Die Brückengeneration: Zwischen alten Mustern und neuen Wegen

Shownotes

Diese Podcastfolge richtet sich an alle, die sich als Bindeglied zwischen alten und neuen Denkweisen fühlen. Als Generationen der Jahrgänge Mitte der 70er bis Mitte/Ende der 90er navigieren wir durch ein Spannungsfeld von familiären Erwartungen und persönlicher Weiterentwicklung.

Spürst du auch manchmal die Last der tradierten Glaubenssätze und übernommenen familiensystemischen Themen und gleichzeitig den Drang auszubrechen und neue Wege zu gehen?

In dieser Folge beleuchte ich gemeinsam mit Mentorin Karin Abriel die Herausforderungen und Möglichkeiten der „Brückengeneration“ und wie wir als „Brückenbauer“ Altes loslassen und Neues schaffen können.

Vom Einfluss familiärer Glaubenssätze auf unsere heutige Generation bis hin zur Wichtigkeit, eine Brücke zwischen den Denkweisen zu bauen – diese Episode steckt voller hilfreicher Tipps, um sich selbst und anderen näher zu kommen.

UND JETZT? wünsche ich euch viel Freude beim Hören und ganz viele tolle Erkenntnisse

Eure Mareike


||||| PERSONEN |||||

🙋🏻‍♀️ Mareike Kaczmarek, Gründerin von UND JETZT?

👤 Karin Abriel, Mentorin für Frauen


||||| KAPITEL |||||

(00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema

(05:58) Wegweiser erkennen und sein Ding machen

(16:41) Was sind Familiensysteme?

(19:52) Brückengeneration: Wer steht auf welcher Seite?

(30:16) Wenn der Körper spricht

(33:29) Was für den Verstand nicht greifbar ist

(38:27) Genau hinsehen: Tipps fürs Wahrnehmen

(45:00) Mit Schuldgefühlen zwischen den Generationen umgehen

(48:31) Wie unterstützen wir unsere Kinder?


||||| UND JETZT |||||

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Transkript anzeigen

00:00:01: Und jetzt der Podcast mit Mareke Katschmarek.

00:00:16: Wir sind so verstandesorientiert, wir dürfen echt wieder in dieses Fühlen kommen – unsere Wahrheit fühlen!

00:00:24: Da ist auch irgendwo das Sinn dann den wir oft suchen und der ist nur in uns Weil die Seele ja auch immer über den Körper spricht und das war in meinem Fall bei meinem sensiblen System, immer auch der Körper, der mir gezeigt hat.

00:00:38: Hey Stopp!

00:00:39: Es gibt diesen schönen Satz – Die Seele sagt zum Körper geh du voran, mir glaubt man nicht.

00:00:46: Ich hab erst durch die Ausbildung als Körperarbeiterin gelernt meine Wut auszudrücken, die ich so lange getragen habe.

00:00:53: Nicht nur meine Wutt, die Wut meiner Mama, also so viel Wut, es war soviel Wut in meinem System und jetzt sich meistens

00:01:00: gegen mich gerichtet.

00:01:08: Und jetzt der Podcast mit Bereike Katschmarek!

00:01:11: Ich begrüße heute eine, wie ich finde sehr beeindruckende Frau die ich über LinkedIn kennengelernt habe... Die liebe Karin Abriel.

00:01:20: Karin ist eine Mentorin für Frauen, die wie sie sagt ja mit ihrer Seele im Gleichklang leben möchten.

00:01:27: Karine hat meine Aufmerksamkeit gewonnen mit unfassbar berührenden beitragen.

00:01:34: Ihre Wortwahl, finde ich, trifft total ins Mark und in die Seele und hat mich wirklich berührt.

00:01:42: Liebe Karin, erzählen wir mal ganz kurz für alle wer bist du?

00:01:46: Und warum habe ich dich so empfunden?

00:01:51: Warum hab' ich dich sonst herzlich geschlossen weil du wirklich beeindruckend bist?

00:01:54: Das ist eine sehr gute Frage!

00:01:57: Danke Marike auf jeden Fall.

00:01:58: Auf jeden Fall mal danke für diese wunderschöne Einladung.

00:02:02: Ja, wer bin ich?

00:02:03: Das ist immer so eine schwierig zu beantwortende Frage.

00:02:05: Weil es gibt einfach in jeder Persönlichkeit so viele Facetten und das ist ganz schön schwierig da ein paar aufzuzählen um ein umfassendes Bild zu kriegen.

00:02:13: aber ich würde mal sagen wie du es gesagt hast Ich bin einer die immer auf der Suche war um wirklich im Einklang mit ihrer Seele leben zu können.

00:02:24: also dass hat mich einfach durch unterschiedliche Berufserfahrungen und unterschiedliche Ausbildungen Schmerzhafte und weniger schmerz hafte Lebenserfahrungen dazu geführt zu sagen, es muss in irgendeiner Art und Weise für mich möglich sein diesen Einklang mit meiner Seele wiederherzustellen den ich so lange vermisst habe.

00:02:44: Und das war sozusagen der Weg bis hier her und er geht sicher auch noch weiter.

00:02:50: aber das ist das was ich aus ganzem Herzen weitergeben möchte.

00:02:54: Ich sage immer gerne ich bin eine die andere wieder daran erinnern kann wer sie waren, bevor sie wurden was die Glaubten sein zu müssen.

00:03:03: Weil das trifft einfach so gut auch auf meinen Lebensweg zu.

00:03:05: ich habe so viele Erfahrungen gemacht, die ich einfach gemacht hab weil ich geglaubt hab So muss das sein und so soll es sein Und Ich bin aber immer mehr dahinter gekommen dass ja Es kennen eh viele Dass das System nicht unbedingt förderlich ist für unterschiedliche Bedürfnisse.

00:03:21: Ich habe immer das Gefühl gehabt ich lebe mein Leben nicht in meinem Tempo Ich lebe eigentlich das Leben von mir erwartet wird, dass aber nicht zu mir gehört, es können auch viele.

00:03:31: Und diesen Weg dorthin zu gehen, wo ich jetzt bin – das war einfach eine wunderschöne Reise, die natürlich nicht immer einfach war!

00:03:41: Aber das ist was ich jetzt aus ganzem Herzen tue, einfach Frauen wieder dorthin zu begleiten.

00:03:46: Wo sie wirklich sagen können ja, ich lebe mein Leben in meinem Tempo Ich lebe meinen Leben im Einklang mit meiner Seele auch wenn das so völlig anders ist als ich es ursprünglich gedacht habe Auch wenn der so völlig anderes ist als vielleicht von mir erwartet wurde oder wird.

00:04:01: Das ist sozusagen dass was ich Jetzt das ganze herzten tu

00:04:06: Ja dazu angetrieben hat, dich anzuschreiben und zu fragen ob wir darüber mal sprechen wollen.

00:04:15: Und zwar tatsächlich habe ich dieses Thema noch bevor du diesen Beitrag geschrieben hattest und auch dieses Wort gebracht hast schon immer also in den letzten Monaten und vielleicht auch so ein zwei drei Jahren gespürt.

00:04:32: Konst nun nicht richtig benennen.

00:04:33: und als du das dann geschrieben hast, dachte ich mir okay wow genau das ist es.

00:04:37: Nämlich den Begriff Brückengeneration.

00:04:40: Und darum soll's nämlich heute auch gehen dass wir uns mal angucken was bedeutet denn eigentlich Brückengeneration?

00:04:47: Brücke zwischen was denn eigentlich welche Generation Was verbirgt sich dahinter auf der einen Seite der Brücke und auf der anderen Seite?

00:04:54: Aber vielleicht noch mal zum Einstieg.

00:04:57: Ich sehe mich in vielen Dingen, die du da sagst einfach total wieder das Gefühl zu haben ich lebe nicht dass was ich eigentlich leben sollte sondern ich bin bisher immer einen Weg gegangen wo ich gedacht habe das ist der Weg.

00:05:11: es hat sich aber nicht richtig angefühlt Um das von wegzunehmen, ich wurde nicht gezwungen in eine bestimmte Richtung zu gehen.

00:05:18: Also es hat weder meine Eltern noch andere aus meiner Familie gesagt okay du musst jetzt diesen Weg gehen.

00:05:25: Vielleicht wurde es mir... Das

00:05:26: war mir sehr ähnlich.

00:05:27: Genau vielleicht wurde es einfach unterschwellig vermittelt.

00:05:30: Vielleicht aber auch die Umgebung, vielleicht aber auch Zeit.

00:05:34: Auf jeden Fall ja.

00:05:35: Ja dass das genauso sollte es sein und in diese Richtung muss ich gehen.

00:05:40: Darf ich fragen?

00:05:40: Auch für die Hörerinnen und Hörern welcher Jahrgang bist Du?

00:05:44: Sechsundsiebzig.

00:05:45: Ich fühle sich fast,

00:05:46: wenn man Zeit alter ist.

00:05:49: Genau und ich bin wieviel?

00:05:50: Sechsunsebzig in Vierundachtzig.

00:05:51: Für mich ist das tatsächlich immer so ein Anhaltspunkt, okay ... Welche Seite der Brücke sozusagen?

00:05:57: Erzähl doch mal!

