Konfrontation mit der Vergangenheit: Wie dein Inneres Kind dich heute reagieren lässt

Shownotes

Gemeinsam mit Psychologin Svenja Adamek entdecke ich die Welt des inneren Kindes und tauche ein in eine emotionale Reise durch Erinnerungen, Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die uns tagtäglich prägen. Wir blicken in die geheimnisvollen Ecken unserer Psyche, die Ursprünge unserer tiefsten Emotionen und wie das kindliche Ich unser Erwachsenenleben beeinflusst.

Diese Folge ist damit der perfekte Einstieg in die Innere Kind-Thematik und gibt dir einen Überblick über die verschiedenen psychologischen Konzepte wie du mit deinem Inneren Kind in Kontakt treten kannst.

Angereichert mit persönlichen Einsichten und der Expertise von Svenja entpuppen sich die Pfade der inneren Kindarbeit als Chance zur Selbstbegegnung und Heilung. Diese Folge ist ein Muss für jeden, der verstehen möchte, wie innere Kindanteile unser Verhalten steuern und wie wir mit ihnen in einen harmonischen Dialog treten können.

UND JETZT? wünsche ich euch viel Freude beim Hören und ganz viele tolle Erkenntnisse

Eure Mareike


||||| PERSONEN |||||

🙋🏻‍♀️ Mareike Kaczmarek, Gründerin von UND JETZT?

👤 Svenja Adamek, Psychologin > https://svenja-adamek.de/


||||| KAPITEL |||||

(00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema

(03:39) Was ist das Innere Kind und wie macht es sich bemerkbar?

(14:07) Welche verschiedenen Inneres Kind-Konzepte gibt es?

(26:37) Wie meldet sich das Innere Kind bei uns im Alltag?

(30:55) Inneres Kind vs Glaubenssätze: gibt es Parallelen?

(36:11) Wie kann ich mit meinem Inneren Kind in Kontakt treten?


||||| UND JETZT |||||

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Transkript anzeigen

00:00:01: Und jetzt der Podcast mit Mareke Katschmarek.

00:00:10: Okay, jetzt schließt mal deine Augen und lass mal spontan vor deinem inneren Auge ein Bild von deinem Inneren Kind

00:00:23: entstehen.

00:00:24: Dann würde ich fragen wo ist das Kind?

00:00:28: Was macht das Kind wie geht es dem Kind und wie alt ist das kind?

00:00:37: Selbstvernehmung ist auch etwas, was den meisten von uns ja nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde.

00:00:42: Sondern das ist dann auch etwas was man am besten trainiert.

00:00:46: Also einerseits ist es ganz gut mal so ein bisschen Wissen dafür zu haben okay?

00:00:50: Was sind überhaupt Gefühle?

00:00:52: welche gibt's da zum Beispiel Freude Scham

00:00:55: Angst

00:00:56: und dann sich wirklich mal gezielt zu beobachten?

00:01:06: Und jetzt der Podcast mit Marike Katzschmarig.

00:01:08: Und ich freue mich sehr, dass ich heute wieder die Liebe Svenja Adamek vor mir sitzen habe.

00:01:14: Die liebe Svenja kennt ihr schon aus der letzten Folge zum Impostosyndrom und als wir fertig waren mit der Aufnahme hab' ich ihr von meinem anderen großen Herzensthema berichtet zu dem ich gerne noch sprechen möchte.

00:01:27: und siehe da es taten sich Welten für mich auf und deswegen spreche ich heute mit Svenja zu dem wunderbaren Thema Inneres Kind und wie das innere Kind unser Verhalten fängt.

00:01:38: Hallo Svenja!

00:01:39: Hallo Marike, ich bin total froh noch mal hier zu sein.

00:01:42: Ich bin

00:01:42: dir sehr schön, ich freue mich sehr und ich finde im Übrigen das Bild bedeckt.

00:01:45: Die Graffe hinter dir find' ich mega gefällt mir.

00:01:48: Guck dir direkt über die Schulter.

00:01:49: Dankeschön.

00:01:51: Geht's dir

00:01:52: gut?

00:01:52: Mir geht es gut.

00:01:53: ja, der Frühling kommt ist ein gutes Gefühl.

00:01:56: Ja, da fühlt sich gleich alles nicht mehr ganz so schwer an wenn man morgens aufsteht und wird geweckt von den Älztern bei unserem Garten und Co.. Das ist schon echt ein Traum.

00:02:05: Wir sprechen ja heute über das Thema inneres Kind, das innere Kind wird wahrscheinlich jeden von euch einen Begriff sein.

00:02:12: Zumindest die, die sich so ein bisschen in dieser Welt der Psychologie auch bewegen und die sich mit Persönlichkeitsarbeit und Entwicklung beschäftigen.

