Aufwachsen ohne Gefühle: Wege raus aus der emotionalen Kälte | #Persönlichkeitsentwicklung 💛
Shownotes
INSPIRATION | In dieser sehr emotionalen Folge spreche ich mit Voice Profiler Jan Michalsky, der in einem Elternhaus aufgewachsen ist, in dem Gefühle keinen Platz hatten. Sein Vater war emotional distanziert und vermittelte ihm das Bild, dass Jungen keine Schwäche zeigen dürfen. Dieses Muster prägte Jans Leben bis ins Studium und sein Körper reagierte mit entsprechenden deutlichen Warnsignalen. Es ist eine der berührendsten Folgen, die ich bisher aufgezeichnet habe. Sie ist besonders für Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, in einer Kindheit aufzuwachsen, in der Gefühle-zeigen verpönt war und die sich jetzt auf den Weg machen, ihre Gefühle zuzulassen und sich selbst wieder zu spüren. Hör rein und erfahre, wie Jan es geschafft hat, sich von diesen alten Mustern zu lösen und den Kontakt zu sich selbst zu finden. UND JETZT viel Spaß beim Hören! Deine Mareike PS: Wenn du selbst ein Herzensthema aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung hast, an dem du erfolgreich gearbeitet hast oder noch immer mitten drin steckst und möchtest, dass andere Menschen daran teilhaben, dann melde dich gerne bei mir unter mareike@digitalkompakt.de. Ich freue mich, von dir zu hören. Du erfährst... …wie prägend ein Elternhaus sein kann, in dem Gefühle keinen Platz haben, und welche Auswirkungen das auf die emotionale Entwicklung hat. …warum das Bild „Jungen dürfen keine Schwäche zeigen“ zu inneren Blockaden führen kann und welche Folgen das für das spätere Leben hat. …welche Warnsignale der Körper sendet, wenn emotionale Unterdrückung zu viel wird – und warum es wichtig ist, auf sie zu hören. …wie Jan es geschafft hat, sich von alten Mustern zu lösen und wieder in Kontakt mit seinen eigenen Gefühlen zu kommen. …warum es sich lohnt, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen, um mehr innere Freiheit und emotionale Verbundenheit zu finden. "und jetzt?" ist der Podcast für Menschen, die sich immer darum bemüht haben, nach den Regeln zu spielen. Die ihr Leben lang versucht haben, überall erfolgreich zu sein. Die aber irgendwann an einem Punkt angekommen sind, an dem sie das Gefühl haben, festzustecken. Nicht dort zu sein, wo sie sein wollen. Geht es dir auch so? Dann lass uns gemeinsam ein Experiment wagen: Ich nehme dich mit auf meine Selbstfindungsreise, während der ich mich all der lange gepflegten negativen Glaubenssätze annehme. Ich möchte zeigen, dass dieses Gefühl mehr im Leben zu wollen, aber nicht von der Stelle zu kommen, keine Seltenheit und gleichzeitig heilbar ist. Ich bin Mareike und frage mich: und jetzt? __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Mareike Kaczmarek, Podcast Host UND JETZT? 👤 Jan Michalsky, Voice Profiler für Empathie und Charisma __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:06:59) Emotionen in der Kindheit und was von Männern erwartet wird (00:17:31) Wenn sich Selbstwert durch Leistung definiert (00:26:23) Der Umgang mit Emotionen in der Familie (00:29:43) Braucht ein Geisteswissenschaftler Zugang zu seinen Emotionen? (00:35:32) Wie zeigen sich unterdrückte Gefühle? (00:45:37) Wenn Gefühle durch Leistung unterdrückt werden (00:49:16) Wie reagiert das Umfeld auf Veränderungen im Umgang mit Gefühlen? (01:00:13) Angst vor Veränderung: Wer werde ich nach der Therapie sein? (01:08:15) Theorie und Praxis: Aus der Therapie in die Anwendung __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 Abonniere „UND JETZT?“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse mir bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Ich strebe die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:01: Und jetzt der Podcast mit Mareke Katschmarek.
00:00:16: Ich würde sagen vor sechs, sieben Jahren hätte ich nicht verstanden was dieser Podcast soll.
00:00:21: Genau mit diesen Themen so und dass sich hier sitzt ist halt ein Zeugnis von dieser Entwicklung die ich da auch irgendwie gezeigt habe weil ich sage so Jetzt verstehe ich komplett das was super wichtig ist dass wir über diese Themen reden.
00:00:32: und vor sieben oder sechs Jahre hätte ich gesagt ja bisschen über Gefühle reden Und der erste Satz aus meiner ersten Therapie war tatsächlich eben, sie fühlen sich gar nicht richtig.
00:00:45: Dann hab ich halt gesagt ja aber wie denn auch?
00:00:49: Ich habe ja überhaupt keine Zeit!
00:00:50: Also ich arbeite die ganze Zeit.
00:00:52: wann soll ich mich dann fühlen?
00:00:53: also ich arbeitte zu viel um mich zu fühlen.
00:00:55: und dann sagte er so ne es ist andersrum Sie arbeiten soviel um sich nicht zu fühlten.
00:01:00: Also sie versuchen diese Emotionen aus dem Weg zu gehen und deswegen machen sie sich durch ihre Arbeit kaputt.
00:01:13: Heute begrüße ich den lieben Jan Michalski bei mir im Podcast.
00:01:16: Und wenn ich so deine Biografie, deine Kurzbiographie durchlese auf deiner Website, rutsche ich eben Stuhl immer weiter runter weil es liest sich so krass... Ich lese das mal kurz vor!
00:01:29: Doktor Tite in Experimentella phonetik, zehn Jahre plus in Forschung zu Stimme und Sprache.
00:01:35: Fünf Jahre Erfahrung als Stimmung-Kommunikationstrainer.
00:01:38: Zehn Jahre plus Erfahrungen der universitären Lehre, Masterstudium Germanistische Linguistik inklusive Pragmatik.
00:01:44: Zweiter dann Giojitsu Qualifikation als Lehrer an Grundhauptrealschule direkt nach Queren einsteigen.
00:01:49: Und ich habe natürlich noch weitergestürbert auf deiner Website.
00:01:53: Du hast auch einen Master, oder steht das mit drauf?
00:01:56: Ah nee doch.
00:01:57: Das ist der Master Germanistische Linguistik!
00:01:58: Also es is... Verrückt.
00:02:03: Kließt sich das so hoch.
00:02:04: Also wießt dich
00:02:05: beeindruckend.
00:02:06: und tatsächlich wurde ich entticken kleiner als ich auf deiner Website über dich sozusagen recherchiert habe.
00:02:11: Ich mir dachte was für eine beeindruckende Laufbandup-Retz hinter dir hasst.
00:02:15: Und ich meine du bist Baujahr ... ?
00:02:23: Verrückt.
00:02:24: Ja, schön, dass du da bist!
00:02:25: Ich freue mich total.
00:02:27: Danke für die Einlage.
00:02:29: Ich freu mich auch sehr hier zu sein.
00:02:30: Erzähl Jan.
00:02:31: also ich habe mir jetzt schon ungefähr so gesagt was Du machst?
00:02:33: Also eigentlich können wir an dieser Stelle das Ganze abbrechen und können ja dann weiter fortfahren mit dem was wir eigentlich heute bequatschen wurden aber vielleicht in kurzen Worten für dich, für die ich zu schnell gesprochen habe.
00:02:42: wer bist Du und was machst Du?
00:02:44: Ja, Jan Michalski.
00:02:45: Siebenunddreißig jetzt gerade man stellt es natürlich schön nochmal in der Liste dafür.
00:02:50: Aber diese eine Werdegang den.
00:02:52: ich hab angefangen, Germanistik und Biologie auf Lärm zu studieren.
00:02:56: Und dann aber mich erst mal gegen das Lärmt entschieden und dann den Fachmaster Germanistick gemacht.
00:03:01: Hab direkt im Anschluss eben in Germanistika auch promoviert und damit Spezialisierungen und Experimentalaphronetik.
00:03:07: Das Ganze ging relativ straight durch also wirklich aus der Schule rein Studium in der Regelzeit, Direkt Promotion in der Regelzeit.
00:03:15: deswegen ist es alles halt sehr dicht und schnell hintereinander gewesen.
00:03:19: Ja und danach eben in die Forschung eingestiegen, in die Lehre eingestigen Und da lange an der Uni gearbeitet, Forschungsprojekte gemacht.
00:03:26: Viel Zeit in die Lehre investiert auch viel Herzblut in die Leere investiert.
00:03:32: und dann zwei siebzehn auch gesagt Die ganze Experimental von Ethik.
00:03:36: also wir haben zu Charisma geforscht und zur Empathie und hab' denn mit einem befreundeten Professor haben wir gesagt Wir bringen das auf eine Selbstständigkeit ins Coaching-Führungskräfteentwicklung und so und habe dann eben parallel zur akademischen Karriere die Selbständigkeit aufgebaut.
00:03:51: Ja und zwei zwanzig war denn der Punkt, wo ich gemerkt hab dieses ganze akademische Umfeld.
00:03:55: Und das hängt ganz stark eben auch mit den Sachen zusammen über die wir gleich vermutlich noch sprechen werden.
00:04:00: Das ist mir alles zu viel Ellenbogen Zu viel Hauen und Stechen und habe überlegt wohl ich meine Leidenschaft?
00:04:06: Wo kann Ich hin?
00:04:07: und habe dann gesagt Geh ins Lehramt und habe den direkten Quereinstieg gemacht war drei Jahre an einer Regelschule an der Realschule habt auch meine Qualifikation gemacht Und bin jetzt aber in die Erwachsenenbildung.
00:04:18: Also ich bin an der Berufsfachschule für Pflegekräfte, Unterrichte da Kommunikation und Wert und Norm-Ethik.
00:04:25: Das ist gerade was ich ja bei einen Teilzeit mache und die restlichen fünfzig Prozent bin ich eben weiter mit der Selbstständigkeit beschäftigt... ...und ganz viel auch noch mit Kreativitäten meiner Schriftstelle rein.
00:04:36: So also...
00:04:38: In a nutshell!
00:04:39: Und ihr sagt mir bitte nicht dass das nicht beeindruckend ist?
00:04:41: Manchmal ist es ja so, dass man selber gar nicht merkt was man eigentlich krasses geleistet hat und ja, bereits erlebt hat.
00:04:48: Aber bei dir ist das ja beeindruckend!
00:04:52: Also muss ich tatsächlich so dieser kleinen Stimme jetzt auch wieder Raum geben, die ja quasi dafür verantwortlich war, dass das alles überhaupt so funktioniert hat?
00:04:59: Die dann sagt so Ja aber es ist halt echt nur ein Doktor in Linguistik also...
00:05:04: Wenn's nur eine Doktor wäre, dann hätten den ganz viele
00:05:08: Also... Ja, aber das ist halt immer das wo dieses nicht genug und eigentlich es ist nichts Besonderes.
00:05:14: Ich habe inzwischen gelernt zu sagen ja doch da steckt eine ganze Menge Leben in diesem Leben drin.
00:05:19: Aber es ist immer noch schwierig darauf zu gucken und zu sagen so ja beeindruckender Lebenslauf weil ich dann eben auch gucke was haben andere geleistet?
00:05:24: Da kann ich nie mithalten!
00:05:27: Okay also dein innerer Kritiker ist ein stetiger Begleiter.
00:05:30: sehr schön sehr schön.
00:05:31: Ich hab das ja in meiner Folge damals im inneren Kritik auch gesagt.
00:05:34: ich glaub den habe ich erfunden Auch eine Stimme, die sehr nervt.
00:05:39: Das Interessante ist ja eigentlich als wir unser Vorgespräch hatten wollte ich ja eigentlich mit dir über das Thema Charisma sprechen, charismarische Stimme und charismardisches Auftreten Und was ihr sozusagen geforscht habt und letztendlich dann in eurem Unternehmen sozusagen machten und die Onlinekurse
00:05:55: usw.
00:05:56: Aber schon während des Gesprächs fand ich das total spannend eigentlich so deinem Background zu hören und es haben sich so viele schöne spannende Themen mit dir aufgetan.
00:06:05: Und wenn man jetzt mal betrachtet, was du für eine Biografie hast und was du alles krasses geleistet hast.
00:06:10: Sind wir ja bei dem Wort Leistung?
00:06:13: Und dass da natürlich auch viel Disziplin und ... Ja, auch ein gewisser Antrieb dahinter stecken muss!
00:06:20: Wir sprechen heute über das Thema Leistungsdruck.
00:06:24: Und letztendlich, was das für dich bedeutet hat nämlich auch diese Frage oder die sich vielleicht gar nicht gestellt hatte zu dem Zeitpunkt Ist es das, was mich glücklich macht?
00:06:34: Fühl ich mich damit gut.
00:06:35: Ist ist das, dass ich wirklich
00:06:36: will?".
00:06:38: Ja und dann plötzlich aber bei dir sozusagen dieser Wendepunkt kam oder vielleicht nicht plötzlich, das kannst du ja nachher nochmal in Ruhe erklären soweit du möchtest.
00:06:45: Du gemerkt hast.
00:06:46: okay wenn das weg ist wo ich denke, dass is' das ist, was ich will... Was will ich denn eigentlich dann?
00:06:51: Und da find's ganz cool, dass sich dir diese Frage und jetzt gestellt hat!
00:06:55: Das ist echt unerwogen!
00:06:59: Sag mal, um da mal einzusteigen.
00:07:01: Wie bist du denn eigentlich aufgewachsen?
00:07:03: in was für einem Umfeld?
00:07:06: Also tatsächlich würde ich sagen bezeichnet man das als gut bürgerliche Familie.
00:07:12: also ich hatte zwei Brüder mein Vater war Berufsoldat und meine Mutter war die meiste Zeit ihres Lebens Hausfrau und Mutter.
00:07:22: Also, da war relativ früh.
00:07:24: War klar sie bleibt zu Hause und übernimmt den Haushalt und kümmert sich um die Kinder Und der Vater geht arbeiten und das halt auch voll drauf.
00:07:32: also so viel wie geht.
00:07:35: und Das war im Prinzip das Umfeld dass ich hatte auf der einen Seite eigentlich nur eine weibliche Bezugsperson weil vater So gut wie gar nicht da war und wenn er da war halt nicht verfügbar Und gleichzeitig aber eben auch dieses ganz starke Leistungsbild.