00:05:59: Gab es einen bestimmten Punkt in deinem Leben, in deiner Vergangenheit, wo du gemerkt hast, irgendwie ist das was ich gerade tue nicht das, was ich eigentlich tun möchte oder so, wie du auch so schön gesagt hast bevor mir sozusagen Das Gefühl gegeben wurde, genauso sein zu müssen.

00:06:15: Es eigentlich gewesen wäre.

00:06:17: Da gab es mehrere Punkte.

00:06:18: also es gab immer wieder diesen Punkt und das war das Spannende.

00:06:21: Also ich bin so etwas was man's Kenner nennt ja?

00:06:24: Also jemand der einfach unterschiedliche Interessen hat, unterschiedliche Potenziale auch in sich trägt und ich war immer am Ausprobieren.

00:06:34: Sobald ich einen Berufsweg eingeschlagen habe kam irgendwann der Punkt wo ich gemerkt hab dass ist eigentlich nicht das was.

00:06:42: Das spürt sich nicht richtig an.

00:06:44: und was bei einem Scanner dann so oft vorkommt ist, es ist langweilig.

00:06:47: Es ist nicht das, was mein Herz berührt.

00:06:51: Also ich war Lehrerin, ich habe vorher mal US-studiert, dann war ich Lehrerin, dann hab' ich in der Privatwirtschaft gearbeitet Dann habe ich wirklich ganz viele unterschiedliche Arbeitswege eingeschlagen um einfach jedes Mal ein Stück von mir selber auch wahrzunehmen mitzunehmen Und das Ganze hat sich auch in... Beziehungsleben einfach ausgewirkt.

00:07:12: Also immer geschaut, was kann ich noch machen?

00:07:15: Was ist noch meins?

00:07:16: Aber ich bin immer wieder in den Punkt gekommen wo ein Leidensdruck da war.

00:07:20: also es war immer ein Leidenstruck da und das war jetzt nicht nur... Einfach der Weg, der nicht richtig war.

00:07:26: Sondern es waren auch die Psyche, die immer wirklich, wirklich drunter gelitten hat in unterschiedlichen Facetten sich ausgedrückt hat weil die Seele ja auch immer über den Körper spricht.

00:07:36: und das war bei meinem sensiblen System immer auch der Körper, der mir gezeigt hat hey stopp!

00:07:42: Es gibt diesen schönen Satz Die Seele sagt zum Körper geh du voran, mir glaubt man nicht.

00:07:47: Und das fand ich immer so... Also das hat mich sehr berührt.

00:07:51: Das beschreibt das, was bei mir immer wieder das Thema war.

00:07:54: Der Körper der irgendwann gesagt hat du bist so erschöpft aber eigentlich gar nicht weil du so viel getan hast augenscheinlich sondern weil es dich so auslaugt Dinge zu tun die nicht zu dir gehören in dem Tempo zu leben dass nicht zu Dir passt.

00:08:12: und diesen Punkt den Du im Ansprichst den gab's ganz viele Male Und irgendwann war dann aber letztendlich das Thema.

00:08:19: Ich habe immer schon gewusst, ich möchte in meinem Tempo arbeiten.

00:08:22: Ich möchte selbstständig arbeiten und mein Leben so führen, dass es zu meinen Bedürfnissen passt.

00:08:28: Dass ich nicht immer das Gefühl habe, ich gestände über meine Grenzen ohne das wirklich aber zu tun was mir entspricht.

00:08:36: also es war immer ein Grenz gehen sozusagen an die Grenze gehen Und dann gab es eine private Situation, wo ich einfach gemerkt habe meine Ressourcen sind so unglaublich erschöpft.

00:08:46: Ich schaff das so nicht mehr.

00:08:49: und dann hab' ich einfach auch zum einen mal diesen Schritt gewagt zu sagen okay ich lass diese verdammte, weil das war für mich tatsächlich die verdammtes Sicherheit an der wir alle so verhaftet sind ein fixer Job angeregeltes Einkommen.

00:09:02: Ich lasse das jetzt los!

00:09:03: Ich muss es loslassen.

00:09:04: Es geht gar nicht mehr anders und ich spring da jetzt einfach einmal in diese Selbstständigkeit ohne zu wissen, was ich da eigentlich tue.

00:09:12: Also ich hatte nicht das, was so viele andere haben.

00:09:14: Ich habe eine Vision und ich hab genau das was ich machen möchte.

00:09:18: und da gehe ich jetzt Schritt für Schritt dorthin sondern im Rückblick sage ich, ich lebe mein Leben sehr aus Impulsen heraus, sehr intuitiv heraus und dass was ich aus Impulsen oder aus der Intuition heraus getan habe hat sich im Nachhinein immer als richtig herausgestellt.

00:09:33: Auch wenn's nicht einfach war, aber es war das Richtige.

00:09:36: Wenn ich zu sehr meinen Kopf strapaziert hab ... Das erlebe ich nach wie vor natürlich.

00:09:42: Dann ist es in den meisten Fällen nicht so, um das Wort zu gebrauchen, nicht so erfolgsversprechend Wie wenn ich einfach warte bis der Impuls kommt und auf den dann reagiere?

00:09:51: Also das durfte ich in den vielen vielen Jahren einfach auch lernen.

00:09:56: Warst du dem Zeitpunkt jemanden, der spontan aus dem Impulsiv?

00:09:59: oder bist du immer eher Jemand gewesen, der erst mal abwegt.

00:10:04: Erst mal aufschreibt und überlegt ... So mit doppeltem Boden?

00:10:09: Bei den wirklich wichtigen Dingen war ich das nie.

00:10:11: Da hab ich immer aus dem Impuls oder der Intuition herausgelebt.

00:10:16: Aber bei so Entscheidungen wie eben einen neuen Berufsweg mir zu eröffnen, stimmt aber eigentlich auch nicht.

00:10:25: Da habe ich auch immer gespürt, jetzt ist der Zeitpunkt, muss ich was anderes machen.

00:10:29: Wahrscheinlich war es in diesen Situationen dann oft so, dass es vielleicht ganz sinnvoll gewesen wäre zuerst mal zu schauen.

00:10:36: Wo kann der Weg hinführen?

00:10:37: Aber nein das war ich nicht.

00:10:39: Stimmt!

00:10:39: Ich habe da auch wirklich intuitiv Bewerbungen geschrieben weil mich etwas angesprochen hat und bin den nächsten Schritt gegangen.

00:10:47: Oft einfach war's nur ein kurzer Weg weil ich sehr schnell gemerkt hab okay wie gesagt das ist es nicht.

00:10:52: viele im Außen haben mir damals einfach gesagt, warum kannst du dich denn nicht entscheiden?

00:10:57: Du bist immer auf der Suche.

00:10:59: Du bist so unsteht als wäre das etwas Schlechtes.

00:11:03: Es war anstrengend aber im Nachhinein sage ich jeder Weg hat mir ein Stück weit von mir selbst gezeigt genauso wie jeder Mensch immer ein Stück weiter auch auf einen selber Rückschlüsse zulässt.

00:11:16: Je nachdem wem ich begegne was ich tue es hat ja immer mit mir selber zu tun und das war meine Geschichte kurzen Mal erzählt.

00:11:26: Wie bist du aufgewachsen, wenn ich fragen darf?

00:11:28: Sehr ... ja, ich möchte nicht sagen konservativ aber doch sehr klar in dem was halt damals so ganz ganz klar war machst die Schule.

00:11:39: meine Eltern haben beide keine Matura.

00:11:40: für mich war es sehr wichtig die matura zu machen.

00:11:43: also da Das habe ich nicht hinterfragt, das war einfach oder wir haben vorher auch kurz gesprochen.

00:11:49: Ich war jetzt nicht die, die damals einen Leidensdruck das Schulsystem betreffend hatte oder so.

00:11:54: Bei mir hat es einfach ... Ich war immer eine sehr gute Schülerin und bei mir hat das einfach funktioniert.

00:11:59: Es war jetzt auch kein Leidendsdruck in dem Sinn.

00:12:01: Ich hab einfach viel gemacht was... von mir unter Anführungszeichen erwartet wurde, aber ohne diesen Erwartungsdruck zu haben.

00:12:08: Aber ich war einfach immer schon anders.

00:12:10: Ich habe sehr schnell gespürt, dass ich anders ticke auch als meine Unmittelbahnbezugspersonen.

00:12:15: Ich war eine die wahrgenommen hat, dass meine Eltern so viele Bedürfnisse haben, die sie nicht unbedingt ausgesprochen haben und die ich aber gespürt hab dem anzupassen.

00:12:30: Also mich so nicht zuzumuten, wie ich eigentlich bin mit diesem... Ich habe immer ganz viele tiefgehende Fragen gehabt.

00:12:37: Ja wer bin ich?

00:12:37: Wo komme ich her?

00:12:38: Was ist Gott?

00:12:39: Also ich war immer auf der Suche auch noch diesen spirituellen im Leben.

00:12:43: Man hat mich da auch unterschiedlich erfahren in unterschiedlichen Sachen.

00:12:47: Ich bin in die Kirche gegangen.

00:12:49: Ich habe Dinge getan, um einfach zu spüren oder herauszufinden was ist das für mich?

00:12:54: Und dann hatte ich so viele Fragen mit denen meine Eltern aber nicht umgehen konnten.

00:12:57: also die Fragen wurden mir nie beantwortet und ich habe einfach gelernt vom frühesten Zeitpunkt an Dinge mit mir selber auszumachen.

