Herz über Kopf: Warum unser Körper oft mehr weiß als unser Verstand
Shownotes
Kennst du das Gefühl, wenn du nur noch funktionierst? Wenn dein Tag durchgetaktet ist, aber dein Körper längst nach einer Pause schreit – und du hörst einfach nicht hin?In dieser Folge spreche ich mit Saskia Sommer über genau diese Momente. Warum wir oft über unsere Bedürfnisse hinweggehen. Warum unser Nervensystem viel früher Bescheid weiß als unser Verstand. Und wie wir lernen können, wieder in Verbindung mit unserem Körper zu kommen – mitten im Alltag, mitten im Leben.
💛 Wir reden über:
- typische Körpersignale bei Stress und emotionaler Überforderung
- die Macht des Unbewussten im Familienalltag
- alte Muster und wie du sie erkennen kannst
- warum kleine Pausen manchmal die größte Veränderung bringen
Außerdem gibt’s ganz praktische Tipps für den Alltag um wieder mehr ins Gefühl zu kommen und den Körper besser zu hören.
UND JETZT…drück PLAY und lehn dich zurück!
Deine Mareike
Du erfährst...
… wie du merkst, dass du nur noch funktionierst – obwohl du dachtest, du hättest alles im Griff.
… warum 80 % deiner Entscheidungen aus dem Körper kommen – lange bevor du darüber nachdenkst.
… was es mit dem Vagusnerv auf sich hat und warum du ihn kennen solltest, wenn du dauerhaft gestresst bist.
… wie unbewusste Muster aus deiner Kindheit heute deine Reaktionen als Mutter, Vater oder Partner:in beeinflussen.
… wie du lernst, wieder in Verbindung mit deinem Körper zu kommen – mitten im Trubel des Alltags.
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||||| PERSONEN |||||
👤 Mareike Kaczmarek, Podcast Host UND JETZT?
👤 Saskia Sommer, Körperorientierte Elternbegleiterin
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||||| KAPITEL |||||
(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema
(00:11:49) Nur im Kopf unterwegs: Wo bleibt das Herz?
(00:18:54) Warum zweifeln wir an unseren Gefühlen?
(00:40:30) Körpersignale: typische Reaktionen unseres Körpers
(00:46:27) Warum ignorieren wir unsere Körpersignale?
(00:57:31) Der Vagusnerv und seine Bedeutung
(01:02:33) Prokrastination: Warum wir Dinge aufschieben
(01:10:09) Tipps, wie wir unseren Körper und Verstand in Einklang bringen
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||||| DAS BIN ICH |||||
🙋🏻♀️ Ich bin Mareike, die Stimme hinter UND JETZT! – einem Podcast für Menschen, die das Gefühl haben, festzustecken und mehr vom Leben zu wollen. In meinem Podcast nehme ich dich mit auf eine Reise, um herauszufinden, wer wir wirklich sind, unsere Persönlichkeit zu entdecken und alte Muster zu durchbrechen, um endlich voranzukommen.
👉 In meinem Newsletter fasse ich dir alle zwei Wochen die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten.
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👥 Ich strebe die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.
Transkript anzeigen
00:00:01: Und jetzt der Podcast mit Mareike Katschmarek.
00:00:16: Es sagen immer ganz viele so, ja aber ... Jetzt seid doch mal vernünftig und schalt den Verstand an!
00:00:22: Das ist halt genau das, wodurch wir geprägt wurden.
00:00:25: Vernünftig zu sein, logisch, rational, immer eine Erklärung zu haben für etwas?
00:00:33: Ich hab das ganz viele Jahre gehabt, dass mein Kopf und mein Körper unabhängig voneinander existiert haben.
00:00:40: Also für mich hat sich das immer angefühlt, als wenn mein Körper nicht wirklich da ist.
00:00:46: Wir sind ein Ganzes und wir müssen beides mitnehmen!
00:00:49: Auch unsere Logik oder auch unsere Erfahrungen oder was wir zusammentragen können an Wissen darf sich natürlich mischen mit dem, was in unserer Gefühlswelt los ist Und daraus müssen wir irgendwann dann so einen Bild machen wo wir sagen okay das ist für mich stimmig Das fühlt sich für mich
00:01:04: gut an.
00:01:13: Heute begrüße ich zum dritten Mal die liebe Saskia Sommer, ihres Zeichens körperorientierte Elternbegleiterin.
00:01:20: Zu einem sehr spannenden Thema nämlich ... Ich habe es genannt, Herz über Kopf!
00:01:25: Warum dein Körper oft mehr weiß als dein Verstand?
00:01:29: Liebe Saskia, ich freue mich in die dritte Runde mit dir zu gehen.
00:01:33: Hey, hallo Marike.
00:01:34: Ich freu mich auch total dabei zu sein wieder und das dritte mal hier.
00:01:38: Und das Thema Herz über Kopf da nicht voll dabei.
00:01:41: Das freu ich mich schon.
00:01:43: Ich glaub, das wird heute auch echt spannend, weil ... vor allem in den letzten Monaten immer wieder so Situationen hatte, wo ich einfach über meinen Körper hinweggetrampelt bin und am Ende dann mehr daran zu knabbern hatte als wenn ich es gleich gemacht hätte.
00:01:59: Danach ist
00:02:01: man immer schlauer?
00:02:01: Genau!
00:02:01: Aber vielleicht hilft's ja dem einen oder anderen bzw.
00:02:04: viele von euch die jetzt zuhören werden sich da bestimmt auch wieder drin finden in manchen Situationen.
00:02:10: Und ja, vielleicht hilft euch dann die Folge so ein bisschen dabei in der Zukunft genauer hinzugucken.
00:02:15: Wenn es vielleicht an irgendeine Ecke drückt oder ziebt oder vielleicht der Herzschlag etwas schneller geht und so weiter.
00:02:23: Das kann ganz hilfreich sein!
00:02:25: Bevor wir ins Thema einsteigen, Saskia stelle dich doch mal für die, die dich noch nicht kennen, hier ein paar Worten vor.
00:02:31: Ja danke dir.
00:02:32: ich bin Saskia Sommer und ich bin neun dreißig Jahre alt habe zwei Kinder und lebe im Norden Deutschlands Und bin körperorientierte Elternbegleitung.
00:02:42: Das heißt, ich begleite Eltern auf ihrem Weg in ihre individuelle, intuitive Elternschaft und lade sie ein mehr in ihrem Körper zu spüren um mehr einfach sich selbst wahrzunehmen die eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu erkennen und damit dann auch festzustellen.
00:03:00: was sind denn manchmal so Themen wie wir in unserer Elternschaft von früher mit uns rumtragen und die dann manchmal einfach schneller sind, als wir das eigentlich wollen.
00:03:11: Also wenn wir ungewollt gemäckert oder geschimpft haben und uns dann fragen, wo kommt das eigentlich her?
00:03:17: Genau diesen Dingen gehe ich meinen KlientInnen auf den Grund und wir erforschen sie und finden damit ein größeres Gespür im Körper Ja, als richtigen echten Begleiter im Leben wahrzunehmen und nicht alles im Verstand und in der Logik lösen zu wollen.
00:03:37: Wo wir schon mitten in unserem Thema sind hier.
00:03:40: Mitten drin das Schöne ist in den Gesprächen mit dir.
00:03:43: du bringst so eine schöne Mischung mit.
00:03:45: Du bist zum einen erfahrene Mutter Bist sehr erfahrende Tochter
00:03:50: Und
00:03:52: Bringst diesen fachlichen Background mit.
00:03:54: und dadurch finde ich Wir sind nie zu verkopft.
00:03:57: also es ist nie zu wissenschaftlich bei uns.
00:04:00: Sondern ich finde, und das gefällt mir sehr ... wir sind so im Austausch.
00:04:04: Und auch auf Augenhöhe.
00:04:06: Das ist, kann ich echt sagen, freu ich mich jedes Mal immer ein Austauschen unter Freundinnen, wenn ich mit dir eine Aufnahme mache?
00:04:12: Danke!
00:04:13: Da freut mich das gerade total.
00:04:15: Es geht runter wie Öl.
00:04:16: Vielen Dank.
00:04:16: Kann ich nur zurückgeben.
00:04:17: Geht mir ganz genau so.
00:04:19: Ja, bei diesem Thema hattest du ja letztendlich ein bisschen ins Spiel gebracht.
00:04:22: Da hab' ich mich dann gleich wiedergefunden weil ich das bei mir häufig selbst merke im Alltag.
00:04:29: Ich denke mal, ich hab alles im Griff.
00:04:31: Die Kinder gehen morgens aus dem Haus und dann mach' ich Frühstück... ...und dann setze ich mich ja an den Arbeitsplatz!
00:04:36: Und dann arbeite ich hier nebenbei, springe ich noch mal ganz kurz hoch in der Pinkelpause.. ..und startet den Staubsauger aufm Rückweg füchtig schnell über den Tisch.
00:04:44: Dann sitz ich mich wieder hin….
00:04:46: …und dann plötzlich ist es vierzehn Uhr dreißig und ach du hast da vergessen was zu trinken?
00:04:50: Ach,
00:04:50: ich habe auch nicht schon leicht Kopfschmerzen.
00:04:52: Ach komisch!
00:04:53: Naja gegessen, ach essen tust Du dann einfach heute Abend mit den Kindern dann richtig.
00:04:59: Das Ende vom Lied ist eigentlich meistens, dass ich dann ab dem späten Nachmittag durchhänge.
00:05:08: Zum einen ist mir trieselig ... Ich hab ein bisschen zu Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen.
00:05:14: Und ich bin unfassbar gereizt!
00:05:17: Also ich bin dann ganz leer empfindlich... Punkt!
00:05:20: Und ich habe dann immer gedacht was ist das denn nur?
00:05:25: Warum ist es so?
00:05:27: Abends hatte ich auch noch Nackenschmerzen, mir branden die Schultern.
00:05:32: Na ja, das habe ich dann halt ignoriert viel zu oft bis sich dann eigentlich so in den letzten anderthalb Jahren auch im Zuge des Podcasts ein bisschen mehr gelernt habe, hinzugucken und mir diese Pausen zu nehmen.
00:05:46: Das heißt immer ach ja selbst für Sorge nehmt euch mal zurück atmet mal zwischendurch durch.
00:05:51: Ja ich hab dafür aber keine Zeit weil ich möchte jetzt gerne noch die Buchhaltung vom Vormonat fertig machen Und dann wollte ich ja noch Rechnungen schreiben und dann wollte Ich ja noch dies machen.
00:06:00: Atmen kann ich auch noch in einer halben Stunde.
00:06:02: Die halbe Stunde wird an meistens zu drei Stunden war er noch fünf andere Themen aufpoppen.
00:06:07: Deswegen ist mit dieses Thema auch wirklich eine Herzensangelegenheit weil wir da viel zu sehr und viel zu schnell reinschusseln.
00:06:16: Voll, also das kann ich auch nur bestätigen und das geht mir obwohl ich mich jetzt schon eine ganze Weile damit sehr intensiv auseinandersetze auch immer mal wieder so.
00:06:25: Also ich kenne die Momente mit.
00:06:26: Ich geh noch schnell dahin dann bin ich dort und hab zwischendurch drei andere Sachen gemacht und weiß nicht mehr was ich dort eigentlich machen wollte.
00:06:33: Ja, und die Quittung kriegst du am Ende.
00:06:37: In dem du dann mit Kopfschmerzen da sitzt oder total gereizt bist und deine Stimmung auch in der Familie kippt?
00:06:44: Auch das merke ich.
00:06:45: Nehmen wir mal das Beispiel von gestern.
00:06:47: Ich hab das nämlich auch so durch exerziert als plötzlich eine Stunde nachdem wir angekommen sind ... Die Stimmung gekippt war!
00:06:55: Also ich kam aus einem Kurzurlaub mit meinen Kindern wieder... Und komm nach Hause.
00:07:00: Alles war super.
00:07:01: War ein wunderschöne Tag, es war alles toll!
00:07:04: Und dann ging's ans Auspacken und die Kinder wollten spielen.
00:07:09: und ich wollte aber gerne auch noch eine Podcast-Folge vorbereiten und hab gedacht, ah nein nur noch schnell die Koffer auspacken, Kinder macht damit und sie machte halt nicht mit.
00:07:18: und dann sah ich ja da noch das Geschirr stehen und dann wollte ich ja noch dieses machen und jenes machen.
00:07:22: mein Mann dem gings nicht gut der war krank und ich merkte wie ich immer mehr hochkochte.
00:07:29: Und dann repelierten die Kinder und ich, wir haben uns angefangen zu streiten.
00:07:32: Irgendwann schaltete sich immer mein Mann ein, dann hab' ich mich mit dem auch gezopft weil irgendwas passiert ist was mir nicht gepasst hat... ...und dann habe ich mich... ...zunach einer Stunde war ich dann fertig mit allem, mit Meckern auch und mit Koffer auspacken und saß da, dachte mir, hm!
00:07:46: Das war die ganze Zeit harmonisch vier Tage lang kein Streit alles super.
00:07:51: Wir haben uns gefreut auf Zuhause, wurden schön empfangen und trotzdem innerhalb von sechzehn Minuten war alles durch.
00:07:58: Kannst du sagen im Nachgang, was passiert ist in dir?
00:08:02: Ja.
00:08:02: Zum einen.
00:08:03: Ich hab mich kommuniziert und gesagt ... Lieber Joelle, ich wünsche mir gerade das und dass!
00:08:09: Und... Ich hatte in meinem Kopf einen Plan.
00:08:12: Und habe die Kinder nicht daran teilhaben lassen.
00:08:14: Habe auch nicht ihre Bedürfnisse gesehen, nämlich, dass sie nach vier Tagen mit ihren Spielsachen vielleicht spielen wollen.
00:08:20: Weil es am nächsten Tag in die Schule geht, vielleicht erst recht deswegen noch ein bisschen abtauchen wollen.
00:08:28: Ja, und ich hab nicht auf mich Rücksicht genommen.