00:07:49: Der Mann hat für die Familie zu sorgen, der Mann hat zu leisten und zwar top!
00:07:54: So weit es geht.
00:07:55: Wie war das bei dir im Umfeld?
00:07:57: Kannst du das von deinen Großeltern oder irgendwas?
00:08:00: War das bei euch in der Familie so ein Bild, was sich durchzieht?
00:08:03: Das ist eine verdammt spannende Frage... Da hab ich so tatsächlich noch gar nicht drüber nachgedacht.
00:08:08: Also, ich weiß dass von dem was sich natürlich nur mitgekriegt hat über die Elken dann über meine Butter und meinen Vater das mein Großvater väterlicherseits glaube ich nicht besonders Karriere gemacht hat oder so, dass es irgendwie so wäre, dass sich das halt durchgezogen hat, sondern ich glaube, wie es im Prinzip auch bei mir in einer Motivation drin ist, dass mein Vater versucht hat seinem Vater zu beweisen was er kann und sich daraus dieser Leistungsdruck ergeben hat.
00:08:33: Aber ich glaube das nicht.
00:08:34: also habe ich zumindest noch nie von gehört, dass da irgendwie so ein Leistungsvorbild war von seiner Seite Und von der möglichen Seite.
00:08:42: das ist halt nochmal eben eine ganz andere Geschichte.
00:08:43: Also da kam in der Form kein Leistungs-Druck Im klassischen Sinne also unglaubliches Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung aber Nicht durch Karriere.
00:08:54: Deswegen hab ich immer gesagt, der Leistungsdruck kommt nur von der väterlichen Seite.
00:08:57: Aber dieses Bedürfnis nach Anerkennung durch Leistung ist von beiden Seiten geprägt.
00:09:02: Dann eher die Anerkernung und die Fürsorge in der Familie?
00:09:05: Dass alles läuft, dass alles perfekt ist?
00:09:08: Das auf jeden Fall auch vom Mütterlicher-Seite aber eben auch das Präsentieren nach außen.
00:09:12: Dass man ein gewisses Image hat und das warnen muss und möglichst von allen gemocht werden.
00:09:17: Das kommt mehr von der mütterlichen Seite!
00:09:19: Du hast schon gesagt, in Erziehungen hatte deine Mutti sozusagen die Hand drauf Aber dem Blick hast du eher auf den Weg deines Vaters gelenkt.
00:09:27: Kann
00:09:27: man gar nicht so krass sagen, also ich würde sagen oberflächlich?
00:09:31: Wenn man sich die Biografie anguckt dann würde man sagen okay das kommt definitiv in diesem Leistungsbestreben und so nach dem Vater.
00:09:38: Und das ist aber ein bisschen was mir auch so als ich mir vor dem Podcast ein bisschen Gedanken gemacht habe Was es eigentlich in meinem Leben passiert.
00:09:44: wie ist das so gelaufen dass ich gemerkt habe, dass das eigentlich immer was zu dieser inneren Zerrissen geführt hat.
00:09:50: Dass ich gesagt hab so eigentlich müsste ich mit diesem Leistungsdruck irgendwas Außergewöhnliches machen im Sinne von ich müsste eigentlich Medizin studieren oder Jura oder in die Tiefe in die Physik oder sowas reingehen und... Es hat mich aber immer in die Linguistik und in die Kommunikation vor allem.
00:10:07: Und gerade eben mit Pragmatik und Phonetik, dass ich sage so wie sprechen Menschen?
00:10:11: Wie gehen Menschen miteinander um?
00:10:13: Wie machen wir Soziales?
00:10:14: das war halt immer mein Interessensschwerpunkt und das kommt maßgeblich von meiner Mutter.
00:10:19: also meine Mutter war was Kommunikationsangeht einfach.
00:10:24: Wir haben sehr viel geredet und mit jedem konnte und hier und alle haben sich gerne mit ihr unterhalten.
00:10:29: wo ich sagen würde.
00:10:30: Das ist quasi so inhaltlich meine Ausprägung Also klar, die Leistung und Höhe hinaus von meinem Vater.
00:10:36: Aber was ich gemacht habe ging eigentlich mehr in Richtung meiner Mutter?
00:10:39: Wie hat dein Vater denn reagiert darauf, dass du eher sozusagen in die Geisteswissenschaft da gegangen bist?
00:10:44: Ich glaube er hatte es nie offen angeprangert.
00:10:49: also das er irgendwie gesagt hat Das ist etwas Schlechtes oder so.
00:10:51: aber man hat klar durch seine Art eben mitgekriegt Es gibt das was praktisch ist und nützlich Und das ist das was Mann machen soll.
00:10:59: und das hat ganz lange meine Laufbahn auch ein bisschen behindert weil ich gesagt habe, ich hab Literaturwissenschaften in der Germanistik komplett verdammt.
00:11:08: Weil ich gesagt hab, das ist viel zu weich und viel zu interpretativ.
00:11:12: Und wollte dann auch in der Linguistik immer die harten Bereiche rein, dass ich Grammatik und Akustik und so was ... Und hat mich erst viel später dafür geöffnet, eben auch zu sagen, wo mehr subjektiver Spielraum ist, so Pragmatik oder wie kommunizieren wir, wo man nicht so klar vorhersagen kann, was passiert?
00:11:31: Was eben besonders schwierig ist, dass ich deswegen nie so richtig Anerkennung gekriegt hab für das was ich gemacht habe.
00:11:38: Einerseits eben möglicherweise weil es halt nicht so ein schönes Handfestes Thema war andererseits aber auch weil und das hat er mir wesentlich später gestanden, dass er sagt der versteht's einfach nicht.
00:11:50: also er konnte sich nicht mit mir darüber unterhalten weil er einfach nicht verstanden hat was ich da gemacht haben.
00:11:56: Ja, hat sich ihm entzogen.
00:11:57: Und Dennis natürlich, dass er diese Verteidigungsstrategie zu sagen soll, dann zeige ich eben auch weniger Interesse wenn ich halt sonst zugeben muss das ich nicht verstehe was er mir erzählt.
00:12:05: Naja das ist ja dann etwas unterschwellig.
00:12:06: bei dir ankommt, dass es vielleicht nicht gut genug ist ne?
00:12:09: Also zumindest... Ist es ja das was es dann vermittelt?
00:12:12: Das uninteressant ist, ich würde sagen vor sechs, sieben Jahren Hätte ich nicht verstanden, was dieser Podcast soll.
00:12:19: Genau mit diesen Themen so und dass sich jetzt hier sitzt ist halt so ein Zeugnis von dieser Entwicklung die ich da auch irgendwie gezeigt habe.
00:12:25: weil ich sage so Jetzt verstehe ich komplett das es super wichtig ist, dass wir über diese Themen reden.
00:12:29: Und vor sieben Jahren oder sechs jahren hätte ich halt gesagt ja bisschen über Gefühle reden und so Ja
00:12:37: genau Der letzte wahrscheinlich gesagt war, man muss ja nicht alles zerreden.
00:12:40: Dann wäre dein Standardspruch gewesen?
00:12:42: Ja zumindest nicht.
00:12:43: Emotionen also philosophische Fragestellungen und Naturwissenschaften das kann man zereden bis ins aber ich doch Gefühle doch nicht.
00:12:50: Ich freue mich dass du heute hier bist an diesen Punkt vor ein paar Jahren gekommen bist.
00:12:55: Hattest du im Hinterkopf auch so rückblickend dass der Mann der Versorger der Familie ist
00:13:00: voll?
00:13:01: Also, ich meine das war ja bei uns nicht nur ein Implizit.
00:13:04: Sondern es ist ja explizit gemacht worden, dass in dem Moment wo meine Eltern zusammengekommen sind hat mein Vater gesagt pass auf Ich verdiene gut und ich arbeite viel Du bleibst zu Hause kümmerst dich um die Kinder Und ich versorg' die Familie.
00:13:16: Das ist die Trennung.
00:13:17: Die eine erzieht die Kinder und sorgt dafür, dass das Haus sauber ist und der Mann, der versorgt die Familie Der bringt das Geld nachhause und das hat mich so lange geprägt.
00:13:26: Hat das denn der Mama jemals gesagt wie sie sich dabei gefütet?
00:13:29: Ob ihr das gereicht habt War sie damit zufrieden?
00:13:32: Es gab diesen Bruch, an dem meine Mutter gesagt hat, ich mach das so nicht mehr.
00:13:35: Ich kann mich tatsächlich nicht mehr genauer erinnern, wann das war.
00:13:38: Ich glaub, ich muss so elf, zwölf gewesen sein.
00:13:40: Das heißt, ich soll zwölfe wie Elbrüder, elf und neun oder acht.
00:13:44: Da krieg ich wieder Wende von ihm zu hören, dass ich mir mal nicht merken kann, wie alt mein Kleiner ist.
00:13:51: Hallo Arne!
00:13:54: Ja, und es ist ... Dass sie dann gesagt hat so nee, das reicht mir nicht mehr nur zur Hause sitzen oder für die Kinderfeuerung größer, die brauchen nicht mehr so viel Erziehung.
00:14:04: Dann hat sie halt auch sehr schnell gemerkt, dass sie das eigentlich unterdrückt hat jetzt Jahre und das nur Mutter zu sein, was irgendwie ihr nicht gereicht hat.
00:14:13: Und sie dann eben auch wieder in einen Beruf eingestiegen ist.
00:14:16: Und dann gesagt er so nee ich brauche das auch und hatte eben auch gemerkt ,dass es in ihrem Leben super wichtig war.
00:14:22: Sie hat dann im Empfang gearbeitet bei einer Firma und war da eben ganz viel eben auch kommunikativ und so die Anlaufstelle.
00:14:28: deswegen was ich auch vorhin sagte mit der Kommunikation, dass sie dann gemerkt hat so das zu machen.
00:14:32: Das hat ihr super gefehlt im Leben und da eigentlich war das nie ihre Rolle dazusagen.
00:14:37: Bevor die zusammengekommen sind, war es für Sie immer so das Karriere-und Ich mach was beruflich umso auch eine große Rolle gespielt hat.
00:14:45: Und dann hat sie sich mit meinem Vater einfach darauf geeinigt und gesagt So ne, ich mache jetzt nicht!
00:14:49: Jetzt ist das meine Bestimmung und ich erinnere mich noch wie sie in ein Freundebuch, was ich glaube außer Grundschule irgendwann mitgebracht habe, Ach nee, mein Freundebuch war das.
00:15:00: Da hab ich meine Mutter reinschreiben lassen und sie hat gesagt was möchtest du später mal werden?
00:15:04: Und dann sagt sie, ich habe meinen Traumberuf schon als Mutter.
00:15:07: Okay.
00:15:07: Das hat sie ... Als ich fünf, sechs war oder so, hat sie das da reingeschrieben und das ja... Hat sie sich selbst halt erzählt und danach hat sie eben gemerkt ne, sie möchte auch für sich eigenes Leben aufbauen mit beruflicher Entwicklung und so
00:15:23: Ja.
00:15:23: Zwei Fragen dazu, ich find das total spannend!
00:15:25: Wir kommen auch gleich zu dem Thema Leistungskapazität weiter.
00:15:28: Weil ich das hochinteressant finde... Zum einen wie hat dein Papa darauf reagiert?
00:15:33: Dass sie jetzt nicht mehr nur hundert Prozent zu Hause ist?
00:15:36: erste Frage sozusagen und die zweite Wie schlug das bei dir auf?
00:15:40: was hast du gedacht in dem Moment als Sie gesagt okay ich möchte jetzt arbeiten gehen?
00:15:43: Also wir muss es eben trennen weil beide fragen gleichzeitig im Kopf ist schwierig.
00:15:47: Das Erste also meine mich zu erinnern, das ist halt auch schon lange her und ich hab nicht so viel davon mitgekriegt.
00:15:55: Kurioserweise von einem anderen habe ich immer zuviel mit gekriegt.
00:15:59: also ich weiß dass da Widerstand war.
00:16:01: Ich weiß dass es am Anfang auch ganz lange war.
00:16:02: nee soll nicht.
00:16:04: Und da muss ich sagen bin ich aber ein bisschen stolz drauf wenn mein mutter dann glaube ich irgendwann gesagt hat ich mach das einfach trotzdem Und hat sich erst als Inklusionshelfer und hat dann einfach nur so zwei, drei Stunden die Woche was gemacht.
00:16:17: Hat bei einer kleinen Firma zehn Stunden oder in einem Sekretariat angefangen, als wir umgezogen sind.
00:16:22: Da hat sie gesagt ich gehe jetzt in Teilzeitarbeiten.
00:16:24: Dann war das halt einfach so... Sie hat es sich einfach so stückweise genommen.
00:16:29: Mein Vater hat nicht groß repeliert dagegen und versucht das zu unterbinden aber gefällt ihm nicht.
00:16:35: War aber glaube ich immer noch ein bisschen.
00:16:36: ja gut Aber glaub nicht, dass ich mich jetzt hier mehr zu Hause einbringe.
00:16:41: Also du kannst das gerne machen solange du den anderen Job weiter konsequent so machst wie du ihn vorher gemacht hast.
00:16:47: Wie war es bei dir im Freundeskreis?
00:16:49: Wir waren da die Konstellationen und Mütter auch alle zu Hause?
00:16:52: Ich bin ja sehr oft umgezogen.
00:16:54: dadurch der Vater-Berufsoldat war habe ich eigentlich keinen konstanten Freundes Kreis gehabt bevor ich irgendwie dreizehn war oder nicht?
00:17:02: Also mein bester Freund in der Grundschule, da war tatsächlich überhaupt kein Vater mit dabei.
00:17:06: Da war die Mutter alleinerziehend und ich dann weiter denke... Ich glaube bei den meisten Konstellationen hat die Mutter gearbeitet.
00:17:14: also es war glaube ich seltener der Fall dass die Mutter wirklich die ganze Zeit zu Hause war.
00:17:18: so hatte ich in meinem Umfeld gar nicht als Vorbild.
00:17:21: Du hast gerade so fallen gelassen, dass du viel umgezogen bist oder das ihr ja viel um gezogen seid.
00:17:26: vor allem auch finde ich in prägenden Jahren vor allem so die Grundschulzeit wenn ich jetzt auch auf diesen Leistungsgedanken zurückkomme.