00:13:05: Dinge mit mehr selber auszumachen, Dinge nach Innen zu nehmen.

00:13:08: und dass was auch ganz stark gespürt hat von Anfang an waren Symptome körperliche Symptomen die ich nicht zuordnen konnte, die ich mich nicht benennen konnte.

00:13:21: Also das waren Ängste, das waren.

00:13:23: körperlich habe ich das Gefühl gehabt, ich kann nicht atmen!

00:13:26: Das waren so viele Dinge, die Ich mitgenommen hab ohne einen unmittelbaren Bezug zu meinem Leben herstellen zu können.

00:13:34: Heute weiß ich, dass das familiensystemische Themen waren die ich einfach von früherstem Zeitpunkt angespürt habe.

00:13:40: Die in meinem Familiensystem liegen vor allem mit meinem weiblichen Familiensystem, die ich über meine weibliche Linie sozusagen weiter trage, die einfach früher viele verschiedene Themen nicht wirklich aufgearbeitet hat so wie es bei ganz vielen von uns passiert.

00:13:56: oder Das ist einfach unsere Zeit.

00:13:59: Wir kommen aus diesen Generationen, die teilweise den Krieg erlebt haben und in der Nachkriegsgeneration aufgewachsen sind, deren emotionale Befindlichkeit oft gar kein Thema war im Familien-Setting.

00:14:11: In meiner Familie gab es Themen wie ganz tiefe Trauer, Selbstmord, ein Kind wurde weggegeben oder Verlust.

00:14:19: Ich habe das ganz stark gespürt nur ich konnte es nicht einordnen.

00:14:26: Zwanzig war ich das erste Mal oder es war wahrscheinlich sogar noch ein bisschen früher bei einer Therapeuten, weil ich gesagt habe, ich brauche jemanden der mir hilft dabei, dass alles irgendwie greifen zu können.

00:14:36: Aber das war leider sehr kontraproduktiv.

00:14:40: Aber du wusstest das?

00:14:41: Du wusstesst da was ist oder hast du nur gespürt, da is irgendwas Schweres?

00:14:45: Ich habe gespürt, da ist was Schweres und ich wollte mich mit dieser Schwere.

00:14:48: Das trifft es vielleicht ganz gut.

00:14:50: Die dann einfach auch so in die depressive Richtung schon ging.

00:14:53: damals, ja?

00:14:54: Wollte ich einfach ... ich brauchte Hilfe!

00:14:56: Und bei meinen Eltern hab' ich das nicht wirklich bekommen.

00:14:59: Ja?

00:15:00: Ich konnte mich ... oder ich hab' mich auch nicht zugemutet.

00:15:03: also ich habe wirklich das Gefühl gehabt meine Eltern können dem nicht standhalten.

00:15:08: Ich muss das selber lösen.

00:15:11: Und dann bin ich eben zu meiner ersten Therapeuten gegangen und es war aber leider ganz kontraproduktiv, so wie auch viele Male danach, wo ich das Gefühl hatte... Ich werde nicht wahrgenommen, das wird nicht gesehen und ich konnte es eigentlich immer ganz gut benennen.

00:15:24: Was in mir arbeitet?

00:15:25: Also nicht was sondern wie's in mir arbeitet.

00:15:28: aber ich habe sehr schnell gemerkt dass mich auch das nicht wirklich weiterbringt und bin dann halt viele Jahre durchs Leben gegangen indem ich mich immer wieder mit mir selber beschäftigt hab indem ich gelesen habe, indem ich nachgeforscht habe, in dem ich recherchiert habe.

00:15:40: Indem ich ja auf der Suche war auch nach diesem spirituellen Anker der einfach ganz stark zu mir gehört den ich von Anfang an schon gespürt habe so eine tiefe Wahrheit in mir.

00:15:49: Also, was mir schnell bewusst wurde war okay die katholische Kirche oder jede Art von Religion.

00:15:54: Das ist nicht meins das passt nicht.

00:15:57: aber es gibt etwas Es gibt etwas dass ganz ganz tief drinnen ist und das einfach dieser pure Wesenskern ist Und alles andere was wir so oft leben oder aufaktriert bekommen das überlagert diesen Kern.

00:16:12: Ja meine Reise war einfach wieder zurück zu diesem Kern zu kommen der wie auch immer wir es nennen mögen, ich sag's gern der Heilig ist ja.

00:16:21: Der irgendwo immer war und immer sein wird.

00:16:25: Und diesen Weg gehe ich nach wie vor.

00:16:28: Ja und der vor allem auch losgelöstet von vorangegangenen Generationenerfahrungen und Traumata dass du sozusagen pur bist ohne diese Last aus den Generationen zuvor.

00:16:42: vielleicht mal für die Hörerinnen und Hörern als Erklärung, was verstehst du unter Familiensystem?

00:16:49: Familiensystem ist für mich die Anhinnenlinie.

00:16:52: Also im weitesten Sinne natürlich beide Elternteile.

00:16:56: aber es ist schon so dass wir durch unsere Frau sein von Anfang an eigentlich immer mit drei Frauengenerationen verbunden sind denn als unsere Mama noch im Bauch ihrer Mama war also unserer Großmutter war die Eizelle schon angelegt aus der später einmal wir herausgehen werden.

00:17:14: Also es ist sozusagen diese Dreieinigkeit ganz, also bei allen schon grundgelegt und drum spricht man ja auch bei Traumata davon dass oftmals drei Generationen notwendig sind oder das sich oftmals über drei generationen überträgt als ein Trauma an die Oberfläche kommt um aufgelöst zu werden.

00:17:35: Also das ist etwas, wo ich glaube dass wir da gerade als Frauen mit unserer Ahninnenlinie auch sehr verbunden sind.

00:17:41: und was dazugehört ist einfach die kollektive weibliche Wunde, die wir tragen.

00:17:45: Vor allem wenn wir sehr sensibel sind weil wird dadurch einfach viel Feinstoffliches aufnehmen.

00:17:51: also ich glaube, dass jeder Mensch tut, dass wir aber völlig unterschiedlich sensibel darauf reagieren was wir tragen.

00:17:59: ja und es ist vielleicht... Meine Wahrheit ist, dass wir alle Seelen in einem Körper sind und als Seele unterschiedliche Aufgaben haben.

00:18:07: Und als Seeler aber auch immer wieder hierher kommen auf diese Erde.

00:18:12: Ich sehe das schon sehr spirituell, immer wieder sehr geerdet, mir ist total wichtig dieser geerdete Zugang dabei.

00:18:19: Wir sind einfach verhaftet hier als Menschen auf der Erde und es macht keinen Sinn uns nur als spirituelle Wesen zu sehen.

00:18:28: also wir müssen schon hier auch wirklich ankommen und leben und da ist es halt oft dann unsere Aufgabe diese Themen die wir so stark tragen und so stark spüren jede und jeder und ihre Art und Weise an die Oberfläche wirklich kommen zu lassen und uns das auch zu erlauben, dass das verdammt noch mal Wetung kann.

00:18:46: Und dass es eine Herausforderung sein kann und nicht einfach ist.

00:18:50: Nur weil wir sagen okay, wir sind spirituell und verbinden uns jetzt mit allem was ist und so... Das ist eine schöne Herangehensweise!

00:18:56: Aber das aufzuarbeiten und da durchzugehen, das ist trotzdem nochmal etwas, das sehr intensiv sein kann.

00:19:03: Das Interessante ist das, was du jetzt alles erzählst vor allem diese Sicht der Dinge den Seelen und dass wir immer wieder zurückkommen, dass wir dann unsere Aufgabe haben.

00:19:13: Ähnlich stelle ich mir das auch vor tatsächlich.

00:19:17: Wenn ich das aber erzähle in meiner Sphäre ... Wer hat dich komisch angeguckt so ein bisschen?

00:19:24: Ja was ist denn das für einen Humboog?

00:19:26: Ich habe meinen Mann der schwimmt mit mir genau auf dieser gleichen Welle.

00:19:30: Der empfindet das ganz genauso.

00:19:33: meine besten Freundinnen die nicken oder sie hören einfach zu Es gibt andere Leute, da werde ich eher ein bisschen belächelt.

00:19:41: So wie okay was ist das jetzt nur wieder für ein neuester Trend oder keine Ahnung?

00:19:46: Was hat sie denn jetzt schon wieder geredet?

00:19:48: Jesu-Blase?

00:19:49: ist das, den man ganz oft wird, das so abgekennselt?

00:19:52: ja!

00:19:53: Absolut und ich glaube dass immer direkt auch bei diesem Thema Brückengeneration, dass wir uns jetzt als die Brücke sozusagen die Generation, die die Brücke bildet uns mit ganz anderen Themen befassen, auch dafür offen sind.

00:20:08: Gib uns mal einen Einblick – wie bist du denn auf diese Definition für dich gekommen?

00:20:12: Und lass es dann einsteigen in wer ist auf der einen Seite und wer ist an der anderen Seite?

00:20:18: Ja gerne!

00:20:19: Das Wort ist einfach zu mir gekommen so wie das immer wieder so ist für mich, dass ich dieses Wort da bin.

00:20:26: Und ich finde, das beschreibt es so schön und ich hatte auch immer schon eine große Affinität zu brücken.

00:20:31: Ich liebe Brücken von der einen Seite auf die andere Seite.

00:20:34: Ich bin auch Trauerrednerin als ein Thema, das sich als Familien, wie soll ich sagen?