00:08:30: Weil mir steckten zwei Stunden Autofahrt in den Knochen.
00:08:33: Ich hätte es eigentlich gebraucht, mich mal hinzusetzen ... Und den Tee zu trinken, Beine hochzulegen und den Koffer später oder am nächsten Tag auszupacken.
00:08:43: Aber ich hatte ja einen Plan, Saskia!
00:08:45: Ich hatte einen Plan der wollte erfüllt werden.
00:08:48: Hast du auch
00:08:49: gemacht?
00:08:50: Ich habe ich gemacht aber zu welchem Preis.
00:08:53: Indem wirklich krass war die Ursache für diese ... Miese Stimmung nach einer Stunde.
00:09:00: Das ist schon das größte Geschenk, was du dir gerade selbst machen konntest oder dir selber machen konnte es gestern genau das wahrzunehmen?
00:09:07: Weil da hast du einfach so viel Bewusstsein für diese Situation dass das so passiert ist weil das passiert in uns allen und das ist ganz natürlich also liegt in unserem Nervensystem begründet Dass das so ist Und wir haben das alle.
00:09:26: wenn wir uns dem aber bewusst werden, was da passiert und was in uns passiert.
00:09:30: Und wo wir wissen, was uns eigentlich gut tut – und es wird's dann doch nicht tun!
00:09:35: Weil ja der Plan da ist… Dann haben wir mit diesem Bewusstsein einen so großen Zugewinnen weil uns das fürs nächste Mal einfach neue Handlungsmöglichkeiten erschaffen kann im Sinne von ok jetzt komme ich wieder hier an.
00:09:52: nehmen wir mal Es ist ungefähr eine ähnliche Situation.
00:09:55: Ich komme wieder hier an und ich weiß, da passiert das in mir ... Ich hab meinen Plan, dann weiß ich heute, ah okay alles klar, das letzte Mal ist das und das passiert?
00:10:05: Ich kann da ja raus lernen!
00:10:07: Und kann dann sagen ok was sind meine Handlungsmöglichkeiten die ich jetzt habe?
00:10:13: wenn ich aber über den Punkt drüber bin indem mich das bewusst wahrnehme dass das gerade passiert dann habe ich häufig nicht mehr dieses Fenster für diese Handlungsmöglichkeiten.
00:10:23: Also, da bin ich nicht mehr kreativ und finde Lösungen.
00:10:26: Dann bin ich einfach nur in meinem Stiefel und will meinen Plan durchsetzen weil ich hab ja die Erwartungen und dieses und jenes Und wenn ich da schon drin stecke und den Punkt verpasst habe an dem ich das Bewusstsein langt habe, dann ist es super schwer tatsächlich auch rauszufinden Weil dann kommt immer mehr obendrauf und immer mehr und Emotionen Traurigkeit und Wut und Enttäuschung usw.
00:10:49: Und wenn das dann einmal alles da ist, ja dann passiert eben das was bei euch dann wahrscheinlich passiert ist mit der Stimmung.
00:10:57: Umso mehr wir uns genau solche Situationen vor Augen halten um so mehr wir da reintauchen und gucken was es in meinem System gerade passiert.
00:11:06: umso mehr haben wir die Möglichkeit das in Zukunft anders zu machen weil dann kann dieses Ich spüre in mir drin, welche Körperreaktionen hier gerade sind.
00:11:15: Und die können minimal sein!
00:11:18: Das muss nicht die große Nackenverspannung sein.
00:11:21: Das kann auch nur so ein kleines Ziepen hinten in der rechten unteren Schulter sein.
00:11:25: Wenn ich das schon spüre ... Oh, hier fängt es an.
00:11:29: Es zieht sich zusammen.
00:11:30: Dann hab' ich diesen Moment wo ... Hey!
00:11:32: Bewusstsein?
00:11:33: Alles
00:11:33: klar?!
00:11:33: Es ist in meinen Gedanken angekommen, meine Körperrektion Und dann hab ich die Möglichkeit, Lösungen zu finden.
00:11:40: Die eben nicht zu diesem finalen disregulierten Familiennervensystem führen wo dann die Stimmung schlecht ist.
00:11:49: Ja so wie du das auch gesagt hast Ich war dann in meinem Kopf unterwegs weil ich das ja so hatte dass ich gar nicht mehr gehört habe was eigentlich mein Körper braucht nämlich diese kurze Pause und um sich zu erholen.
00:12:02: Lass uns da mal einsteigen.
00:12:04: Warum glauben wir denn tatsächlich unser Verstand eigentlich alles kontrolliert, weil es fühlt sich ja schon so an, als wenn wir alle mit dem Kopf unterwegs sind und gar nicht mehr auf unser Bauchgefühl hören.
00:12:15: Weil das ist ja alles logisch zu erklären und das steckt ja alles sozusagen in unseren Kopf alles akkurat hingelegt.
00:12:23: Warum glauben wir
00:12:24: das?
00:12:25: Also zum einen ist es ganz einfach glaube ich so, weil die Masse von uns hier in unserer Gesellschaft, dass nie anders gelernt hat.
00:12:33: Also es gibt eben die rationalen logischen Erklärungen, die wir selbst als Kinder bekommen haben.
00:12:39: Die so weitergetragen werden wo Gefühle halt leider nicht immer eine große Rolle spielen.
00:12:46: also dann gibts mal sowas wie Liebe und also das sage ich ja so beiläufig aber da spricht man irgendwie über Gefühlen Aber im Großen und Ganzen sprechen mir nicht über die Gefühles die wir so im Alltag Haben.
00:12:58: also was haben wir für ein Gefühl wenn ich jetzt die Spülmaschine ausräumen muss oder wenn ich jetzt mit meinen Kindern auf den Spielplatz gehen darf.
00:13:04: Was fühle ich dabei?
00:13:06: Das haben wir einfach nicht, weil wir das nie gelernt haben und weil es auch in den letzten Jahren viel mehr erforscht wurde, dass das ein großer Faktor ist in unserem Leben und dass wir unseren Körper nicht abschalten können.
00:13:21: Es sagen immer ganz viele so ja aber jetzt sei doch mal vernünftig und schallt doch mal dem Verstand an!
00:13:27: Das ist halt genau das, wodurch wir geprägt wurden vernünftig zu sein, logisch-rational immer eine Erklärung zu haben für etwas.
00:13:36: Ein Gefühl in unseren Augen ist es keine Erklärungen für etwas?
00:13:40: Ja was du fühlst?
00:13:41: Na ja!
00:13:42: Ich glaube das ist nochmal auch ein Unterschied zwischen Männern und Frauen.
00:13:46: also ich glaube das is Kinder lernen von früh an dass Jungs stark und hart sein müssen und nicht fühlen dürfen Und Mädels sind halt eher die...ja da ist das schon okay wenn sie auch mal fühlen
00:14:01: Aber
00:14:02: nur bestimmte Gefühle.
00:14:03: Genau, da wollte ich jetzt auch gerade drauf hinaus nämlich also sowas wie Wut.
00:14:08: nehmen wir mal die klassische Wut.
00:14:10: Die ist halt leider immer in den Augen von vielen Menschen ja mit einer gewissen Problematik versehen und diese problematik macht dass wir Wut als schlechtes gefühl einsortieren.
00:14:26: Ich würde mir wünschen, wenn wir Gefühle oder Emotionen gar nicht einsortieren würden in Gut- oder Schlecht.
00:14:33: Weil es sind einfach Emotions da sind so das ist Fakt und die können uns alle helfen mit uns und der Welt besser klarzukommen.
00:14:42: Wenn ich weiß was meine Wut ist und worauf ich eigentlich wütend bin und was dahinter steckt dann kann ich viel besser damit arbeiten als wenn ich einfach nur so blind wütent bin.
00:14:54: Das wurde uns und vielen anderen Menschen eben aberkannt im Prinzip in der Kindheit.
00:15:00: So, da ist ein Kind das steht vor dir und es hütend und schreit und lässt mal jetzt richtig die Sau raus.
00:15:07: dann wurde das relativ schnell versucht wegzumachen.
00:15:10: also diese Wut.
00:15:11: Die Wut war vielleicht auch für die Eltern einfach etwas Bedrohliches?
00:15:15: Sie wussten nicht was soll ich damit jetzt machen?
00:15:17: Also was besser die ist jetzt schnell weg so und indem wir das wegmachen Diese Dinge, diese Emotionen auch Angst ist da auch so ein klassischer Fall von ... Wenn Kinder sagen ich hab Angst vor XY.
00:15:30: Ach komm das is doch nicht so schlimm kannst du doch machen jetzt habt dich mal nicht so.
00:15:35: Das sind ja Durchaussätze die...
00:15:37: So schlimm ist es nicht?
00:15:38: Ja genau!
00:15:39: Die wir auch heute noch hören.
00:15:41: also die sind ja immer noch nicht weg obwohl der Stand der Forschung dafür weiter ist.
00:15:45: heute.
00:15:46: aber das darf sich halt einfach noch verteilen unter den Menschen.
00:15:50: und Ich glaube, genau deshalb ist es warum wir glauben dass wir alles mit unserem Verstand ausmachen müssen.
00:15:56: Also Gefühle sind nicht valide genug um respektiert und als Meinung zu gelten.
00:16:03: so das ist so mein Gefühl.
00:16:05: und ja das ist gerade für mich auch spannender Satz.
00:16:08: nochmal so dieses gefühl sind keine Meinungen Da braucht es eine logische Begründung.
00:16:16: Bei mir fühlt sich das hier in der rechten oberen Schulter gerade so an, ist keine Begrindung für irgendwas oder ich fühle da ne enge oder ne Weite, wenn man meins positive geht.
00:16:26: Das findet nicht richtig statt und das ist damit nicht valide.
00:16:29: Dann landen wir wieder im Verstand in unseren Gedanken die Alterslösen sollen was uns im Alltag entgegenprasselt
00:16:37: hat Es auch ein bisschen zu seinen Ursprungen darin dass wir in der westlichen Welt alles versuchen wissenschaftlich zu erklären?
00:16:43: Also ganz
00:16:44: bestimmt.
00:16:45: Ganz sicher!
00:16:46: Also Messbarkeit ist ja immer ein großes Thema und da muss man aber sagen, dass im Grunde genommen all das worüber wir gerade gesprochen haben, das ist messbar.
00:16:59: Das was in unserem Körper passiert is messbar.
00:17:02: und ich hatte da neulich auch ein spannendes Gespräch zum Thema Objektivität und bei mir jemand sagte Ich brauche es immer objektiv so.
00:17:11: und dann habe Ich hab mich selber reingehört und hab gesagt, immer objektiv.
00:17:16: Gibt's eigentlich was Objektives in der Welt?
00:17:17: Nee!
00:17:18: Ist meine Frage ... Wie kann man philosophisch sehr weit auseinandernehmen?
00:17:22: Das möchte ich jetzt nicht tun.
00:17:24: Dann habe ich zu ihm gesagt, weil es ging um das Thema Gefühle, hab ich gesagt, aber objektive ist es messbar, dass wir reagieren mit unserem Körper und nicht nur mit unserem Kopf so.
00:17:35: Wo ich den Körper vom Kopf wegnehmt will.
00:17:38: Aber das ist ja das, was wir oft tun.
00:17:40: Wir denken, wir wollen irgendwas im Kopf lösen und nehmen unseren Körper nicht mit.
00:17:44: Und ich stelle mir da manchmal vor, wir rollen nur noch Köpfe auf der Straße rum weil die Leute lieben ihren Körper ja eigentlich gar nicht mehr wahrnehmen und alles im Kopf machen wollen aber ganz viel passiert einfach in unserem Körper ohne dass wir das steuern können.
00:17:58: also dass es nicht passiert.
00:17:59: und das ist objektiv messbar denn du sagst irgendwas zu mir?
00:18:05: Ich spüre so uff!
00:18:07: Das macht mich jetzt nervös.
00:18:08: die Frage ich weiß nicht wie ich darauf antworten soll dann wird mein Herz schlag schneller Und damit habe ich eine körperlich messbare Reaktion.
00:18:16: Also das ist tatsächlich, wenn man wissenschaftlich draufgucken will... ...ist das sehr valide!
00:18:22: Natürlich ist es nachher ne Ausprägung.
00:18:24: wie beschreibe ich meine Angst?
00:18:26: Wie beschreibek mein Wut?
00:18:27: Wie Beschreibek das Körpergefühl?
00:18:29: Das is natürlich sehr individuell und für jeden anders untersteckt über etwas anderes.
00:18:33: dahinter.
00:18:34: aber die körperlichen Reaktionen dass ich flacher atme, dass mein Herz rast dass sich vielleicht Anfange zu zittern und solche Dinge, das sind körperlich messbare Reaktionen auf Dinge die im Außen passieren.
00:18:50: Und da haben wir eigentlich einen Teil der wissenschaftlichen Basis dafür.
00:18:54: Was glaubst du was dann der Grund ist?
00:18:56: Weswegen uns das häufig abgesprochen wird?
00:19:00: wenn ein Kind sagt ich habe Angst vor dem und der Sache Ich bin wütend Warum wird das dann in Abrede gestellt?
00:19:07: Warum wird es dann in Zweifel gezogen, ja so schlimm ist das doch gar nicht.
00:19:11: Ich
00:19:11: glaube da gibt's zwei Dinge also einmal das was ich vorhin schon erwähnt habe diesen ganzen Faktor den ich jetzt noch mal komplett aufrolle.
00:19:18: aber dieses Ja unsere Gesellschaft ist halt akzeptiert als irgendwie.
00:19:22: die Akzeptanz in unserer gesellschaft ist dafür nicht groß genug weil wir das nicht gelernt haben weil wenig genügend darüber wissen.
00:19:29: und Dann gibt's einen zweiten faktor sind wir selbst.
00:19:33: Also wenn ich das Beispiel nehme, was du gerade genommen hast und dass das Kind zum Beispiel sagt Ich habe Angst vor X, Y. Ich nehm jetzt mal, ich hab Angst vor Spinnen!