00:17:34: Also, wie hast du das empfunden?
00:17:36: Hast du dann, wenn du jedes Mal neu in eine neue Schule kamst, versucht okay ... Ich kenne die Leute nicht, bin unser.
00:17:42: Ich zieh mein Ding durch und will so gut sein wie möglich, dass das irgendwie auch mit reinkam.
00:17:47: Hast du da irgendeine Erinnerung daran?
00:17:50: Ist auch wieder ne wahnsinnig spannende Frage!
00:17:54: Weil ja, weil ich grade merke, was mir vorhin bewusst geworden ist, dieses Leistungsding hat erst mit der Uni richtig angefangen.
00:18:02: Ich hatte in der Schule niemals einen großen Leistungsanspruch.
00:18:04: Es gab einzelne Fächer, wo ich gesagt habe, da möchte ich jetzt gut sein?
00:18:07: Aber nie so, dass ich sage, ich muss ein Einzelschüler oder so sein.
00:18:10: Also mein Zeugnis ist gut aber nicht herausragend also mein Abi und das ging dann erst in der Uni los, dass sich gesagt hab, okay hier kannst du gar keinen Leistungsspruch haben Hier sind viel mehr in jedem Kurs, also hier kannst du gar nicht auffallen Und hab gesagt, ich tue jetzt meinen Bestes und hab festgestellt, mein Bestes überdurchschnittlich, wenn ich mich wirklich auf was konzentriere.
00:18:31: Wo ich Bock drauf habe und hab gemerkt hier kannst du richtig etwas reißen ihr kannst auch auffallen durch Leistung Und da hat das dann erst richtig angefangen dass sich in dieses leistungsding reingekommen ist und früher war das halt gar nicht.
00:18:44: und Was ich früher gemacht habe um Anschluss zu finden es den entertainer zu spielen Also das war meine bevorzugte Rolle Das ist auch das.
00:18:53: ja da kommen wir sicher noch rein.
00:18:54: Es ist jetzt früher als ich erwartet habe.
00:18:57: Meine Mutter hat halt, ohne dass wir das wussten sehr früh auch... Ja hängt glaube ich stark mit dem zusammen was du schon gesagt hast.
00:19:04: Mit dem Ich bin eigentlich nicht in der Position in der ich sein möchte und eigentlich möchte ich mehr vorm Leben Sehr früh mit schwerer Depressionen zu kämpfen gehabt Und ich als erstgeborener hatte halt immer so ein bisschen Mir selbst die Aufgabe gesetzt, dass ich sage, ich reguliere das.
00:19:22: Weil wenn Mutter traurig ist, kann sie nicht für mich sorgen.
00:19:24: Das heißt mein Leben ist dann in Gefahr so aus der Kinderperspektive.
00:19:28: Ich muss dafür sorgen, dass sie glücklich ist?
00:19:30: Dann kann sie für mich und meine Brüder sorgen.
00:19:32: Und dadurch hat sich eben diese extreme massive Entertainerrolle.
00:19:35: also zumindest ist das jetzt so ein Nachhinein wo ich sag daher kommt es höchstwahrscheinlich Ausgebildet, dass ich sie immer unterhalten hab.
00:19:42: Dann bin ich in ein neues Umfeld gekommen und habe gesagt, welche Rolle kann ich spielen damit Menschen mich mögen?
00:19:46: Und ich mach wieder den Unterhalter.
00:19:49: Das hat halt eben auch alle Bereiche meines Lebens geprägt mit der Schriftstellerei und jetzt mit dem Lehramt.
00:19:53: Das ist ja gefundenes Fressen für einen Entertainer.
00:19:58: So bin ich die Umfelder reingehen.
00:19:59: Also nie Überleistung nicht als Kind.
00:20:01: Weil ich auch eher festgestellt hab wenn man schwer kompetitiv ist und immer auf Wettbewerb so das mögen Menschen eigentlich eher nicht.
00:20:09: Deswegen war der Entertainer mehr so.
00:20:11: die Rolle, über die ich das versuche.
00:20:12: Kinder lachen ja gerne und es ist auch, wenn du auch sagst, dass du versuchst, deine Mutti aufzuheitern ... Natürlich möchte man nicht, dass der nahestehendste Mensch dem schlecht geht und dann versucht man denjenigen irgendwie, dass er sich besser fühlt, damit man selber sicher auch besser fühlte und sich wieder in Sicherheit wehnt.
00:20:31: Ich meine, du warst damals zwölf, dreizehn als dir das bewusst wurde.
00:20:35: oder war das schon früher?
00:20:37: Das ist ein junges Alter.
00:20:39: Mit dem Entertainer?
00:20:41: Dass sie in diese Depression abgerutscht ist, dass sie halt wirklich sich ... Oh,
00:20:44: das war viel später!
00:20:47: Viel später.
00:20:47: Ich hab das schon lange gemacht.
00:20:50: Aber dass ich gemerkt habe, warum eigentlich und was da eigentlich geht.
00:20:52: Genau
00:20:53: aber du hast gemerkt, dass irgendwas los ist.
00:20:54: Du hast versucht deine Mutti aufzuheitern.
00:20:57: Dass du das bewusst geworden bist, dass du das machst, kommt eher mit dem Alter erst.
00:21:00: Das dauert ja eine ganze Ecke.
00:21:02: Ja, aber auch dass ich sagen würde, was ich bewusst versuchte, sie aufzuhalten.
00:21:05: Das ist erst im Nachhinein-Retrospective gekommen.
00:21:09: Also ich hab's halt immer gemacht und nie genau gewusst, was sich da machen.
00:21:13: Es war nicht so, dass ich gesehen habe, ah, Mama ist traurig, dann muss ich drauf reagieren.
00:21:17: Ist alles unbewusster abgelaufen.
00:21:18: Das war nie ne Entscheidung, zumindest nicht, dass Sie mich dran erinnern können.
00:21:21: Was war bei dir in der Kindheit eine Motivation?
00:21:24: Anreiz?
00:21:25: wurde bei dir gelobt oder mit finanziellen Anreizen gearbeitet?
00:21:29: Boah, du triffst grad was, was mir gar nicht bewusst gewesen ist.
00:21:33: Das ist tatsächlich super spannend gerade!
00:21:35: Ich hatte vor schon so in die Richtung nachgedacht und hab halt festgestellt dieses Leistungsding war als Kind überhaupt nicht.
00:21:41: Also das kam ja wie ich gerade gesagt habe erst mit dem Studium.
00:21:44: Darf ich doch kurz einhaken?
00:21:45: Ich könnte mir aber gut vorstellen dass die Basis gelegt wurde.
00:21:48: Theoretisch Ja Und ich hab grade überlegt, warum es sich da nicht ausgeprägt hat.
00:21:53: In dem Moment, wo du das mit der Belohnung gesagt hast, ist mir aufgefallen, warum sich das nicht ausgeprägt hat?
00:21:59: Und zwar habe ich eben versucht die Strategie zu fahren, dass ich sage, ich versuche nicht aufzufallen und mache keinen Ärger oder Komplikationen.
00:22:06: Ich bin halt einfach okay in der Schule.
00:22:09: Ich hatte nie das Bedürfnis herausragend gut zu sein, aber ich war halt gut und unauffällig an der Schule ... Mein Bruder!
00:22:16: hat die Gegenstrategie gewählt.
00:22:18: Also der hat als Kind immer unglaublich viel Stress gemacht und dann musste meine Mutter in die Schule gerufen werden, weil er wieder auf den Baum geklettert hat und auf die Lehrer runtergespuckt hat usw.
00:22:27: Und bei ihm war es immer so dass er auch in einer Grundschule.
00:22:33: danach ist das alles ein bisschen auseinandergegangen, aber so eine prägende Phase.
00:22:35: in der Grundschul hat er auch relativ schlechte schulische Leistungen gehabt und deswegen immer durch finanzielle Anreize belohnt worden wenn er halt ne gute Note gebracht hat Ich nicht.
00:22:47: Das heißt, wir kamen dann beide und ich erinnere mich wirklich jetzt gerade bildlich daran dass wir da im Garten gesessen haben und da kamen beide mit unseren Zeugnis nach Hause.
00:22:55: mein Zeugniss war da und es waren eins und zwei Und da wurde gesagt das so gut gemacht fertig.
00:23:00: und denn kam eben der Bruder hat sein zeugnis vorgezeigt und waren dann eben drei und vier und für jede Drei die glaube ich da war hatte eine mark gekriegt nur für jede zwei oder zweimal was
00:23:10: so unfair
00:23:11: bisschen.
00:23:12: ja
00:23:13: Kann mir vorstellen, dass das massiv der Grund war.
00:23:16: Warum soll ich mir denn jetzt noch extra Mühe geben?
00:23:18: Ich werde ja sowieso nicht dafür belohnt.
00:23:20: und dann hat sich Leistung bringen ... Kindesalter überhaupt nicht irgendwie als Strategie gelohnt für
00:23:25: mich.".
00:23:26: Aber im Studium hast du auch nicht gelohnten, also rein theoretisch.
00:23:28: Hat dir keiner Geld gegeben dafür?
00:23:31: Nee!
00:23:31: Aber da gab's nachher die Wertschätzung.
00:23:33: Da gab es tatsächlich, dass Professorin mich eingeladen haben beim Arbeitskreis mitzumachen und man sein Thema vorstellen konnte.
00:23:40: Das ist nochmal was anderes gewesen wenn man eine Eins gekriegt hat an der Uni.
00:23:45: Und man hat gemerkt, hier sind so viele in der Konkurrenz und wenn man auch mal als Bester aus einer Klausur rausgegangen ist mit zwei Hundert Leuten wo man dann schon gesagt hat okay das ist was anderes als in der Schule.
00:23:54: Das war aber hauptsächlich eben gewesen dass ich gemerkt habe ich kann auffallen durch Leistung werde ich beachtet von den Doofwänden.
00:24:01: War die Ungleichbehandlung auch von Seiten Dennis Papas?
00:24:04: Die haben das beide gleichermaßen durchgezogen.
00:24:06: also da hieß es dann so ok er braucht mehr Anreize deswegen kriegt er ne Belohnung, der braucht keinen Anreiz deswegen kriegte er keine.
00:24:12: Und es ist auch ganz viel gewesen bei Geschenken.
00:24:16: Wir sind eben drei Brüder gewesen und der eine war eben der Mittlere, und offensichtlich hat irgendjemand von denen mal so ein Erziehungsratgeber gesehen, in dem steht das mittlere Kind wird halt immer benachteiligt.
00:24:27: Deswegen haben die versucht es umzudrehen und haben ihn bevorteiligt und dann irgendwie keine Ahnung... Wir alle drei uns was gewünscht haben, denn er hat das gekriegt und wir haben mal die billigere Variante davon gekriecht.
00:24:36: Und das ist etwas, was ich ihm heute noch nachtrage!
00:24:39: Also ein Teil von mir.
00:24:41: Das ist ganz tief hängen geblieben.
00:24:43: Dabei kann ja nun wirklich nichts dafür, ne?
00:24:46: So nennt man ja das Sandwich-Kind.
00:24:48: Okay, den Begriff kannte ich noch nicht...
00:24:51: wenn ich so ein bisschen an meine Schulzeit zurückdenke.
00:24:53: Ich war selber immer sehr darauf bedacht, so gut wie möglich zu sein und Lob- und Anerkennung von den Lehrern zu bekommen.
00:25:00: Ich weiß noch, ich hab in der vierten Klasse von Theodor Fontaner richtig?
00:25:04: Wie gesagt, ich habe die Literaturwissenschaft umgangen, damit ich streflich oben komme!
00:25:08: Also... Ich hab John Maynard auswendig gelernt Und John Maynad ist eine Ballade, die hat, ich weiß nicht, wie viele zig Strophen Und ich habe sie auswendig gelernt, es hatte sich ergeben.
00:25:17: Nicht weil die Lehrerin das gesagt hat sondern bei meinem Bruder, der ist drei Jahre älter als ich, er das im deutschen Unterricht am Gymnasium gehabt hat und ich hab es auswendlich gelernt und es vorgetragen.
00:25:26: also ich habe wirklich so diese Anerkennung auch gesucht und ich habe auch im Gymnasum was so gut wie möglich versucht zu machen.
00:25:31: und ich kann mich noch an die Abiturzeit erinnern.
00:25:34: da ging's mir echt schlecht!
00:25:35: Da hatte ich wirklich mit dem Magenprobleme und saß dann beim Arzt und war halt auch so unter Strom.
00:25:40: Also auf mich wurde kein Druck ausgeübt, ich hab dem sehr schnell auf mich selbst ausgeübt.
00:25:44: Hat aber den Eindruck, dass mir die Freude gefehlt hat.
00:25:47: Ich bin gerne zur Schule gegangen, aber dieses Gelöste ... Wenn ich jetzt zurückblickend drauf gucke, war mal ein bisschen ... Ich weiß es nicht irgendwie verdeckt.
00:25:56: Nun könnte man ja sagen... dass ich vielleicht die Gefühle, diese Freude oder einfach auch die Sorge durchdurchzukommen versucht habe wegzumachen, an dem ich so viel möglich mehr Mühe gebe.
00:26:07: Also wenn ich ganz ... Ich hab Klassenarbeit gespielt!
00:26:10: Ich hab mir Fragen ausgedacht.
00:26:12: Meine Mutti hat mir dann die Stoppuhr gedrückt und ich habe Klassenarbeit gespielt.
00:26:15: Ich habe mir Fragen überlegt, die dran kommen könnten umso gut wie möglich zu sein.
00:26:20: Um zu wissen, dass ich keine Angst haben brauche, um das wegzudrücken?
00:26:24: Wie war das bei dir?
00:26:25: Wie war es bei euch in der Familie, mit Emotionen und Gefühlen umzugehen.
00:26:30: Das versuche ich immer noch genau zu ergründen, wann genau der Punkt war, an dem irgendwie der Bruch war und wie das alles zustande gekommen ist.
00:26:38: Also ... Es ist tatsächlich so ... Emotionalität von der Vaterseite aus, das war nicht verfügbar.
00:26:44: Also das Einzige was da kam eben war, bei Bestrafung war Aggression.
00:26:47: Und dass so eine Emotion, mit der ich gut Kontakt hatte also Wut, damit kenne ich mich auch Sonst halt eben, was das Entertainment angeht.