00:20:41: Ich möchte nicht sagen Last aber das Thema Trauer- und Verlust ist ganz groß in meiner Familie und war für mich auch ein ganz intensives Thema schon als Kind.

00:20:49: Und ich stelle mich einfach mit meiner Arbeit als Trauer Rednerin diesen Themen, um sie für mich oder ja generell nicht nur für mich sondern auch für die anderen vor mir und nach mir aufzuarbeiten.

00:21:01: Und auf der einen Seite der Brücke ist wenn wir so wollen in diesem Begriffen sprechen das alte System dass sich sehr viele Jahrhunderte lang heraus entwickelt hat.

00:21:16: Das alte System des funktionieren müssen, damit man überleben kann.

00:21:22: und im Endeffekt waren die Rahmenbedingungen in fast jedem Zeitalter dementsprechend vor allem für die meisten Menschen dass sie möglichst viel Sicherheit brauchen um überleben zu können.

00:21:34: Dass das einfach ein Thema war in dem unsere Elterngenerationen noch groß geworden sind.

00:21:40: Schau, dass du einen guten Job findest und etwas findest, das dir finanzielle Stabilität sicherheit gibt bei den Frauen was nochmal mehr.

00:21:47: Schaut, dass Du heiratest und einen Mann hast der Dich versorgt.

00:21:52: also die Rahmenbedingungen waren einfach dementsprechend nicht gegeben um zu sagen ich verwirkliche mich jetzt selbst und ich schaue jetzt was ich möchte und ich brauche keinen Mann sondern ich mache das selber.

00:22:02: Da gab es immer wieder die Vorreiterinnen und Pionierer in jedem Zeitalter.

00:22:07: Aber im Großen und Ganzen waren das die Werte, die wir vorgelebt und mitbekommen haben – sowohl individuell als auch im Kollektiv.

00:22:19: Man sagt das oft so in den Sechziger-, Siebzigerjahren mit der Hippie-Bewegung hat einfach dieses neue Bewusstsein einen Platz bekommen.

00:22:29: Alles ist freier geworden, alles ist offener geworden Und dadurch haben wir auch die Möglichkeit bekommen, offener das Leben wahrzunehmen.

00:22:38: Bewusster das Leben war zu nehmen.

00:22:41: Mehr Fragen zu stellen mehr uns selbst zu erforschen und ich glaube dass da in dieser Generation wo ich immer sage so um die vierzig Die größte Herausforderung ist weil wir einfach noch aus diesem System kommen das sehr im alten verhaftet ist aber schon in eine ganz neue Zeit hineingeboren wurden.

00:23:03: Und ich glaube auch, dass es bei unseren Kindern – also meine sind jetzt zwanzig und einundzwanzig – das ist bei unseren Kindern schon viel mehr Selbstverständnis gibt!

00:23:14: Vielmehr Klarheit gibt, vielmehr Offenheit gibt.

00:23:21: Das ist so dieses Form Alten ins Neue über unsere Generation die die Brücke bildet.

00:23:28: Das ist unsere Aufgabe, ja?

00:23:31: Ich musste grad ein bisschen schmunzeln.

00:23:34: Da war zumindest an einer Stelle meine Omi eine Vorreiterin, die mich immer gesagt hat ... Marike sieht zu, dass du finanziell absolut unabhängig bist von einem.

00:23:43: Sehr cool!

00:23:45: Da höre ich sie bis heute noch im Kopf, dass sie das immer gesagt hatte.

00:23:49: Was ich bei diesem ganzen Thema ganz stark empfinde, da gibt es wirklich große Unterschiede die Offenheit und die Bereitschaft, sich mit Vergangenem auseinanderzusetzen.

00:24:02: Auch vielleicht was einen selber gar nicht bewusst betroffen hat.

00:24:05: aber mal zu hinterfragen... Was hat das doch indirekt für eine Auswirkung auf mich?

00:24:11: Nicht unmittelbar sondern halt aus der Hintertür heraus.

00:24:15: Und da merke ich schon, dass ist ganz schön schwierig.

00:24:18: Du meinst jetzt bei vorangegangenen Generationen.

00:24:22: Genau, wenn ich dann komme und versuche da reinzugehen und dafür ein Verständnis zu schaffen oder eine Tür zu öffnen ... Ist das als wenn ich gegen die Stahltür laufe?

00:24:35: Versteh' ich.

00:24:36: Es geht total in Resonanz mit mir.

00:24:38: Das ist echt schwierig!

00:24:40: Was bei mir am Anfang auch immer so einen Störgefühl hervorgerufen hat, weil ich gedacht hab okay Übertreibe ich vielleicht, bin nicht einfach zu sensibel.

00:24:48: Sollte ich nicht einfach machen?

00:24:49: und warum da so viel darüber reden?

00:24:51: Warum sich da soviel reinsteigern?

00:24:54: Also ich habe jetzt gerade Anführungsstriche gemacht weil weiß ich es mittlerweile auch übertrieben finde zu sagen reinzusteigern sondern ist das ja nicht rein steigern Sondern Es ist Ja Sich damit auseinandersetzen

00:25:05: Intensiv wahrnehmen

00:25:07: intensiv wahr nehmen Das ist schon echt eine Hürde.

00:25:10: Ich kenne das auch noch von meiner Mama, wenn ich etwas frage, heißt es immer nur ... Na ja, das war halt so.

00:25:16: Da ist ein absolutes ... Ich geh da nicht drüber!

00:25:19: Ja?

00:25:19: Ich geh dann nicht mehr rein und mach das nicht mehr.

00:25:22: Aber gar nicht bewusst, sondern wie du sagst, das ist wirklich ein unbewusstes Nein-.

00:25:26: Es war so und es ist so und ich lebe jetzt damit.

00:25:29: Und was wir alle mitnehmen sind natürlich auch diese Glaubenssätze die daraus resultieren.

00:25:35: also bei mir war's immer Was ich immer gehört hab, das ist alles nicht so einfach.

00:25:40: Das Leben ist anstrengend und wir müssen schauen, dass wir mit unserer Leistung möglichst die Sicherheit kriegen ... Dass wir abgesichert sind in irgendeiner Art und Weise.

00:25:53: Das war das Wort, was ich von meiner Mama übernommen habe.

00:25:56: Und das finde ich auch spannend, selbst wenn uns Dinge bewusst sind, wir unglaublich viel übernehmen.

00:26:03: Meine Mama hat mir immer vorgelebt Ich bin erschöpft, ich bin angestrengt.

00:26:07: Das Leben strengt mich an und ich habe eine ganze Zeit gehabt und da hab' ich mich selber immer beobachtet wo ich zu allem und jedem gesagt habe das ist mir so anstrengend.

00:26:18: Und auch mein Mann hat letztens wie wir darüber geredet haben gesagt naja aber du bist ja auch oft erschöpfd und ich finde es sehr spannend weil ich hätte das jetzt sogar nicht mehr wahrgenommen und Dinge, die wir in unserem Zellgedächtnis tragen.

00:26:35: Und das ist ja mittlerweile auch in der Epigenetikforschung da.

00:26:39: Es gibt ja auch wirklich wissenschaftliche Forschungen dahingehend, dass wir nicht nur unsere Gene weiter vererben sondern auch den Ausdruck unserer Gene wie wir damit leben.

00:26:49: Das finde ich total spannend sich selber immer wieder zu beobachten.

00:26:54: Eine ganze Zeit lang war ich in der Energie oder in der Dynamik, wo ich mich ganz bewusst über alles gestellt habe.

00:27:00: Ich weiß es besser und ich sehe das alles und spüre das alles.

00:27:04: Das war auch so eine Phase, bei der ich gemerkt hab, dass ich irgendwo wirklich über die Dinge bin.

00:27:11: Das halte ich für sehr bedenklich, weil wir einfach nicht wegreden können, dass auch Dinge in uns arbeiten, die wir vielleicht nicht so ... als Idealempfinden.

00:27:22: Wo wir aber zulassen müssen, dass wir diese Dinge auch in unserem Alltag selbst wenn sie uns bewusst sind übernehmen und da gilt es einfach noch einmal bewusst dahin zu schauen.

00:27:32: Vielleicht wäre das ja in so einem Fall aber auch was gewesen wo du das für den Moment gebraucht hast dieses Gefühl du bist oben drüber weil du vielleicht nach etwas anderes in deinem System hattest was vielleicht nach oben gekommen ist nach oben geschwämmt wurde und du wusstest dann gar nicht was kommt denn da?

00:27:47: Und hatt es einfach nur das Bedürfnis dich über die Dinge erst mal zu stellen.

00:27:52: Wenn du Hochwasser hast, erst mal aufklingt

00:27:54: sehr gut?

00:27:54: Ja absolut!

00:27:55: Ich glaub das wir alle immer ... Das kriegen was wir brauchen ja.

00:27:59: Absolut.

00:28:00: und weil du vorhin auch gesagt hattest dann sagt dein Mann plötzlich Du bist ja auch immer so erschöpft.

00:28:04: vielleicht sind es einfach aber auch gewisse Auslöser die dich an irgendetwas unterschwellig erinnern Und dann kommt das nach oben.

00:28:11: ich hatte eine Situation Anfang des Jahres familiär und hab auch gedacht Ich hab das total im Griff, ich verstehe auf nüchterner Ebene, auf neutraler Ebene.

