern.

00:53:23: Die sagen naja also Moment mal meine Kinder sollen das weniger nutzen aber ich bin doch erwachsen!

00:53:28: Für mich gelten noch andere Regeln ist ja wohl weit her geholt und überhaupt... Ich brauche das als Wecker!

00:53:35: Ja natürlich, aber ich glaube ihr bitte gebt dir Hoffnung nicht auf Marike weil für unsere Kinder lohnt sich jeder Kampf, richtig?

00:53:44: Egal ob als Lehrer, Lehrkräfte oder als Eltern natürlich.

00:53:48: Wir tun alles!

00:53:51: Wir müssen das Unmögliche versuchen und das Mögliche zu erreichen.

00:53:54: Und es gibt ja auch zum Glück einige gute Tricks- und Kniffe die sich bewiesen haben.

00:53:59: Oder wo man sagen kann z.B.

00:54:01: nachts wenn ich sage wie schaffe ich's denn dass meine Familie nachts besser schläft dann mache ich mir ein Familienladegerät stelle ich mir in die Küche oder eine Familienladestation, da gibt es die in allen Farben und Formen.

00:54:13: Und dann sammle ich alle anderen Steckernetzteile ein und verkündet ganz stolz und sagt, hör mal zu!

00:54:18: Wir schlafen alle ohne Smartphone besser auch die Eltern.

00:54:23: Deshalb machen wir ab jetzt dieses Gerät zuständig fürs Laden.

00:54:27: Da passt der ganze Zoo rein, alle Tablets, alle Smartphones UND wir machen die Zähne putzen zähne Putzen regel.

00:54:32: Das heißt am Abend nach dem Zähneputzen... keiner mehr in der Familie.

00:54:36: Keiner, auch die Eltern nicht noch ein Smartphone benutzen weil die dann da reinkommen zum Aufladen und in der Früh vorm Zähneputzen bitte auch nicht damit ihr zumindest mal gefrühstückt habt bevor er Gehirn schon wieder ins Internet wandert ja?

00:54:50: Und ich glaube dass das sehr erfolgreich ist.

00:54:53: also das ist zum Beispiel ein Tipp.

00:54:54: da krieg ich drei Jahre später plötzlich eine E-Mail.

00:54:56: Danke Herr Rolf!

00:54:57: Das hat funktioniert.

00:54:59: Natürlich haben sie das zwei, drei Mal nachts von zwei bis fünf geholt und wieder reingetan.

00:55:04: Aber es funktioniert deswegen weil die Kinder sehen meine Eltern bemühen sich auf Dauer!

00:55:11: Und wenn die nachts aus Klo gehen schauen die nämlich ganz genau hin halten meine Eltern sich dran oder nicht?

00:55:16: Wenn sich die Eltern daranhalten dann ist für die Kinder viel leichter selbst auch diese quasi Selbstkontrolle zu entwickeln.

00:55:24: weil wenn Sie sagen meine Eltern halten dann werden sie das auch später nicht schaffen, weil es ist ja so ein Effekt den man merkt.

00:55:30: Auch als junger Erwachsener eigentlich kopiere ich meine Eltern in viel mehr Dingen als ich selber zugeben will.

00:55:37: Das ist ja eine Entdeckung die man da im Laufe seines Lebens macht.

00:55:40: Das hätte ich auch anders machen können aber irgendwie so genau gemacht wie meine Mama.

00:55:43: Ich habe nie drüber nachgedacht und deshalb wir müssen uns unsere Vorbildfunktion da einfach bewusst werden.

00:55:49: und deshalb sage ich die Sache mit dem Konsum also diese Ausschaltkompetenz Eine der wichtigsten Kompetenzen im digitalen Zeitalter.

00:55:57: Die kriege ich nur dann hin, wenn ich selbst mich beherrschen kann.

00:56:01: und da ist es tatsächlich sehr hilfreich, wenn man mit Kindern auch darüber redet wie zum Beispiel die Apps es hinkriegen dass sie ein Süchtig werden lassen?

00:56:11: Den Mechanismen!

00:56:13: Wie funktioniert das?

00:56:14: Wie funktioniert ein guter Empfehlungsalgorithmus?

00:56:16: Wie funktioniert TikTok?

00:56:18: Was belohnt TikTok?

00:56:20: Wie schafft es TikTok schon in wenigen Stunden jedem persönlich ein Best of everything, wo du nicht mehr weggucken kannst vorzuspielen.

00:56:29: Da gibt es ja Methoden dafür!

00:56:31: Die bewerten also deinen Verhalten.

00:56:32: wenn du was wegwischst wird genauso bewertet wie wenn du etwas anguckst und so weiter... Und wie schaffen die das eigentlich?

00:56:38: Darüber reden Kinder extrem gerne.

00:56:41: Erwachsene müssen da erst herangeführt interessieren sich dann in der Regel schon auch, vor allem wenn es um ihre Kinder geht.

00:56:47: aber Wir haben noch nicht genügend Interesse für diese Thematiken in der Gesellschaft.

00:56:52: Ich hoffe, dass es noch kommt und ich glaube ehrlich gesagt das ist noch kommt weil wenn die ersten sagen wir so... Die erste Elterngeneration an den Staat geht, die selber als Kind ein Smartphone hatte!

00:57:03: Die wissen was ein Smart Phone für ein Kind bedeutet Und die sind jetzt gerade noch nicht soweit aber es wird jetzt dann kommen.

00:57:13: und ich hoffe Weil zum Beispiel ich beobachte in vielen Familien den Effekt Dass die älteren Geschwister Die Eltern schimpfen, wie viel sie den jüngeren Geschwistern schon wieder erlauben.

00:57:25: Das ist überall so!

00:57:27: Und das auch in unserer Familie übrigens.

00:57:30: Das heißt weil die älteren wissen am besten was da eigentlich los ist und die sagen dann sag mal spinnst du Mama?

00:57:38: Du erlaubst meiner zwölfjährigen kleinen Schwester erlaubste Instagram hast du sie noch alle und die machen dann ja aber das haben doch die anderen.

00:57:46: und plötzlich habe ich eine fruchtbare Diskussion.

00:57:48: Und in diesem Sinne hoffe ich, dass wenn diese Generation jetzt an einen Start geht.

00:57:52: Dass die sich wesentlich bewusster werden und ich erlebe jetzt auch so ein bisschen gesellschaftlich vielleicht natürlich nicht.

00:57:59: Ich bild mir nicht ein das es mit meinem Buch zusammenhängt aber ich sage mal so ich erleben Jetzt gerade jetzt haben wir zwei tausend fünfundzwanzig.

00:58:08: Ich mache das acht Jahre lang.

00:58:10: Das neunte Jahr beginnt jetzt dann im nächsten Schuljahr.

00:58:13: Ich erlebe mehr Eltern, die sich für die Thematik aktiv interessieren.

00:58:17: Besonders junge Eltern und das finde ich wunderbar!

00:58:21: Und es brauchen wir dringend ja?

00:58:23: Ich muss heute wissen ein Smartphone zu übergeben beim Kind ist ein lebensverändernder Moment und auf den muss ich mich als Elternteil intensiv vorbereiten.

00:58:33: Wochenlang, wochenlang.

00:58:36: Nur dann kann ich es verantworten, überhaupt irgendwie ein Smartphone zu übergeben.

00:58:41: Wenn ich zum Beispiel auch die negativen Seiten kenne... Ich habe meinen Buch genannt Allein mit dem Handy, weil wenn die Kinder alleine sind passieren die schlimmen Dinge nicht, wenn die Eltern dabei sind.

00:58:51: Das heißt, ich muss wissen was passieren kann, wenn mein Kind allein ist und dann kann sich meinem Kind über all diese Themen vorher sprechen bei der Übergabe.

00:59:01: Ich muss mir richtig viel Zeit nehmen!

00:59:03: Ich muss übrigens auch, wenn ich gemeinsam erziehe mir richtig viel Zeit nehmen, als Paar mal abzusprechen.

00:59:09: Was wollen wir eigentlich überhaupt?

00:59:11: Weil ein Smartphone ist, glaube ich das komplexeste Gerät der Welt weil es mit jeder der Millionen Apps die es gibt seine Funktion komplett verändert.