00:26:55: Also so Freude und ja... Das war halt auch immer wichtig und gewünscht weil man damit regulieren konnte Und schwierig ist.
00:27:02: aber und das sind die Emotionen mit denen ich heute auf die Schwierigkeiten habe und das ist das was damals eben auch der Punkt war wie geht man mit Trauer um oder mit Angst?
00:27:11: Da war mehr vorgelebt du hast halt keine Angst Es ist unmännlich und Trauer machst du halt mit dir selbst aus.
00:27:19: das zeigst du nicht wo der absolute Kontrast halt von meiner Mutter war, weil meine Mutter immer sehr offen war was die Emotionen angingen und eben auch Trauer zu zeigen.
00:27:28: Ich hab mit meiner Mutter dann auch irgendwie nachher Bollywood-Schnulzen geguckt und wir haben da denn eben vor gesessen Namen geweint Und auf der anderen Seite war es aber immer total schlimm, wenn ich mit meinen Brüdern zum Beispiel einen Film geguckt habe und es kam irgendeine traurige Stelle.
00:27:41: Ich hab dann angefangen zu weinen weil die beiden halt komplett das Verinnerlicht haben von meinem Vater.
00:27:46: dieses Mann macht das nicht.
00:27:47: Und ich bin quasi in der Familie gebobt worden für das Zuschaustellen vom Trauer.
00:27:53: Wo ich gesagt habe okay ich hab ein vorbild ... Das männliche Vorbild macht es nicht.
00:27:56: also ja ich kann das weiblichen Vorbild machen ist aber das männliche macht es auch nicht.
00:28:00: gleichzeitig habe ich eben auch noch Männer um mich herum beibringen, wie man ein richtiger Mann ist.
00:28:04: Dass man das nicht zeigt?
00:28:06: Demzufolge war der Umgang mit Trauer halt immer super ambivalent.
00:28:09: Ich hab gesagt, ich kann das hier zeigen aber dann bist du halt Mädchen!
00:28:12: Also letztendlich bist Du dann aufgewachsen zu dieses klassische Rollenbild.
00:28:18: Man arbeitet, Frau ist Zuhause und gefühlt wird nicht.
00:28:22: also Frauen die fühlen und heulen.
00:28:25: Die sind wie die Mädchen.
00:28:26: Also Emotionen zeigen sind Mädchenangelegenheiten und alles andere macht man mit sich selbst aus.
00:28:36: Prototyp, das ist echt so dieses Klischee.
00:28:39: Ja und es ist dann halt super weird weil ich sagen würde ich bin eben dadurch dass man allein schon dass man an der Uni ist alles ein bisschen progressiver in dem Umfeld.
00:28:49: und was ich gesagt habe ich war schon immer denn auch Versucht dieses, dieses tolerante Mindset auch irgendwie zu entwickeln und auch zu sagen so ja bei anderen ist in der Umgang mit Gefühlen und so das ist vollkommen okay.
00:29:01: Und so sind wir und die Gesellschaft entwickelt sich weiter und der Mann darf auch seine Gefühle zeigen.
00:29:05: aber innen drin erinnere ich mich an an Szenarien wo Wir Tutoren waren und einer hatte erzählt sie hat sich gerade getrennt und hat dann im Tutorial muss eins abbrechen weil sie geweint hat und wo Ich gemerkt habe so ich hab zwar einfühlsam darauf versucht zu reagieren Aber ein Teil von mir gesagt geht gar nicht Du kannst noch nicht deine Professionalität quasi gefährden lassen, wenn sich Emotionen zeigen.
00:29:26: Und das war die Einstellung, die ich halt zugrunde liegen hatte und wo ich gar nicht gemerkt habe wie ich dieses wirklich klassische toxische Männlichkeitsbild auch super für mich veränderlicht hab obwohl ich nach außen immer versucht haben so zu tun als ob ich da fortschrittlicher bin weil ich das Innerlichkeit überhaupt nicht.
00:29:43: Weißt du was?
00:29:43: Ich gerade auch denke diese Die berufliche Laufbahn, die du eingeschlagen hast mit Geisteswissenschaften und dich mit Sprache auseinanderzusetzen, die ja auch lebt von Emotionen.
00:29:53: Ist das schon wirklich witzig?
00:29:55: Dass du in diese Richtung gegangen bist, dieses Kommunikative wo man anderen zuhört, wo man andere in ihren Gefühlsregungen aufnimmt und das dann verarbeitet ... Das ist schon als wenn dich das hingetrieben hat weil es eigentlich was so sein soll.
00:30:13: Ich hab keine Ahnung von Geisteswissenschaften in dem Sinne.
00:30:15: Ich hab Wirtschaftswissenschaften und Recht studiert, das ist noch was anderes.
00:30:19: Aber ich denke mir einen richtig guter Geistes- wissenschaftler, jemand, der sich mit Stimme auseinandersetzt, sollte es ja auch fühlen!
00:30:26: Also ... Findest du mal vorgegriffen, dass du jetzt den besseren Geistwissenschaftler bist als zu deinen Studienzeiten?
00:30:35: Als du sozusagen dieses ganz emotionale noch nicht gelebt hast.
00:30:39: Und jetzt in voller Breite oder du daran arbeitest?
00:30:42: Auch wieder.
00:30:44: Spannender Punkt!
00:30:46: Also erstmal, ich muss mal einmal in die Richtung vorgreifen also einen Schlenker machen.
00:30:51: für mich war es so...also ich bin nicht autistisch oder zumindest nicht diagnostiziert.
00:30:57: aber dadurch dass ich halt diesen emotionalen Teil von mir ausgeblendet habe hatte ich halt niemals ein intuitiven und wirklich empathischen emotionalen Zugang zu diesen Sachen zu mir selbst und dann eben auch bei anderen.
00:31:10: Also ich habe für mich jetzt erst wesentlich später gemerkt, dass Empathie ja nur funktioniert wenn man sich selbst emotional auch wahrnehmen kann.
00:31:17: Also klar hab' ich die kognitive EmpathIE mit der ich halt sagen kann ich versetz mich da rein.
00:31:21: aber ich hab eben auch und das ist bei mir sehr stark denn eben diese emotionale Empathiede, dass ich halt sage so Ich sehe die Emotion und dann empfinde ich sie nach und dadurch kann ich mich erst richtig in die Situation reinversetzen.
00:31:33: Und das hatte ich halt gar nicht.
00:31:35: Das heißt für mich war jede Form von Kommunikation und auch eben gerade dieses Pragmatik-Ding mit, ich gehe in den ersten Kontakt mit einem Menschen.
00:31:42: Wie stelle ich mich da?
00:31:43: Wie reagiere ich richtig auf dem Menschen?
00:31:45: Das war für mich halt ein Handwerk!
00:31:47: Also das war wirklich als wenn du versuchst einen Roman zu schreiben und du machst es nur nach Ratgeber Und du weißt gar nicht wie sich das richtig anfühlt sondern du hast die Bausteine gelernt.
00:31:55: Du schreibst den perfekten Roman weil du halt genau weißt, welcher Satz muss an welche Stelle.
00:32:00: Und so war für mich Kommunikation, dass ich gesagt habe, ich kann es alles berechnen und ich kann genau sagen wie reagiere ich da drauf?
00:32:06: Dann gucke ich mir ein Gesicht von jemandem mal nicht sehe was die Mimik ausdrücken soll!
00:32:10: Ich interpretier das und dann gucke in meiner Bibliothek von Reaktionen wie man entsprechend darauf eingehen muss.
00:32:18: Deswegen hab' ich halt oft von Menschen, die mich halt nicht wirklich intensiv kannten viel die Rückmeldung gekriegt, dass ich sehr empathisch bin und gut zuhören kann und gut darauf eingehen kann.
00:32:28: Es war aber immer nur halt eine Technik, eine Strategie, die ich verwendet habe.
00:32:33: Und jetzt kommt es aus dem Bauch heraus.
00:32:38: Ich würde sagen oberflächlich merken viele keinen Unterschied.
00:32:42: Aber gerade die, die mich näher kennen und die selbst sehr empathische sind Die merken das ist was völlig anderes.
00:32:47: Das kommt von wo ganz anders.
00:32:49: Und ich merke aber vor allem den Unterschied, dass sie sagt für mich war Kommunikation vorher aufregend.
00:32:55: Aber auch Stress!
00:32:56: Wenn eine neue Situation kommt, für die ich keine Handlungsmuster habe dann weiß ich ja nicht wie ich vorgehen muss.
00:33:01: und jetzt kann ich sagen ich fühle mich da rein und guck was sich gut anfühlt und vorher brauchte ich halt die Strategien dafür.
00:33:06: also Ich würde schon sagen das es mich insgesamt zu einem besseren Wissenschaftler gemacht hat um einen besseren Coach in dieser Reihe weil ich halt sage ich hab nicht nur die Technik sondern ich habe eben auch das Empathische und die Emotionen dahinter.
00:33:19: Und ich würde aber sagen, es ist durchaus ein Vorteil dass sich nicht nur das fühle sondern dass ich halt vorher eben rational daran gehen musste.
00:33:25: Dass ich sage ich habe die Chance eben auch besser deine Selbstreflexion zu geben weil ich eben ganz viel aus dem Kopf gekommen bin vorher und das jetzt so in Verbindung bringen kann was sie definitiv sagen würde und das ohne jegliche Einschränkung ist was ich jetzt worin ich wesentlich besser geworden bin als Schriftsteller also tatsächlich nämlich Literatur zu produzieren ohne zu fühlen Das ist einfach nur Pain.
00:33:50: Also zu versuchen, einen Roman zu schreiben mit dem es auch um Emotionen geht wenn man selbst halt nur... ... sachlich gelernt hat, was das ist.
00:33:58: Nee!
00:33:58: Also...
00:33:58: Chatchi Bitti, mache mehr Emotionen rein?
00:34:01: Ja, es war im Prinzip ob Chachi Bitti etwas geschrieben hat oder ob ich das geschrieben habe.
00:34:05: Das war im Endeffekt eben die gleiche Ebene von ja, ich hab sachlich verstanden, was ich hier tue.
00:34:09: aber jetzt ist es so dass ich halt merke, ich muss viel weniger planen nicht muss viel meniger durchstrukturieren.
00:34:14: Ich setze mich in Schreiben und es kommt so wie es sein soll weil es eben aus dem Gefühl kommt und nicht nur aus dem Kopf.
00:34:20: Ja mega spannend.
00:34:22: Weißt du, ich vergleicht das gerade auch ein bisschen wenn ich im Gesangsunterricht bin mit meinem Gesangslehrer.
00:34:28: Technisch ist das bei mir alles sauber, es ist alles super, sagt er.
00:34:33: professionelles Niveau dann die Emotionen zu transportieren.
00:34:38: Uff schwer!
00:34:40: Das ist das wo wir wirklich fleißig dran arbeiten.
00:34:43: technisch ist dass alles saubar da stehe ich wirklich nichts nach.
00:34:46: aber wenn's dann darum geht die Botschaft zu vermitteln Und den Text auch zu fühlen und das entsprechend wahrzustellen ist echt schwer.
00:34:55: Das kenne ich auch sehr gut, also ich singe halt auch leidenschaftlich gerne.
00:35:00: Inzwischen ist es bei mir eben auch so dass ich vorher schon sagen würde Ich konnte relativ gut singen auf einer fachlichen wirklich handwerklichen Ebene und hatte da auch schon Momente und das ist eben so interessant, dass gerade dabei sind oft Emotionen durchgebrochen die ich eigentlich noch nicht zulassen wollte.
00:35:17: Und jetzt ist es eben so, dass ich merke, wenn ich fange an zu singen.
00:35:20: Ich kann direkt merken, okay, es gab keinen Kontakt zu lassen.
00:35:23: Wenn ich merk, das ist keine emotionale Verbindung da, dann kann ich mir das mit dem Singen sparen.
00:35:28: Jetzt machst du halt nur Technik und dann bringt's halt nur die Hälfte.
00:35:32: Gab es denn für dich irgendwelche körperlichen Auswirkungen?
00:35:38: Irgendwelche Wandsignale, wo dein Körper dir gezeigt hat, irgendwie fehlt der Raum für die Gefühle, für die Emotionen ... Hast du das irgendwie gemerkt?
00:35:48: Vielleicht ganz kurz zur Erklärung.
00:35:50: Ich hatte so was Ähnliches Anfang des Jahres, war komplett mit dem Kopf unterwegs und in einer großen Konfliktsituation komplett mit den Kopf unterwegs.
00:36:00: Und als dann diese Konfliktsituation vorbei war ... Der schwelte immer noch aber ich konnte nichts mehr dran ändern und die Parteien gingen ihres Weges... Dann brachen bei mir die Gefühle durch!
00:36:11: Aber so massiv mit, ich hatte magendarm Probleme, Herz flattern, ich hab permanent geweint wie ein Schlosshund.
00:36:19: Hexenschuss meldet es sich des Öfteren?
00:36:22: Das waren so die Signale bei mir.
00:36:24: Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass sehr viele körperliche Probleme, die ich hatte vermutlich darauf zurückzuführen, Wesen sind.
00:36:30: Jetzt wo du das sagst fällt mir gerade auf.
00:36:32: wir sind quasi meine komplette Jugend durch, sind wir auf der Suche gewesen.
00:36:36: Ich war beim Neurologgen und bei mehreren Hausärzten, wo wir gefragt haben ... Ich hatte sowas!
00:36:43: Ein
00:36:43: Tremor.
00:36:44: Also ich hatte wirklich einen sehr, sehr starken Tremor.
00:36:46: Es sah wirklich so aus wie in jedem Zustand nicht nur unter Stress sondern immer.
00:36:49: Jetzt gerade ist es deutlich besser sogar unter ein wenig Anspannung.
00:36:54: also das hatte ich dass ich immer so Nerven zittern hatte und das aber auch der Neurologe gesagt hat alles in Ordnung die Nerven sind okay MRT ist ok ist alles.
00:37:01: wir wissen nicht woher es kommt.
00:37:03: gut Ich hatte auch eine sehr schlechte Ernährung in der Jugend Aber ich hatte auch immer unglaublich Probleme mit Sod brennen Magen beschwerden ich hatte immer extrem starke Probleme mit Kopfschmerzen.
00:37:14: Also ich hatte oft Kopfschmerzen und dann eben auch so, dass ich gesagt hab.