00:28:23: Auf objektiver Ebene was da gerade passiert?

00:28:26: Habe zwischen den Familienparteien gestanden, hab versucht zu vermitteln und hab gedacht, ich habe das total ... Ich blick das total!

00:28:35: Ich weiß genau, was da Sache ist.

00:28:36: wie auch immer.

00:28:38: Ich kann dir sagen... Der Hammer und der Einbruch hat nicht lange auf sich warten lassen.

00:28:43: Danach war ich erst mal ... Gefühlt zwei, drei Wochen war ich am Boden zerstört.

00:28:49: Ich war einfach zersplittert!

00:28:51: Es hat sich angefühlt als wenn mein Herz zerspittert ist... ...ich war ja einfach kaputt in dem Moment weil ich habe sozusagen das gebraucht mich über die Dinge zu stellen und zu blicken wie das eigentlich gerade alles passiert ist.

00:29:06: Und es ist doch vor Logo dass das die einzelnen Seiten gar nicht sehen.

00:29:09: aber die Mareike hat das ja gesehen und dann rutscht er das aber sozusagen eine Ebene tiefer und hat mich komplett zerrissen.

00:29:17: Es geht so tief rein, weil wir einfach auch dieses System tragen.

00:29:23: Und das ist nicht nur im Kopf da stellen wir uns öfter mal drüber sondern dass was mir auch so wichtig geworden in den letzten Jahren ist die Verkörperung.

00:29:31: Wir verkörpern so vieles was unser Kopf schon hat Akta gelegt.

00:29:38: Aber im Körper, also ich hab dann auch später eine Ausbildung zur Körperarbeiterin gemacht und da ist mir so vieles bewusst geworden was mein Körper alles noch hält und so viele körperliche Symptome die auch von meiner aninen Linie kommen, die ich auch mitbekommen habe.

00:29:56: Und wenn wir wirklich etwas verändern wollen geht es natürlich über das Bewusstsein.

00:30:01: aber Wir sind Menschen, wir sind geerdet.

00:30:05: Es geht über die Verkörperung.

00:30:08: D.h.,

00:30:08: wir dürfen wirklich mit unserem ganzen Körper die Veränderungen sein und ich glaube das ist so ein Game-Changer wenn wir dorthin kommen.

00:30:17: Total!

00:30:17: Und dann kann ich dir aktuelles Beispiel berichten.

00:30:20: letzte Woche sagte einen Arzt zu mir Ich solle mich bitte mal an der Schildtröse untersuchen lassen.

00:30:26: Die läuft nicht homogen.

00:30:28: Ich habe schon seit Wochen ein fremdkörper Gefühl im Hals Und ab Blutbild machen lassen, alles super.

00:30:37: Und bin dann zur Schilddrüsen-Sonografie gegangen und die Frau checkte mich wirklich pinibel durch und sagte sie sind kerngesund.

00:30:47: ich saß sich aber warum ist das denn?

00:30:49: Und er sagte sie kennen Sie den Ausdruck Sie haben einen dicken Hals.

00:30:54: Ich sah so ja sagt es ist psychosomatisch.

00:30:58: Haben sie denn in den letzten Wochen und Monaten vermehrt Und damit meine ich nicht, dass sie viel auf dem Schreibtisch zu tun hatten.

00:31:06: Sondern gab es emotionalen Stress.

00:31:09: Ist das so?

00:31:10: Ja!

00:31:11: Dann haben Sie hier Ihre Antwort.

00:31:13: Der Körper reagiert mit Verspannungen.

00:31:15: Das ist ja banal, das kennt jeder.

00:31:17: Wir sitzen am Schreibtuch und haben Versparnung im Rückenbereich.

00:31:20: Schulterblätter brennen.

00:31:21: Kennt jeder dieses Gefühl.

00:31:22: Aber ... dass sich auch wirklich übertragenen Sinne auf den Hals legt.

00:31:28: Es schnürt mir die Kehle zu.

00:31:31: Genau diese Metaphern, es geht an die Nieren oder ...

00:31:35: Ich hab Schiss.

00:31:36: Die Leber gelaufen und was auch immer.

00:31:38: Der Hals ist sicher so ein Ausdruckszentrum, wenn wir das nicht rauslassen.

00:31:44: Das haben ja auch wir Frauen ganz stark ums zu verallgemeinen jetzt natürlich nicht jede, aber ganz viele.

00:31:50: Dass wir die Dinge nach innen nehmen anstatt nach außen.

00:31:56: Das ist ein Teil unserer Natur.

00:31:58: Nur es ist für vieles einfach nicht förderlich, alles nach innen zu nehmen ohne es dann später auch wieder rauszulassen und das passiert oft über die Sprache.

00:32:08: über das Halschakra auch über die Leber, weil in der Leber zum Beispiel auch ein ganz wertvolles Organ, den man absolute Beachtung schenken darf sitzt.

00:32:17: In der traditionell chinesischen Medizin zum einen das Körpergedächtnis.

00:32:21: Das heißt dass wir alle Erfahrungen, alle Prägungen von diesem oder je nach Weltanschauung auch von anderen Leben Und bei ganz vielen Frauen ist dieses Symptom der Leberspannung so vorrangig.

00:32:38: Dass wir vor allem merken im Laufe unseres Zyklus, wo wir wirklich diese Gefühle kennen dann, dass wir wütend aggressiv werden und die Tage vor dem Zykulus mit Themen konfrontiert werden, die ganz intensiv und heftig sind.

00:32:54: Das ist dann die Zeit, wo die Leber besonders arbeiten muss um auch das Blut bereitzustellen.

00:32:59: aber da kommen alte Erinnerungen, alte Prägungen alte Wut, altes Unterdrücktes einfach ganz stark an die Oberfläche.

00:33:07: Deshalb ist das so ein ganz wertvolles Organ, dass wir uns immer wieder auch bewusst machen dürfen, die Leber zu entspannen und Dinge, die da drinnen sitzen rauszulassen.

00:33:17: Und für manche es ist das Rausschreien, für andere ist es das Singen, für wieder andere ist das Bewegen einfach von innen nach außen weil wir so viel tragen auch körperlich.

00:33:30: Weißt du was ich schade finde?

00:33:31: Das is Alles was du sagst, ich verstehe es total.

00:33:36: Ich kann's komplett nachvollziehen und bin ja komplett bei dir.

00:33:40: Dass es trotzdem ganz viele Hörerinnen und Hörern wahrscheinlich gibt die dann sagen so ein Quatsch das sind doch nur Hormone Das ist auch alles biologisch erklärbar.

00:33:48: Warum sollen wir da jetzt an Erinnerung von vergangenen Generation gehen?

00:33:52: Also Da sozusagen diese Offenheit einfach mal zulassen dass Es vielleicht etwas gibt zwischen Himmel und Erde Was man halt nicht eins zu eins belegen kann mit einem Lackmust Papier beispielsweise.

00:34:04: Absolut und da sind wir glaube ich aber gebranntmarkt, weil unsere Gesellschaft seit Jahrhunderten immer rationaler geworden ist.

00:34:11: Dinge die früher ganz normal waren, die man einfach gelebt hat wo man einfach ganz klar war im Schamanismus das Wurzel der als familiensystemische Thema wurzelt ja oder die Themenwurzeln in einem Schamanismus.

00:34:24: Wo ganz klar was dass wir Dinge unserer vorherigen Generationen tragen und mitbekommen.

00:34:31: Und unsere rationalisierte Gesellschaft hat immer mehr diese Teile einfach ja tatsächlich weg-rationalisiert, aber ich glaube dass die Brücke eben wieder dorthin geht wo diese Dinge wieder da sein dürfen.

00:34:44: und es gibt ja mittlerweile für diejenigen die das unbedingt brauchen auch schon sehr rationale Herangehensweisen.

00:34:51: weil du das Hormonsystem angesprochen hast Es ist genau das Thema das ich vorher auch gesagt habe.

00:34:58: Also wenn unsere Mutter im Mutterleib ihrer Mutter, unserer Großmutter ist, ist unsere Eizelle schon im Mutter-Leib angelegt.

00:35:06: Aus der wir dann später entstehen und alles was die Mutter oder auch die Großmütter an Stressthemen hat.

00:35:14: Und das ist ja gerade auch das Hormon Thema ganz ein wertvolles.

00:35:18: also die Stresshormone Adrenalin, Neuadrenalin Kortisol Das wird und das haben Untersuchungen mittlerweile bestätigt weitergegeben, auch in die Substanz der Eizelle aus der wir später entstehen.

00:35:36: Also man kann schon auch da ein bisschen rational mittlerweile rangehen wenn man das haben möchte.

00:35:44: und andererseits glaube ich Wir müssen nicht alles so wie du sagst rationalisieren.

00:35:49: Es gibt eine Wahrheit in uns es gibt eine Essenz in uns Die wird uns niemand wissenschaftlich erklären können.

00:35:56: die dürfen wir wirklich wieder fühlen lernen.

00:35:58: Und ich glaube, das ist genau der Punkt in dem wir es so verstandesorientiert sind.

00:36:02: Wir dürfen echt wieder in dieses Fühlen kommen – unsere Wahrheit fühlen!

00:36:08: Da ist auch irgendwo das Sinn dann den wir oft suchen.

00:36:11: Der ist nur in uns.

00:36:12: Ja?