00:59:23: Deshalb ist ein Smart Phone meiner Auffassung nach schwieriger zu steuern als ein Auto wesentlich schwieriger und deshalb glaube ich sollten wir auch hier beginnen bei jüngeren Kindern eher wenig zu erlauben und dann Schritt für Schritt, ihnen jedes Jahr mehr zu erlaufen.

00:59:40: Wie im Straßenverkehr auch!

00:59:41: Wir geben am Achtjährigen keinen

00:59:43: Ferrari-Schlüssel.".

00:59:44: Du hattest das auch ganz gut beschrieben in deinem Buch bevor man das Handy übergibt.

00:59:49: dass man sich mal fragen sollte ab welchem Alter man seinem Kind denn glaubt zumuten zu können ein Pono zu sehen?

00:59:58: Ja ja ist eine gute Komplementärfrage.

01:00:00: wann will ich das?

01:00:03: Wann will ich so was in meinem Kind zumuten?

01:00:05: Und du hast völlig recht.

01:00:07: Das ist eine Frage, die muss sich mir stellen!

01:00:09: Ich kann dazu sagen ab und zu mal wenn eine Schule sich den Luxus leistet mich zu buchen für einzelne Klassen.

01:00:17: Es passiert nicht so oft weil... ...ich muss als Selbstständiger einen Honorar abrufen wo normalerweise einfach mehrere Klassen im Workshop sind.

01:00:25: Wenn ich eine einzelne Klasse habe dann kann ich die nämlich fragen hört mal zu jeder von euch kriegt das von mir ein Stück Reide.

01:00:33: Überlegt euch mal einfach nur ein Wort.

01:00:35: Was findet ihr schlecht am Internet?

01:00:38: Oder was habt ihr schon erlebt, was euch nicht gefallen hat im Internet?

01:00:41: und schreibt dieses Wort mal an die Tafel.

01:00:44: Ich gehe jetzt raus weil ich will gar nicht wissen wer was schreibt.

01:00:47: Ich kenne eure Namen sowieso nicht.

01:00:48: Ich geh einfach fünf Minuten drauf.

01:00:50: überlegt euch ganz instinktiv der erste Begriff der euch einfällt.

01:00:53: das wollt ihr hättet ihr nie sehen wollen.

01:00:56: Dann geh ich raus.

01:00:56: komm fünf Minuten wieder rein später wieder rein.

01:00:59: da steht selber.

01:00:59: bei jüngeren Kindern steht dann plötzlich da, es stehen da Begriffe wie ja anal gangbang rape und die Lehrkräfte wissen gar nicht was das ist teilweise.

01:01:12: Die jüngeren Grundschullehrkräfte haben keine Ahnung.

01:01:15: also ich meine jetzt nicht den Begriff...also die Begriffen einzeln?

01:01:18: jetzt ja?

01:01:19: Und die Kinder sind aber natürlich auch mit dieser Thematik vertraut und wollen es nicht!

01:01:24: Das ist auch interessant.

01:01:25: sie wollen's gar nicht sehen in dem Alter das findet ihr eklick.

01:01:29: Aber Sie wissen dann, dass es es gibt.

01:01:30: Und kurz später gucken sie natürlich, wenn sie irgendwie flüge.

01:01:34: Das ist sehr interessant zu sehen.

01:01:36: Alle Kinder sind neugierig und das ist wirklich ... Ich brauche noch bei Google ein.

01:01:42: Neulich hatte ich mal eine Mutter, die hat mir erzählt.

01:01:44: Sie hat in der Historie von ihrem Browser gesehen, dass der Sohn eingegeben hat.

01:01:48: Der schönste Busen der Welt!

01:01:50: Hat er eingegeben.

01:01:52: Und ich wette, er hat ganz interessante Ergebnisse bekommen.

01:01:55: Natürlich Kinder sind neugierig aber es bleibt nicht oft so harmlos.

01:02:00: und wie gesagt Google wenn ich's richtig benutze und die Filterung ausschalte was Einglick ist dann habe ich die größte Porno suchmaschine der Welt.

01:02:08: und natürlich werden ein Kindes entdeckt und Kinder entdecken sowas.

01:02:11: das ist sehr sehr lustig.

01:02:13: auch bei Amazon zum Beispiel hatte ich neulich so'n Fall Kinder entdicken die ersten Sachen oder Wikipedia.

01:02:20: Bei Wikipedia gibt es einen Eintrag für Penis.

01:02:22: Mit Bild!

01:02:24: Unglaublich, die Kinder beömmeln sich und die Erwachsenen fragen sich gleich wieder, oh Gott ist Wikipedia überhaupt?

01:02:29: Das haben wir freigegeben auf den Schul-Tabletz.

01:02:31: Oh nein, ich halte das aber für ehrlich gesagt natürlich am Ende harmlos weil gemessen an den Sachen, die es im Internet gibt, der harmloses Eintracht der Welt.

01:02:42: Aber Kinder finden sowas Und sie finden auch bei Amazon sehr lustig Amazon.

01:02:47: Da hat er keine Gedanken, aber Amazon verkauft auch ein paar von den Millionen Produkten die die verkaufen ist Sexspielzeug und wenn man da die Rezensionen liest wer sich was wo rein gesteckt hat und wie sich das angefühlt hat dann merkt man aha es gibt überall.

01:03:05: es gibt überall wo Menschen viele Menschen sind gibt es auch Sachen Für Erwachsene und die Kinder finden das immer zuverlässig.

01:03:15: Das stimmt mit der Neugier, ich wusste gerade daran denken!

01:03:18: Ich glaube da war ich in der siebten Klasse, da haben wir auf dem Schulweg... Ein Kondom gefunden.

01:03:23: Und wir sind tagelang immer wieder an der gleichen Stelle vorbei, um dieses Kondomen nur anzugucken!

01:03:29: Was ist das?

01:03:31: Aber es war so spannend, irgendwann war's dann leider weg, da konnte man nicht mehr gucken...

01:03:36: Zum Glück ja.

01:03:37: aber es ist tatsächlich genauso, Kinder sind neugierig und vor allem sie sind sehr viel pfiffiger und raffinierter und smarter als ihre eigenen Eltern das für möglich halten.

01:03:50: Das ist ganz interessant.

01:03:52: Wir hatten vorhin angesprochen Klassenchats, ich würde gerne noch kurz auf die drei anderen etwas schwierigeren Themen kommen nur in einem kurzen Abriss, sonst sprengen wir den zeitlichen Rahmen bei den Klassenchatts.

01:04:06: vielleicht kannst du aber nochmal kurz die Story erklären.

01:04:08: erzählen wie viele Nachrichten bekommen denn Kinder so im Schnitt in der Nacht?

01:04:14: Ja also im Schnitt Ist schwierig zu sagen, weil die meisten Klassenchests sind sehr episotisch.

01:04:20: Da ist einmal in der Nacht die Hölle los und dann wieder ein paar Nächte gar nix!

01:04:23: Ich würde lieber dich überraschen mit den Ergebnissen.

01:04:25: zur Frage wie viel bekommen sie denn maximal?

01:04:29: Zum Beispiel... Weil das kann man ganz gut sehen wenn mir die Kinder fragt wer von euch kennt es?

01:04:33: ihr schaut morgen auf euer Smartphone und da sieht er bei WhatsApp diesen kleinen Notifikationszähler die rote Zahl und da steht neunneunneuen plus.

01:04:41: Wer hat das schon mal gesehen?

01:04:43: Der gehen in die fünften Klassen die Finger hoch.

01:04:45: Die Lehre so was?

01:04:47: Ja, es ist so.

01:04:48: Und zwar natürlich nicht alle in den fünften Klassen!

01:04:51: In den Fünften Klasse sind sie noch sehr divers.

01:04:52: da sagen manche Null.

01:04:53: ich nehme's gar nicht her.

01:04:54: der einen sagt zwölf die anderen sagen also wenn ich frag was?

01:04:57: wie viel Nachrichten habt ihr schon mal maximal in einer Nacht bekommen?

01:05:01: aber sobald wir Klassen schätzen an Fuß fassen das meistens so spätestens spätestes.