00:37:17: Ich musste Nowalgin gegen Kopfschmetzen nehmen weil Paracetamolibu und so das hat nicht geholfen es hat nicht gereicht.
00:37:22: Da hast du aber echt ein knaller Zeug bekommen.
00:37:25: Das ist doch kriegt man da bei Migräne.
00:37:27: also ich hatte das auch damals bekommen so migräne ähnliche Kopfschmenzen.
00:37:32: Ja, das ist auf jeden Fall, dass ich gemerkt hab ganz viele körperliche Probleme damit zusammen.
00:37:36: Für mich ist es jetzt immer ein gutes Alarmzeichen, wenn sich Kopfschmerzen anbahnen, dann ist aber auch wirklich stressig.
00:37:42: Ich hatte tatsächlich in meiner Studienzeit, würde ich sagen, einmal pro Woche richtig, richtig heftige Kopfschmärzen eher häufiger.
00:37:50: und jetzt würd' ich sagen ... Das letzte Mal als ich richtig heftig gekopft bin, kann mir gar nicht mehr dran erinnern.
00:37:54: Also... Es ist einfach quasi fast weg!
00:37:57: Und Sod brennen auch Magenbeschwerden halt wirklich.
00:38:00: da weiß ihr jetzt nur noch Gut, wenn zu viel Weizen da war.
00:38:02: Aber kaum noch aus Stress.
00:38:04: und eine Sache ist ... Wenn du dich nicht richtig fühlen kannst, dann erkennst du nicht die Grenzen deines Körpers.
00:38:10: Das heißt ich hab mich sehr hofft überfressen gesagt Ich habe einfach nicht aufgehört zu essen weil ich gesagt hab das war auch ein bisschen immer dieses wo mich ein Therapeut darauf hingewiesen hat Dieses muss alles schlucken was dir gegeben wird.
00:38:22: Er sagt, wenn der Teller voll ist es ist ja am Ende leer man lässt nichts übrig.
00:38:26: Dadurch eben vollkommen zusammen mit ich kann mich nicht entscheiden.
00:38:30: Das heißt, wenn wir bestellt haben viele Sachen bestellt und die mussten dann alle aufgegessen werden und danach ging es mir fürchterlich schlecht weil ich halt nicht das Sättigungsgefühl erkannt habe.
00:38:39: Ich hab auf meine Schmerzgrenze keine Rücksicht genommen.
00:38:41: also ich habe ja Jiu-Jitsu gemacht sehr lange Und dass immer voll über die Grenzen und wir haben uns da richtig vermöbelt teilweise Und ich war auch, als ich angefangen habe zu Hause Sport zu machen.
00:38:52: Ich glaube alle sechs Monate hatte ich eine chronische Verletzung weil sich irgendwas entzündet hat, weil ich es halt wieder voll übertrieben hab.
00:38:57: Weil ich einfach keine Grenze wahrgenommen hab da.
00:39:00: also das hat sich massiv auf meinen Körper niedergeschlagen.
00:39:03: Krass!
00:39:03: Da hast du den wirklich richtig geschunden?
00:39:06: Ja komplett wo ich immer sage ob der wohl noch vierzig wird.
00:39:10: Das ist schon mit unter wenn ich zurückblicke wo ich sage was ich dem angetan habe.
00:39:17: Also so viel dazu, dass dieses Nicht-Zulassen von Gefühlen der fehlende Kontakt zu den eigenen Gefühle und Emotionen das nicht krank macht.
00:39:28: Ja!
00:39:29: Und ich meine, das sind ja nur die ... wo es sich somatisch wirklich in körperlichen Beschwerden niederschlägt.
00:39:34: Allein die Emotionen selbst.
00:39:36: also wie schmerzhaft psychischer und emotionaler Schmerz ja auch sein kann.
00:39:41: Das ist etwas, wo ich früher keinen Kontakt hatte.
00:39:43: Jetzt kommt alles was ich unterdrückt hab in Wellen wieder raus wo ich sage, das ist eigentlich das, was körperlich mir richtig zu schaffen macht.
00:39:50: Das sitzt halt überall und alles verkampft sich, wenn dann so eine Welle kommt.
00:39:54: Und es ist ja nur im Kopf, ne?
00:39:56: Kannst du dich erinnern in deiner Vergangenheit an der Situation, wo jeder andere total emotional reagieren würde aber du irgendwie eher konsterniert war?
00:40:07: Also ich denke jetzt gerade eher vielleicht daran, dass sich eine Beziehung wurde beendet oder jemand ist verstorben oder irgendetwas Tragisches ist passiert.
00:40:15: Das wird dich irgendwie völlig ... Du wusstest eigentlich, du müsstest jetzt weinen.
00:40:18: Aber es kam nichts?
00:40:20: Ich glaube das hat mir immer auch so schwergemacht.
00:40:22: ich bin ein unfassbar emotionaler Mensch also super sensibel und das Unterdrücken hat nie so komplett funktioniert.
00:40:33: Also es gab in den Zeiten wo ich's halt komplett unterdrückt hatte Immer wieder Phasen wo ich dann trotzdem geweint habe Wo ich jetzt sagen würde als meine Mutter gestorben ist im Jahr zwei tausend sechzehn Ich hab geweint und das hat mich auch traurig gemacht, aber ich weiß jetzt im Nachhinein wo ich halt an die Trauer rankommen.
00:40:48: Wo ich sag... Das hat nichts mit der Trauer zu tun wie ich sie jetzt empfinde.
00:40:53: also dass was ich jetzt an Emotionen habe Also ich habe geweint Und war traurich Aber halt zehn Prozent von dem was ich halt jetzt emp finde Und deswegen ist mir das halt auch so lange nicht aufgefallen.
00:41:03: wenn ich jetzt in dem Moment halt überhaupt nicht traurisch gewesen wäre dann hätte ich ja sofort merken können da ist irgendwie eine Alarmglocke das ist hier so nicht okay?
00:41:09: Aber es war halt was da Aber unfassbar wenig.
00:41:13: Das war sehr, sehr stark gedämpft und zwar ganz wenig von dem wie ich wirklich bin.
00:41:18: Wo ich es halt hätte häufiger merken können das waren tatsächlich Situationen wenn andere emotionale Situationen hatten wo ich merke so okay ich weiß dass jetzt gerade super schlimm für den aber mit mir macht das halt grade gar nichts.
00:41:29: Ich weiß dass mir das leid tut und so so rational und dass man jetzt halt Anteilnahme zeigt.
00:41:35: aber wirklich zu verstehen und zu fühlen was da passiert das wars halt.
00:41:40: Ich kann mich nicht richtig in die Situation reinversetzen.
00:41:43: Ich muss das halt alles gelernt
00:41:44: machen.".
00:41:45: Als du sagen kannst, dieser Umbruch kam ... Gab es für dich so eine einen Ausschlaggebende Situation oder war das eher so viele kleine Situationen?
00:41:54: Wo du gemerkt hast, okay... Also irgendwas stimmt bei mir grade wirklich nicht.
00:41:58: Ich sollte mal mit einem Therapeuten sprechen.
00:42:03: Oder wusstest du durch irgendjemandem sofort, okay ... Der Kontakt zu deinen Gefühlen fehlt.
00:42:09: Also was war der ausschlaggebende Grund?
00:42:11: Weil es ist wahnsinnig komplex vor allem, wenn man wie du in so einem Rollenbild ... Man arbeitet frau's Zuhause aufwächst und vor allem halt auch keine Emotionen zeigt.
00:42:21: Ja da zeigen darf
00:42:23: ja also das alles eine sehr komplizierte Situation gewesen.
00:42:27: ich habe immer noch nie gearbeitet Ich war verheiratet Und im Prinzip hat sich das ergeben dass ich ein sehr ähnliche Verhältnisse.
00:42:34: dann hatte wie meine Eltern das damals hatten, als ich gearbeitet hab Vollzeit und Partnerin war zu Hause.
00:42:40: Und ... Dann kamen zwei, siebzehn, zwei achtzehn.
00:42:45: so der Punkt, wo halt mir alles irgendwie um die Ohren geflogen ist also wo die Ehe auch in die Brüche gegangen ist, wo eine neue Beziehung auf dem Plan stand und wo ich gemerkt habe, so wie ich bis jetzt gelebt hab kann nicht diese Situation sich händeln die Form von Emotionalität, die einfach mein Privatleben erfordert hat.
00:43:05: Um da irgendwie in irgendeiner Weise interagieren zu können habe ich gemerkt so irgendwas funktioniert hier nicht und so wie ich mit den Menschen umgehe klappt das hier nicht.
00:43:15: Ich hab dafür keine Muster und irgendwie super schwer zu beschreiben.
00:43:19: Ich habe halt einfach an dem Punkt gemerkt Mit dieser unterdrückten Emotionalkeit kann ich meinen Privat Leben nicht mehr auf die Reihe kriegen.
00:43:27: Und eigentlich war es halt überhaupt nicht.
00:43:30: Ich hab nie im Beruf gemerkt, das ist jetzt zu viel.
00:43:32: Selbst wenn ich halt siebzig, achtzig Stunden gearbeitet habe und hab zwei Tage Urlaub im Jahr gemerkt.
00:43:36: Hab ich nie gemerkt da ist irgendwie ein Problem.
00:43:38: Und dann in dem Moment wo mir mein Privatleben um die Euren geflogen ist, hab ich halt gemerkt okay irgendwas stimmt hier nicht.
00:43:44: Irgendwas passt nicht so wie ich.
00:43:46: Und eben nicht nur ... Ich hab lange versucht das über die externen Umstände zu erklären dass es auch die Leute um mich herum sind einfach zu hysterisch.
00:43:52: Die haben einfach zu starke Emotionen und deswegen klappt das alles nicht.
00:43:57: Und dann habe ich irgendwann gemerkt, okay so diese Situation.
00:44:00: Ich verlier das hier alles wenn nicht herauswählende was da mit mir eigentlich das Problem ist und hab deine Therapie angefangen.
00:44:08: Ursprünglich bin reingegangen und hab gesagt, ich habe eine Depression.
00:44:12: Ich hab Burnout und irgendwie Aggressionsprobleme weil ich gemerkt habe, ich werde super schnell wütend!
00:44:17: Ich bin die ganze Zeit niedergeschlagen, alles stresst mich, komm mit der Arbeit nicht mehr klar Und hab eigentlich nur nach einer Lösung gesucht, wie kriege ich mein Privatleben in den Griff?
00:44:24: Damit ich mit meinem Beruf so weitermachen kann wie vorher.
00:44:29: Dann habe ich aber eben an diesen Problemen gearbeitet und mich mit meinen Emotionen konfrontiert.
00:44:33: Das war der Punkt wo ich gemerkt hab ... Moment!
00:44:36: Das hier ist nicht das Problem.
00:44:38: Sondern das ist das Problem dieses Arbeiten und die ganze Zeit nur in Leistung.
00:44:42: Das muss nicht wieder funktionieren.
00:44:45: Und das war super schwierig für mich, an dem Punkt zu kommen, an den ich gemärkt habe.
00:44:50: Ich werde nicht wieder an den Punkt kommen, an dem ich siebzig-achtzig Stunden arbeiten kann.
00:44:55: Und das ist auch nicht der Sinn der Sache und ich hatte tierische Panik davor, an den punkt zu kommen, bei dem ich jetzt bin.
00:45:01: An dem ich sage okay geht nicht soll auch nicht weil ich gesagt aber ich muss doch diese Leistung bringen das muss doch da sein.
00:45:07: Und ich wollte auf keinen Fall die Person werden, die ich jetzt.
00:45:14: Also wenn ich jetzt zurückgehen würde und würde mich jetzt angucken, würde ich sagen was für ein Weichei.
00:45:18: Der kriegt echt nur noch einen Drittel von der Arbeit hin die ich jetzt hinkriege als Vergangener ja?
00:45:24: Und wo ich mich dann umdrehen kann, kann sagen so Ja habe ich viel mehr Kontakt zu mir selbst Ich fühle mich vielmehr mein Leben ergibt vielmeher Sinn und das hätte er nicht verstanden.
00:45:32: Was ist das zu bedeuten?
00:45:33: Wo ist dein Leben denn jetzt besser?
00:45:34: weil du fühlen kannst?
00:45:35: Guck mal wie oft du heulst
00:45:37: Weil's so viel gesünder ist, weil wir nicht nur aus einer körperlichen Hülle bestehen.
00:45:41: Sondern auch aus so vielen anderen Dingen!
00:45:43: Aber du hattest es jetzt mal um da noch mal kurz einzuhacken und du hättest gesagt ... oder habt in der Therapie herausgefunden dass das nicht dieser Mangel an Emotionen sondern dieser Leistungsdruck?
00:45:54: aber glaubst du nicht, dass das eins ineinander greift?
00:45:57: Dass der Leistungs-Druck durch den Mangel am Kontakt mit Gefühl und Ausdruck der Gefühle und auch anders drum ist?
00:46:04: Dass das nicht irgendwie ineinandergreift.
00:46:07: Wenn ich das so gesagt hab, habe ich mich gerade schlecht ausgedrückt.
00:46:10: Also, ich bin fest davon überzeugt, ist genauso wie du es grade gesagt hast und das war einer der Sätze, die mich in der Therapie wirklich am meisten geprägt hat und den ich immer wieder zitiere.
00:46:19: Also ganz am Anfang ... Ich kam da hin und hab gesagt, ich hab Depressionen oder Börner-Auto.
00:46:23: Und direkt am Ende der Stunde sagt er so, nee sie fühlen sich nicht.
00:46:26: Und ich sag das so... Am Ärmel!
00:46:28: Also ich bin glücklich und ich bin wütend und ich hab bei der Berligung meiner Mutter geweint, alles da.
00:46:34: Alle Emotionen sind da, hab ich kein Problem mit.
00:46:37: Und dann hab ich halt gemerkt, das reicht.
00:46:39: Es kam immer weiter ran und mein erster Therapeut war da sehr holzamer Methode und hat direkt gesagt so ... Sie können das nicht!
00:46:45: Das ist ein bisschen im Prinzip der Verkörperung meines Vaters.
00:46:50: aber zu versuchen mich aus dieser Rolle rauszubringen, es war ganz abstrus.
00:46:54: Weißt
00:46:54: du was?