00:36:14: Dass für jeden natürlich was anderes aber ich glaube dass das wieder sehr präsent in unserem Leben werden darf.

00:36:20: Total und... eine derjenigen, die immer sehr rational war.

00:36:27: Die sich das alles wirklich erklären lassen wollte.

00:36:29: und typischerweise mache ich ja auch bei meinem Podcast den Einstieg so, dass ich erst mal eine Definition brauche des Begriffes wie ihr Podcast als Thema haben um mich daran festzuhalten.

00:36:43: Ich merke, daß ich mich davon langsam löse.

00:36:47: Übrigens, ich bin ganz stolz.

00:36:48: Folge Nummer zwei, wo ich keine Fragen vorbereitet habe!

00:36:52: Das finde ich großartig.

00:36:53: Es ist schön, dass ich da dein Gast sein darf.

00:36:56: Das muss ich sagen und wer mich kennt weiß... Ich bin immer sehr darauf bedacht, mich vorzubereiten und ja das da nichts schiefgehen kann.

00:37:03: Dass das in meiner Kontrolle liegt, dass alles so gut wie möglich bin und dass da ja nicht schief gehen kann

00:37:12: aber da sehr ähnlich.

00:37:14: Also ich habe auch viele, viele Jahre mit meinem Verstand vorrangig gelebt und da war dann natürlich die Kluft noch größer, da noch was anderes zuzulassen.

00:37:25: Und der Verstand war immer auf der Suche und das Gefühl hat so schnell gesagt okay passt nicht!

00:37:29: Dann kam wieder der Verstand.

00:37:31: also ich glaube dass dürfen wir alle ruhig auch zulassen.

00:37:33: Der Verstand ist ja auch nicht nur schlecht, es möchte ich ja gar nicht verteufeln und eine Struktur zu haben, halte ich auch für ganz essentiell teilweise für mich.

00:37:42: Aber das was ich eingangs auch gesagt habe, ich finde es so wertvoll wenn wir uns selber ein bisschen führen lernen wieder die Impulse des Lebens aufzunehmen oder eben die Fragen nicht alle vorzubereiten sondern zu schauen okay was kommt?

00:37:57: weil es einfach viel auch in unserer Natur liegt.

00:38:01: Ich spreche oft von Yin und Yang, weil sie aus meiner Arbeit als Körperarbeiterin noch herkommt.

00:38:07: Und ich finde das ist eine schöne Herangehensweise, so eine schöne Beschreibung von allem was isst.

00:38:14: Es gibt immer diese zwei Pole, es gibt immer die zwei Seiten.

00:38:17: Wir leben in dieser dualen Welt und wenn wir nur spirituell sind können wir nicht hier existieren.

00:38:22: Wir brauchen wirklich auch dieses Geerdete und ich finde, das ist so

00:38:26: wertvoll.".

00:38:27: Hast du denn einen Tipp?

00:38:29: Das ist so das wo ich mich manchmal damit noch schwer tue.

00:38:32: wie gelingt uns das denn genauer hinzusehen die Dinge in der Vergangenheit einfach spüren zu lassen präsent werden zu lassen ja durch uns durchgehen zu lassen?

00:38:43: hast du da irgendeinen tip wie wir davor gehen können?

00:38:47: also ich glaube dass was wir alle wieder machen dürfen bewusst unseren Körper wahrnehmen.

00:38:53: Denn das, wovon du jetzt sprichst die Vergangenheit ist vorrangig in unserem Körper In unserem Zellgedächtnis.

00:39:02: In all unserer Essenz als Menschen und Körper.

00:39:07: Und dort wieder hinzukommen es geht ja auch die Richtung dorthin.

00:39:10: wenn ich mir anschaue wie viel damals als ich aufgewachsen bin gab's Yoga noch überhaupt nicht als Thema.

00:39:17: da hat sich soviel verändert eben auch weil der Wunsch sicher wieder größer geworden ist, den Körper mehr wahrzunehmen.

00:39:24: Die Zusammenhänge besser zu spüren.

00:39:27: und das macht halt jeder auf eine ganz eigene Art und Weise.

00:39:31: manche meditieren ich bin jemand... Ich tue mir wahnsinnig schwer beim Meditieren.

00:39:36: also ich bin jemals ich liebe es im Bewegung zum meditiren.

00:39:40: aber dieses Sitzen Und mal schauen, was kommt und die Gedanken ziehen lassen.

00:39:46: Das ist für mich eine Mega-Herausforderung.

00:39:49: Ich glaube jeder hat so seine eigene Herangehensweise.

00:39:52: Aber das, was wahrscheinlich für alle ganz wertvoll ist, ist wieder ins körperliche Spüren kommen.

00:39:59: Viele schaffen es gut durchs Atmen.

00:40:01: Da gibt's jetzt auch diesen Inbegriff Breathwork ja?

00:40:05: Es muss alles immer so... High End Begriffe haben, damit wir sie ins Leben holen.

00:40:10: Aber im Grunde genommen ist es das sich wieder zu verbinden, wieder zuzulassen und zu spüren.

00:40:16: Es gibt nicht diesen Hack wo man sagt okay du machst das und dann bist du heil mit deiner Vergangenheit.

00:40:22: aber wenn wir spülen dass da etwas ist das aufgebrochen werden will und du hast vorher schon gesagt du bist so zerbrochen an dieser Situation die du jetzt hattest Im Grunde genommen ist es das.

00:40:34: Es muss etwas aufbrechen und dann können wir es wieder neu zusammensetzen, aber dieses Aufbrechen, dass es eben eine Erlaubnis ist zuzulassen Und viele von uns gehen durchs Leben mit halten, halten, ja nicht irgendwie die Kontrolle verlieren.

00:40:52: Ja wir verlieren halt dann manchmal die Kontrolle und dann schreien wir und weinen wir und werden wir wütend.

00:40:57: und diese Kontrolle ständig und diese Continence aufrechtzuerhalten das ist ja wahnsinnig anstrengend!

00:41:04: Und wirklich mal dorthin zu kommen zu sagen

00:41:07: loszulassen

00:41:09: und dass alles zuzulassen Das geht zum einen über den Verstand, nämlich diese Erlaubnis die wir uns geben.

00:41:17: Und das Leben tut dann alles weitere dazu und zeigt uns den richtigen Weg!

00:41:22: Wie reagierst du denn wenn du ein Gegenüber hast wo du merkst dass möchte es nicht rauslassen?

00:41:27: Das möchte alles für sich behalten und du merkest aber...das ist eigentlich gar nicht gut.

00:41:31: vielleicht bist du sogar mit der Person eng verwandelt.

00:41:33: wie gehst du damit um?

00:41:34: Also

00:41:35: bei mir war das ganz stark das Thema meiner Mama.

00:41:38: Ich habe das Gefühl immer gehabt, wenn Themen mit ihr da waren, dass ich mich total mit ihr verschwommen bin.

00:41:46: Das ist einfach so ein Bild, um es zu verdeutlichen.

00:41:49: Ich bin sofort in ihre Energie reingegangen und habe versucht – weil ich ja unter Anführungszeichen es besser wusste oder es besser weiß – Einfluss zu nehmen.

00:41:59: Aber gerade bei so unmittelbaren Bezugspersonen glaube ich, ist es oftmals heilsamer den eigenen Raum wieder halten, zu lernen.

00:42:08: Weil so wie du sagst ich habe auch viele Situationen wo ich das Gefühl hatte oder habe es würde so gut tun darüber zu sprechen Es würde so viel aufarbeiten und mir so viel helfen.

00:42:21: aber ich bin damit einfach immer wieder an die Grenze der Sprache gestoßen.

00:42:26: Ich hab ganz klar vor Augen gefühlt bekommen will ich nicht kann ich nicht geht nicht Und vielleicht auch in einer gewissen Art und Weise ist sie keinen Sinn darin.

00:42:35: Das war halt einfach so, ja?

00:42:37: Da habe ich für mich lernen dürfen meinen Raum wiederzuhalten zu sagen okay das bist du, dass bin ich.

00:42:43: Ich kann diesen Einfluss nur bis zu einem bestimmten Grad einnehmen und andererseits Eigentlich gar nicht, weil ich bin das Kind und ich glaube dass wir uns das immer wieder auch vor Augen führen dürfen.

00:42:54: Gerade wenn wir fühlig sind und spürig sind und die Bedürfnisse unserer Mitmenschen spüren und die bedürfnisse unserer unmittelbaren Bezugspersonen so deutlich spülen ist es trotzdem wichtig den eigenen Raum halten zu können ein stückweit zurückzugehen und zu sagen okay ich akzeptiere dass es so ist.

00:43:13: Also das ist mein Lernprozess gewesen, der sich für mich wesentlich stimmiger anfühlt als zu sagen ja du musst doch und das muss doch dann bin ich immer noch im Widerstand.

00:43:21: Und dieser Widerstand schwächt ja auch wahnsinnig.

00:43:24: also diese Akzeptanz sich zu erlauben in diese akzeptanz zu kommen dass es so ist wie es ist dass man selbst mit allem lebt auch den anderen Menschen oder das andere gegenüber genauso akzeptiert, weil – das war meine Geschichte.

00:43:48: Es gibt sicher viele, viele andere aber alles andere hat mich unglaublich geschwächt.

00:43:54: Der Widerstand hat mich geschwrächt.