01:05:05: in den sechsten Klassen macht das ein Riesensprung nach oben und dann heißt schon fünfhundert achthundert zwölff hunderttausend sechshundet und in den siebten Klassen gibt's kaum ne Zahl, die genannt wird, die unter tausend ist.

01:05:17: Da geht's auch, siebte, achte Klasse ist so für mich peak.

01:05:19: WhatsApp da geht es auch teilweise.

01:05:21: wenn die Jungs vor allem die entdecken dann dass das sowas gibt wie Autoklicker.

01:05:25: Autoclicker sind so kleine Programme der kann ich aus einer großen Stickersammlung alle zehn Sekunden in lustigen Sticker automatisiert die ganze Nacht in den Klassenchatschen.

01:05:33: oder alle zwanzig Sekunden oder alle fünf Sekunden und dann kommen dann alle... Das ist quasi ein endloses Stream aus Schmarrn und Schenkelklopfen und teilweise aber auch krasse Sticker, irgendwas frauenfeindliches oder rassistisches.

01:05:49: Da gibt es alle möglichen Stickersammlungen.

01:05:50: die meisten sind so dass die Eltern wenn sie das sehen würden ihr den Untergang des Abendlandes fürchten.

01:05:57: ja aber sagen wir so dann geht's sogar über zehn tausend hoch über zehntausend und ich muss sagen ich habe es gesehen das wird nämlich nicht mehr mitgezählt an alles über tausende.

01:06:08: aber man kann quasi stundenlang nach unten skrollen stunden lang Und das ist etwas, das kriegen die meisten Erwachsenen gar nicht mit natürlich.

01:06:15: Weil die Kinder sagen es den Eltern nicht.

01:06:17: Es geht ja um Spaß und ich kenne aber kaum einen Erwachsenden der schon mal dieses neuen, neuen, plus Symbol gesehen hat.

01:06:24: Das gibt's eigentlich nicht!

01:06:25: Ich möchte beten, dass alle SIP-Klässler von einem neuen, neun, neuen Plus-Symbol aus eigener Erfahrung kennen.

01:06:32: Daran zeigt sich genau wieder das Gleiche was ich vorher schon ein bisschen angedeutet habe.

01:06:36: Die gleiche App völlig verschiedene Nutzung zwischen Generationen.

01:06:41: Das ist die Schattenwelt.

01:06:42: Es passiert nachts in der Regel, am meisten nachts.

01:06:45: Was mich am meisten schockiert hatte war ja auch als du geschrieben hattest das Nachts der Algorithmus ein anderer ist?

01:06:52: Dass man nachts viel krassere Videos sieht... Ich gucke nachts nicht aufs Handy aber...

01:06:56: Ja ich muss dazu sagen dass es eine Erfahrung, die ich gemacht habe aus Gesprächen mit vielen vielen tausenden Kindern.. Ich kann das nicht beweisen!

01:07:05: Das ist jetzt eine Vermutung.

01:07:07: Eine, sagen wir mal durch jahrelange Arbeit und hunderttausendfache Kommunikation mit Schülern in den Jahrgangsschiffen drei bis zehn entstandene gesicherte Vermutung.

01:07:18: So möchte ich das mal darstellen!

01:07:20: Aber ich kann es empirisch nicht belegen weil ich weiß ja letztendlich auch nicht was auf den Smartphones der Kinder wirklich passiert wissen nur die Plattformhersteller selber Und die haben keinen Anlass dass irgendjemand offen zu legen so lang der Rubel läuft.

01:07:35: Und sagen wir so, meine Theorie ist die tagsüber ist die Konkurrenz der Social Media Netzwerke oder jeder Art von App, die ihr Geld verdient mit Aufmerksamkeit.

01:07:47: Ist ja die Konkurenz durch die anderen Apps.

01:07:50: wenn zum Beispiel ich schaue TikTok tagsüber dann weiß Tiktok oh!

01:07:53: Ich muss irgendwas tun das er nicht umschaltet auf YouTube Shorts oder Instagram Reels oder Snapchat Spotlights.

01:07:59: wie halte ich ihn da im Verhältnis zu den anderen Apps?

01:08:02: Nachts dagegen ist der Gegner der Schlaf Und ich glaube, dass die Argöten uns schon von selber rausfinden.

01:08:07: Weil das sind ja statistische Verfahren!

01:08:10: Die finden selber raus.

01:08:12: Welche Art von Video muss sich ein Kind zeigen damit's Nacht um zwei nicht einschläft?

01:08:17: Jetzt überleg mal selber was würdest du tun?

01:08:20: Rein statistisch, was glaubst du würdest so herausfinden?

01:08:22: Du hast alle Videos der Welt zur Verfügung.

01:08:26: Was spielt zu einem Kind um zwei Uhr morgens vor wenn du weißt es ist schon vier Stunden online und könnte müde werden.

01:08:31: Irgendwas was aufregendes?

01:08:32: ne

01:08:32: Richtig natürlich.

01:08:33: Es muss etwas Aufregendes sein.

01:08:35: was krasses Ja, und vielleicht eben was irgendwie mit Sexiness oder was mit Blut.

01:08:43: Irgendwas... Und da gibt's so viel!

01:08:45: Das kann man sich gar nicht vorstellen.

01:08:47: Und wie gesagt meine Challenge von vorher steht noch.

01:08:51: Ich werde mich daran setzen ich werde berichten.

01:08:54: Ich mach dafür ein bisschen Werbung weil ich habe mir mal zum Ziel gesetzt ich schau mir alles an was die Kinder mir sagen.

01:09:00: erstens Mal Für die Kinder ist es ein Stück Glaubwürdigkeit.

01:09:03: Kennt der das, was ich erlebt habe oder nicht?

01:09:05: Und ich hab manchmal ... Das teile ich diese Erfahrung mit Silke Müller zum Beispiel.

01:09:10: Silke Möller isst die Autorin des Buchs Wir verlieren unsere Kinder.

01:09:13: Die hat dieselben Erfahrungen gemacht.

01:09:15: Dass Kinder manchmal zu einem kommen und sagen, Herr Wolff, Ich würde Ihnen gerne etwas sagen!

01:09:20: Aber das ist so schlimm, ich mach mir Sorgen um Sie.

01:09:23: Das kann man sich gar nicht vorstellen.

01:09:25: Das sind Kinder, die machen sich um mich Sorgen.

01:09:32: Ich muss jetzt dazu sagen, die haben recht.

01:09:35: Weil ich habe inzwischen so viele Sachen gehört dass ich brauche Supervision.

01:09:44: Meine Frau hat mich schon vor ein, zwei Jahren gesagt du hör mal zu Du veränderst dich.

01:09:51: Du musst auch auf dich aufpassen.

01:09:55: und ja das muss sich.

01:09:57: Und ich habe mir jetzt Hilfe geholt und bin Gott froh drum.

01:10:01: Ich muss selbst die Sachen, die ich erlebe erzählen, weil es ist auch neulich schon mal passiert, dass zwischen Schülerworkshop und Lehrerworkshop muss sich weinen.

01:10:12: Ich konnt's nicht mehr halten!

01:10:13: Da hat mich eine Sechsklöße in der Sache erzählt.

01:10:15: genauso wieder mit diesem Vorspann... ...ich merke schon in so einer kleinen Gruppe wenn der Workshop vorbei

01:10:20: ist.".

01:10:21: Und die Kinder bestürmen mich.

01:10:22: Wie viele Trophäen haben Sie bei Browards?

01:10:25: Spielt Ihr Sohn auch Fortnite und der Bedarf ist riesengroß?

01:10:28: oder haben sie auch schon mal ... Ich sehe es als zwei, drei Kinder, die warten ab bis die anderen weg sind so viel sagen.

01:10:35: Die werfen mir im Blick zu, der bedeutet, haben Sie nachher noch kurz Zeit für mich alleine?

01:10:39: Dann weiß ich schon okay da ist noch was in Busch!

01:10:45: Wenn ich dann hoffentlich Zeit habe eine Situation herbeizuführen, Lehrkräfte sind immer dabei.

01:10:50: Aber die sind dann so quasi auf Sichtweite aber nicht auf Höheweite.