00:19:42: So... Und dann eroiere ich für mich Okay, hab' ich Angst vor Spin?
00:19:47: Nö Mir sind Spinnen total wurscht.
00:19:49: Ich kann die anfassen, ich kann sie raustragen Kann ich übrigens nicht Aber
00:19:54: würde ich gern
00:19:54: tun.
00:19:56: Aber wenn ich z.B.
00:19:57: so eine Person bin Die keine Angst davor hat Dann sag ich wahrscheinlich meinem Kind eher, ach ist doch gar nicht so schlimm aus keine Angst vorhaben.
00:20:05: Das heißt es ist mein eigenes Empfinden meine eigene Gefühlswelt die ich anfange zu projizieren an der Stelle und das ist ein bisschen das was irgendwie ja gefährlich ist weil wir damit nicht mehr validieren können.
00:20:17: was ist beim anderen wirklich los?
00:20:20: Und das ist dieses Absprechen von gefühlen.
00:20:23: Wir gehen glaube ich an vielen Stellen viel zu sehr von uns selbst aus.
00:20:27: einmal Was haben wir für Erfahrungen mit dem Thema?
00:20:30: wie sind wir geprägt?
00:20:31: Wurde uns zum Beispiel immer gesagt, hab dich doch nicht so.
00:20:35: und ach das brauchen wir nicht.
00:20:37: Und wut!
00:20:38: Das ist eh nicht das Richtige hier.
00:20:40: also kommen wir lenken nicht mal schnell ab und wir spielen eine Runde Fußball.
00:20:43: Hast du das immer so erfahren?
00:20:45: Dann is dein erster Impuls wahrscheinlich genau dasselbe auf mit deinem Kind zu tun.
00:20:49: Und das was ganz normales weil wir es eben gelernt haben und weiß ich das in unserem Körper in unserem Nervensystem einfach so festgesetzt hat Denn wenn wir da mal hingucken, dann ist unser Körper voll mit Nerven.
00:21:04: Billionen Nerven, die da verknüpft sind zu einzelnen neuronalen Netzwerken, so nennt man sie also verschiedenste Nerven sind miteinander zu Netzweraken verknüfft.
00:21:14: und ein Netzwerk könnte man jetzt auch sagen das ist die und die Erfahrung So und das hat sich halt in mir abgespeichert.
00:21:23: Und wenn jetzt mein Kind das passiert Dann kommt bei mir sofort Alles klar, ich habe hier ein Netzwerk dafür.
00:21:30: Das aktiviere ich jetzt mal und ich reagiere eben so wie das das Netzwerk vorgeht.
00:21:36: Und dann reagier' ich aber nicht mehr so richtig aus meinem Erwachsenen Ich heraus sondern ich reagere aus dem was sich früher erfahren habe oder Was ich vor zwei Jahren erfahren hab.
00:21:48: also es muss auch nicht immer in der frühen Kindheit liegen das können alle möglichen Erfahrungen sein die man macht speichern sich alle in Form von neuronalen Netzwerken in unserem System ab.
00:21:58: Und dann reagieren wir eben so, wie dieses Netzwerk reagiert und das führt am Ende dazu dass wir dann nicht sehen was in der Person mir gegenüber und da ist es eben egal ob das ein Kind ist was gerade Angst hat oder ob's eine andere erwachsene Person in meiner Beziehung ist also mein Partner meine Partnerin Das ist dann irgendwie egal, ich projiziere halt meine Sachen damit rein.
00:22:26: Und dadurch validiere ich nicht das Gefühl des Gegenübers und damit passiert es halt dann dass wir in diesem Verstand auch ein Stück weit rutschen weil wir versuchen dann das zu erklären mit der Erfahrung die wir gemacht haben aber für die gegenüberliegende Person in dem Moment überhaupt nicht relevantes.
00:22:44: Ich hatte in Vorbereitung der Folge so paar Zahlen gesehen dass nur fünf Prozent im bewussten stattfinden und ninety-fünf Prozent eigentlich im unbewussten.
00:22:57: Ist das tatsächlich auch so, dass meinetwegen ich stehe vom Eisregal und ich weiß noch nicht was sich für eine Eiskugel möchte?
00:23:06: Dass mein Körper das aber schon längst weiss!
00:23:08: Das ist ein super Beispiel mit dem Eisregaler wo man es ausprobieren kann also wenn wir mal direkt in die Praxis reinspringen zu sagen okay ich gehe immer davon aus seit Wochen denke ich oh ich möchte unbedingt mango als essen.
00:23:21: Und dann stehe ich vor der Theke da im Supermarkt und da steht endlich Mango Eis.
00:23:27: Ich denke so, cool!
00:23:28: Endlich Mango Eis!
00:23:29: Packt das in den Korbpinellen, fahr nach Hause, packt das Mango Eis aus und denkt so... eigentlich hätte ich jetzt Bock auf Kirsche oder auf Stratzzellern was auch immer.
00:23:42: Wir können das üben auf unseren Körper zu hören beim Einkaufen zum Beispiel.
00:23:48: Ich steh da und sage, ich habe Lust auf Eis.
00:23:51: Kann ich vielleicht mal überprüfen, wo spürt diese Lust?
00:23:53: Also was macht mein Körper?
00:23:55: Ist mein Brustkorb ganz weit oder ist es so ein... Ach!
00:23:58: So einen Kribbeln in mir.
00:24:00: Was einfach Lust auf Eis macht.
00:24:02: und dann kann ich sagen okay alles klar Mango.
00:24:05: Dann nehme ich mir Mango vor Und dann gucke ich mal Jaa..was macht mein körper?
00:24:10: Geht der eher ein bisschen nach vorne?
00:24:11: Ist er ein bisschen so in der Aktivierung Oder geht er ja ein bisschen zurück?
00:24:15: und Ne Dann kann ich da herausfinden also dass das so ein Ja-Nein-Test
00:24:20: Kinesiologische Tests sozusagen.
00:24:23: Ja, also was kann man ausprobieren?
00:24:24: Also da kann man mal so ein bisschen mit sich rumspielen einfach um mehr Körperbewusstsein zu haben.
00:24:29: das ist so mini-ding dass man aus probieren kann.
00:24:32: und dann stehe ich dann und mein verstand sagt aber ich will ja seit wochen mango ice jetzt steh ich aber da und dem hier und jetzt.
00:24:40: in diesem moment würde ich eigentlich lieber schoko essen.
00:24:45: aber ich finde es nicht raus weil ich bleibe im Verstand.
00:24:48: Ich bleibe in meinem Plan, den du an Eingangs erwähnt hast.
00:24:51: Mein Plan war es muss Mango Ice sein aber das könnte jetzt auch theoretisch sein... oh Mensch kann ich ja mal reinspüren!
00:24:58: Das ist jetzt was, was ich auch nicht jeden Tag mache dass ich durch einen Supermarkt laufe und bei jedem Produkt denke ja nein ja nein manches brauche auch einfach oder brauchen andere Familienmitglieder.
00:25:08: Aber zum Beispiel eine Eisdiele wenn ich da vorm Eis stehe dann Ja, das ist eigentlich so ein Klassiker.
00:25:15: Also wenn ich nicht diesen Vorsatz habe von ... dann entscheidet mein Körper!
00:25:19: Das entscheidet nicht meinen Verstand in dem Moment.
00:25:22: Wo hab' ich Lust drauf?
00:25:23: Was ist das, was mir ein gutes Gefühl danach gibt?
00:25:26: Und wenn ich halt zum Beispiel überhaupt gar kein Zitroneneis mag, dann würde ich mich nie einen Zitroneis in den Moment aussuchen weil macht mir ein blödes Gefühl im Nachgang und das ist am Ende eine unbewusste Entscheidung die wir treffen eben demnach, was ich gerne mag in diesem Falle Und es ist richtig, es gibt Studien dazu die belegen das halt im Körper.
00:25:46: Es gibt also Schwankungen zwischen zwei und neunzig Prozent der Vorgänge tatsächlich im Unbewussten ablaufen.
00:25:53: Das ist dann in unserem autonomen Nervensystem begründet und da liegen halt so Sachen wie unser Herzschlag oder unsere Atem.
00:26:02: Das passiert ja einfach!
00:26:04: Also wir sind ja schon ein Wunderwerk auch denn ich muss nicht morgens aufstehen Atemlos.
00:26:13: Sondern es passiert einfach immer, weil klar ... Wenn der Auswahl über Nacht wäre, seh ich vorbei.
00:26:17: Aber das passiert halt in unserem Körper und durch gewisse Reize von außen verändern sich diese Dinge.
00:26:25: Und darauf kann ich hören!
00:26:27: Dann ist es so dass wenn wir in unseren Körper gucken werden ja Informationen transportiert.
00:26:33: also ich fühle irgendwas und das wird an mein Gehirn transportiert und dort zu Informationen verwertet zu meinen Gedanken Eigentlich habe ich viel mehr Lust auf Schoko-Eis.
00:26:46: Dann gibt es das aber auch umgekehrt, ich hab ein Gedanken und kann spüren im Körper was ist da zu los?
00:26:53: Und diese Prozesse hat man auch ein bisschen auseinander genommen und hat mal geguckt.
00:26:56: was ist eigentlich mehr!
00:26:59: Man hat herausgefunden dass achtzig Prozent aller Prozesses Von unten nach oben gehen.
00:27:05: Das heißt, die Informationen werden von meinem Körper an mein Gehirn transportiert und dort in Gedanken im Verstand umgewandelt.
00:27:13: Und nur zwanzig Prozent passieren von ach okay ich möchte jetzt das machen und gehen dann nach unten quasi in meinen Körper und lösen dort etwas aus.
00:27:24: Und das ist super spannend dass einfach viel mehr also die achtzig Prozent in unserem Körper stattfinden und sich dort erst zu Gedanken und Worten formen können.
00:27:37: Und das ist so dieser Punkt, mein Körper weiß es eigentlich oft früher bevor ich Worte dafür habe.
00:27:43: Das kann man halt üben und da noch viel mehr hinhören und hinschauen und das kann ein echter krasser Zugewin für den Alltag sein und eigentlich für alles im Leben, für jede Situation.
00:27:56: Was sind denn so klassische Gewohnheiten oder so automatische Reaktionen die wir haben?
00:28:02: wo sich eigentlich so die Macht des Unbewussten zeigt.
00:28:07: Also im Elternkontext ist es für mich sehr häufig dieses Thema Meckern und Schimpfen, was uns danach dazu führt, dass wir denken, hab ich jetzt gemäckert und geschimpft?
00:28:20: Und es hat Ärger gegeben!
00:28:21: Ich mach mir vielleicht Schuldgefühle, weil ich wollte's ja besser machen und ich wollte das doch gar
00:28:25: nicht.".
00:28:26: Das hat eine Riesenmacht an Unbewusstem.
00:28:29: Weil einfach auch ... in meinen Augen Kinder einfach krass die Sachen aus uns herausholen.
00:28:36: Und wenn ich meckere und schimpfe, dann weiß ich okay!
00:28:41: Hier gibt es was, das mich scheinbar sehr beschäftigt, was meistens aber nicht direkt mit meinem Kind zu tun hat in dem Moment sondern eher eine Erinnerung an etwas ist von früher oder etwas... Das habe ich doch schon immer so gemacht.
00:28:55: Das haben wir in unserem System.
00:28:57: Ich hab da gerade die Tage eine Erfahrung geteilt.
00:29:01: bei Instagram war das, da ging es ums Essen.
00:29:05: Also wir essen zum Beispiel sehr häufig zusammen in der Familie.
00:29:08: also wenn alle da sind und den Eintag war's dann so dass meine Tochter kam und sagte so oh kann ich in meinem Zimmer essen?
00:29:15: Und das war neu!
00:29:17: Das war neu für mein System und ich habe gemerkt so oh nee warum will denn das jetzt?
00:29:22: Warum möchte sie jetzt in ihrem Zimmer
00:29:24: essen?!
00:29:25: Wenn sich das jetzt immer so macht und ich hab direkt so eine Angst verspürt Möchte ich, dass sie in ihrem Zimmer ist und ... Und sie isst ja nicht mit uns.
00:29:37: Das habe ich aber in dem Moment sehr schnell festgestellt.
00:29:40: Ich hab sehr schnell gemerkt so okay das sind meine Themen die da aufkommen.
00:29:45: Ich sehe aber nicht was ihr Thema ist!
00:29:48: Ich sehe nicht was es eigentlich gerade ihr guckt?
00:29:50: Warum möchte sie
00:29:51: das?!
00:29:52: So jetzt hätte ich natürlich die eine Sache machen können hätte sagen können ach komm das wäre doch so schön wenn er mit uns ist.
00:29:58: Können wir nicht gemeinsam essen?
00:30:00: Und dann hätte ich sie überzeugt.
00:30:01: und was passiert wären wir, entweder sie wäre total wütend geworden oder Sie hätte gesagt na gut okay.
00:30:08: Dann er sich mit euch.
00:30:09: so hätte sich halt angepasst.
00:30:11: in der Situation Habe ich aber nicht gemacht.
00:30:14: also ich habe sie nicht überzeugt.
00:30:15: Ich hab dann gesagt so habe versucht herauszufinden warum sie das möchte weil es einfach dann für mich irgendwie wichtig war bei mir all diese alten geschichten aufploppten und dann stellte sich halt heraus dass sie einfach gerade ihre Ruhe brauchte, dass sie keine Lust hatte auf Quatschen mit uns und das sie in ihrem Zimmer für sich sein wollte.
00:30:34: Und dann dachte ich so, wie cool!
00:30:37: Voll gut!
00:30:38: Dass sie gesehen hat, wo ist Ihre Grenze?
00:30:41: Wo ist Ihr Bedürfnis?
00:30:43: Was Sie jetzt gerade hat?
00:30:46: Das auch aktiv eingefordert hat.
00:30:48: Dann hab' ich gesagt ja okay, dann mach'.
00:30:50: Und dann haben wir zu dritt gegessen.