00:46:54: Das ist vielleicht zu diesem Typ, den wir vorhin gesagt haben.
00:46:56: Er wusste in der Theorie wie's funktioniert, aber vielleicht war selber mit seinem gefühllichen Kontakt und konnte es entsprechend nicht transferieren.
00:47:04: Das ist immer noch ein großes Mysterium für mich.
00:47:06: Ich musste dann auch tatsächlich nach einem halben Jahr den Therapeuten wechseln, weil er gesagt hat, das dauert länger so lange mache ich nicht mehr und bin an einen wirklich hervorragenden Therapeut geraten.
00:47:15: also es hat mein Bild von Therapie halt komplett geprägt und der erste Satz aus meiner ersten Therapie war tatsächlich eben sie fühlen sich gar nicht richtig.
00:47:24: und dann habe ich halt gesagt ja aber wie denn auch?
00:47:28: Ich hab ja überhaupt keine Zeit.
00:47:29: Also ich arbeite ja die ganze Zeit, wann soll ich mich denn fühlen?
00:47:32: Ich arbeite zu viel um mich zu fühlen.
00:47:34: und dann sagte er so ne es ist andersrum.
00:47:37: Sie arbeiten soviel um sich nicht zu fühln.
00:47:39: also sie versuchen diesen Emotionen aus dem Weg gehen und deswegen machen sie sich durch ihre Arbeit kaputt.
00:47:43: Da habe ich davor gesessen und hab gesagt... Das ist Ja Und heute merke ich das halt bewusst dass wenn's halt zu viel wird dass ich schnell Es ist halt gemütlicher.
00:47:54: Arbeit kann ich, Leistung kann ich da mich stundenlang auf eine Sache zu konzentrieren.
00:47:58: Ist super um eben aus diesen ganzen komplizierten und unangenehmen Sachen rauszukommen.
00:48:03: Wie oft bist du auch so in der Therapie Stunde rausgegangen hast gedacht boah ey... Du kannst mich mal gerne haben!
00:48:07: So ein Quatsch
00:48:09: Am Anfang häufig.
00:48:11: Am Anfang war das tatsächlich, weil es eben auch so konfrontativ war.
00:48:15: Da hab ich ein bisschen den Vorteil davon ... Das klingt jetzt abstrus, aber dass ich sehr viel selbstverletzenes Verhalten auf einer emotionalen Ebene praktiziere.
00:48:28: Mein bester Freund sagte mal, ich habe eine Gym-Bro-Attitude zu Mental Health.
00:48:33: Also diese Überpumpen und immer mehr!
00:48:35: Dass ich halt sagst, oh Schmerz voll rein, alles was geht, komm raus hier.
00:48:38: Wir halten das schon irgendwie Dass ich sehr schnell an dem Punkt war, dass ich gesagt hab okay es hat auch ein bisschen so mit einem negativen Selbstbild zu tun.
00:48:47: Ich sag das Problem nicht erstmal bei mir.
00:48:49: Das war dann eben ganz schnell in dem Moment wo ich angefangen habe das Problem bei mir zu suchen und da hab' ich dann auch vermehrt immer das Problem beim mir gesucht.
00:48:55: Und dass sich halt aus der Therapie rauskam und sagte ok ich denke es ist anders aber der wird schon recht haben.
00:49:00: deswegen bin ich glaube ich gerade so in der ersten Therapie einmal zu viel aus einer Therapie herausgegangen und hab Sachen angenommen die im Endeffekt nicht für mich geschnitten haben als dass ich gesagt habe, nee alles blödsinn.
00:49:09: Ich hab das immer erst mal sofort ernst genommen versucht irgendwie zu integrieren und erst viel später halt bewertet.
00:49:15: was passt wirklich für mich.
00:49:16: Sag mal wie hat denn dein Umfeld reagiert?
00:49:17: Als du angefangen hast zur Therapie zu gehen und sozusagen eher an die weichere Seite zu gehen.
00:49:23: Und weich meine ich damit absolut im positiven.
00:49:26: Die warme...
00:49:27: Es ist deutlich kleiner geworden.
00:49:29: Also was auch viel damit zusammenhängt, dass ich vorher jemand war der Bekanntschaften halt auch gesammelt hat wie Pokémonkarten.
00:49:37: Man hat ein großes Umfeld und viele Leute um sich herum.
00:49:40: Es ist bei den meisten nicht besonders tief aber es sind viele.
00:49:43: Und so diese oberflächlichen Kontakte zu halten ist etwas das halt ganz stark zurückgegangen ist.
00:49:49: Ich habe gerade aus dem engeren Kreis Viele bis da sehr wertvolle Menschen verloren die dann gesagt haben, damit kommen sie nicht klar.
00:49:58: Vielleicht nicht unbedingt mit der geheilten oder der geheilterem Version von mir aber mit dem Prozess weil der Weg dahin zu kommen also das erst mal an diese Emotionen ranzukommen und gerade mit dieser extremen Sensibilität und dieser extremem Emotionalität dass ganz viele überfordert damit waren was da denn eine Emotion rauskommt.
00:50:17: Und am Anfang muss ich ganz ehrlich sagen auch die Strategien mit denen ich versucht habe das Ganze irgendwie zu halten.
00:50:23: es hatte schon sehr um aus dieser Überforderung rauszukommen, dass es schon nazistische manipulative Züge hatte.
00:50:29: Um daneben zu sagen so ja da muss jetzt mehr Rücksicht draufgenommen werden und nee das ist doch normal und also alles... Also ich habe größten Respekt vor allen Menschen die Zeit bei mir waren und das mit mir durchgehalten haben weil es definitiv keine einfache Zeit war und es ist immer noch sehr schwierig.
00:50:44: aber gerade die ersten Jahre waren Ja!
00:50:46: Und da haben eben auch einige gesagt so ne sorry dass wir zu viel da haben Da muss ich weg, da muss ich raus.
00:50:52: Viele sind einfach mehr auf Abstand gegangen und haben gesagt, okay ja nicht so nah.
00:50:57: Aber ich habe auf der anderen Seite auch gemerkt dass diejenigen, die dabei geblieben sind den ganzen Prozess begleitet haben das die unglaublich mit mir zusammengewachsen sind.
00:51:05: also ich würde sagen die Menschen mit denen ich jetzt eng befreundet bin Das sind halt richtig intensive Freundschaften im Vergleich zu dem was vorher war.
00:51:14: Sind das Menschen wo du sagst?
00:51:15: Die sind da schon in Kontakt mit ihren Gefühlen?
00:51:20: Dass sie das auch tragen können und halten können?
00:51:22: Das ist eine gute Frage, tatsächlich teilweise.
00:51:24: Also ich würde sagen einige von denen die sind so vor der Kategorie Die haben vorher gesagt wir sehen welcher emotionale yanda drin ist Wir tolerieren dass er halt diese maske trägt aber wir wissen innen drin ist das Wie jetzt sich halt freuen dass es rauskommt und dass Sie jetzt mit dem richtigen Jan reden können.
00:51:42: Und bei anderen ist es ganz viel so viel diesen Prozess mitgemacht haben.
00:51:46: Dass sie durch meinen Prozess gemerkt haben, ich guck auch mal bei mir hin und dass man dadurch quasi durch so eine gemeinsame Selbstfindung zusammengewachsen ist.
00:51:55: Wann begann das bei dieses ungefähr zwei achtzehn?
00:51:59: Nach dem Tottenham-Mutti?
00:52:00: ne?
00:52:00: Ja genau.
00:52:01: Das ist kurioserweise alles.
00:52:03: Also zwei siebzen hat es sich vorbereitet... Man gemerkt hat, da passiert jetzt gerade was.
00:52:10: Das wechselt aber zwei achtzehn ist dann das wo halt wirklich der Knall war.
00:52:14: Was glaubst du, was sie sagen würde?
00:52:15: Wenn Sie dich jetzt so sehen könnte...
00:52:17: Ah!
00:52:18: Das ist eine schmerzhafte Frage.
00:52:22: Also es ist ein ganz wundepunkt bei mir.
00:52:25: Wir können den Punkt auch sehr gerne weglassen.
00:52:27: Also dann wird's halt richtig emotional.
00:52:29: Wie du dich wohlfühlts Jan?
00:52:31: Wohlfühlen, das ist ein anderes Thema.
00:52:33: Es geht ja nicht immer ums Wohl-Fühlen Ich weiß es ehrlich nicht.
00:52:38: also ich glaube, dass ich wäre stolz drauf.
00:52:40: Also ich glaube, es wäre durch den Prozess auch sehr anstrengend für sie geworden.
00:52:43: Weil Sie sich halt einfach mit diesen Sachen bei sich selbst konfrontieren müssen und weil sie ja eben auch diese Sachen beisig selbst geleugnet hat ist das eben... Ich meine der Grund warum ich noch da bin, warum die Depression nicht am Endeffekt dazu geführt hat dass ich sage so, dass funktionieren alles nicht mehr Ist ja, weil ich an diese Sachen rangekommen bin Und ohne hätte es halt nicht funktioniert.
00:53:03: also ich musste zwangsläufig irgendwann An diese Sachen, ich musste das aufarbeiten Und das ist halt was, was bei ihr so nie stattgefunden hat.
00:53:12: Also da haben stattdessen weniger gesunde Strategien stattgefundet um eben damit umzugehen und deswegen weiß ich es tatsächlich nicht.
00:53:21: also ob sie an den Punkt gekommen wäre an denen sie sagt stimmt Ich muss auch diesen Weg gehen um damit um zu gehen oder ob dass Sie so getriggert hätte dass sie denn den Schritt zurück von mir gemacht hätte schwer zu sagen aber ich glaube Es war halt immer so um wieder zum Anfang zurückzukommen, dass bei meinem Vater immer so Leistung und man muss eine Familie ernähren können.
00:53:41: Meine Mutter hat einfach gesagt, mach was, dich glücklich machen.
00:53:44: Hauptsache du bist glücklich!
00:53:46: Und ich bin jetzt auch wenn es oft nicht so aussieht wesentlich glücklicher als vorher.
00:53:51: also Ich würde das nicht rückgängig machen wollen und ich würd sagen Das Ziel habe ich in den letzten fünf Jahren mehr erreicht als in den zehn Jahren, in denen ich versucht hab Karriere zu machen um meine Träume zu verwirklichen und Doktortitel zu machen und sowas.
00:54:03: Also die Promotion hat mich nicht so glücklich gemacht wie die Therapie.
00:54:06: Danke, dass du so ehrlich bist und so offen.
00:54:08: Dass du dich in dieser Frage gestellt hast!
00:54:12: Was sagt denn dein Papa dazu?
00:54:14: Wir hatten tatsächlich auch in der Therapiezeit nochmal Gespräche wo es auch ganz viel darum ging das ich gesagt habe was er mit mir gemacht hat und wie ich seinen Verhalten wahrgenommen hab.
00:54:25: und so Ich glaub, Teile haben zu einer Erkenntnis geführt.
00:54:30: Aber ganz viel war das halt dieses ... ich hab noch nix falsch gemacht und es ist ja auch alles in der Vergangenheit.
00:54:35: Und spielt jetzt keine Rolle mehr.
00:54:37: Jetzt bin ich auch zu alt, irgendwas zu machen.
00:54:41: Ja, es ist ganz schwierig darüber zu reden, weil... Es is Anerkennung- und Wertschätzung.
00:54:51: Auf der anderen Seite aber auch ein scharmbahafterer Wunsch nach Vergeltung?
00:54:55: dass ich halt sage, ich möchte auch, dass da irgendeine Wiedergutmachung geleistet wird für das was ich jetzt halt durchmachen muss.
00:55:01: Durch die Erziehungen, die ich halt genossen habe.
00:55:03: Wo ich sag' Ich übernehme die Verantwortung für mich selbst und ich sag's so, ich bin weitestgehend über den Punkt hinaus, indem ich sag', ich gebe einfach nur meinen Eltern die Schuld an dem was ich durchmache, soll ich sagen es hat viel kaputt gegangen und jetzt ist meine Verantwortung halt daran zu arbeiten.
00:55:17: Aber es ist trotzdem dieser Teil, der dann immer sagt.
00:55:19: Es ist unfair dass ich das jetzt aufarbeiten muss.
00:55:21: wenn das die Generation vorher gemacht hätte Dann hätte ich jetzt weniger Probleme und das steht halt immer noch so ein bisschen dazwischen.
00:55:26: Und wenn da halt so einen moment gewesen wäre wo so eine aufrichtige Entschuldigung gekommen wäre und so ja Ich sehe wie mein verhaltener schaden angerichtet hat Dann würde es mir glaube ich leichter fallen als immer nur zu hören Ja es tut mir leid dass das für dich so schlimm war aber Seit drei jahren haben wir jetzt halt auch keinen kontakt mehr Weil dann Sachen vorgefallen sind und natürlich gekommen sind, wo ich gesagt hab so entweder da passiert jetzt was oder ich bin raus.
00:55:52: Und dann kam eben so ne, bringt ja nichts mehr das da was passieren habe ich gesagt okay denn läuft das viel für mich nicht.
00:56:01: Wie ist denn deine Brüder mit dir im Kontakt?
00:56:04: Habt ihr Kontakt?
00:56:05: Ja also ich würde sogar sagen es immer mehr so on off mal dass ist mehr mal das ist weniger.
00:56:11: aber ich würde sagen wir haben mir jetzt mehr Kontakt als früher wird tatsächlich sagen, dass ein bisschen der Tod meiner Mutter uns auch noch mal ein bisschen zusammengebracht hat.
00:56:19: Weil wir gesagt haben so okay bei unserem Vater ist das jetzt für uns alle nicht so richtig einfach aber wir untereinander können ja immer zusammenhalten.
00:56:26: Das würde ich sagen Hat nochmal was getan und ich glaube habe eben auch durch die Therapie dass sich sagt es mir auch wichtig diesen Kontakt zu den beiden so haben emotional auch und dass Ich auch versuche mehr auszudrücken was sie mir halt auch bedeuten.
00:56:39: Würdest du sagen ihr habt nicht nur Kontakt sondern ihr seid auch im Kontakt Ja.
00:56:43: An welchem Punkt sind deine Brüder?
00:56:45: Merkst du auch, dass sie da ihre Probleme haben und daran gearbeitet haben oder...