01:10:54: und dann höre ich ab und zu noch Stories Und ja, und dann hat sie mir was erzählt, was so schockierend ist.

01:11:00: Die hat ein sogenanntes Snuff-Video gesehen.

01:11:04: Das ist das Brutalste der Welt.

01:11:06: Das sind einfach Videos wo Kinder gefilmt werden wie sie während einer sexuellen Handlung verletzt oder getötet werden.

01:11:15: Und das hat die gesehen.

01:11:20: Da haut es mir ein Vogel aus.

01:11:23: Und sie war sehr vorsichtig, ich sagte, wenn ich Ihnen das erzähle, ich mach mir Sorgen um Sie und ich hab gesagt bring it on!

01:11:29: Ich bin einiges gewohnt und war's dann eben doch nicht.

01:11:32: Und konnte auch die Lehrhoffordbildung gerade noch mit Achenkracht zu Ende bringen und bin nach Hause... ...und ich bin einfach betroffen, mich nimmt sowas mit.

01:11:44: Ich kann das nicht ertragen.

01:11:45: und die Einzige immerhin in dem Fall warst du, dass Ihre Mutter schon Bescheid wusste.

01:11:50: Aber der einzige Trost, den die Mutter hatte war das ist in einem fremden Land.

01:11:57: Das war der einzige Schutz.

01:11:59: Dieses Kind braucht sofort eine Traumotherapeutin.

01:12:03: Sofort!

01:12:05: Und das ist auch einer dieser Momente wo ich dann sehe ok, Kindswohlgefährdung... Ich muss zur Schulart.

01:12:13: Geht nicht anders.

01:12:15: Wenn ich so was höre Kann ich nicht einfach nach Hause gehen und sagen, ja war interessant.

01:12:20: Du übrigens trau dich zu seinen Eltern zu gehen und komm heute Abend zum Elternabend?

01:12:23: Da muss ich zur Schulleitung!

01:12:25: Und leider... Also es ist ja gut dass ich das höre und zur Schuleitung gehen kann.

01:12:31: Das allererste was ich hier sage ist Danke dass du mir erzählt hast.

01:12:35: Du hast alles richtig gemacht.

01:12:37: Danke, danke dass du dich getraut hast weil jetzt können wir offen reden, das hilft und jetzt können schauen wie wir dir helfen können.

01:12:44: Das ist ja das.

01:12:45: Wenn ein Kind so was erzählt, muss man sich zuallererst bei ihm bedanken für seinen Mut.

01:12:52: und dem kind hilft jetzt nämlich nicht die Betroffenheit der Schock, die Panik, die Angst, die Wut sondern des Kind braucht jetzt Unterstützung So schwer das ist, wir müssen uns da zusammenreißen.

01:13:03: Da komme ich mir manchmal vor wie der Ersthelfer den Notarzt, der beim Unfall eintrifft und schreckliche Dinge sieht aber erst mal funktionieren muss.

01:13:12: Ich habe gelernt auch auf dem Feld muss ich mich jetzt quasi wappnen und weiterbilden weil ich sonst nicht immer professionell antworten kann.

01:13:21: Und ich bin vielleicht auch ein Stück weit inzwischen einfach gut darin geworden, mit Kindern so zu reden.

01:13:26: Dass sie mir vertrauen was aber allerdings eben dann auch wenn man so will die Seite mit sich bringt dass ich ab und zu Sachen höre die so unglaublich krass sind.

01:13:35: Ehrlich gesagt in dem Buch habe ich die krassesten Sachen nicht reingeschrieben weil ich Angst hatte.

01:13:40: das kann ja da gar keiner mehr lesen.

01:13:43: Das heißt das schwerste Kapitel war eindeutig das über wo es um Pädokriminelle geht.

01:13:48: Da hab' ich Wochen gebraucht Weil ich so schwer zurechtkomme mit der Gleichgültigkeit vieler Eltern, die einfach sagen ... Das ist schlimm.

01:13:56: Aber mein Kind doch nicht!

01:13:59: Mein Kinderwisch ist sicherlich.

01:14:00: Meiner hat da keinen Bezug zu dem Thema.

01:14:02: So ein Quatsch?

01:14:04: Das ist ja nicht was, was ich genau suche, sondern was zu den Kindern kommt und wenn ich nicht darüber rede wird's gefährlich.

01:14:10: Lass uns mal auf dieses Thema Cyber-Grooming-Kurz eingehen, weil das war echt ein wesentliches Thema.

01:14:16: Ja, es ist ein trauriges ... ekliges Thema, weil es war das Thema um das ich mich am meisten gedrückt habe.

01:14:23: Am Anfang bis die Kinder's zu mir getragen haben.

01:14:27: Weil sie ja jemand suchen mit dem Sie reden können der sich nicht bestraft, weil sie ja belastet sind.

01:14:32: und erstmal glaube ich liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer da draußen wir müssen uns einfach mal bitte vor Augen führen.

01:14:40: Es gibt Menschen Ich formuliere das für den Kindern immer so und jetzt müssen wir unseren Kindern sagen Das können ältere Erwachsene sein oder junge Erwachsenen, die mögen gerne Kinder entweder nackt ansehen oder nackт berühren.

01:14:55: Das ist meine Formulierung für die Grundschuhe.

01:14:58: Ich glaube das ist okay!

01:15:04: Aber ich muss meinem Kind das sagen weil im Internet versuchen sie durch die Kamera Kinder zu überreden sich auszuziehen oder eben Chat sich heimlich mit den Kindern zu verabreden ohne dass es die Eltern wissen um dann die Kinder dort heimlich zu berühren.

01:15:19: Und wir müssen mit unseren Kindern darüber reden, wir müssen unsere Kinder vorbereiten.

01:15:24: und wenn ich das nicht will weil ich sage mein Kind ist viel zu jung für diese Thematik dann ist meine Kind auch zu jung fürs Smartphone.

01:15:31: Weil ich schicke es ins Internet mit Millionen oder sogar Milliarden Menschen und die sind da draußen und wenn man's thymisch sagen will freuen sie sich gerade weil die haben grad all you can eat buffet weil die Kinder immer jünger werden und immer unterfahren natürlich bei den Jüngeren so eine Hemmschwelle haben, auch über schwierige Themen zu reden.

01:15:52: Das heißt und jetzt kommt noch KI dazu?

01:15:55: Man kann KI verwenden für Cyber-Grooming!

01:15:58: Das heißt dieser Anbahnungsprozess wo Cyberpädokriminelle zum Beispiel Spiele benutzen wie Roblox um dort in einer Umgebung mit Kindern zusammenkommen die Erwachsene nicht überblicken oder wo sie gar nicht wissen das sowas gibt dass es überhaupt ein Schätfunktion gibt und da sind Millionen Kinder.

01:16:17: Die sogenannten Interaktionsrisiken, so heißt das dann nicht in der Fachsprache.

01:16:21: Die sind enorm und deshalb wurde Roblox auch gerade erst von zwölf aus sechzehn raufgesetzt und in jeder Grundschule in der ich bin spielen massenhaft acht und neunjährige dieses Spiel.

01:16:32: So!

01:16:32: Und ich muss darüber reden weil nichts nicht tue gefährde ich mein Kind, weil wenn ich es tue weiß mein Kind auch dass ich im Falle eines Falles, wenn was Komisches passiert ein Ansprechpartner bin vor dem ich keine Angst haben brauche.

01:16:46: Deshalb, wenn ich nicht darüber rede gefährde ich mein Kind und noch schlimmer.

01:16:51: Ich riskiere das mein Kind in die Abhängigkeit von anderen Erwachsenen Gerät, die Profis

01:16:57: sind.".

01:16:57: Und die Verbrecher sind.

01:16:59: Die wissen, dass sie verbrechen begehen und sich darüber auf Instagram oder Darkweb in Gruppen austauschen wie man mit KI zum Beispiel am besten Cyberkinder groomt.

01:17:09: weil das kann ich eine KI machen lassen.

01:17:10: Ich muss nicht mehr selber spielen.

01:17:12: Das ist anstrengend und mühsam!

01:17:14: Ich lasse es ne KI machen und lass Fünfzigtausende Agenten gleichzeitig laufen und lass mir die Kinder dann aufs Tablett servieren.