00:30:52: Mein Mann kam kurz danach und saß er so ach', wo ist sie
00:30:55: denn?'.
00:30:56: Und dann habe ich ihm das gesagt und ich hab in ihm gespürt, es war sehr ähnlich.
00:31:02: Wir haben später auch noch mal darüber gesprochen und zwar eben
00:31:04: auch genau so... Du hast schon alles gefühlt?
00:31:06: Ich erklär's dir spät nochmal!
00:31:10: Ja, das passiert ja alles im Sekunden Bruchteilen.
00:31:13: aber es ist so wertvoll in diesen kleinen Momenten genau das zu erkennen weil was in mir natürlich auch kam, war sowas wie ... und eigentlich denke ich manchmal, ich habe das nicht mehr Aber es sitzt so tief dieses, ah ich muss doch jetzt konsequent bleiben.
00:31:26: Also nee, sie muss schon mit am Tisch essen.
00:31:29: Wir machen das ja immer so und ... Stimmt gar nicht!
00:31:32: Aber es kam in dem Moment so auf.
00:31:36: Und wenn ich ihr jetzt gesagt hätte, komm ist doch hiermit, dann hätt ich halt in diesem Fall volles Programm ihre Grenze übertrampelt.
00:31:45: Ihr Bedürfnis nicht gesehen?
00:31:46: Hätte uns in eine Situation gebracht, die niemandem gut getan hätte.
00:31:51: Ich hatte auch diesen Gedanken als Sie das fragten.
00:31:54: Ja, wenn sie das jetzt immer macht.
00:31:56: Also wenn wir dann immer alleine essen so.
00:31:58: Und das ist ein Gedanke, den wir als Eltern gerade sehr häufig haben.
00:32:01: Wenn ein Kind mal was Neues fragt, tendieren wir dazu Nein zu sagen weil wir glauben es ist dann immer so.
00:32:07: und ich habe schon so oft festgestellt dass das nicht so ist.
00:32:11: und trotzdem hatte ich diesen Gedanken in dem Moment.
00:32:13: und Überraschung Es ist schon paar Wochen her.
00:32:17: meistens ist sie mit uns gemeinsam Weil sie es gerne mag und weil wir einfach gern gemeinsam gerne Essen auf und manchmal zieht sich aber zurück Und das ist ja auch am Ende so ein bisschen Lebensentwicklung.
00:32:27: Also da sind wir jetzt sehr bei den Kindern, aber sehr Lebensentwickelung und kommt natürlich auch mehr dieses Bedürfnis sich abzugrenzen und eine Pause zu haben.
00:32:36: Ich bin froh wenn ich mein Kind dabei unterstützen kann dass es genau diese Pausen haben darf und sich nicht dann an uns anpassen muss weil wenn ich spüre oh ich kann gerade nicht mit allen essen dann gucke ich auch und spreche mit meinem Mann ich sage du ich kann grad nicht.
00:32:51: kannst Du heute mit den Kindern essen?
00:32:54: dass und das machen.
00:32:55: Und dann einigen wir uns, also wir machen das genauso und wer wäre ich denn wenn nicht das meinem Kind an der Stelle dann nicht zugestehe?
00:33:02: So jetzt bin ich mir ausgeschriffen aber ich hoffe dieses Beispiel macht so ein bisschen deutlich was in uns passiert einfach voller Automatismus und voll im Unbewussten.
00:33:12: und wenn wir das ins Bewusstsein holen Dann haben wir die Chance anders zu reagieren und andere Handlungsmöglichkeiten kreativer zu werden.
00:33:21: Ich fahre das total gut, diesen Ausflug in diese Richtung.
00:33:24: Weil ich dass genauso auch empfinde.
00:33:27: es ist wie ein Gewitter was dann losgeht im Kopf und die ganze Information sich dann zusammenstellen warum ich das jetzt gerade nicht möchte.
00:33:35: also bei mir werden's auch genau die gleichen Punkte gewesen.
00:33:38: oh Gott das bleibt dann für immer.
00:33:39: und warum und überhaupt?
00:33:41: Und ich hätte auch... ich weiß nicht ob du es vielleicht auch gemacht hast.. ich hatte auch erklärt was meine Bedenken sind sozusagen Nachfrage und was da meine Bedenken sind, nämlich ja dass du das dann vielleicht immer machen möchtest.
00:33:55: Und wir essen das so gerne zusammen und können um uns immer noch austauschen und Dass Du Dich zurückziehst und wir den Kontakt nicht zu dir haben usw.. Ich hätte das dann doch wahrscheinlich noch so erklärt.
00:34:06: also das mache ich auch in anderen Situationen Wo ich merke da ist nur eine Unruhe und eigentlich will ich auch wie du gleich im Prinzip eigentlich nein sagen Und dann fahre ich zurück und erkläre, das sind gerade so meine Bedenken.
00:34:18: Das ist grad bei mir los in meinem Kopf usw.
00:34:20: Genau!
00:34:20: Also das kann man natürlich machen... Ich habe es in dem Moment nicht getan.
00:34:24: Ich hab einfach nur herausgefunden was ihr Punkt gewesen war, warum wollte sie sich?
00:34:30: Und das hat mir an der Stelle ausgereicht.
00:34:32: Ich hatte nicht das Gefühl dass ich das in dem moment erklären muss.
00:34:36: Gleichzeitig habe ich diese Situation aber ruhig Dinge eben so erkläre.
00:34:42: Also, wenn es schwierigere Themen sind oder wenn ich bei einer Sache irgendwie so ein bisschen nachbohre.
00:34:51: Wenn ich versuchen will zu ergründen warum's ihr gerade so geht oder was sie gerade hat oder eher auch immer dann erkläre ich sehr häufig auch warum mich das gerade mache.
00:34:59: also dann versuche ich zu sagen okay pass auf meine Gedanken sind die und die?
00:35:03: Oder mein Gefühl dazu ist dass um das wie ist denn das für dich an der Stelle?
00:35:07: grade war es einfach eine relativ schnelle Sache.
00:35:13: Auch jetzt im Nachgang denke ich, das Fass hätte ich da in der Stelle nicht aufgemacht.
00:35:17: Ich glaube es wäre dann eher so ein Ding gewesen wenn das öfter passiert wäre.
00:35:20: Dann hätte ich vielleicht noch mal mehr darüber gesprochen und hätte dann nochmal geguckt okay Was ist denn das?
00:35:26: Und wie können wir da einfach eine gute Lösung für alle finden?
00:35:30: So dass sie sich nicht in ihren Grenzen verletzt fühlt?
00:35:34: Genau.
00:35:35: Aber ja also das ist situationsabhängig würde ich sagen.
00:35:38: Also für mich ist das sehr situationsabhängiger.
00:35:41: Ich überlege gerade, das ist auch eine schöne Übung für die, die da jetzt zuhören.
00:35:46: Sich vielleicht mal eine Situation überlegen?
00:35:48: Vielleicht die immer wieder mal aufkommt, sei es mit Kollegen oder im Supermarkt oder mit dem Nachbarn oder so, wo man immer wieder merkt, okay, dann wird man schnell sauer und fühlt sich danach ausgelaut nach einem Telefonat mit einer Freundin oder einer bekannten oder Familienmitgliede oder wie auch immer.
00:36:09: Überlegt euch doch mal!
00:36:11: So eine Situation.
00:36:13: Und geht da mal rein und guckt da genauer hin?
00:36:18: Was könnte die Ursache eigentlich sein?
00:36:20: Beispiel, es gibt manchmal Menschen mit denen ich telefoniere.
00:36:25: Danach habe ich das Bedürfnis, mich zu schütteln.
00:36:30: Mich auch auszupowern oder duschen zu gehen ... weil ich den Eindruck habe, ich bin so übersät mit so negativer Energie.
00:36:41: Mit einem ganz unangenehmen Gefühl als ich fühle mich dann teilweise richtig runtergezogen, kraftlos und so weiter... Und dann hab' ich angefangen, weil das immer wieder die gleiche Person war, hab' gedacht okay jetzt ist doch komisch und hab' da mal genauer hingeguckt Bis ich gemerkt hab, was da so viele Themen drin war.
00:37:00: Das waren teilweise nur subtile Sachen.
00:37:03: Wenn's das Gespräch über die Arbeit war oder einen Streit mit dem Partner.
00:37:09: Und es hat mich runtergezogen ... Da hatte ich schon im Gespräch gemerkt, ich war unruhig.
00:37:14: Ich hab nebenbei aufs Handy geguckt und irgendwo rumgeschrallt.
00:37:18: Als wenn ich mich versucht habe, den ganzen zu entziehen?
00:37:23: Und das fand ich total spannend, dass ich gemerkt hab okay eigentlich tut ihr dieser Kontakt gerade gar nicht gut.
00:37:28: Ich habe den Kontakt aber nicht abgebrochen sondern ich habe dann im Gespräch das mal angesprochen und dass ich teilweise aus dem Gespräch rausgehe und bin dann total KO-und irgendwie erschöpft.
00:37:38: Wie ist das passiert?
00:37:39: Als erstes war es ein bisschen irritiert und dann auch... Oh Gott!
00:37:43: Das tut mir leid und ich wollte das ja gar nicht.
00:37:45: Ich hab gedacht wir können darüber reden.
00:37:47: Ich sag so, darum geht es gar nicht.
00:37:48: Es ist schön, dass wir darüber reden können.
00:37:50: nur ich habe für mich gemerkt das es mir manchmal nicht gut tut weil das in so eine Intensität kommt.
00:37:55: ich stehe teilweise daneben ich bin ja hilflos ich kann ja gar nichts in dieser Situation ausrichten.
00:38:00: und Ja jetzt könnte ich auch sagen okay dann ich halte einfach den Raum.
00:38:05: aber wenn ich selber schon im Alltag wahnsinnig viele andere Themen habe die ich bearbeite usw.
00:38:11: Und soll dann noch den Raum halten für jemanden der mit seinem persönlichen intensiven Problem zu mir kommen Ganz ehrlich?
00:38:18: Also ich bin wirklich gut, aber manchmal schaffe ich es auch nicht.
00:38:22: Und das ist okay!
00:38:23: Ja
00:38:23: absolut und wir können andere auch nur dann gut halten wenn wir selbst gut gehalten sind.
00:38:29: Da bin ich leider ein bisschen nachlässig was das angeht dass ich viel zu sehr mich oftmals übergehe und für alle anderen da bin und wenn's um mich geht bin ich nicht mehr in der Lage dazu weil ich gar keine Kraft mehr habe.
00:38:40: Aber das ist ein schönes Experiment da mal reinzugucken
00:38:43: Man kann da reingucken und vielleicht dieses Reinkucken fällt den Menschen häufig schwer.
00:38:49: Jetzt sagt die, ich soll mir so eine Situation nehmen?
00:38:52: Und ich soll da mal reingehen.
00:38:54: Was heißt denn das?
00:38:55: So was helfen kann ist tatsächlich zu schreiben und sich fünfmal warum zu fragen.
00:39:03: Das ist so eine kleine Brücke um tiefer zu kommen.
00:39:07: Also wir nehmen die Situation.
00:39:08: du telefonierst mit der Person Du fühlst dich danach ausgelaut und fragst warum.
00:39:13: Dann ist die erste Antwort an der Oberfläche.
00:39:16: Du sagst, weil das immer negative Themen sind, die mich anstrengen und so weiter.
00:39:20: Und dann fragst du, warum strengt dich das denn so an?
00:39:26: So gehst du immer tiefer.
00:39:28: Beim letzten Warum hast du eine ganz andere Antwort als die, die oben ist.
00:39:33: Mit dieser Antwort kann man dem etwas näher kommen, was wirklich tatsächlich das Thema dahinter sein kann.
00:39:41: auch immer sehr zu gucken, dann nicht nur im Verstand zu suchen sondern auch wirklich zu spüren und zu fühlen.
00:39:49: Wenn ich mit dem Menigen telefoniere, dann fühlt sich das in mir so und so an.
00:39:53: Und dann habe ich hier im Hals ein Kloß.
00:39:56: Das ist zum Beispiel eine spannende Sache.
00:39:57: Habe ich selber einen Kloos im Halt?
00:39:59: Warum habe ich einen Klosemhals?
00:40:01: Ach weil es mich das an einer Situation erinnert die ich mal erlebt habe.
00:40:05: Ach, das ist die Situation.
00:40:07: Dann kommt diese Situation vielleicht in den Moment auch auf und wir spülen wieder diesen Kloß im Hals.
00:40:12: Und also dann kommen wir diesem eigentlichen Ursprung ein bisschen näher... Das kann ein bisschen helfen dabei dieses Wie kann ich in eine Situation reingehen?
00:40:21: Wenn ich das dann aufschreibe oder eine Sprachnachricht mir selber schicke und immer wieder warum beantworte, dann kann das tatsächlich helfen da tiefer zu
00:40:29: kommen.".
00:40:30: Stichwort Körper Signale.
00:40:32: Also unser Körper versucht ja, mit wem fahren auf sich aufmerksam zu machen.
00:40:37: Wenn irgendwas ist was vielleicht nicht ganz so gut ist für uns?
00:40:41: Was sind denn diese typischen ... Lass uns mal bei den Basics anfangen die typischen Reaktionen auf Stress oder wenn man auch emotional überfordert ist
00:40:49: also ganz typisches Herzrasen.
00:40:51: es ist der flache Atem wir atmen nicht mehr tief Es sind Muskelverspannungen.
00:40:57: Und das sind nicht Muskelverspannungen, wo ich sage die sind jetzt schon seit Wochen und tun mir richtig weh.
00:41:03: Sondern also ich achte sehr auf das was in meinem Körper passiert.
00:41:07: und wenn ich zum Beispiel mit meinen Kindern oder meine Familie zusammen bin... ...und ich merke so ein bisschen so meine Schultern gehen immer höher.
00:41:18: Also okay!
00:41:20: Oder mein Gegenüber sitzt so am Tisch mit hochgezogenen Schultern.
00:41:24: dann merke ich, dass was macht etwas mit mir und das kann eben eine Kleinigkeit sein.