00:56:50: Also ich merke auf jeden Fall ohne jetzt halt zu viel über die sagen zu wollen weil das steht mir nicht zu werden Sachen nach draußen zu bringen.
00:56:58: aber wir sind alle nicht unberührt geblieben von dem was in unserer Erziehung war gerade eben auch weil es ja auch immer so war dass wir sagen Wir haben diese begrenzte Ressource Emotionale Zuwendungen.
00:57:09: Meine Mutter hat die Schwierigkeiten damit, weil sie eben mit ihrer Depression zu kämpfen hatte.
00:57:12: Mein Vater hat keine emotionale Verfügbarkeit gehabt.
00:57:15: Das heißt, emotionale Zuwendung war schon für ein Kind zu wenig Ressource und dann mussten wir uns auch noch zu dritt darum prügeln.
00:57:21: also ich glaube das keiner von uns unversehrt beigeblieben.
00:57:23: Wir sind aber alle so jeder halt auf seinem Weg irgendwie damit umzugehen und da auch offen darüber zu reden.
00:57:29: das heißt Ich kann offen alles was auch in der Therapie passiert wenn mein Bruder Besprechung kann sagen dass es so ist Das und das, hat das mit mir gemacht.
00:57:40: Und wir können ja sehr offen mit umgehen.
00:57:42: Ich glaube auch, dass es uns noch weiter zusammengemacht hat.
00:57:45: Also ich würde sagen insgesamt habe ich ein echt gutes Verhältnis zu den beiden.
00:57:48: Was machen die beiden beruflich?
00:57:50: Machen sie auch was im Geistes- und Schaffensliegenbereich oder eher im richtigen?
00:57:55: Wir haben beide etwas Anständiges gelernt!
00:57:57: Guck mal Jan Mensch, siehst du
00:57:59: wieder?!
00:58:00: Ja also... Der Mittlere hat als Mediengestalter gemacht und ist jetzt meiner, ich weiß nicht, eine Tochterfirma von IBM relativ weit oben erst im Projektmanagement.
00:58:13: Und jetzt eben so Client-Director heißt das glaube ich, also sogar über die Software Schiene war er es eben im Gestaltungsbereich und dann über die Informatik Schiene jetzt sogar ins Management und der Jüngste ist eben ein Softwareentwickler.
00:58:27: Also die haben beide Informatiken gemacht ... niemals gemacht hätte.
00:58:33: Weil ich, das war ja so die Frage, was studierst du und so?
00:58:37: Und für mich war definitiv Medizin oder Jura... Oder Informatik oder Physik.
00:58:42: Da habe ich gesagt, da bist du aber für alles zu doof!
00:58:44: Das schaffst du gar nicht.
00:58:45: So ein Informatiksstudium packst du nicht, so ein Physikstudium packs du nicht.
00:58:48: Medizin und Jura auch nicht.
00:58:50: Machst du etwas, was dir halt auch intellektuell zutraust?
00:58:52: Dann hab ich gesagt so Germanistik und Bio Das ist deine Kragenweiche, das kriegst du hin.
00:58:56: Dass
00:58:57: das gar nicht mit Pachse und Du bist zu doof zu tun hat?
00:59:01: Es ist einfach nichts, was Dich interessiert!
00:59:02: Weil ... Sorry, ich kann nur noch mal links auf meinen Zettel gucken, was Du am Ende jetzt alles gemacht hast.
00:59:09: Ich weiß nicht, ob ich Linguistik ohne Weiteres machen könnte oder ob ich da vielleicht nie auch so doof wäre.
00:59:16: Dafür hab' ich Wirtschaftsrecht gemacht, wo Du dann vielleicht sagst, oh Gott, es will n...
00:59:21: Ja also ich versuche auch so ein bisschen an den Punkt zu kommen, an dem ich sage, okay hätte vielleicht nicht jeder geschafft.
00:59:28: Aber es ist tatsächlich ein guter Punkt.
00:59:32: Ich freu mich auf mein Gehirn, mich da vielleicht sogar veräppelt hat und das ist halt gesagt, so nee, das schaffst du nicht!
00:59:38: Mach lieber was, was dich interessiert, wo du auch mit Herzblut drinstecken kannst.
00:59:43: und im Endeffekt war ich ja dann im Studium einfach deutlich besser als in der Schule weil ich halt das gemacht habe, was mich wirklich interessiert hat also mich da wirklich in Grammatik das Sündtags reinzufuchsen und dann eben auch in der Akustik, auch in die physikalischen Grundlagen was Schall angeht und sowas.
01:00:01: Ich hatte mir das vorher nie zugetraut und jetzt stecke ich halt da drin weil ich weiß wozu mache ich das?
01:00:05: Weil wir damit Sprache machen können!
01:00:06: Und ja deswegen ist eine gute Frage ob vielleicht dieses du kannst das nicht auch kamen aus Du willst es eigentlich gar nicht.
01:00:14: Man war das wirklich eigentlich beängstigend als du so mit Beginn der Therapie gemerkt hast dass Ja, so wie du dein Leben bisher gelebt hast.
01:00:23: Dass sich das alles ändern wird?
01:00:25: Dass du vielleicht auch dich noch mal hinterfragen wirst, bin ich jetzt da wo ich sein möchte und wo will ich ihn eigentlich hin?
01:00:32: Voll und ganz!
01:00:33: Also als ich gerade gesagt habe Ich hatte Angst die Person zu werden, die ich jetzt bin Das war eine aktive Angst.
01:00:41: Also ich hatte wirklich die ganze Zeit in der Therapie Angst, was wird aus mir?
01:00:44: Was passiert denn
01:00:45: danach?".
01:00:46: Und das war auch ein Streitgespräch im Anführungszeichen, was ich oft mit meinem Therapeuten hatte.
01:00:50: Dass ich gesagt habe so, was wenn ich das nicht werden will!
01:00:53: Was wenn ich nicht zufrieden bin bei dem Wasser im Endeffekt rauskommt.
01:00:56: Wo es dann eben immer darum geht nur weil du nicht in die Werkstatt gehst ist dein Motor nicht heile.
01:01:04: Mir von Anfang an gesagt wurde so ein bisschen nach dem Motto, wenn du das dann bist was du willst.
01:01:09: Dann bist du halt auch zufrieden mit dem was draus geworden ist.
01:01:12: aber das ist vielleicht jetzt nicht unbedingt dass was Du werden möchtest.
01:01:15: Aber ich hatte richtig richtig Panik.
01:01:18: Ich weiß wie oft ich hier gesessen habe und hab gesagt ich habe Angst ich bin ja nicht mehr leistungsfähig ich kann denn nicht mehr diese Achievements bringen die ich Erbracht haben wo ich sagen würde Ja Ich würde mich noch mal in Doktorin drei Jahren hinkriegen Ich habe zweieinhalb Jahre, zwei, drei Vierteljahre.
01:01:32: Aber ich hatte die Forschung gemacht und die Experimente.
01:01:34: Dann hab ich das Ding in drei Monaten geschrieben.
01:01:36: Wo ich sag, das könnte ich jetzt gar nicht mehr!
01:01:38: Ich wäre physisch nicht dazu in der Lage mich so lange zu konzentrieren und da dran zu bleiben... ...und überhaupt einfach Bock darauf haben, so viel Zeit damit zu verbringen.
01:01:47: Also, ich bin definitiv an dem Punkt, wo ich sage, die Leistungen, die ich früher gebracht habe, das geht jetzt nicht mehr.
01:01:53: Das ist halt auch okay.
01:01:55: Da ist noch der Teil, der dem hinterher trauert, der sagt, was du mal konntest?
01:02:00: Und dann kommt aber eben der Teil, da sagt er ja, aber dafür kannst du jetzt halt andere Sachen.
01:02:03: Ich muss jetzt halt nur lernen den gleichen Stellenwert einzuräumen.
01:02:06: was ich sage die Emotionalität, die ich jetzt habe ist ein Skill, der halt auch Vorzüge hat.
01:02:12: Das ist halt nicht so anerkannend.
01:02:14: Naja und vor allem weil du, du konntest es aber eigentlich nur, weil du über alle Maßen hinaus gibst ne?
01:02:19: Wenn du auf einer Skala bis hundert bis hundert, das ist Maximum.
01:02:23: Und du jedes Mal über die Jahre drüber gelatscht bist und bei zweihundert gelandet bist, hätte dich auch einen Herzkass beeilen können?
01:02:30: Ja ... Das wäre vermutlich nicht mehr lange so gewesen.
01:02:34: also... Das ist halt so ein bisschen die Sorge, die ich da eben auch jetzt hab weil es immer noch schwierig ist aus diesen Rollen rauszukommen.
01:02:40: Also es ist ja nicht so dass ich habe jetzt die Therapie gemacht und ich bin jetzt tatsächlich nächsten Montag fertig mit der Therapie.
01:02:45: Also das endet jetzt auch das Ganze Die Psychoanalyse.
01:02:49: Und das ist nicht so, dass ich jetzt sage und jetzt ist fertig.
01:02:52: Jetzt sind auch die Muster abgelegt, sondern ich merke halt immer noch gerade wenn ich unter Stress gerate, gerade wenn eine neue Situation... Also ich habe jetzt im April grade den Job gewechselt und Ende August ein neues Fach übernommen mit einer neuen Klasse wo ich direkt merke es kommt sofort an dem Punkt, dass die alten Muster sagen aha!
01:03:08: Neue Situationen damit können wir umgehen?
01:03:10: Und dann bin ich zu ganz vielen Teilen wieder diese Person weil diese Muster halt immer mal da sind, verschwindet halt nicht.
01:03:17: Und es ist eben ein Konstant, das eben auch dagegen angehen.
01:03:21: Aber ich meine letztendlich ist es ja aber auch das, ne?
01:03:23: Du hast das Werkzeug jetzt an der Hand und jetzt geht's halt darum, dass du übst... Ja!
01:03:26: ...und dass du da schneller sozusagen den Kopf sozusagen mal hoch nimmst und sagst, ah okay, halt stopp mal Ich renne jetzt gerade schon wieder los, ich nehme lieber zurück.
01:03:38: Ja ganz genau.
01:03:39: Ich entwickel immer noch neue Strategien um wieder Nennern daraus zu kommen.
01:03:42: Dass sie sagt am Anfang war es halt nie passiert.
01:03:45: dann habe ich irgendwann glücklicherweise mal emotionalen Kontakt gekriegt und bin aus diesem Muster raus.
01:03:50: Jetzt inzwischen habe ich schon Strategien, wo ich sagen kann Ich weiß genau, ich lebe mich ins Bett, mache eine bestimmte Playlist an Und dann komme ich aus diesen Modus raus und bin wieder da drin.
01:03:59: Aber es ist halt immer noch mit Belastung zusammenhängt.
01:04:01: und wenn dann halt wieder so eine hatte jetzt eben gerade eine Phase Wo ich gemerkt hab so okay Da komme ich jetzt grade nicht so einfach wieder raus.
01:04:07: und das ist halt Immer ein konstanter Lernprozess sich weiterzuentwickeln und eben auch Nicht an den Punkt zu kommen, indem man sagt ich bin jetzt fertig Sondern eben zu sagen Es geht immer weiter Und das ist halt auch okay, ich muss nicht fertig sein.
01:04:17: Das war eine große Angst, dass ich sage, oh, ich mach die Therapie.
01:04:20: was wenn ich nicht rechtzeitig fertig bin?
01:04:22: Wenn die Therapy endet bevor ich fertig bin!
01:04:25: Dann kriege ich ne sechste in Therapie und es geht ja gar nicht.
01:04:31: Aber das war tatsächlich dann so nach drei Jahren wo ich dann gemerkt hab du wirst noch weiter hier mit zu tun haben wenn das hier vorbei ist und das ist ok.
01:04:41: wie du sagst, das Handwerkzeug.
01:04:43: Um selbstständig weiter daran zu arbeiten?
01:04:45: Ich brauche keine Hilfe mehr, um in diesen Sachen aufgefangen zu werden.
01:04:48: Ich kann das jetzt selbst, aber es heißt nicht, dass es vorbei ist.
01:04:51: Witzigerweise erinnere mich daran, dass ich öfter mal gefragt werde mit meinem Podcast.
01:04:57: Dann weißt Du doch, wie das alles ist!
01:04:58: Dann hast Du auch die Selbstzweife, das hast Du bestimmt nicht mehr und dann bist Du doch jetzt sozusagen im Reinen mit allem.
01:05:07: Ja nee, so einfach funktioniert das ja nicht... Es ist ein Weg.
01:05:12: Und das ist ja ein ständiges Lernen und dran arbeiten, dann macht sie noch mal einen Schritt zurück.
01:05:18: Das ist so was in Kleinkind.
01:05:20: Das fängt nicht an aufzuspringen und kann losjoggen.
01:05:24: Sondern es knallt irgendwie gegen die Tischkante und die Beine verknoten sich, dann fällt's wieder auf die Gusche und geht wieder los.
01:05:31: So merke ich auch bei meinem Podcast, dass es Themen sind ... Ich verstehe sie dann!
01:05:36: Trotzdem,
01:05:36: z.B.,
01:05:37: Stress ... Tolle Doppelfolge mit Jakob Drachenberg, der ist Stressexperte.
01:05:43: Und er hat mir supertolle Tipps gegeben.
01:05:45: und auch zur Resilienz!
01:05:47: Ja du mein Gott.
01:05:48: also als wir jetzt das Wochenende über irgendwelche Sachen organisiert und gepackt haben und hier und da natürlich bin ich komplett über meine Energie hinaus gegangen und saß dann völlig gereizt am Ende des Tages da und hab rumgegiftet weil ich mich komplett vergessen habe obwohl ich das doch eigentlich hätte wissen müssen.
01:06:07: Ich merke das auch ganz oft in solchen Situationen, wo ich sage, ich weiß.
01:06:11: Wenn ich super diese Leistungssprinz habe und dann noch mal durch balle, dann verliere ich mich.
01:06:18: Und dann muss ich mich danach erst einmal wiederfinden.
01:06:21: Das ist denn halt super so, dass ich sagen, ich mache sowas nicht mehr?
01:06:26: Dann bin ich aber in so einer Situation und dann bin ich wieder in den Mustern drin und ich merke geht doch!
01:06:30: Also funktioniert doch, du kannst es doch noch.
01:06:32: Und dann bin ich wieder in dem wo ja und jetzt kann ich's noch?