01:17:21: Die organisieren sich untereinander.

01:17:25: Wir Nicht.

01:17:27: Die Kinder sind schutzlos.

01:17:29: Das geht nicht, da müssen wir

01:17:31: aufpassen.".

01:17:31: Das ist eine wirklich schwarze Ecke, eine schwarzen Thematik weil die so schlimm ist dass viele auch Medienpädagogen sagen ja wer darüber redet der ist ein Alarmist.

01:17:45: was denn?

01:17:46: Wir müssen darüber reden!

01:17:48: Und die Zahlen sind alarmierend.

01:17:50: Wenn sie zum Beispiel in den großen Klassen, die sind dann schon sechzehn, denen nimmt keiner mehr Smartphone richtig weg?

01:17:56: Wenn Sie die fragen, wer von euch hat schon mal ein Nacktbild geschickt worden?

01:17:58: und wenn sich fast alle ... Fast alle!

01:18:01: Von wild

01:18:01: fremden?!

01:18:02: Ja natürlich immer in der Hoffnung dass da irgendwas zusammen geht oder ich auch.

01:18:06: gestern, ich war wieder da kommt fünf Klässlerin ja mir hat eine Frau einen Nackttbild geschikt habe ich gesagt ja nee das war keine Frau es war ein Bot und er war auch nicht für dich gedacht sondern für irgendeinen jungen der sich dann vielleicht irgendwie auch ein Nacktbild zurückschickt und dem man extrem erpressen kann.

01:18:23: Und zwar, das ist irre!

01:18:25: Sobald das erste Nackttbild rausgeht, ist eine Katastrophe in der Mache... ...und den meisten Eltern sind nicht klar, dass man mit Kindern unbedingt über die Kamera reden muss.

01:18:34: Die Kamera ist das gefährlichste am Smartphone.

01:18:38: Mit Abstand.

01:18:38: Weil wenn durch irgendeinen Zusammenhang Sei es eine Mutprobe, sei es ein Spaß, sei ist eine Überredungskunst eines pädophilen Menschen oder eines pätokriminellen Menschen.

01:18:49: Sei es durch einen einfach nur schmarren oder ein liebes Beweis wenn ein Foto eines nicht bekleideten Kindes ins Internet findet.

01:18:58: Kann man es damit erpressen?

01:19:00: Oder ist so schlimm mobben dass es nicht mehr Leben mag?

01:19:06: Die härtesten Fälle die ich habe haben immer was mit Marktbildern zu tun.

01:19:11: und jetzt noch oben rein um dich Ganz kurz noch über den Abgrund schauen zu lassen.

01:19:16: Auch hier spielt KI leider wieder eine unrühmliche Rolle, es gibt zur Zeit etwa fuchtsig sogenannte Undress oder New Defying oder Deep Nude Apps die aus Bildern von angezogenen Menschen auf Knopfdruck ein Nacktbild erstellen mit dem originalem Gesicht glaubwürdig.

01:19:34: auch das ist schon geeignet Kinder extrem zu A zu erpressen oder zum Moppen bloßzustellen zu demütigen in einem Ausmaß, das wir nicht vorstellen können.

01:19:45: Und deshalb brauchen wir KI-Erziehung schon in der Grundschule.

01:19:49: Wir brauchen Medienerziehung so früh es geht – schon im Kindergarten für die Eltern!

01:19:54: Wir brauchen unbedingt viel mehr auch in den Schulen weil wir niemals alle Eltern erreichen

01:20:01: werden.".

01:20:01: Es gibt Kinder, ein Teil der Gesellschaft ist weder willens noch fähig.

01:20:07: Noch haben wir sehr sprachemächtig um überhaupt ihre Kinder angemessen auf diese Situation vorzubreiten.

01:20:12: Das heißt ich glaube so schlimm es ist und die Schulen schreien alle auf.

01:20:18: uns sagen nicht noch eine Zusatzaufgabe die eigentlich den Eltern zu steht die wir eh schon alle übernehmen.

01:20:23: aber ich glaube wir müssen ja auch diese Kinder irgendwie retten und deshalb glaube ich brauchen wir eine gesellschaftliche Norm.

01:20:33: Ich nenne es Norm, ich will auf gar keinen Fall das Wort Verbot in den Mund nehmen aber ich glaube wir brauchen eine Diskussion ob wir nicht vielleicht ein Alter ins Spiel bringen wo die meisten Eltern ohne Gruppendruck ohnehin denken würden das wäre wahrscheinlich das richtige Alter und das würde ich ungefähr bei vierzehn ansetzen.

01:20:52: Vierzehn ist gleichzeitig ein ganz günstiges Alter weil bis dann ist man rechtlich gesehen ein Kind.

01:20:58: Ab dem vierzehn Geburtstag bin ich rechtlich gesehen ein Jugendlicher.

01:21:01: Und ich glaube, dass das ein guter Zeitpunkt ist.

01:21:04: Weil ein Vierzehnjähriger ist deutlich stabiler als ein Zehnjährige oder ein Achtjähriger oder ein Sechsjährige und ich glaube wenn wir ein gesellschaftliches Mindestalter uns überlegen dann würde ich vierzehnt bevorzugen.

01:21:18: Vierzen ist ein gutes Alter!

01:21:20: Ich selbst kann auch sagen meine große Tochter zum Beispiel die hat ihr Smartphone erst mit fünfzehn bekommen.

01:21:25: Das war vor dreizehn Jahren so.

01:21:28: Da waren wir mit fünfzehn Früh dran, das kann man sich heute geil mir vorstellen.

01:21:32: Heute ist man im Gymnasium der Letzte wenn ihr mit fünfzen Smartphone kriegt.

01:21:35: Sie war damals eine der ersten weil ich hatte damals als Technikjournalist immer ein paar Geräte um mich herum und war ganz stolz dass ich sie zum early adopter machen konnte.

01:21:46: was ich alles nicht wusste ja aber es ging gerade so gut mit fünf Zehnen.

01:21:51: Und dann bei meinem zweiten Kind Da habe ich es ins Hölfe begeben und da gab's schon massivste Probleme.

01:21:57: Und deshalb, ich glaube, vierzehn ist gar nicht so übel wobei ich sogar noch weitergehen würde solange die Social Media Plattformen nicht willens sind ihre Inhalte zu kuratieren Solange auf YouTube Instagram Snapchat und TikTok immer wieder Videos laufen die eindeutig ab achtzehn sein müssten muss ich auch Social Media nochmal höher, einen Stufen eigentlich.

01:22:23: Da würde ich dann vorschlagen ab dem Sechzehn.

01:22:25: Aber das lässt sich kaum kontrollieren oder irgendwie tatsächlich auch umsetzen.

01:22:28: Altersverifikation ist sehr schwierig.

01:22:30: deshalb und Kinder zu schützen wäre für mich der wirksamere Ansatz natürlich nicht Mediennutzung einzustellen.

01:22:36: Das meine ich gar nicht.

01:22:37: aber wir müssen uns dann gewöhnen Medien nutzen zu begleiten.

01:22:41: So wie es jetzt läuft ist eine Katastrophe und selbst mit noch so viel Medienerziehungen für einzelne Kinder werden wir es niemals schaffen, die Kinder zu begleiten, deren Eltern nicht in der Lage nicht willens oder nicht fähig sind ihre Kinder zu ziehen.

01:22:57: Und die müssen wir genauso retten.

01:22:58: deshalb brauchen wir eine Regulierung dieser ganzen Geschichte.

01:23:01: Wir kommen nicht umrum weil das Staat wird seinem Schutzverpflichtung nicht gerecht.

01:23:06: in Deutschland.

01:23:07: Könntest du dir vorstellen auf Basis deines Buches eine Art Junior Version zu schreiben für Jugendliche für Kinder und Jugendliche?

01:23:20: Das mache ich gerade.

01:23:23: Nein, da guck!

01:23:24: Ja wirklich das Problem ist es mache ich tatsächlich grad und ich werde jetzt im Juni mir sehr viel Zeit nehmen.

01:23:30: dafür zwei Wochen.

01:23:32: Ich habe alles schon im Kopf.

01:23:34: Ich mach tatsächlich ein Kinderbuch.