00:41:28: Und dann habe ich gesagt okay wenn ich dieses Bewusstsein hab, kann ich meine Schultern wieder runterbringen und kann da einfach eine Entspannung schaffen.
00:41:34: also es kann so eine kurzfristige Muskelanspannung sein.
00:41:37: Habe ich die immer?
00:41:39: Also habe ich sie halt auf Dauer?
00:41:41: Dann kann die natürlich zu einer richtig argen Verspannungen werden und dann kann das natürlich auch zu Schmerzen führen.
00:41:46: Ich wache morgens mit nacken Verspannen auf etc.. Genau, es kann so was sein wie ich befinde mich in einer unangenehmen Situation.
00:41:54: Mich kritisiert vielleicht jemand oder ... In der Diskussionsrunde bin ich dran als Nächste etwas zu sagen weil wir machen hier Rei oben und ich bin die nächste dass sich so zittrig werde also diese innere Unruhe zu haben die sich dann teilweise auch nach außen trägt.
00:42:10: das sind so ganz klassische Sachen auf die man immer achten kann und da eben gucken kann.
00:42:16: okay Wie geht mein Atem gerade?
00:42:19: Wie ist mein Herzschlag
00:42:20: gerade?".
00:42:20: Und das aber auch einfach erst mal nur wahrzunehmen und zu beobachten, ohne zu bewerten.
00:42:25: Oh!
00:42:25: Ich habe jetzt aber ein schnelles Herz.
00:42:26: Das ist schlecht.
00:42:28: Da wollen wir nicht hin, sondern eher so ... Ah okay ich hab jetzt... Mein Herz wird immer schneller.
00:42:33: Was will mir das sagen?
00:42:34: Also neu gierig zu forschen an diesen Stellen wenn ich mehr geahre da ist was in meinem Körper.
00:42:39: Und nicht zu sagen oh Gott oh Gott.
00:42:42: Das is ganz furchtbar und das muss weg sondern es anzunehmen und hinzugucken.
00:42:48: Und wirklich diesen Erforschergeist zu wecken, um zu sagen okay jetzt gucke ich mal warum ist das so?
00:42:53: Warum ist das gerade so?
00:42:54: wie sind hier die Umstände?
00:42:56: Ich habe das gestern in einem Gespräch mit meinem Mann gesagt.
00:42:59: ich wünschte... ich hätte das wissen was ich jetzt habe und auch so wie also alles was damit zusammenhängt mit Körperbewusstsein Ja, im Prinzip darauf achten was bei einem passiert.
00:43:12: Ich wünschte ich hätte das schon beim letzten Arbeitgeber gehabt.
00:43:15: also dass sette ich ein ums andere mal.
00:43:17: ich glaube ich wäre anders raus gegangen.
00:43:18: ich glaube es wäre anders verlaufen weil stichwort emotionale überforderung.
00:43:25: Bei mir waren es dann häufig die Tränen dass ich total hektisch wurde und Dass ich immer so kurz vom weinen war Und mich brauchte da nur einer meiner Kollegen oder kolleginnen anzugucken und zu sagen alles okay Und dann war bei mir alles zu spät, weil da so viel Spannung drin war.
00:43:44: Jetzt weiß ich das!
00:43:45: Das ist halt wirklich ... Ich merke es wirklich.
00:43:46: Wenn ich auch morgens aufwache oder in der Arbeit und merke plötzlich, ich wär total flatterig und unruhig und schiebe meine Blätter nach links und rechts und noch schnell das, und noch schnelle das... Dann spüre ich das.
00:43:58: Dann hab' ich mittlerweile dieses Wissen darüber und das Gespür mich in dem Moment mal rauszunehmen.
00:44:05: Und rauszunimmt bedeutet für mich dann, dass ich mich Einfach nur in meinem Stuhl zurücklehne, tief durchatme.
00:44:13: Teilweise schüttle ich mich einfach mal so wie ein Hund ...
00:44:16: Die machen das ja auch aus nem Grund?
00:44:18: Genau!
00:44:21: Und dann hab' ich mir angewöhnt und sage mittlerweile laut zu mir, okay Marike was ist denn gerade los?
00:44:29: Also Gott sei Dank sitze ich alleine im Büro.
00:44:32: Ich
00:44:32: krieg da keiner mit.
00:44:35: Aber ich wünschte, ich hätte das alles irgendwie früher schon gewusst.
00:44:38: Das hätte einiges Einfacher gemacht, nicht zu schmerzhaft.
00:44:42: Und es hätte wahrscheinlich auch oftmals meine Grenzen bewahrt über die drüber hinweggetrampelt wurden.
00:44:47: Witzigerweise das mit dem Arbeitgeber hatte ich neulich auch so einen Gedanken.
00:44:51: War ein sehr früherer Arbeitgebe aber da hatte ich einen ähnlichen Gedanken und dachte so wow was ich da so erlebt habe das hätte ich wahrscheinlich nicht gemacht mit dem Wissen was ich heute habe und ich hätte das nicht einfach so ertragen.
00:45:04: in Anführungsstrichen Nichtsdestotrotz würde ich jetzt an der Stelle mal so ganz platt sagen, besser spät als nie.
00:45:12: Dann wäre ich nicht hier!
00:45:13: Wir haben ja noch
00:45:14: ein paar Jahre vor uns und... Also ich habe das auch schonmal für mich formuliert nach dem Moment wenn ich das schon früher gewusst hätte.
00:45:21: Aber Ich weiß es im Hier-und-Jetzt Und ich kann im Hier und Jetzt anders reagieren und ich kann jetzt andere Dinge machen.
00:45:29: also auf deine Frage im Podcast und jetzt Kann ich reagieren?
00:45:34: Das ist so cool handlungsfähig und so eigenverantwortlich, dass es einfach ein Riesengeschenk ist.
00:45:43: Und deswegen feierst du einfach das ist da.
00:45:46: Definitiv!
00:45:47: Deswegen ist es ja auch nicht mehr jetzt als Fragezeichen oder das Ausruf-Zeichen?
00:45:50: Stimmt, dann
00:45:50: habe ich gerade eben... Als ich das gesagt hab, habe ich unten auf den Namen da geguckt und hab gemerkt, da ist kein
00:45:55: Fragezeich mehr.
00:45:56: Nein, da is' kein Frage-Zeich mehr Einfach weil ich's mittlerweile glaube ich gerafft hab.
00:46:02: Aber erzähl mal warum ist das so?
00:46:04: Warum ignorieren wir Diese Signale, wenn ich immer wieder Kopfschmerzen habe nach einem Arbeitstag.
00:46:12: Immer wieder ... Ich kenne das manchmal auch so, dann brennt das zwischen den Nacken ... Zwischen den Schultablöttern!
00:46:18: Wie
00:46:18: viele Nackten hast
00:46:20: du?
00:46:20: Keine Ahnung, aber ganz viele Nocken.
00:46:21: Ganz, ganz viele.
00:46:22: Ich
00:46:24: stehe mir das gerade bildlich vor nicht so gut.
00:46:28: Warum ist es so dass wir einfach ganz häufig diese Signale ignorieren?
00:46:34: also Ich stelle jetzt mal einfach mal in den Raum.
00:46:37: Wir merken, dass da irgendwas ist ... Aber wir gehen drüber hinweg?
00:46:41: Ist es dann Ignoranz oder wollen wir dem Ganzen keine Aufmerksamkeit geben und würden schon weggehen?
00:46:47: Warum?
00:46:47: Eine Mischung aus verschiedensten Sachen würde ich sagen.
00:46:50: Der eine Punkt ist die gesellschaftliche Runde vom Anfang.
00:46:53: Was ich erwähnt habe, dass das nicht so akzeptiert ist.
00:46:56: Ich glaube ganz viel liegt auch in der Medizin begründet.
00:47:00: Denn vor so vielen Jahren war's dekad.
00:47:04: Der gesagt hat, der Mensch ist eine Maschine.
00:47:07: Und das hat so dieses Denken in uns produziert von ... Ah okay ich bin eine Maschine und wenn Ihnen mir etwas kaputt ist gehe ich irgendwo hin und werde dort repariert.
00:47:17: Das ist ja so was wir heute auch immer noch machen!
00:47:20: So jetzt habe ich Rückenschmerzen?
00:47:21: Was mache ich?
00:47:22: Ich geh zum Arzt.
00:47:23: Der Arzt klassische Schulmedizin sagt ah ok, der fragt vielleicht haben Sie viel Stress dann sorgen sie für Ausgleich.
00:47:32: Dann gibt es aber auch den Punkt, dass es eben Medikamente gibt die schnellen Abhilfe schaffen und häufig wollen wir ja gerne Schnellabhilfe haben.
00:47:40: Und ich kann das oft verstehen.
00:47:42: Aber wir gehen dabei nicht die Ursache der Sache an sondern ist halt so diese Reparatur Denken und das Reparaturen hat ein Vorteil.
00:47:51: Das ist nämlich einfach leicht So.
00:47:53: Ich muss nicht selber aktiv werden.
00:47:56: Ich muss mich selber Verantwortung übernehmen.
00:47:57: Ich Muss nicht selber hingehen und zu gucken Was ist eigentlich mit mir los?
00:48:01: Und was läuft eigentlich in meinem Leben schief, sondern ich kann einfach weitermachen.
00:48:05: Wie immer zwischendurch gehe ich mal in die Werkstatt, lass mich reparieren und dann ist alles wieder fein für eine gewisse Zeit und dann kommt es wieder usw.
00:48:14: In meinen Augen oder auch in anderen Augen aktivieren wir viel zu wenig das, was in uns steckt also diese Selbstteilungskräfte, die wir haben.
00:48:25: Wir wollen schnell eine einfache Lösung.
00:48:27: Das hat natürlich auch mit sozialem Druck zu tun, muss man ja sagen.
00:48:30: also gerade auch Eltern zum Beispiel die häufig einfach zwischen allen möglichen Dingen hin und her gerissen sind.
00:48:37: da ist der Job da sind vielleicht noch zu pflegende Großeltern also deren Eltern dann sind er die Kinder die müssen abgeholt werden zur Kita gebracht werden mit dem muss Hausaufgaben gemacht werden und und und Und der eigene Job kommt auch noch dazu So dass man manchmal das Gefühl hat man hat ja gar
00:48:52: keine Zeit
00:48:53: sich mit sich selbst zu beschäftigen weil es braucht halt vielleicht ein bisschen länger und es braucht ein bisschen mehr Zeit, da hin zu gucken.
00:49:00: Und manchmal glaube ich auch dass das... Also es hat was mit Gewohnheit zu tun.
00:49:04: wir kennen das eben so.
00:49:06: also wir wissen ah wir haben Schmerzen wir gehen zum Arzt.
00:49:09: So das haben wir halt so gelernt.
00:49:11: und ich will jetzt auch nicht sagen bitte alle Leute gegen nicht mehr zum Arz wenn ihr schmerzen habt ne?
00:49:17: Also darum geht's nicht aber einfach auch an anderen Punkten zu gucken mal versuchen zu erforschen, wo kommt denn das eigentlich her?
00:49:25: Und da kann man sich ja auch andere Unterstützung für suchen.
00:49:28: Also es gibt ja Menschen die sich mit solchen Themen sehr intensiv auseinandersetzen und das kommt ja auch mehr und mehr.
00:49:34: also dass allein sowas wie Osteopathie oder Chirupraktik oder was auch immer doch mehr und ansehen bekommt, wo die Menschen wissen so okay.
00:49:43: aber auch da ist immer wieder diese Gefahr von ich übernehme nicht selbst die Verantwortung sondern ich gehe dorthin und lass mich reparieren Und das ist halt viel, viel einfacher als selber zu sagen.
00:49:53: Okay!
00:49:55: Ich hab die und die Verspannungen... Was kann ich selber tun?
00:49:59: Das ist anstrengend und das ist neu für mein System.
00:50:03: Und alles was neu für meinen System ist also der Sprech von meinem Nervensystem macht erst mal Angst.
00:50:10: Also doch unbequem weil dann geht es ja vielleicht auch auf die Psyche und dann müsstest du ja genau hingucken.
00:50:15: Voll.
00:50:16: Was ist denn da vielleicht irgendwie bei dir los, dass das halt immer wieder kommt.
00:50:22: Dass du immer wieder in diese gleichen Konflikte gerätst oder Situationen ... Und es ist mega anstrengend?
00:50:28: Es
00:50:28: tut echt weh!
00:50:30: Ja...
00:50:31: Es ist manchmal sehr unschön was man da für Dinge sieht und erlebt und plötzlich auch reflektiert aus der Vergangenheit.
00:50:38: also das kann zwei drei zehn Jahre sein das kann aber auch bis in die Kindheit und in die frühen Kindheitsjahre gehen und Das kann Angst machen Genau.
00:50:47: Es führt zur Veränderung Das ist auch noch mal das.
00:50:50: Es kann Dinge verändern, es kann das eigene Fühlen gegenüber Menschen verändern?
00:50:55: Damit könnte sich zwangsläufig das Leben verändern.
00:50:57: und das ist so oh nein!
00:51:00: Und da schreit das Nervensystem ganz laut Alarm und sagt nee, Veränderung wollen wir nicht.
00:51:06: Wir wollen dass was immer schön da war weil dafür fühlen wir uns sicher denn darum geht's im Prinzip wenn man das Nervensystem angucken dann die höchste Priorität ist dass wir Sicherheit im System haben Also, dass unsere Nerven so in Anführungsstrichen austariert sind.
00:51:22: Dass wir Sicherheit empfinden und empfinden wir keine Sicherheit bedeutet das automatisch eine Gefahr eine Bedrohung Und die möchte unser System nicht.
00:51:32: und Dann kommen diese Ängste und alles.
00:51:35: und es ist halt dann leider so viel einfacher In diesen Dynamiken in diesen Prozessen zu bleiben indem man war und sich immer wieder zu reparieren oder immer wieder dieselben Konflikte und ist halt tatsächlich einfacher, als genauer hinzuschauen.