00:43:55: Dieses ständige Hinkommen wollen und etwas antiesen wollen, dass nicht möglich war.

00:44:02: Das war vergebliche Mühe sozusagen.

00:44:07: Fühle ich, komme ich komplett bei dir.

00:44:09: Das möchte ich auch noch kurz sagen.

00:44:10: Ich habe diese starke Verbindung zu beidem meiner Kinder aber zu meinem Sohn ganz besonders ... Weil er mir sehr ähnlich ist und das ist ein Thema, dass wenn man sehr sensibel ist und der andere Teil ebenfalls, dann spürt man sich gegenseitig ständig.

00:44:28: Man hat immer wieder die Herausforderung, bei sich zu bleiben oder das kennen ja viele, die sehr sensibil sind in einen Raum von Menschen kommen und da einfach auch sofort in Verbindung gehen mit den Stimmungen, mit den Energien.

00:44:40: Und bei den unmittelbaren Bezugspersonen ist das natürlich besonders intensiv und da merke ich aber auch total stark wie wichtig es für mich ist immer wieder auch bei meinem Sohn mich raus zu nehmen und meinen Raum zu halten.

00:44:53: denn ja wir haben einfach alle unseren Raum und unsere Aufgabe und ich glaube dass müssen wir akzeptieren lernen.

00:45:00: Was mich bei dem ganzen Thema mir noch für so ein Gedanke kommt?

00:45:03: Ist das Thema Schuld

00:45:05: Schuld

00:45:05: der alten Generation, wenn wir als Brückengeneration Dinge plötzlich anders sehen.

00:45:14: Artikulieren nachfragen.

00:45:17: Da hab ich schon auf den Eindruck, dass die vorangegangene Generation sehr mit Schuld zu kämpfen hat.

00:45:24: Dass da plötzlich das Gefühl kommt jetzt möchtest du mir die Schuld zuweisen an den Dingen?

00:45:30: Entweder so auf dieser Art oder von alleine schon dieses Schuldgefühl kommt.

00:45:34: Ich glaub, das ist ein großes Thema ja?

00:45:36: Absolut!

00:45:37: Und es geht nicht um Schuld.

00:45:39: Es gilt ja nicht um Schuldzuweisung.

00:45:41: Als wenn sich jemand seine Geschichte ausgesucht hat und seinen Traumata.

00:45:46: Was ich oft sage, wird dir fühlen, dass Wort schuld ganz aus unserem Wortschatz streichen.

00:45:50: Das ist so eine intensive Energie die an diesem Wort hängt tragen es noch in uns.

00:45:58: Also ich glaube, es ist niemand soweit das er sagt.

00:46:00: Ich hätte das Gefühl noch nie empfunden zum einen oder das Gefühl weitergegeben zum anderen.

00:46:07: Aber ich glaube dass dieses Schuldthema auch genauso wie dieses Raum Thema ja wir müssen davon loskommen!

00:46:14: Wir müssen davon weg kommen.

00:46:15: die Schuld... Ich glaube ja trotzdem bei all dem, was man falsch machen kann und was nicht gut läuft.

00:46:24: Aber ich glaube grundsätzlich dass unsere Eltern das getan haben, was ihnen zu diesem Zeitpunkt das Möglichste war.

00:46:32: Und ich glaube, dass es bei unseren Kindern genauso sein wird, dass sie sich irgendwann einmal denken, dass ist vielleicht nicht gut gewesen oder das ist vielleicht auch nicht gut.

00:46:41: Wir dürfen davon loskommen!

00:46:42: Wir dürfen einfach eher dieses Wort des Weiterentwicklungs- und Weitergehens... öfter wieder in unserem Wortschatz haben als das Thema Schuld.

00:46:51: und ich habe ja viele Jahre jetzt schon mit Frauen gearbeitet.

00:46:54: Und ich hab immer wieder Frauen erlebt, die in absolutem Widerstand mit ihrer Herkunft sind und die genau diese Schuldthematiken einfach haben.

00:47:05: Ja, das war... Ich bin so weil du damals oder weil meine Mama so und so war, bin ich so und Das bringt uns nicht weiter.

00:47:14: Und das führt auch zu nichts, weil wir uns immer und immer wieder in diesem Teufelskreis weitertrehen und dann nicht rauskommen.

00:47:20: Für mich ist es immer so ein wichtiger Aspekt im Bewegungsein.

00:47:23: Im Bewegungssein heißt Dinge da sein zu lassen, Dinge zu fühlen – auch wenn sie sich nicht gut anfühlen.

00:47:30: Wirklich zu fühln anstatt in den Widerstand zu gehen!

00:47:33: Weil wenn ich in den widerstand gehe erlaube ich mir ja selber auch nicht dass zu füllen was vielleicht wehtun kann.

00:47:38: Also fühle ich's und dann gehe ich weiter.

00:47:41: Und das ist, glaub ich, was wir auch unseren Kindern lernen dürfen.

00:47:44: Weiterzugehen mit dem, was sie tragen und es wird in jeder Generation so sein!

00:47:50: Ja.

00:47:50: Normalerweise, wenn du sagst ja, ich bin so ... weil du mich so gemacht hast, ist ja was Abschließendes.

00:47:56: Da gibt's gar keine Möglichkeit?

00:47:57: Keinen Raum.

00:47:58: Richtig.

00:47:59: Das Un-Meinpunkt immer noch... Ich bin mehr als nur das, was mir am Anfang mitgegeben wurde.

00:48:06: Auf

00:48:06: jeden Fall.

00:48:07: Also, ich hab ja von unterschiedlichen Strömungen Dinge abbekommen.

00:48:11: Und

00:48:11: du bist ja auch ein eigenständiger Mensch, du bist diejenige, die sich das alles jetzt selber so wie sie ist erfahren und erlebt und geschaffen hat.

00:48:20: also wenn wir nur den Fokus auf das richten was wir mit bekommen haben Das ist ja nur ein ganz miniteil von dem was wir sind und was wir sein können Wenn wir in Bewegung kommen.

00:48:31: Genau Jetzt haben wir uns zu sagen die eine Seite der Brücke intensiv uns angeguckt.

00:48:37: Gucken wir mal auf die andere seite Wo sind da die Herausforderungen für die neue Generation?

00:48:42: Und wie können wir sozusagen unseren Kindern dieser neuen Generation ja andere Dinge mitgeben, offene Dinge.

00:48:50: Also ich glaube zum einen passiert das automatisch weil die Zeit offener ist, birgt natürlich auch wieder sehr viele Herausforderungen und andere Herausforderungen.

00:49:00: Was mir immer ganz wichtig ist, sind die Wörter liebevolle Klarheit.

00:49:04: Also unsere Kinder mit liebevoller Klarheit zu begleiten und das heißt für mich einfach ihnen den Raum zu geben sie selbst zu sein und trotzdem der Anker zu sein, der ihre Fragen beantwortet.

00:49:16: also ich glaube dass das etwas ist was wir lernen durften von unserer Elterngeneration die das vielleicht nicht so gut konnten zum damaligen Zeitpunkt, dass wir das besser machen unter Anführungszeichen.

00:49:29: Um einfach wirklich für unsere Kinder der Anker zu sein, denen sie brauchen um sich selber weiterzu erfahren und sich selbst weiterzu entwickeln, um einfach ihr Leben ja zu erfahren.

00:49:40: Und das ist genau das was für mich so wichtig geworden ist ihnen keine Werte auf zu octruieren wenn man das so sagt sondern Ihnen der Anker seien, der Ihre Fragen beantwortet.

00:49:54: Ich sag ganz oft für mich es ist so aber bildert dir deine eigene Meinung.

00:49:58: ich sehe das so ja und das ist für mich immer so wichtig geworden und ich habe in den jahren wo ich meine kinder begleiten durfte dass auch wirklich als zielführend erlebt.

00:50:07: also das ist etwas wo man ihnen glaube ich ganz viel stabilität mitgeben kann und trotzdem die offenheit ihre eigenen erfahrungen zu machen.

00:50:17: Aber das ist wahrscheinlich auch meine Geschichte, weil ich es nicht erlebt habe.

00:50:20: Dass man meine Fragen beantwortet hat und dass man offen war, dass man Emotionen zugelassen hat.

00:50:28: Und ich glaube, dass das etwas ist was wir dann einfach besser machen können.

00:50:33: Vor allem dieser Punkt Emotion zu lassen spricht mich total an, weil manchmal fällt mir das wahnsinnig schwer wenn mein Sohn wegen einer für mich auch wieder bewertend, also für mich ist das eine Lapalje.

00:50:47: Er aber total emotional reagiert oder meine Tochter dann plötzlich ... Weil der Stuhl dort an der anderen Stelle jetzt stehen soll weil sie dort sitzen möchte und ich denke ja Himmel herr Gott da steht doch immer da.

00:50:58: warum muss er jetzt?

00:51:00: Und Ich merke dann schon wie dass in mir dann prodelt.

00:51:02: vielleicht bin ich auch gerade in dem Moment noch müde oder unter Zeitdruck und Dann muss dieser blöde stuhl jetzt diesen halben Meter weggeschoben werden.

00:51:10: Da versuche ich und das gelingt mir tatsächlich in den letzten zwei Jahren.

00:51:15: Also, tatsächlich ... Ich wirklich kann das so abschätzen in die letzten zwei Jahre, weil ich da wirklich intensiv mit meinem Weg begonnen habe, mich durch Coachings und meinen Podcast mit solchen Themen auch wirklich auseinanderzusetzen oder reinzugehen.