01:23:35: Das größte problemes ich hab ist dass man mir nachher theoretisch vorwerfen kann ich propagiere Smartphones für Kinder obwohl ich genau das nicht tue.

01:23:44: Aber der Gag ist, man müsste dazu das Buch gelesen haben bevor man darüber urteilt.

01:23:48: Und es tun viele ja nicht!

01:23:52: Das heißt heute hat man als Buchautor tatsächlich schon die Schere im Kopf weil man weiß mit jedem Satz den ich da reinschreibe mache ich mich nachher aus Social Media angreifbar und sozusagen ich weiß genau was darin stehen soll.

01:24:03: Ich muss aber alles von allen Seiten betrachten damit ich am Schluss ein Buch auf dem Markt bekomme Was tatsächlich auch gut funktioniert für alle Und das ist sehr, sehr komplex.

01:24:14: Da bin ich gerade mit drin aber tatsächlich bin ich dabei genau das zu tun.

01:24:19: Einfach so als Aufklärung ne?

01:24:21: Also wir haben Bücher da über Sex und Co einfach als Aufklärungen für die Kinder... Genau!

01:24:26: Ich glaube es fehlt noch ein Buch und ich möchte's so machen so ähnlich wie bei Asterix.

01:24:32: Da gibt's ja auch immer so'n paar Sachen, da lachen die Kinder und lachen der Erwachsenen auch weil da ist noch eine zweite Humor-Ebene eingebaut, die man dann als Erwachsener erst erkennt.

01:24:40: Und ich möchte es genauso machen.

01:24:42: Ja, ich möchte etwas schreiben was Kinder gefällt und Erwachsenen gefällt auf mehreren Ebenen.

01:24:47: Und das ist gerade die Herausforderung.

01:24:50: und gleichzeitig wie immer soll es leicht zu lesen sein und Spaß machen weil sonst schaut sich ihr keine an.

01:24:55: Das heißt ich halte den Zeigefinger ganz weit unten und bin nicht moralin sauer sondern eher aus Sicht der Kinder eben frisch und entdeckend und möglich machend und gleichzeitig allerdings werde ich natürlich nichts verschweigen.

01:25:09: ja Das ist ein ganz feiner Drahtseilakt, den ich da vor mir habe.

01:25:15: Das merke ich jetzt schon auch in der Abstimmung mit dem Verlag.

01:25:17: Was kann man heute überhaupt in einem Buch schreiben?

01:25:19: Auch in dem Buch das es ja schon gibt für die Erwachsener steht eine kleine Trigger-Warnung vorne drin, die du ja auch gemacht hast vor dieser Podcastfolge zu Recht.

01:25:27: auf der anderen Seite denke ich mir... Ich höre immer wieder von Lesern, die mir berichten dass ihre Kinder sich das heimlich schnappen und drin lesen weil sofort mitkriegen, da stehen Dinge drin die Erwachsene normalerweise nicht wissen.

01:25:40: Dann blättern sie so durch und dann ist ein Bild drin, das fällt Kindern sofort auf von Skibbidi Toilet.

01:25:46: Das kann ich

01:25:47: auch nicht!

01:25:48: Ja aber alle Kinder kennen Skibbi Di.

01:25:51: Und deshalb wenn Sie das sehen, dann wissen die, oh, das ist ja echt unsere quasi unsere Internet-Subkultur ist da in Teilen drin.

01:25:56: Ich muss es unbedingt lesen.

01:25:58: Allerdings ist es für Kinder, die keine Smartphones haben viel zu hart.

01:26:02: Sobald Kinder aber Smartphones steht in dem Buch, eigentlich stehen da Sachen drin die sie auch vom Inhalt her lesen sollen dürften.

01:26:10: Weil all das was dann steht kann Ihnen ja jede Sekunde passieren.

01:26:13: Das ist das Irre.

01:26:15: Wir leben in einer Welt wo Kinder ständig in der breiten Masse hundert Millionenfach täglich Dinge sehen Die überhaupt nichts für Kinder sind, die schädlich sind Für Kinder traumatisierend und so weiter Und wir sind als Gesellschaft noch nicht in der Nähe des auch nur erkennen zu wollen.

01:26:29: Aber wie gesagt, auf diesem Drahtseil tanze ich jetzt schon ein paar Jahre.

01:26:33: Und ich freue mich immer wenn ich höre... Ich habe eine Veranstaltung gemacht die Kinder gut fanden und die Eltern und die Lehrer auch.

01:26:40: Dann weiß ich so schlimm kann es eigentlich nicht gewesen sein.

01:26:42: Wir müssen uns dieser Thematik stellen.

01:26:44: Jetzt werden bestimmt einige Eltern sagen Ja mein Kind das spielt ja nur Es hat ja nur Mobile Games Das ist ja nichts Schlimmes.

01:26:50: Minecraft und Fortnite Das kann ja nicht so schlimm sein.

01:26:55: Was sagst denn du?

01:26:57: Naja wieso mal sagen Auch hier Genau das gleiche wieder.

01:27:01: Mit Spiele-Apps auf Smartphones wird heute mehr Geld verdient, wie die gesamte Musik und Filmindustrie zusammenverdient.

01:27:09: Kinder weltweit geben heute mehr geld aus für Handyspiele als für Kinobesuche und für Musik.

01:27:17: Musik streamen ja eh die Eltern am Spotify.

01:27:19: Kino geht man eh nicht mehr weil die Eltern haben Amazon Prime und Netflix oder Disney Plus.

01:27:24: Das heißt wofür geben die Kinder heute Geld Und ganz oft entscheiden Sie sich, sie kaufen Gutscheinkarten.

01:27:32: Hier gibt es diese kleinen lustigen Gutschankartenständer am Supermarkt oder in der Tankstelle und da laufen die hin und tragen teilweise all ihr Taschengeld hin.

01:27:41: Wenn man einmal genauer nachforscht, stößt man leider auch hier wieder auf eine völlig deregulierte Industrie, die alle Psychotricks in Buche nutzt um Kinder dazu zu bewegen, so viel Geld auszugeben wie noch nie.

01:27:54: Das ist die traurige Wahrheit verpackt in unendlich viel Spaß.

01:27:58: natürlich der Kinder wollen Spaß.

01:28:00: aber da wird manipuliert ohne Ende mit allen Mitteln inklusive übrigens Glücksspiel.

01:28:07: Glückspiel.

01:28:08: Elemente werden eingesetzt um Kinder im Kindergartenalter und im Grundschulalter dazu zu bringen möglichst viel Geld ausgegeben soviel wie noch nicht.

01:28:17: Und wenn man da mal genauer hinguckt, entdeckt man recht schnell dass diese Industrie es geschafft hat einen einfachen Mechanismus zu monetarisieren.

01:28:24: Nämlich ich kann mir an diesen Gutscheinkarten stindern die Anerkennung meiner Mitschüler kaufen.

01:28:31: Das ist das Irre!

01:28:33: Ich krieg da nämlich für mein Spiel irgendwas Tolles.

01:28:36: aber die anderen sehen auf deren Handys, dass ich jetzt was Tolles hab.

01:28:40: Ich hab die neue, sowieso Klamotte.

01:28:42: Die und die Skinn.

01:28:43: Die Spielfigur hat sonst keiner.

01:28:45: Hab ich mir ganz teuer gekauft?

01:28:47: Ich kann auf eBay Fortnite-Figuren kaufen für zwei Tausend Euro!

01:28:53: Und es gibt immer wieder Kinder in den Grundschulen, die geben mehr als hundert Euro aus für ihr Lieblingsspiel.

01:28:58: Meistens Brawl Stars bei den weiterführenden Schulen geht das dann in tausende, meistens bei Fortnite.

01:29:05: Das sind Beträge, die kann man gar nicht glauben.

01:29:08: Wo kommt denn das Geld her?

01:29:09: Ja, das dunkle Geheimnis.

01:29:12: Ich bin jetzt ein Vater, der ist gestresst und ich hab Bock auf ein ruhiges Wochenende.

01:29:18: Die Gefahr besteht, dass ich zu meinem Sohn folgende sage ... Hey, hier hast du fünfzig Euro!