00:51:50: Weil die Angst vor dem was vielleicht darunter liegen könnte.
00:51:53: Unbewusst wahrscheinlich doch irgendwie da ist.
00:51:56: So merken ach mit meinem Partner bin ich jetzt seit vierundzwanzig Jahren zusammen.
00:52:01: Ich merke aber da gibt's irgendwas und immer wieder der gleiche Konflikt Aber ich traue mich nicht dahin zu gucken weil Was würde denn dann passieren?
00:52:09: Und das ist halt dann die Bedrohung.
00:52:13: Deswegen bleiben halt viele in ihren Dynamiken einfach stecken, egal ob Beziehungs- oder was auch immer.
00:52:18: Zwischenmenschliche Dynamiken und aber auch in ihren körperlichen Dingen.
00:52:22: Und dann kommt halt vielleicht noch dazu dass von außen ja doch viel auf uns einprasselt.
00:52:26: also die Welt hat sich hier auch ein Stück weit muss man ja sagen verändert.
00:52:30: Also wir haben immer schneller Nachrichten Wir haben immer schnell alle Informationen was so in der welt los ist.
00:52:37: das müssen wir alles überhaupt erstmal verarbeiten.
00:52:39: soziale Medien sind ständig ganz anders gefordert.
00:52:42: Da haben wir ja schon mal eine Folge zugemacht, Social Media.
00:52:46: Und das alles führt dazu, dass wir an manchen Stellen einfach faul sein wollen und es ist auch okay so.
00:52:54: Es ist verständlich!
00:52:55: Aber es liegt halt viel darin wenn wir dann doch hinkucken.
00:52:58: Aber ja ... es kann Angst machen, es kann anstrengend sein, es können unbequem sein und es kann einfach doof sein.
00:53:06: Ja?
00:53:08: Ich hab da zwei Punkte.
00:53:09: Ich überlege gerade was ich vorab bringe.
00:53:12: Vielleicht vorab Eine, was mir noch gekommen ist.
00:53:15: Vielleicht geht's dem einen oder anderen, der zuhört auch so ... Ich hab das ganz viele Jahre gehabt.
00:53:21: Seit einem Vierteljahr verändert sich das, dass mein Kopf und mein Körper unabhängig voneinander existiert haben.
00:53:29: Also für mich hat es sich immer angefühlt als wenn mein Körper nicht wirklich da ist.
00:53:33: Also ich sehn ja jetzt nicht ohne Körper unterwegs aber es fühlt sich nicht so an... Das
00:53:37: ist also mein Bild dieses Darollen und die Kürfe auf der Straße?
00:53:43: Genau, mein Kopf rollte mit.
00:53:45: Es fühlte sich nicht so an, dass mein Körper bewusst zu mir gehört.
00:53:50: Der war einfach nur Mittel zum Zweck und Werkzeug, damit mein Kopf irgendwo drauf sitzt.
00:53:54: Eigentlich steuer ich ja nur mit meinem Kopf alles.
00:53:57: Und ich glaube ... So geht es sehr vielen Menschen, diese Verbindung gar nicht besteht zwischen Kopf- und allem was sozusagen abhaltsabwärts geht!
00:54:08: Woran das liegt?
00:54:09: Ich glaube, da kommen wir jetzt von hunderts ins tausendste.
00:54:12: Ich glaube schon, dass es sehr viel daran liegt auch wie man gelernt hat oder wie einem begegnet wurde wenn's um Gefühle ging und ob man dann irgendwann gesagt okay, dann vergrab ich mal die Gefühler jetzt.
00:54:23: Jetzt gehe ich lieber nur in mein Verstand weil meine Gefühlen werden ja sowieso nicht gesehen und sind sowieso nie unbedingt relevant.
00:54:28: das was ich fühle.
00:54:28: Es sei denn es sind gut gefühle aber dann bitte auch nicht soviel.
00:54:32: Das ist glaube ich ein ganz großer Punkt unseren Körper gar nicht wirklich respektieren.
00:54:38: Und so wie du sagst, wir gehen dann halt in die Werkstatt, weil er mal Mucken macht und ansonsten halten uns lieber ... In den Publiken.
00:54:46: Ich weiß nicht viel Prozent der Kopf vom Körper ausmacht.
00:54:49: Zwarzig Prozent halten uns diesen zwanzig Prozent auf oder?
00:54:55: Ja, total ich bin da voll bei dir und ich würde sagen bei mir war das früher genauso.
00:54:59: also ich habe das nicht wahrgenommen.
00:55:01: und dabei ist mein Körper ein Körper der Leben kreieren kann, der ein neues Leben kreiern kann.
00:55:09: Und gerade der weibliche Körper, der auch monatlich einfach da immer wieder so einen Prozess durchläuft womit ich nicht jetzt den weiblichen Körper anders bewerten möchte als die männlichen.
00:55:20: also.
00:55:21: aber da ist ja einfach der Prozess ein anderer im Monat.
00:55:24: Aber allein dass wir Kinder gewähren können und das ja auch das männliche und weiblige Körper gemeinsam erschaffen können und wir das einfach gar nicht richtig wahrnehmen.
00:55:36: Ja, richtig.
00:55:37: Ganz verrückt?
00:55:38: Ganz genau!
00:55:39: Also ja... ist so das Normalste, dann ist es geboren und alle sagen, oh, es ist ein kleines Wunder.
00:55:46: Und ich sage, ja, es IST ein kleives Wunder.
00:55:48: also unser Körper ist zu so krassen Sachen in der Lage.
00:55:52: Auch in Gefahrensituationen, unseren ersten System wenn es eben in diese Reaktionen verfällt, immer wieder gleiche Reaktion will es uns schützen.
00:56:01: Das macht es ja nicht um uns zu ärgern Sondern es macht das, um uns zu schützen und da zu halten wo wir sind.
00:56:08: Und das ist okay.
00:56:10: Unsere Aufgabe ist im Prinzip den Verstand und den Körper gemeinsam zu nehmen.
00:56:17: Bei mir war das irgendwann mal so ein Punkt, wo ich festgestellt habe alle sagen immer Schalt den Verstand aus!
00:56:23: Dann hab' ich immer gedacht ah ok, ich halbschalte den Verständ aus Ich fühle ganz viel im Körper.
00:56:27: und dann irgendwann hab'e ich mal so gedacht hey ne dass is doch auch Morgs Ich kann auch jetzt nicht meinen Verstand ausschalten, weil der ist doch da.
00:56:36: Dann hab ich so gedacht ... wie krass!
00:56:39: Manchmal hab ich das Gefühl, wenn viele von dem Fühlen sprechen, dass der Kopf keine Rolle spielt.
00:56:45: Und dann denk ich so, nee, das stimmt ja nicht.
00:56:46: Ich kann Dinge in meinem Gesicht fühlen, in meiner Nase, in meinem Hirn.
00:56:51: In meinen Ohren und es ist alles mein Kopf.
00:56:55: Wir haben nur ein Körper.
00:56:57: Da drin ist Kopf und da ist Körper.
00:56:59: Aber wenn wir darüber sprechen, passiert häufig irgendwie Im Hals ist eine Linie und alles, was drüber ist, ist der Kopf.
00:57:06: Und als es drunter ist, das ist der Körper!
00:57:07: Ich denke so... Nein, wir sind der Körper.
00:57:11: Wir sind ein Ganzes und müssen beides mitnehmen.
00:57:14: Also auch unsere Logik und auch unsere Erfahrungen oder das, was wir zusammentragen können an Wissen darf sich natürlich mischen mit dem, was in unserer Gefühlswelt los ist.
00:57:24: Und daraus müssen wir irgendwann dann so einen Bild machen wo wir sagen okay das ist für mich stimmig Das fühlt sich für mich gut an.
00:57:31: Welche Rolle spielt bei unserem Nervensystem eigentlich der Vargus-Nerv?
00:57:36: Ich glaube, das kennen wenige Leute.
00:57:39: Es kommt immer mehr.
00:57:41: Aber welche Rolle spielt der Vargussnerv beim Bewussten bzw.
00:57:44: beim Unbewussten?
00:57:45: und vor allem vielleicht mal für die, die es noch nicht wissen ... Was hat's damit auf sich mit dem Vargusnerv?
00:57:50: Der Varguesnerv ist nicht wie wir uns ihn vorstellen einfach ein Nerv von A nach B geht sondern es ist ein Nervengepflicht was in unserem Körper vorhanden ist Und er liegt in unserem parasympathischen Nervensystem, nennt man das.
00:58:05: Also es gibt das Sympathische Nerven-System, dass ist das was eher für Aktivierung zuständig ist und das parasympathische Nervensystem ist eher für Beruhigung Entspannung Schlaf Mal chillen Zuständig und genau!
00:58:20: Das ist dieser Vagusnerv, das Parasympatische Nervensystem und darin haben wir zum Beispiel den mentalen Part, das ist so alles was mit.
00:58:29: Ich fühle mich sicher und entspannt.
00:58:32: Und ich kann gut im sozialen sein, also in sozialen Kontakten sein.
00:58:38: Es ist jetzt völlig entspannt, wenn wir hier miteinander sprechen, dann ist mein Vargus-Nerv gut so mehr sein soll.
00:58:47: Dann gibt es den Dorsalenzweig, nennt man das der Dorsale Vargus.
00:58:52: Der ist eher für diese Immobilisierung zuständig, tatsächlich für Schlaf für Entspannung, für Tiefenentspannung.
00:59:00: Und da ist halt die Herausforderung für uns einfach immer eine gute Balance zu finden in diesen Nervengeflechten und was da gerade los ist und was dafür eine Aktivierung oder nicht-Aktivierung stattfindet.
00:59:12: Das sympathische Nervensystem, das ich gerade erwähnt habe, dass es das was so für Aktivierungen da ist also einmal für diese Kampf- und Fluchtenergie, die wir ja manchmal haben sportliche Aktivitäten für Tanzen, für viel Freude.
00:59:28: Dann ist so der Sympathikus und wenn das Sympatikus aber in so eine Kampf- oder Fluchtenergie kommt dann hilft uns die Stimulierung des Vargusnerv auf der anderen Seite einfach aus dieser Energie wieder rauszufinden und wieder unsere innere Balance zu finden.
00:59:46: Und deswegen ist der halt einfach so ein großes Ding gerade.
00:59:49: Worüber auch wirklich super viele Menschen sprechen.
00:59:52: und es geht immer darum, ja nutze den Vargusnerv um dich besser zu entspannen.
00:59:56: Da ist er auf wirklich super viel dran!
00:59:57: Ja und da gibt's halt verschiedenste Übungen die man zum Beispiel machen kann um den Vargusnerv zu stimulieren und um mehr Ruhe ins System zu bringen also eine Ohrmassage
01:00:06: z.B.,
01:00:07: weil der hier oben ist unter anderem.
01:00:10: und wenn man eine Ohramassage durchführt dann ergibt konkrete Anleitungen, wie man das machen kann.
01:00:16: Dann ist es so, dass er sehr positiv auf den Vargusnerv wirkt und damit zu einer tieferen Entspannung führen kann und uns halt aus diesen Stressreaktionen mehr rausholen kann.
01:00:27: Und deswegen hat der eine große Bedeutung.
01:00:29: Zieht das sich eigentlich von Kopf bis Fuß?
01:00:31: Also ich hatte mal den Vargusnerv immer hinten im Nacken verortet wenn du jetzt sagst am Ohr.
01:00:36: Er startet oben in unserem Hirn und zieht sich dann nach unten und wird ein bisschen komplexer.
01:00:42: Ich versuch, das mal einfach zu erklären.
01:00:44: Also der umschlingt tatsächlich sehr viel und geht bis in die Bauchregion hinein.
01:00:48: Und legt sich dort halt auch um die Organe drum herum.
01:00:53: Alles was so sagt man mit dem aktuellen Stand der Forschung alles was für den paar zuständig ist, was so ein sozialem Kontaktsystem zu tun hat liegt zum Beispiel im Rahmen dort wo die Organee oberhalb des Zwerchfels liegen und alles was so mit dem Thema schlafen Totale Entspannung, Tiefenentspannung oder auch dann die Schutzreaktion des Nervensystems.
01:01:17: Der Todstellreflex und diese Erstarren.
01:01:20: Das liegt eher unterhalb des Zwergfelses.
01:01:23: Also er geht nicht ganz vom Kopf bis Fuß oder dieses Nervengeflecht aber es ist in sehr großen Teilen in unserem Körper verbreitet.
01:01:31: Ich hatte immer gedacht ich habe ihnen erreicht denen wenn ihr manchmal übel ist.
01:01:36: Und dann denke ich mir, okay ist mir jetzt übel weil ich was Falsches gegessen habe.
01:01:39: Dann gehe ich immer in diese Atmung vier Sekunden ein zwei Sekunden halten sieben Sekunden aus und das mache ich dann also nicht so vier fünf mal.
01:01:48: und wenn jetzt wirklich irgendwie ein Virus dahinter stecken würde würde ich mich nicht beruhigen können und Gott sei Dank das her hat es aber funktioniert.
01:01:56: Ist das dann der Vargussnerv den ich dazu sagen damit beruhige?
01:02:00: Ja
01:02:02: Also, der ist halt ein Teil dessen.
01:02:05: Unser nervigen System besteht ja aus so vielen anderen Nerven auch noch.
01:02:09: Es gibt eine Theorie, das ist die Polyvagal-Theorie, die stützt sich sehr auf diesen Vargusnerv und man muss aber eben aufsagen dass da noch viel Forschung stattfindet und wer weiß was man in den nächsten Jahren rausfinden wird?
01:02:21: Und man weiß auch noch viel mehr!
01:02:22: Das würde jetzt ein bisschen zu toll hier ins essenschaftliche Abdriften.
01:02:28: Also, wir springen mal wieder zurück zum Thema bewusst unbewusst und mal genauer hingucken.
01:02:33: Stichwort Prokrastination.
01:02:35: Das ist ja letztendlich auch etwas.