01:06:35: Dann komme ich nach Hause und dann merke ich so warum gehts mir so scheiße!
01:06:38: Warum bin ich so gereizt?
01:06:39: Warum komm' ich nicht
01:06:40: klar?!
01:06:41: Das Fiese ist eben dieses sein...und das hat eine Schülerin von mir mal sehr schön ausgedruckt dass sie gesagt hat wenn Du in der Bubble bist weißt du nicht dass Du in da Bubble bist?
01:06:48: also du siehst die Bubble halt nur von außen aber nicht wenn Du halt innen drin bist und das sich halt genau weiß.
01:06:54: Ich werde morgen wieder da reinfallen.
01:06:57: Wenn ich jetzt noch eine Stunde weiter arbeite, dann werde ich wieder reinfallen und dann falle ich da raus und denk was ist los?
01:07:03: Weiß nicht dass das der Fall ist!
01:07:04: Und ich muss mir das denn tatsächlich aufschreiben und sagen so ja du bist in der Bubble.
01:07:07: Ah ok, versuch da wieder rauszukommen.
01:07:10: Da kann ich Andrea Ballschuh die Moderatoren vom CDF zitieren, sie meinte wenn du in der Flasche sitzt siehst du das Etikett nicht.
01:07:17: Ah gut.
01:07:18: Das
01:07:19: ist einfach so gut.
01:07:23: Genau das.
01:07:24: Mein erster Therapeut hat als Bedingung dafür, dass ich überhaupt bei ihm in die Einzeltherapie durfte war, dass sich an der Gruppentherapie teilnehmen muss.
01:07:32: und Das war zuerst für mich so.
01:07:33: der Punkt, an dem es hätte sein können, dass sie schon sagen okay Jan macht keine Therapie.
01:07:38: Und dann habe ich mich aber doch überwunden hab gesagt Ich gehe da hin weil eben auch sehr viel aufm Spiel stand Und war dann in der Gruppentherapie und hat gemerkt, diese Sachen hätte ich niemals gesehen.
01:07:46: Wenn ich sie nicht beandern hätte beobachten können oder andere bei mir.
01:07:49: Allein wäre ich nicht da draufgekommen weil man es eben andere Sehens voraus und vor allem wenn die diesen Blick dafür haben.
01:07:56: Das war ganz oft auch so dass sich ein großes Problem mit bestimmten Menschen hatte.
01:08:01: Jetzt im Nachhinein gemerkt habe das daran nicht, weil die zu sehr waren wie ich.
01:08:04: Dass ich gemerkt hab halt, das ist nur eine Maske.
01:08:12: Also, wenn ich das bei dir merke, merkst du es vielleicht auch bei mir.
01:08:14: Dann halte ich mal
01:08:15: Abstand.".
01:08:16: Tatsächlich ist es auch das, was ich immer wieder sage, miteinander reden ... Ist für mich oftmals
01:08:23: ...
01:08:24: Erkenntnisreicher und heilsamer als nur jetzt mit jemandem vom Fach zu sprechen.
01:08:29: Wenn ich so bedenke, Psychotherapie hab' ich auch gemacht Und ich habe aber in den Gesprächen mit Freunden und auch mit meinen ganzen Podcast-Gästen so viel mehr gelernt Als in dieser, ich glaube das waren zwei Langzeittherapien.
01:08:46: Ich hab da viel mehr gelernt wenn mich jemand gespiegelt hat, wenn mir jemand von sich selbst erzählt hat.
01:08:51: Deswegen sauge ich auch so eine Gespräche mit dir oder letzte Woche mit Christian Gashler auf weil das alles Geschichten aus dem Leben sind und nicht unbedingt Expertinnen und Experten die es halt studiert haben und die wir jetzt sagen können welche neurologischen Vorgänge da gerade im Hirn vor sich gehen?
01:09:10: Das ist auch eine super schöne Erfahrung, die ich jetzt gerade mache.
01:09:13: Mein Wert und Normunterricht konzipiere ich halt so dass ein ganz großer Teil weil ich eben den Vorteil habe Ich bin an der Berufsfachschule für Pflege, das heißt es sind alles Pflegekräfte Und im Rahmenplan, im Curriculum hier in den Richtlinien steht halt drin Dass dies ganz viel auch mit Emotionsregulationen und mit Selbstreflexion usw.
01:09:30: zu tun haben sollen.
01:09:31: und dadurch kann ich halt ganz viele von diesen Sachen Die mir persönlich aus so super wichtig sind, die ja auch auf meinem Instagram Kanal immer so breit trete wo ich jetzt eben sagen würde, gerade bei Pflegekräften, dass die sich emotional reflektieren können.
01:09:42: Dass sie sich emotional abgrenzen können eine Fähigkeit, die wir an nirgendwo lernen in der Form.
01:09:47: Dass das für mich halt wichtige Themen sind, dass mal so in die Persönlichkeit und was in meine Schattenanteile, was ist Projektion oder sowas soziale Rollen?
01:09:54: Wie komme ich rein wie komme ich raus?
01:09:56: Und dadurch, dass ich eben grade von Menschen, die überhaupt keine theoretische Berührung mit diesen Themen haben aber dadurch, zweites, drittes Ausbildungsjahr schon relativ viel Kontakt in diesen Pflegesituationen haben.
01:10:11: Können die mir halt aus der Praxis eine unglaubliche Rückmeldung geben?
01:10:14: Ja wie diese Sachen halt in der Realität funktionieren und tatsächlich bei denen dass ich deren eigene Meinung habe und deren eigene Erfahrung Und dann kommen ja auch noch auf so einem diversen background Dass ich aus diesen stunden immer glaube ich mindestens genauso viel mitnehme.
01:10:30: was steht bei dir auf deiner kurzfristigen bzw.
01:10:33: mittelfristigend to-do-Liste, was du für dich sozusagen noch lernen
01:10:38: willst?
01:10:38: Was für dich noch mal Fokus ist, weil es für dich aber nur eine große Herausforderung
01:10:42: darstellt.".
01:10:43: Ja da sind auch so ein paar ... tatsächlich hast du die Frage zuerst den alten Leistungsjahren angesprochen, der gesagt hat, was möchte ich in meinem Leben noch erreichen und das Buch noch fertig haben und hier noch irgendwie das Projekt und so.
01:10:56: Aber das
01:10:56: ist nicht, was die Marike wissen möchte!
01:11:00: Das ist auch eigentlich nicht, was der Jan antworten.
01:11:06: Ich würde sagen eine Sache mit der ich gerade ganz viel noch zu kämpfen habe es meine professionelle Rolle zu finden dass ich sage so im Collegium und so klappt das alles schon noch aber in dem Moment vor euch von einer Klasse stehe Es ist noch ganz viel der Entertainer der da durchkommt.
01:11:19: das ist schon schon wesentlich besser als früher.
01:11:22: aber ich steh da immer noch und sag es ist eigentlich noch zu anstrengend weil ich emotional noch zu wenig da bin was nicht heißt, dass ich halt emotionaler in meiner Interaktion sein möchte.
01:11:32: Aber ich nehme mich selbst sehr wenig wahr, weil ich eben sage hier, ich muss den ganzen Fokus jetzt auf die anderen legen.
01:11:38: Also da möchte ich noch viel daran arbeiten, weil das nämlich auch dazu führt, dass mir das unglaublich viele emotionale Ressourcen nimmt, die ich gerade zu Hause brauche.
01:11:48: Wo ich sage, ich habe eine Partnerschaft, durch die Partnerschaft ne neunjährige Tochter wo ich eben nicht von Anfang an dabei war, sondern ich bin hier vor zwei Jahren dazugezogen und übernehme diese Vaterrolle jetzt erst seit zwei Jahren.
01:12:02: Und das ist eine Rolle, wo ich auch noch reinwachsen muss... ...und reinwachsen möchte!
01:12:08: Und wo ich noch ganz große Schwierigkeiten damit habe, weil das halt ganz viel von den alten Sachen triggert.
01:12:13: Weil mein Gehirn halt sofort sagt, ah Kind, emotional anstrengt gerade, wie gehen wir da mit um?
01:12:18: Wie ist denn mit uns umgegangen worden?
01:12:20: Das ist eben grade das was ich nicht machen möchte.
01:12:22: Und dann ist aber immer diese Spannung drin, wo ich sage, da ist so eine große Aggression.
01:12:26: Weil früher immer mit Aggressionen reagiert wurde und das versuche jetzt halt irgendwie zu regulieren.
01:12:31: Je weniger ich die Rolle bei der Arbeit gemäßigt kriege, desto weniger Ressourcen habe ich eben hier Zuhause um auf dieser Rollen zu reguliere.
01:12:40: Da ist eben die Schwierigkeit... Man könnte ja an der Stelle sagen okay, ich fokussiere die Rolle zu Hause und dann funktioniert die beide Arbeit schlechter und das kann mein Gehirn nicht weil mein Gehör immer noch sagt Arbeit wichtig!
01:12:52: Mann Arbeit versorgen, Frau Kind erziehen.
01:12:56: Und dazu sagen wir ändern jetzt mal die Priorität ist halt schwierig.
01:12:59: deswegen muss ich ja gucken dass ich da die Anstrengung rausnehme und mich zurücknehme damit hier mehr die Kapazitäten haben um daran zu arbeiten.
01:13:06: also das sind so quasi Entertainerrolle zurückfahren Vaterrolle rauf fahren.
01:13:11: das sind die beiden langfristigen mittelfristigen Ziele.
01:13:14: Und dann auch mit den Dingen, die aus der eigenen Kindheit hochkommen und mit denen man dann konfrontiert wird umgehen.
01:13:20: Und Kinder sind echt eine Herausforderung!
01:13:22: Ja also in den letzten fünf Jahren hätte ich halt gesagt, der Fokus ist alles aufzuarbeiten was aus mir rauskommt.
01:13:30: Das ist eben das wo mein Therapeut jetzt eben der mit dem ich die letzten fünf Jahre verbracht habe auch gesagt hat so irgendwann muss halt der Punkt sein an dem man aus dieser Regression halt auch rauskommt, an den man sagt wir gucken nicht mehr nur nach innen und alles was in uns passiert sondern wir gucken wie übernehmen wir jetzt halt auch Verantwortung in der Gesellschaft.
01:13:49: Und ich hätte gut und gerne noch zehn Jahre damit verbringen können mich nur auf mich zu konzentrieren.
01:13:54: das ist aber nicht das was ich möchte weil ich halt.
01:13:56: also dann ist halt alles drum herum weg.
01:13:58: deswegen ist es halt so dass ich eben auch versuche mehr zu sagen.
01:14:02: Ich will das nicht wieder wegbuddeln, da ist noch viel was aufgearbeitet werden muss.
01:14:06: Aber es braucht jetzt einen bestimmten Platz in meinem Leben und der darf halt nicht das komplette Leben mal nehmen sondern ja also es ist Fokus immer noch auf der Selbstfindung und Aufarbeitung aber eben gemäßigt.
01:14:20: Zum Abschluss gibt es etwas was du deinem Kindheits-Ich sagen würdest aus der heutigen Perspektive?
01:14:29: Das ist eine Frage über die ich super oft nachgedacht habe.
01:14:31: so könnte ich meinem früheren Ich irgendwas sagen was auch quasi die negativen Dinge in meinem Leben verändern würde.
01:14:38: Also wo ich sagen würde, dass der es halt einfacher hätte damit umzugehen und das ist... Ich komme oft an den Punkt wo ich sage ich sehe nicht wie ich mit einem anderen Verlauf an dem Punkt kommen könnte an dem ich jetzt bin weil ich auch ganz oft sage in dem Moment wo du sagst ich hätte etwas anders machen wollen ich wäre jetzt gerne jemand anders nicht für die Sachen, die anderen Menschen in meinem Leben passiert sind.
01:15:00: Sondern rein aus meiner Perspektive.
01:15:02: Ich hätte für mich was anderes gewollt, was diesen Schmerz verhindert hätte oder so.
01:15:06: Wo ich sage, dann kann ich nicht akzeptieren, wer ich jetzt bin wenn ich sagen möchte dass da etwas anders ist und das ist für mich halt eben Selbstakzeptanz selbstliebe es an erster Stelle.
01:15:17: aber ich glaube das würde ich gerne mit in die Vergangenheit geben und zu sagen Du bist okay, du bist gut so wie du bist.
01:15:26: Lass dir da nicht reinreden und sei halt einfach nicht so streng mit
01:15:29: dir.".
01:15:30: Also ich glaub nämlich die Person, die mir gerade in den letzten zehn, fünfzehn Jahren am meisten zugesetzt hat, bin halt ich selbst durch meine Erwartung und meinen Druck und durch die Stimme, die ich übernommen hab von denen voraus und die mich halt weiter unterdrückte.
01:15:42: Ja also diese Stimme könnte gerne ein bisschen leiser sein und da würde ich gerne so'n bisschen die Gegenstimme, dass ich jetzt habe, die ihr sagen kann... gerne schon da ein bisschen mehr gehabt.
01:15:53: Wer, glaube ich, einfacher geworden wäre?
01:15:56: Ja und ich danke dir für diese wirklich coole Unterhaltung!
01:16:00: Für die stellenweise sehr emotionale Unterhaltungen.
01:16:04: Danke gleichfalls, dass ich hier sein und über diese Sachen reden durfte.
01:16:08: Es ist tatsächlich sehr schwierig für mich.
01:16:09: Ein Teil von mir sagt jetzt gerade so, ah es fehlt zu viel erzählt und das ist jetzt viel zu viel draußen von dir.
01:16:15: aber das ist auch der Teil, der da jetzt beklagt wird.
01:16:20: Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Folgen, die es mit dir geben wird.
01:16:24: Bin ich schon sehr gespannt und wünsche dir erst mal alles Liebe!
01:16:28: Und ja, freue mich dich bald hier wieder begrüßen zu
01:16:31: dürfen.
01:16:32: Danke gleichfalls
01:16:39: und ich freu' mich auch!
01:16:50: Bis dann!
01:16:51: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetztpunkte.de, dort kannst du dich auch an meine Newsletter eintragen und erhältst regelmäßig spannende News- und Behind-the-Sceneinblicke zum Podcast!
01:17:02: Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu und jetzt hast dann kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an halloet und jetztpunkt.de.
01:17:10: Und jetzt bis bald deine Reiche.
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