01:29:24: Dann hast du ein tolles Wochenende weil du kannst das ganze Wochenende geil zocken... Und ich habe auch ein tolltes Wochenende, weil du das ganze Woche geil zackst.

01:29:33: Wo kein Kläger?

01:29:35: Da keinen Richter.

01:29:37: Das kommt von den Eltern natürlich.

01:29:38: Woher denn sonst?

01:29:40: Und wir müssen es erkennen.

01:29:42: Ein Smartphone ist kein Gerät zur Beruhigung oder Zurückstellung der Kinder, das ist gefährlich.

01:29:49: Wir müssen uns dann gewöhnen.

01:29:51: Es reicht nicht wenn die Kinder im Zimmer sind und ruhig Und ich trinken und nicht rauchen.

01:29:55: Das reicht nicht!

01:29:56: Wir müssen genauer hinschauen was sie da machen.

01:29:59: Wenn ich in meinem Kind Spiele erlaube wie Fortnite oder Brawl Stars Und mich nachher darüber wundere dass sie nicht mehr aufhören wollen Wer hat da den Fehler gemacht?

01:30:07: Sind's die Kinder die jetzt plötzlich süchtig sind?

01:30:09: Sind die Charakters schwach?

01:30:11: Oder habe ich vielleicht als Elternteil nicht annähernd durchschaut, wie raffiniert die Digitale Industrie hier auf alle Knöpfe drückt um unsere Kinder im Geld zu erleichtern.

01:30:20: Oder um ihre Zeit und das tun sie extrem erfolgreich!

01:30:24: Wir müssen diese Mechanismen kennen – übrigens die Kinder wollen die auch kennen.

01:30:28: Die interessieren sich dafür brennend.

01:30:30: Sie finden nur niemand mit dem sie reden können.

01:30:33: Und deshalb liebe Eltern fangt an Interessiert euch?

01:30:36: Bevor ihr einem Kind ein Spiel erlaubt spielt es mal selbst Spielt es mal selbst.

01:30:42: Und dann werdet ihr sehen, ob das was für ein Kind ist oder nicht?

01:30:46: Ja, macht die Auswahl zusammen!

01:30:49: Mir ist es auch so bewusst geworden... ...nenn Handy mittlerweile oder ein Smartphone ist ja ein Computer.

01:30:55: Natürlich!

01:30:56: Wird ihr an meinem Kind jetzt auch nicht ohne Weitere aus einem Computer kaufen?

01:30:59: Weil dann denke ich, nein du bist noch viel zu jung für einen Computer.

01:31:02: Ja warte mal aber nen Smartphone darfst kriegen, wo ja unengeschränkt alles möglich is'.

01:31:09: Ich hab's eingeschränkt, aber mein Kind ist ja nicht blöd.

01:31:13: Gott sei Dank haben wir das Thema noch nicht bei uns ... Aber ich kann doch meinen Code da eingeben?

01:31:18: Das kommt ja dann gar nicht ran.

01:31:21: Ja,

01:31:21: klar!

01:31:22: Also ich sag es nochmal, neunzig Prozent der Kinder sagen, sie kennen die Pinnummern des Smartphones ihrer Eltern.

01:31:28: Wie ich die Eltern frage, glauben Sie, dass ihr Kind ihre Smartphone melden sich so ungefähr zwanzig Prozent?

01:31:34: Das allein sagt schon alles.

01:31:35: Süß.

01:31:35: Das mache ich bei jedem Digitaltag diese Umfrage.

01:31:40: Ja, es ist wirklich lustig.

01:31:41: Es sagt schon alles und die Eltern wissen gar nicht dass sich dann teilweise die Kinder-Schutzsoftware auf den Kindersmartphone deaktivieren können.

01:31:49: Die brauchen gar nicht die Eltern hin, je nachdem.

01:31:53: Und denken immer das funktioniert nicht.

01:31:56: Das ist nicht zuverlässig.

01:31:57: in Wirklichkeit hätten sie einfach nur mal ihr Handypin ändern müssen.

01:32:01: Natürlich gibt's noch tausend andere Hexen und Kinder sind schlau und lernen wie man googelt oder YouTube't und kriegen da tausend Hecks vorgespielt, von denen zwar rechend neunhundert-neunzig nicht funktionieren aber ihr Kind hat Zeit.

01:32:13: Und wie gesagt ich möchte behaupten mehr als neunzig Prozent der Kinder hecken die Mechanismus bis zur achten Klasse.

01:32:20: deshalb muss man spätestens ab den neunten das ganze wieder rückbauen außer dass kind will es.

01:32:27: Und diese Kinder gibt es, die sagen nein bitte lass es drauf.

01:32:29: Ich kann nicht aufhören und die haben schon so viel Kompetenz entwickelt dass sie selbst wissen ich schaffs nicht alleine und da sollten wir sehr sehr genau hin hören weil man will nicht wissen was diese kinder bis dahin schon alles erlebt hat.

01:32:41: Letzte frage an dich Daniel vor dir der kopf noch platzt Was kannst du denn den Eltern für einen rat geben?

01:32:51: Ja deren kindern schon in händi gegeben haben

01:32:54: macht regeln immer noch Geht auf medien-nutzungsvertrag.de, schaut euch an was es da für Regeln gibt.

01:33:02: welche habt ihr vergessen?

01:33:04: geht in die Smartphone Abteilung.

01:33:05: Da geht's um alle Medien die es so gibt.

01:33:07: aber schaut vor allem mit den Smartphoneabteilungen ob ihr irgendwas nie wichtig ist nicht geregelt habt und bespricht das mit euren Kindern sagt dann müsst ihr vielleicht zugeben Ich weiß, dass es schwer ist.

01:33:17: Hey ich habe das ein bisschen auf die lockeren Schulter genommen und wusste gar nicht wie komplex alles ist.

01:33:22: Mir wäre es lieber und ich hoffe euch auch wenn wir alle wissen wie die Regeln sind dann streiten wir nämlich nicht so viel weil Kinder mögen regeln unter zwei Bedingungen erstens sie müssen sich gut verstehen deshalb muss man sie gut erklären gemeinsam arbeiten vielleicht sogar.

01:33:37: und das zweite ist Sie müssen sich fair behandelt fühlen und das tun sie dann wenn auch die Eltern sich an Regeln halten nicht die gleichen.

01:33:45: Aber das ist das Gute bei MedienNutzungsvertrag.de, da steht jede fünfte oder dritte Regel ist auch für die Eltern zum Beispiel... Da steht so eine Regel.

01:33:53: dritt ich verspreche dass sich meinem Kind nie mal zu Smartphone oder die Spielekonsolekontrolle aus der Hand reißen werde weil wenn ich das tue es ist ohnehin ein Riesen Niederlage als erziehender.

01:34:05: Das ist eigentlich ganz gut.

01:34:06: das kann man da schon reinsetzen.

01:34:08: Wenn man sich traut und man wird es vielleicht bereuen, dann muss ich aber an diese Regel halten.

01:34:14: Es ist eine Herausforderung eben für Kinder und für Eltern.

01:34:16: Und das Schöne ist, wenn man das alles mal durchsprecht gemeinsam, dass muss man einmal machen als wenn man gemeinsam erzieht zusammen.

01:34:24: und wenn wir mit den Kindern macht ein Mal.

01:34:26: Einmal reicht!

01:34:27: Dann kommt das Ding in die Schublade und wird nur noch bei Streitfällen nochmal rausgeholt.

01:34:31: Aber Hauptsache, man hat die wichtigsten Sachen einmal abgesprochen.

01:34:35: Und wenn mein Kind noch nicht lange ein Smartphone hat, ich aber nichts geregelt habe.

01:34:39: Kann ich immer noch sagen hey, hör zu?

01:34:41: Ich hab da was Wichtiges vergessen ist müssen wir machen.

01:34:44: und bevor wir uns später viel streiten Machen wir das bitte jetzt zusammen!

01:34:48: Und auch wenn du dann einige Sachen nicht mehr durftest die ich dir jetzt quasi... Ich hab sie dir einfach dadurch erlaubt dass ich es nicht verboten habe.

01:34:55: Aber das war keine Absicht.