00:51:29: Das ist mir wirklich gelingt nicht immer!

00:51:31: Ich bin nicht perfekt um Gottes Willen es zuzulassen und einen Schritt zurückzugehen und denken, ach, es wird sich das nervt, ich grad total.

00:51:40: Das ist so

00:51:41: cool, wenn man das möglich machen kann.

00:51:43: Dass man sich selber beobachtet dabei ...

00:51:45: Ja, ich frag mich immer, warum ist es jetzt grad so schlimm?

00:51:48: Dann versuch ich bei mir kurz mal hinzugucken und sagen okay, weil du hast Zeitdruck, weil Du willst das machen!

00:51:53: Weil Du hast Angst, du schaffst dann irgendwas nicht Und du findest grade ihre Reaktionen so völlig überspitzt?

00:51:58: Hm, aber das ist ja schon wieder bewertend.

00:52:00: Sie empfindet das gerade so?

00:52:02: Dann ist das ja in Ordnung, wenn sie das so empfindete und ich nicht Ich kann eher meine Meinung aufdrücken... Das ist ein innerer Dialog, den ich mit mir Führe?

00:52:10: Ich sage nicht, dass das jedes Mal klappt.

00:52:12: Manchmal ist bei mir dann auch irgendwie oberkante Unterlippe.

00:52:17: Aber es ist auch das Thema ... Ja ich glaub vielleicht bist du da auch sehr ähnlich.

00:52:21: Ich hab mich als Kind eigentlich diese starken Emotionen kaum erlaubt weil ich einfach das Gefühl hatte ich kann mich nicht zumuten so wie sie schon gesagt habe heute.

00:52:31: Und für mich war es auch besonders bei meinen Kindern, die haben sehr starke Emotionen gezeigt und da musste ich auch lernen damit umzugehen und ich musste lernen über meine Kinder und ich finde unsere Kinder sind ganz großartige Spiegel dabei uns unsere Themen zu zeigen.

00:52:48: ja also wenn wir's bewusst wahrnehmen können dann dürfen wir in diesen spiel jeden tag schauen egal wie alt unsere kinder sind glaube ich.

00:52:56: aber ich musste dann auch lernen mit mir zurechtzukommen, mit meiner Wut.

00:53:01: Also ich habe erst durch die Ausbildung als Körperarbeiterin gelernt meine Wut auszudrücken, die ich so lange getragen hab – nicht nur meine Wute, die Wut meiner Mama, also so viel Wut!

00:53:13: Es war soviel Wut in meinem System und jetzt sich meistens gegen mich gerichtet.

00:53:19: Und das durfte ich aber wirklich durch meine Kinder, durch deren Emotionalität dass ich mich damit auch auseinandersetzen musste.

00:53:26: Also ein großartiger Spiegel dahingehend.

00:53:29: Ja, auf jeden Fall.

00:53:31: Findest du ... Ich beobachte das tatsächlich bei mir.

00:53:36: Würde mich sehen wie es bei dir ist?

00:53:37: Findest Du, es gibt eine besondere Verbindung zwischen der alten Generation und der neuen?

00:53:43: Wir sind oben, wir sind die Brücke zwischen der Alten- und der Neuen.

00:53:47: Ist eine spannende Frage!

00:53:52: Also, wenn ich mir anschaue, wie ich als Kind begleitet wurde und welche andere Offenheit bei meinen Kindern da ist ... also in der Enkelgeneration.

00:54:02: Dann wundere ich mich mal nicht mehr.

00:54:06: Ja?

00:54:06: Da wird vielmehr toleriert.

00:54:08: Da ist ein ganz anderes Verhältnis von Fragen und Antworten.

00:54:13: Da wird über vielmeher geredet!

00:54:15: Da wird die ...

00:54:16: ja, ich wunder mich.

00:54:18: Eine

00:54:18: andere Art Geduld.

00:54:19: Genau.

00:54:20: Ja,

00:54:21: total.

00:54:21: Total, sehe ich absolut genauso.

00:54:24: Sehe ich absolut genau so und das ist ... Also manchmal bin ich dann ... Nein, eigentlich find ich nicht neidisch.

00:54:30: Eigentlich finde ich es eher interessant und schön.

00:54:33: Ja, absolut!

00:54:34: Wie die junge Generation diese kleinen, diese Dinge plötzlich mit ihrer unbefangenen, offenen freundlichen Art aufbrechen?

00:54:42: Mit ihrem Ich hab dich lieb

00:54:44: Und das wurde sonst nie gesagt, oder?

00:54:46: Ja.

00:54:47: No

00:54:47: way!

00:54:47: Das

00:54:48: wär's für uns ganz ähnlich

00:54:50: hier.

00:54:50: So eine liebevolle, offene, emotional ...

00:54:54: Selbstverständnis ein absolutes

00:54:56: Selbstverständniss ja.

00:54:59: Also das muss ich auch sagen und das krieg' ich auch viel aus meinem Freundeskreis gespiegelt dass es bei denen ähnlich ist, dass die auch jedes mal aber rasch sind wie deren Eltern mit ihren Kindern Ganz frei umgehen.

00:55:11: Natürlich gibt es dann trotzdem so Standard-Situationen, aber jetzt sei man nicht so laut und Kletterer nicht so hoch ... Die setzt sich

00:55:18: ordentlich zum Tisch und was auch immer.

00:55:20: Genau!

00:55:20: Und Ängste werden mitgegeben nur weil dann Oma nicht mehr aufs hohe Klettergerüst traut kann ja vielleicht der Enkel, der dann irgendwie ... Oh ja?

00:55:27: ... siebzig Jahre junger ist.

00:55:29: Das muss auch passen.

00:55:31: Also das ist bei uns ein ganz starkes Thema.

00:55:33: Meine Mama hat ganz viele Ängster die ... zum einen ich übernommen habe und zum anderen merke ich aber auch, dass das bei meiner Tochter immer noch ein Thema ist.

00:55:42: Und dass wirklich auch etwas ist, was noch nicht ganz aufgearbeitet ist.

00:55:46: Diese Ängste zeigen sich dann eben oder haben es sich früher.

00:55:48: so wie du sie jetzt sagst – da musst du aufpassen und mach' das nicht!

00:55:52: Also das ist immer noch kein Thema.

00:55:54: Oder jetzt fährt sie mit dem Auto und meine Mama sagt «da musst du die Straße aufpassen» und also da ist ganz viel noch da.

00:56:02: Hattest du damit Schwierigkeiten deine Ängsten von deinen Kindern fernzuhalten?

00:56:06: Nein.

00:56:08: Bei meinen Kindern war ich ... Das kann nicht wirklich sagen, ich hab keine Angst gehabt um meine Kinder.

00:56:15: Da ist so ein tiefes Vertrauen.

00:56:17: Es sind eher die Ängste, die ich mit mir herumschleppe und mich betreffe.

00:56:21: Also das Verlustthema diese Dinge eben denen ich mich stelle Schritt für Schritt.

00:56:29: Lieber Karin?

00:56:30: Es war eine großartige Aufnahme, hat mir

00:56:33: unglaublich

00:56:33: viel Spaß gemacht.

00:56:34: Also ein wirklich sehr schönes Thema ... Ich sitze mit dir auf dieser Brücke?

00:56:38: Das ist

00:56:38: schön!

00:56:39: Ich glaube wir sind so viele und ich weiß nicht ob ich das jetzt sagen kann aber ich habe auch eine eigene Telegram-Gruppe für die Pionierinnen, die eben diesen Weg über die Brücke gehen.

00:56:52: Schaut mal vorbei.

00:56:53: Wir sind doch viele, die sich damit identifizieren.

00:57:00: Also wenn wir uns da gegenseitig ein Stück weit unterstützen und auch zuhören, werden wir vielleicht nicht im Freundeskreis die Verbindungen haben.

00:57:06: Dann ist so was am besten!

00:57:08: Ich werde das auf alle Fälle in den Show Notes verlinken und wenn ihr los der Laune habt dann schaut doch unbedingt bei Karin vorbei.

00:57:16: Es gibt ganz viele Ähnlichkeiten, ganz viele ähnliche Herausforderungen, ganz viel ähnlichen Ziele Und es macht einfach mehr Freude, wenn man's gemeinsam tut.

00:57:25: Auf jeden Fall, dann fällt vieles leichter.

00:57:28: Ich danke dir für dieses tolle Gespräch und wünschte alles Liebe!

00:57:32: Gleichfalls vielen Dank

00:57:33: und alles Liebe.

00:57:37: Das war Und Jetzt der Podcast mit Mariah Katschmareth.

00:57:41: Schön dass du dabei bist.

00:57:42: Wenn du auch die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest, dann abonniere meinen Podcast und jetzt und aktiviere die Glocke.

00:57:48: so bleibst du definitiv auf dem Laufenden.

00:57:50: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetzt.de.

00:57:54: Dort kannst du dich auch in meine Newsletter eintragen und erhältst regelmäßig spannende News- und Behind-the-Sceneinflicke zum Podcast.

00:58:01: Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu uns jetzt hast, dann kannst du mir gerne eine E-Mail schreiben an halloetundjetztpunkt.de.

00:58:09: Und bis bald!

00:58:10: Deine Mareike.

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