01:02:37: Wir schieben irgendetwas vor uns her Finden immer eine Ausrede Plötzlich ist man total müde oder hungrig Ist da auch das Unterbewusstsein mehr am Hebel und steuert uns?
01:02:49: Oder was ist da genau los?
01:02:50: Was hat's damit auf sich?
01:02:52: Ich würde sagen Ja!
01:02:54: Ich will mal kurz noch zu Anfang auf dieses Thema faul sein.
01:02:57: Also Prokrastination, dieses Wort gibt es ja noch.
01:03:00: Jedenfalls wurde das nicht so lange offiziell benannt und Früher hat man davon gesprochen, dass Kinder faul sind.
01:03:07: Und das ist ein Punkt wo ich denke, Faulheit gibt's eigentlich gar nicht richtig.
01:03:13: Wenn ja muss mir jemand erklären was genau faul bedeutet.
01:03:17: Denn wenn ich aufschiebe, prokrastiniere dann bin ich auch quasi faul.
01:03:23: Stelle ich mir vor, ich möchte die Studienarbeit schreiben Und ich mach's einfach nicht.
01:03:28: Ich hänge vor Netflix fest, in meiner Serie immer wieder und immer wieder... ...um abgesehen dass die Cliffhänger in der Serie meistens so gut sind,... ...dass man halt, also das ist so der äußere Part,... ...aber trotzdem hab' ich ja ein Verhalten was sich dort an den Tag lege und das hat halt sehr häufig mit meinem Nervensystem zu tun.
01:03:44: Das könnte man natürlich als Faul beschreiben von außen aber in meinen Augen gibt es dieses Faul sein nicht.
01:03:49: Es gibt immer einen Grund dafür warum das so ist.
01:03:52: So wie's für alles!
01:03:54: einen Grund gibt, also in meiner Betrachtungsweise und auch immer ein guten Grund.
01:03:59: Und dieses Aufschieben da kann man tatsächlich mal genauer hingucken okay was schiebe ich eigentlich auf?
01:04:07: Und da mal genau hinschauen warum schieb ich das eigentlich wirklich auf?
01:04:11: Also habe ich wirklich einfach nur keine Lust.
01:04:13: oder ist es vielleicht die Angst davor dass die Studienarbeit nicht gut genug ist Danach mein Studium zu Ende ist und ich hab Angst davor, was danach passiert.
01:04:21: Die Wut darüber, dass sich irgendwas nicht gut ausdrücken kann.
01:04:26: Was weiß ich?
01:04:26: Das können so viele Dinge sein!
01:04:28: Und das sind am Ende Dinge die sich in unserem Nervensystem niedergeschlagen haben.
01:04:33: irgendwann mal also diese Angst nicht gut genug zu sein zum Beispiel... ...und das sind diese Punkte die dann dazu führen ganz unbewusst in uns, dass wir es nicht machen Weil in uns dieses neuronale Muster oder das neuronale Netzwerk der Angst, nicht gut genug zu sein oder was falsch zu machen oder sonstiges dazu führen kann dass wir dann vermeiden überhaupt diese Situation zu kommen bewertet zu werden und dann schieben wir auf.
01:05:02: Und das ist jetzt ein Beispiel und eine Facette.
01:05:05: da kannst so viele andere Facetten geben.
01:05:07: also Aufschieberitis pro Krastination Ist ein richtig cooles Feld, wenn man merkt, dass man selber das hat.
01:05:13: Sich dann mit dem Nervensystem auseinanderzusetzen zu gucken, was sind hier für Dynamiken am Werk?
01:05:18: Wie reagiere ich eigentlich?
01:05:20: Warum reagier ich so?
01:05:21: Warum vermeide ich das jetzt und sich da wirklich richtig zu hinterfragen und im Körper zu spüren?
01:05:28: Was passiert da?
01:05:29: Was wird da aktiviert?
01:05:31: Da kann man richtig cool den Thema Prokrastination tatsächlich
01:05:36: entgegentreten.".
01:05:38: Mit einer monatlichen Buchhaltung.
01:05:42: Ich glaube aber auch, dass es einfach so ein paar Sachen gibt.
01:05:45: Mein Gott die macht man nicht gerne.
01:05:47: Tatsächlich ist bei mir also Umsatzsteuer vor Anmeldungen manchmal was womit ich prokrastiniere.
01:05:54: Weil das kann ich schnell machen.
01:05:58: Ist einfach mal etwas wo ich
01:05:59: abarbeiten kann.
01:06:00: Weißt du muss sich lange drüber nachdenken und nicht kreativ sein oder irgendwas?
01:06:02: Und dann denke ich manchmal wenn ich jetzt gerade im Programm aus arbeite Und ich bin irgendwie nicht in der Stimmung, ach Mensch umsatzsteuervollen Meldungen, Ende März steht die nicht gerade an.
01:06:13: Da mach' ich doch grade die, das geht schneller!
01:06:14: So und damit habe ich nicht das gemacht wo ich mein Fokus drauf gesetzt habe.
01:06:19: also das kann halt wie all diese Facetten haben ne?
01:06:21: Du sagst so oh Gott, ich procrastiniere das bis zum Schluss.
01:06:24: Ich benutze das um zu procrastinieren.
01:06:28: Kannst du das bei meinen Aufgaben vielleicht auch Buchhaltung machen?
01:06:33: So find', bin ich dann da vielleicht doch nicht.
01:06:35: Ich glaube, dass können Steuerberater besser
01:06:41: Ist es dann eigentlich beim ... Ich glaube, das Wort heißt prä-krastinieren.
01:06:45: Dann ebenfalls so?
01:06:47: Dass da auch irgendwelche unbewussten Dinge in uns werkeln?
01:06:52: Genau also Prä-Krastinationen, da geht's am Ende ja darum, Sachen nicht aufzuschieben sondern sofort zu erledigen und das kann natürlich letztlich voll die ähnlichen Gründe haben zum Beispiel die Angst davor Nicht schnell genug zu sein oder die Angst davor, was zu vergessen.
01:07:09: Es kann letztlich genau dieselben Dynamiken haben also dass da irgendwelche Muster drunter liegen, die uns dazu führen Dinge, die wir eigentlich gerade machen wollten und die uns wichtig waren wegzudrücken Und dafür aber das sofort zu erledigen, was jetzt hier gerade ansteht.
01:07:27: Ja eigentlich ist es ähnliches, es ist halt das Gegenteil.
01:07:30: Das eine ist in die Einrichtung ich schiebe Dinge auf Und wahrscheinlich greifen Prokrastinationen und Präkrastinationen einfach auch häufig ineinander.
01:07:37: Denn mit Prä-Krastination kann ich ja prokrastineeren, indem ich Dinge sofort erledigen will und etwas sofort machen möchte.
01:07:45: Also sagen wir mal, ich möchte heute mein Call für nächste Woche fürs Gruppenprogramm vorbereiten.
01:07:51: Jetzt rufst du mich an?
01:07:53: Ich hab dein Geldprojekt!
01:07:55: Lass uns mal das und das machen... ...und ich denke mir so ohja cool!
01:07:59: Das mit dem Call naja hatte ich gerade noch nicht Musse zu.
01:08:02: Also verschiebe ich meinen Gruppenprogramm, also ich verschieb mich das Gruppen-Programm aber ich verschrieb die Aufgabe und erlege dir damit sofort Dinge, die du mir so reinschmeißt in dem Fall dann.
01:08:13: Obwohl du von mir wahrscheinlich gar nicht erwartet hast dass ich das sofort mache.
01:08:17: Aber es ist für mich dann so ein Ah ja okay cool!
01:08:20: Und da kann sich das halt einfach glaube auch sehr stark vermischen.
01:08:24: diese beiden Formen und Die sind dann in dem fall eigentlich gar nicht mehr trennbar voneinander Weil das eine wird aufgeschoben, weil ich das andere sofort mache.
01:08:35: Und es passiert uns vielleicht auch im Alltag manchmal.
01:08:38: Man hat ja so dieses ... keine Ahnung, ich will nur das Glas Wasser neben die Spüle stellen und eigentlich wollte ich grad mit meinem Kind spielen!
01:08:45: Ja aber dann räumt erst mal ein Geschirrspüler aus?
01:08:47: Genau!
01:08:47: Dann sehe ich aber die Spühle voll mit Sachen und da muss die erstmal sauber gemacht werden.
01:08:52: Und das spricht jetzt nicht dafür, dass ich sagen würde es ist ein wirklich sehr reguliertes Nervensystem in dem Moment.
01:08:58: Weil wir einfach nicht mehr den Fokus haben auf das was uns eigentlich gerade wichtig ist sondern der Fokus verschwimmt viel zu schnell und geht viel zu schnelle woanders hin.
01:09:07: und dann landen wir in dieser Spüle oder einer Spielmaschine und dann ist die plötzlich wichtiger und eigentlich war uns etwas anderes wichtiger.
01:09:15: und später stellen wir fest so Mist!
01:09:17: Eigentlich habe ich mein Kind versprochen Ich wollte mit ihm spielen.
01:09:20: Jetzt sind Antwortzeiten
01:09:21: Blöd.
01:09:21: Aber vielleicht wollte ich aber eilig gesagt auch gar nicht mit meinem Kind wieder zum tausendsten Mal Puppen spielen.
01:09:26: Exakt, das kann der Fall sein und es kann alles sein!
01:09:29: Deswegen gibt's auch nicht die eine Lösung dafür und deswegen ist es halt auch nicht.
01:09:33: Ich gehe irgendwo hin und einer sagt mir so ist es sondern Es liegt in meiner Verantwortung In meiner ganz alleine herauszufinden Was ist in mir los?
01:09:43: Und was ist das da gerade, ist es mir grade wichtig oder vermeidig, indem ich die Spüle sauber zu machen zum hundertsten Mal Puppe zu spielen mit meiner Tochter.
01:09:53: Also ... Das ist so individuell.
01:09:55: Deswegen ist es halt auch ein Prozess.
01:09:56: Es ist nichts von heute auf morgen und wenn man damit mal angefangen hat... Ich glaube nicht dass es dann irgendwann mein Ende gibt weil's immer wieder Situationen gibt, die einen neuen herausfordern und auch neue Sachen zutage fördern.
01:10:09: Wenn jetzt die Hörerinnen und Hörern sagen, okay ich will da jetzt mal dran arbeiten.
01:10:15: Ich möchte mich mal darauf fokussieren, mal wieder so eine Verbindung herzustellen zwischen meinem Körper und zwischen meinem Verstand sicherlich auch die einen oder anderen Kreisläufe die immer wieder entstehen mal zu durchbrechen.
01:10:27: hast du das so zwei drei Übungen?
01:10:30: Oder Tipps wo du sagst ok damit könnt ihr mal anfangen und mal reinhorchen
01:10:34: also was für den Alltag noch richtig coole Sache ist und einfach sich im Raum zu orientieren.
01:10:42: Also ich habe ja vorhin gesagt, dass unser Nervensystem darauf aus ist das es Sicherheit hat und dafür ist es wichtig, dass es weiß, dass in Sicherheit ist.
01:10:50: Und sagen wir mal, wir sitzen dann abends am Abend pro Tisch und ich merke so um die Stimmung wird doller und ich bin selber kurz vorm Explodieren.
01:10:59: wenn man's da noch schafft muss wahrscheinlich ein bisschen früher
01:11:01: sein.
01:11:02: also ich dann einfach mal im Raum zur Orientierung.
01:11:03: Das ist eine Sache die kann man relativ unauffällig machen Also auch im Bewerbungsgespräch zum Beispiel, wenn man am Anfang aufgeregt ist.
01:11:10: Dann dieses Aufregen führt ja dazu, dass ich keine Verbindung mehr zu mir selbst habe, dass sich nicht geerdet bin in mir und nicht mehr mit mir bin sondern ich bin irgendwo flatterig und im Außen.
01:11:21: Und was wird der wohl sagen?
01:11:23: Oder was werden meine Kinder jetzt gleich hier tun am ersten Tisch?
01:11:26: Was wird gleich passieren?
01:11:27: Sich dann einfach im Raum zu orientieren und dabei tatsächlich den Kopf zu drehen also den Kopf mitzubewegen.
01:11:34: Man kann das ganz langsam machen, man kann es ein bisschen schneller machen.
01:11:36: Ich würde empfehlen es nicht zu schnell zu machen und während man das tut die Gegenstände zu benennen wie man sieht.
01:11:44: Und dabei auch wichtig einfach wirklich in alle Richtungen also auch nach hinten über die Schulter zu gucken weil damit signalisiere ich erstmal meinem Körpersystem beim Nervensystem dass es sicher ist.
01:11:55: hier Also der Sebelzeitiger steht nicht gleich um die Ecke.
01:11:58: Das ja so dieses Bild was wir mal heranziehen.
01:12:01: Es ist keine Lebensgefahr Aber unser System ist halt aus auf Uh-Oh, Gefahr.
01:12:06: Gefahr!
01:12:07: Nötnötnüt.
01:12:08: und wenn ich mich orientiere und merke ah okay... Ich bin hier eigentlich gerade sicher mir kann mein Leben nicht genommen werden.
01:12:16: Es gibt Situationen.
01:12:17: natürlich da habe ich Lebensgefahr Und dann ist das auch gut dass unser System so reagiert.
01:12:21: aber Das ist eine Übung die kann ich nutzen.
01:12:24: oder ich zähle alle roten Gegenstände in meinem Raum Oder alle geraden Linien Alle horizontalen Linien Das sind so Sachen, weil dann guckt man halt auch genauer.
01:12:36: Ah ok wo sind denn jetzt horizontale Linien?
01:12:38: Dann komme ich nämlich auch zu den Fußleisten zum Beispiel und damit geht mein Kopf automatisch nach unten und meinen Nervensystem kriegt halt diese Information.
01:12:46: ah ok es ist in alle Richtungen eine Sicherheit gegeben Und das kann man im übrigen auch super gut mit Kindern machen.