01:34:56: Wir müssen über manche Dinge einfach regeln Und wem das Wort Vertrag irgendwie zu juristisch isst Ich brauch doch mit meinem Sohn keinen Vertrag.

01:35:05: auch das Wort Vertrag durchstreifen und einfach regeln drüber schreiben.

01:35:07: Darauf kommt es nicht an, es geht einfach nur darum.

01:35:09: man kann sich da alle Regeln die wichtig sind einfach mal anschauen und die, die man gut findet gemeinsam können wir per Deck oder ob rüberziehen die man schlecht finde lässt man halt stecken und man kann sie auch selbst verändern und eigene dazu schreiben.

01:35:22: und dass ist so wertvoll das einmal durchzudenken und dann wissen die Kinder auch.

01:35:28: ich habe mir um alle wichtigen Aspekte Sorgen gemacht oder beziehungsweise ich hab dir einfach mal durchdacht Und jede Minute auf mediennutzungsvertrag.de spart Stundengestreite mit weinenden und brühenden und zornigen Teenager.

01:35:43: Allein das sollte doch genügend Werbung sein!

01:35:45: Auf jeden Fall, also wir haben tatsächlich eingeführt diese Medien- nützungsrahmen, die zeitliche Einordung.

01:35:53: Die Zeiterfehlungen.

01:35:54: Richtig.

01:35:54: Also ein zehnjähriges Kind kann unter der Woche sechzig Minuten pro Tag oder am Wochenende neunzig richtig?

01:36:00: Ja ich glaube es war so ähnlich... Und eingeführt.

01:36:04: und unser großer, der sagte dann zu mir nach zwei Tagen Mama das ist echt super weil jetzt weiß ich halt wirklich dass es meine Zeit.

01:36:14: Und da war er richtig happy damit.

01:36:16: Ich dachte

01:36:17: krass!

01:36:17: Ja deshalb stehen in dem Rahmen den ich jetzt da so setze ja?

01:36:22: Der ist für manche Eltern unerträglich groß und lang.

01:36:25: was so viel Zeit soll mein Kind im aber erst drastisch unter dem deutschen Durchschnitt.

01:36:30: Also es ist quasi ein Drittel und in etwa das deutschen Durchschnitt empfehle ich für den Konsum.

01:36:36: Es geht ja nicht darum, dass wir unseren Kindern wenn zum Beispiel ausgenommen ausdrückliches Arbeit für die Schule.

01:36:42: Das heißt aber, damit ich das unterscheiden kann muss ich dabei sein.

01:36:45: Sonst kann ich nicht unterscheide ob mein Kind auf seinem Tablet gerade TikTok schaut oder eben was für die Schule macht.

01:36:51: Ich würde sagen schulische Arbeiten macht man im Wohnzimmer oder man hat einen Schreibtisch am Ess-Tisch oder sowas wo die Kinder auch wenn es mal um ein produktiv oder kreative Mediennutzung geht oder um die Beschäftigung mit KI da würde ich gerne noch... das muss man vielleicht noch dazu setzen.

01:37:04: Wenn ein Kind sich mit KI beschäftigt und zwar produktiv und kreativ würde ich zurzeit keine Zeitbegrenzung geben Weil die Erfahrung, was kann eine KI?

01:37:14: Was kann sie nicht?

01:37:15: Wird wahrscheinlich eine der entscheidenden Kompetenzen sein, die ihr Kind in den nächsten Jahren und Jahrzehnte mitnehmen kann.

01:37:22: Da müssen wir uns mit unseren Kindern gemeinsam hinsetzen und das sozusagen zusammen entdecken glaube ich.

01:37:27: Aber es kommt halt darauf an, was unsere Kinder machen!

01:37:29: Und für den Konsum finde ich den Zeitrahmen, den du Gott angesetzt hast ganz gut.

01:37:34: aber man muss auch wissen, dass sind alle Digiteingräte zusammen.

01:37:38: Das habe ich ihm dann auch klar gemacht.

01:37:40: Ich sage es nicht, dass du nach einer halben Stunde Fernsehen gucken darfst und er geht ja nicht an den Smartphone.

01:37:45: Also das ist bei uns sowieso nicht.

01:37:46: Bei uns ist es wenn dann halt wirklich irgendwie Netflix oder Switch also Spielekonsole.

01:37:52: aber ja das ist definitiv...

01:37:55: Ja!

01:37:56: Das ist auch ein Thema stimmt's?

01:37:58: Und ich meine, da gibt es einfach so einen Referenzrahmen und ich habe den so ein bisschen verfeinert.

01:38:02: Weil ich glaube man kann nicht so Kinder über einen Kopf scheren von zwölf bis sechzehn zum Beispiel.

01:38:06: Das wird gerne gemacht oder von neun bis zwölff das geht nicht.

01:38:10: Da muss man feiner dosieren.

01:38:12: Ich glaube alle ein zwei Jahre muss man das anpassen realistischerweise.

01:38:16: Die Kinder freuen sich dann dass sie wieder mehr dürfen.

01:38:18: Das ist nämlich der Effekt.

01:38:19: wenn ich am Anfang die Regeln eher konservativ oder streng ausgehe, dann freuen sich die Kinder jedes Schuljahr wenn sie wieder mehr dürfen.

01:38:25: Das ist doch wunderbar.

01:38:26: so soll es ja sein und man diskutiert fünf Jahre bergab und nicht eben bergauf weil ich mir am Anfang zu wenig Gedanken

01:38:32: gemacht habe.

01:38:34: Lieber Daniel ganz ganz lieben Dank für diesen spannenden Einblick.

01:38:39: ihr die dazu gehört habt allein mit dem Handy von Daniel Wolf unbedingt rein lesen.

01:38:46: Ich kanns euch sehr empfehlen.

01:38:48: mein absolutes Horror Kapitel war tatsächlich KI Gebe ich ganz ehrlich zu, obwohl wir in diesem Bereich vom Unternehmen her ja schon unterwegs sind.

01:38:56: Lest es durch, denkt darüber nach Buch Daniel oder sein Team?

01:39:02: Ja!

01:39:05: Also ich kann's nur empfehlen.

01:39:06: das Buch als ist ein augenöffnendes Thema.

01:39:09: und ja, spreche mit euren Kindern und nehmt das Handy nicht weg ohne weiteres.

01:39:13: Das nehme ich vor allem mit, indem sich das Handy wegnehmen oder mit dem Verbot drohen.

01:39:18: Also vor allen Dingen nicht wegen irgendwelcher Inhalten.

01:39:21: Das ist das Wichtige.

01:39:23: Und natürlich die Große, wenn man so will kann man jetzt argumentieren ... Da hat sich der Herr Wolf widersprochen.

01:39:28: nachts kein Handy bitte für alle nicht!

01:39:32: Für Eltern nicht?

01:39:33: Für Kinder nicht?

01:39:34: Das ist eine Regel, die kapiert jeder und ihr schlaft auch alles selber wieder besser.

01:39:38: Tada wunderbar!

01:39:40: So sieht es nämlich aus.

01:39:41: ganz lieben Dank Daniel.

01:39:42: ich wünsche dir ganz viel Erfolg und ich bin jetzt schon sehr gespannt auf dein Kinderbuch.

01:39:46: Ich auch Ich auch ehrlich gesagt.

01:39:48: Und

01:39:48: dann kommst du wieder,

01:39:49: bitte!

01:39:50: Dann komme ich gerne wieder.

01:39:51: Alles klar.

01:39:52: Wir lieben Dank, mach's gut.

01:39:53: Tschüss.

01:39:56: Das war und jetzt der Podcast mit Mariah Katschmareth.

01:40:00: Schön dass Du dabei bist.

01:40:02: Wenn Du auch die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest, dann abonniere meinen Podcast und jetzt und aktiviere die Glocke.

01:40:07: so bleibst Du definitiv auf dem Laufenden.

01:40:09: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetztpunkte.de.

01:40:14: Dort kannst du dich auch an meine Newsletter eintragen und erhältst regelmäßig spannende News- und Behind the Scene Einblicke zum Podcast.

01:40:21: Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu uns jetzt

01:40:23: hast,

01:40:23: dann kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an halloetundjetztpunkt.de.

01:40:28: Und jetzt bis bald!

01:40:30: Deine Mareike.

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