01:12:54: gerade so dieses wenn wir merken dass sie so aufgeregt sind mit ihnen einfach spielerisch so eine Übung zu machen und zu sagen los kommen wir zählen jetzt mal alle blauen Sachen hier im Raum oder alle roten Wir zählen die auf.
01:13:05: Wir gucken, ah Luftballon, Fenster vorhangen was weiß ich wir können das auch laut für uns her sagen und es ist noch ein bisschen mehr.
01:13:14: Das kann man auch mit Kindern sehr gut machen.
01:13:16: Genau also das ist so eine Sache.
01:13:18: Und dann weil ich gerade das Bewerbungsgespräch angesprochen habe Auch da kann man das machen.
01:13:22: Man kommt in den Raum hinein und orientiert sich so leicht im Raum und sieht erst mal okay da ist der Stuhl Da setze ich mich gleich hin Da ist der PC, da ist der Tisch.
01:13:33: Das kann helfen das System zu beruhigen.
01:13:36: Wenn das System natürlich so krass aktiviert ist dann ist es schwierig.
01:13:42: Also muss man immer gucken aber es ist was was man auch in guten Zuständen voll gut üben kann.
01:13:48: also mir geht's grad gut und dann denkst du ah jetzt übe ich dass!
01:13:51: Das ist wichtig tatsächlich das zu machen weil nicht immer nur auf die stressige Situation zu warten.
01:13:56: und dann kommt der Ratschlag ja zähl doch mal bis C oder atme tief durch.
01:14:01: Ja Was ich nicht in einem entspannten Zustand hinbekomme, das kriege ich auch dann in der Straßreaktion nicht einfach so hin.
01:14:08: Deswegen ist es wichtig, dass auch im guten Zustand tatsächlich zu üben, sodass wir das im Gefahrensituation abrufen können.
01:14:14: Das unser System ist überhaupt erst mal kennend und auf dieses Bewerbungsgespräch... Also mir ging das früher immer so wenn ich zum Bewerbsgesprich war, war ich immer sehr hibbelig und konnte kaum auf dem Stuhl richtig sitzen.
01:14:26: Und heute würde ich ganz bewusst meine Füße richtig auf den Boden stellen Und wirklich spüren, ich habe eine Verbindung zum Boden und auch tatsächlich spülen wie ich auf diesem Stuhl sitze.
01:14:39: Also dass mein Po auf der Sitzfläche des Stuhls aufliegt und richtig diese Schwerkraft spült also sich da gehalten bin.
01:14:46: Das kann meinem System einfach auch helfen hier wieder Sicherheit ein System zu bekommen und da entspannter zu werden.
01:14:53: Generell das Thema Schwerkraftspülen ist ein richtig cooles Ding.
01:14:57: Auch abends man liegt im Bett dann Ja, häufig einfach so entspannt.
01:15:02: Und dann mal wirklich zu spüren wie man da liegt und ... Dann merkt man nämlich auch häufig, okay ich liege da noch gar nicht richtig.
01:15:11: Da ist noch das angespannt oder das angespannend.
01:15:14: Also Autogenes Training ist ja da sehr intensiv dabei.
01:15:17: Aber einfach nur mal diesen Impuls zu haben, ach ich spür jetzt mal die Schwerkraft!
01:15:21: Weil die wirkt immer auf uns.
01:15:23: Und dir aber wirklich wahrzunehmen zu spühlen kann schon mega hilfreich sein.
01:15:28: Aber wie gesagt, gut ist es die Dinge zu üben wenn's mir gut geht um sie dann in den stressigen Situationen auch wirklich abrufen zu können.
01:15:35: Heißt natürlich nicht dass man das nicht in Stresssituationen auch üben kann.
01:15:38: aber dann funktioniert vielleicht nicht immer gleich und dann ist man so ach das bringt ja alles nichts.
01:15:44: Und eine Sache noch, man merkt häufig dann auch wenn man zum Beispiel dieses Orientieren oder auch die Schwerkraftübung, man Merkt dann häufig durch Kleinigkeiten im Körper, dass das jetzt gerade was macht.
01:15:55: Also wenn wir jetzt mal die Orientierungsübung machen würden, bei mir kommt dann häufig auf dass ich nach ein zwei Minuten anfange zu gähnen.
01:16:03: Und das ist für mich ein Zeichen wo ich merke okay da entspannt sich mein System oder ich säufze oder ich habe den Impuls mich zu strecken und zu recken.
01:16:13: Das sind die Momente wo ich dann merke ah ok jetzt wird es leiser im System und entspannter so dass man halt auch einen Anzeichen dafür hat wo man merken kann dass das gerade hilfreich war.
01:16:24: Frage zum Schluss.
01:16:26: Wir haben ja jetzt viel über ... Emotionen und Fühle gesprochen, die wir ... Und Signale des Körpers, die wie häufig ignorieren?
01:16:35: Und darüber hinwegtrampeln.
01:16:37: aber das ist eigentlich ... Essenzielles und wenn wir gesund und entspannt leben wollen auch eigentlich unverzichtbar ist genauer hinzugucken und einfach auch mal zu ergründen warum das so ist.
01:16:50: Es werden immer wieder Stimmen lauten Da zerdenke ich ja alles und da zerrede ich ja alle.
01:16:55: Bin ich denn, wenn ich hinter jedes Nervenzucken, du hattest vorhin den kleinen Pikser unterm Arm gesagt?
01:17:03: Oder was ist das, die Nase kribbelt oder der große C fängt an zur Jucken?
01:17:07: keine Ahnung.
01:17:08: Wenn ich auf jedes dieser Signale höre werde ich dann nicht zur Mimose?
01:17:13: pack' ich mich da nicht in Watte und da ganz kritisch zu fragen.
01:17:17: Damit habe ich jetzt nicht gerechnet!
01:17:18: Ja An dieser Stelle möchte ich sagen, das ist nicht meine Meinung.
01:17:24: Aber ich weiß genau, dass es genau solche kritischen Stimmen gibt.
01:17:27: Früher war ich genauso.
01:17:29: Genau das waren meine Aussagen.
01:17:32: Ich sehe das heute anders und erlebe es anders.
01:17:33: Ich merke, wie ich mich anders fühle aber ich stelle ja auch die Fragen, die sich vielleicht der eine oder andere Hörer stellt.
01:17:42: Das war auch direkt mein Gedanke, dass du das nicht so sagen würdest jetzt?
01:17:47: Würdest du von dir selber sagen, dass jetzt wo du mehr fühlst im Gegensatz zu früher, wo das anders gesehen hast?
01:17:51: Du eine Mimose bist.
01:17:53: Überhaupt nicht!
01:17:54: Ich fühle mich sehr viel gestärkter.
01:17:57: Mhm.
01:17:58: Ich gehe viel achtsamer mit meinem Mit-Engine um ... mit meinen Kindern.
01:18:04: Bin da auch sehr stolz darauf, dass ich Situation anders löse mittlerweile und ich merke bei mir kommt halt so eine Energie.
01:18:11: So ne ganz tolle Energie in mir hoch, wo ich merken, ich strahle... Ich bin da auch stolz darauf, dass ich mittlerweile mehr auf mich höre.
01:18:20: Da hast du doch schon die Antwort, oder?
01:18:23: Was wollen wir denn mehr als strahlen?
01:18:26: Also es gibt's bestimmt immer wieder und es werden uns immer wieder Menschen begegnen, die weniger fühlen usw.
01:18:32: Und ich hab manchmal auch ... Ich hatte das gerade vor drei Wochen oder so.
01:18:37: Hatt ich's im Moment von so, geh mir mit dem Körper wirklich will nicht mehr fühlen!
01:18:43: Und dann habe ich gemerkt, wie mich das beschäftigt hat.
01:18:45: Weil ich weiß, wie wichtig es ist und weil ich weiß wie oft es mir hilft aber auch da einfach zu gucken dass man da nicht ins andere
01:18:55: extrem rutscht
01:18:56: Ist schon wichtig.
01:18:57: Also ich hinterfrage jetzt nicht jeden tag vierundzwanzig stunden alles was in meinem lebengrad passiert mit einem körpergefühl Na?
01:19:05: Das schaffe ich jetzt zeitlich wahrscheinlich auch nicht!
01:19:07: Und...das würde uns auch tatsächlich glaube ich wieder auf einer anderen Weise ziemlich care machen Und dann dazu führen ... wahrscheinlich wieder zu einer anderen Reaktion im Nervensystem, dass so Gott ich muss aber.
01:19:20: Ich muss fühlen und das klingt ja schon wieder nicht gesund.
01:19:24: Deswegen darf halt eine Balance sein und es dürfen auch einfach mal Sachen passieren die einfach cool sind weil sie cool sind.
01:19:31: und Es darf auch passieren, dass wir mit unseren Kindern meckern und schämpfen.
01:19:35: also Wir sind Menschen mit menschlichen Körpern und das sind menschliche Reaktionen.
01:19:41: Und es wäre jetzt fatal zu glauben, dass nur weil wir anfangen zu fühlen plötzlich alles Perfekt ist.
01:19:47: und wer sind wir denn dann?
01:19:49: Wie sind wir den dann wenn wir perfekt sind.
01:19:51: Also deswegen... Es darf eine gute Balance auch da an der Stelle sein.
01:19:55: das ist wie immer irgendwie nicht so viel und nicht so wenig aber halt ein Bewusstsein zu schaffen weg von ah du mit deinem Gefühlskram hinzu.
01:20:06: ich kann ja mal hingucken was könnte denn das sein?
01:20:09: und damit einfach diese Handlungsfähigkeit zu erlangen, die du gerade im Prinzip selbst beschrieben hast in deiner Schilderung von dir selber.
01:20:16: Dass du einfach wieder mehr Energie hast, dass du strahlst, das du stolz bist... Und nichtsdestotrotz!
01:20:23: Und dann kannst du nämlich auch die Momente, in denen das mal nicht so ist, mir da viel besser halten und für dich auch viel besser einsortieren.
01:20:31: Denn wenn wir einmal an diesem Strudel sind – ich nehme nochmal das Mecca-und-Schimpf Beispiel Wir meckern und schimpfen uns passiert.
01:20:38: Danach haben wir Schuldgefühle und werden uns selber ab, weil... ...wir haben es wieder nicht richtig hinbekommen.
01:20:44: Daraus kann ich keine Energie schöpfen aus der Sache!
01:20:47: Und das führt dazu dass der nächste Punkt den mein Kind macht wieder zum Meckern- und Schimpfen.
01:20:53: Also es geht dann immer schneller und diese Spirale dreht sich immer weiter und weiter.
01:20:57: aber mit dem, dass wir ein Bewusstsein haben können wir viel öfter aus der Sache aussteigen oder gar nicht erst in diese Spirale einsteigen, heißt aber nicht dass es uns nicht trotzdem manchmal passiert weil einfach zu viel Grad ist.
01:21:09: Aber dann wissen wir mit unserem Bewusstsein hey ich hab die Möglichkeit anders zu handeln Ich habe die Möglichkeit, Lösungen zu finden, die mir gut tun und wieder auf einen anderen Level zu kommen.
01:21:20: Aber dazu kann halt auch einfach was Unbeschwertes gehören wo ich nicht immer so hinterfragen muss wie habe ich mich jetzt dabei gefühlt?
01:21:29: Aber das Gefühl kann halt überall sein.
01:21:31: Der Piekser unter dem Arm, kann manchmal genau das sein was gerade der Hinweis ist.
01:21:37: und ich glaube wir haben auch gar nicht die Kapazität alles zu spüren was in unserem Körper los ist.
01:21:41: es so viel wenn man mal anfängt zu spühlen dann stellt man fest was da alles so los ist.
01:21:47: das würde man gar nicht schaffen.
01:21:48: also zumindest als Eltern hat man diese Zeit nicht unbedingt.
01:21:51: Ich glaube die hätte kein Problem mit dieser Milch.
01:21:54: Also mein Fazit ist unser Körper ist mehr als nur Ein Transportmittel unseres Kopfes.
01:22:02: Oder das auf jeden Fall!
01:22:04: Also definitiv bei Learning, ich mache weiter damit zu gucken wenn mich irgendwas stört, zwickt Ich wieder mal über meine Kräfte hinaus gehe und irgendwann wird das sicherlich schneller funktionieren.
01:22:15: Und vor allem und den Ratschlag gebe ich allen Den Tipp, sehr lieb mit euch Wenn ihr es mal nicht gepackt habt und es wieder den Stress in der Familie gibt Ja,
01:22:26: shit happens
01:22:28: Konflikte gehören dazu.
01:22:29: Mein
01:22:30: Sanft mit euch, weil Selbstverurteilung und noch einen draufgeben sich selbst bringt einfach nichts führt nur dazu weniger Energie zu haben Und dann wieder in irgendwas einzusteigen und dann
01:22:41: so
01:22:42: ein Strudel zu
01:22:42: kommen ganz genau
01:22:44: Aber trotzdem genauer hinzugucken
01:22:47: Genau hingucken lieb sein.
01:22:48: und jetzt wünsche ich dir alles Gute bis zum nächsten Mal.
01:22:50: Danke dass du da warst das ja.
01:22:52: Ich danke dir Marike.
01:22:53: vielen Dank fürs Gespräch hat mir richtig viel Spaß
01:22:54: gemacht.
01:22:55: Das wollten wir sehr.
01:22:56: Bis zum nächsten Mal, tschüss!
01:23:01: Das war und jetzt der Podcast mit Marieke Katschmareth.
01:23:05: Schön, dass du dabei bist.
01:23:06: Wenn du auch die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest dann abonniere meinen Podcast und jetzt und aktiviere die Glocke.
01:23:12: so bleibst du definitiv auf dem Laufenden.
01:23:14: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetztpunkte.de.
01:23:18: Dort kannst Du Dich auch an meine Newsletter eintragen und erhält regelmäßig spannende News & behind the scene Einblicke zu Podcasten.
01:23:25: Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu und jetzt
01:23:27: hast,
01:23:27: dann kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an halloedtundjetzt.de.
01:23:33: Und jetzt bis bald!
01:23:34: Deine Marika.
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