00:02:24: Heute ist es ein Stück weit eine Premiere.

00:02:25: ich habe nämlich tatsächlich entgegen meiner Art zu arbeiten und den Podcast vorzubereiten Keine Fragen aufgeschrieben an Svenja, keine Fragen vorab zugeschickt.

00:02:37: Die in den meisten Fällen sowieso ja nur ein grober Leidfaden sind.

00:02:41: aber genau das habe ich heute sozusagen gar nicht gemacht.

00:02:45: Ich habe mir gedacht ein kleines Experiment ich lasse mich auf die Folge komplett ein nämlich ich bringe mein inneres Kind zum toben und ich merke wie es nervös auch von abläuft weil keine fragen vorbereitet sind Und deswegen machen wir das heute hier im Ja, Freestyle würde ich mal überhaupt nicht mehr wollen.

00:03:05: Und gucken mal was das mit mir macht und mit unserer Folge macht.

00:03:08: aber ich bin ja sehr zuversichtlich.

00:03:11: Ja finde ich großartig passt total zum Thema.

00:03:14: Svenja magst du einen kurzen Satz noch zu dir sagen für die vielleicht die letzte Folge nicht gehört haben?

00:03:19: Wer bist du und was machst du?

00:03:20: Ich

00:03:20: bin Diplompsychologin und Verhaltenstherapeutin habe mich aber so aus dem klassischen Gesundheitssystem weg bewegt und arbeite mittlerweile ausschließlich online, umbietungpsychologische Online-Beratungen

00:03:34: an.

00:03:34: Ja, da mache ich auch hin und wieder gerne mal innere Kinderarbeit.

00:03:39: Was

00:03:39: ist denn das innere Kind?

00:03:40: Das fangen wir vielleicht von Anfang an an.

00:03:43: Was kann ich mir unter dem inneren Kind vorstellen?

00:03:48: Wir waren ja alle mal Kinder und man kann sagen etwas davon ist übrig geblieben und etwas davon ... nach wie vor in uns.

00:04:00: Und diese Seite kann man dann das innere Kind nennen, also es ist quasi eine Metapher für eine kindliche Seite in

00:04:09: uns.".

00:04:10: In welchem Alter ist das Kind?

00:04:11: Das

00:04:11: ist individuell total unterschiedlich.

00:04:14: Man kann auch unterscheiden zwischen biografisch verinnerlichten Anteil, wo vielleicht eine Situation erinnert wird die in einem bestimmten Lebensalter war.

00:04:24: aber dieses metaphorische Kind, das kann total variieren vom Alter her.

00:04:30: Erzähl doch mal inneres Kind!

00:04:33: Das heißt also irgendwann in meiner Kindheit hat sich das sozusagen verankert und ist nicht mitgewachsen?

00:04:40: Ja so könnte man das sagen je nachdem es kann auch durchaus mitwachsen ja.

00:04:45: Also es geht dabei letztlich um die Beziehung zu sich selber.

00:04:51: Das eine ist wie ist man heute Das heutige ich und das andere ist so ein verinnerlichter kindlicher

00:05:01: Anteil.

00:05:01: Ist es wie eine Art Abspaltung der Persönlichkeit?

00:05:04: Ja, also man könnte sagen dass wenn man diese Technik anwendet, dass man eine bewusste Ich-Spaltung macht eben zwischen diesem heutigen Ich und dem Kindlichen Anteil ja

00:05:17: Jetzt mal krasser Cut.

00:05:21: Was unterscheidet das zur Schizophrenie?

00:05:24: Schizophrenie ist Realitätsverlust.

00:05:27: Das geht zwar auch dann mit Spaltung einher, aber Schizophrenien verschwimmen die Grenzen zur Realität.

00:05:35: Das ist bei diesem inneren Kind-Konzept nicht der Fall.

00:05:39: Wie zeigt sich das innere Kind jetzt als Erwachsene?

00:05:43: Ja, das kann ganz unterschiedlich sein.

00:05:46: Was ich oft erlebe in den Sitzungen ... Ich arbeite auch mit Leuten, oft sehr leistungsorientiert sind, sehr ambitioniert sind.

00:05:57: Und was ich bei diesen Menschen oft erlebe ist ... dass die dem inneren Kind über Jahre oder Jahrzehnte oft überhaupt keine Beachtung geschenkt haben.

00:06:08: Dass sie es so komplett zur Seite geschoben haben.

00:06:11: Man könnte sagen, dass sie das innere Kind vernachlässigt haben.

00:06:15: Halt mich für irre!

00:06:16: Lassen Sie uns noch mal zurückgehen?

00:06:19: Ich bin ein Kind und ... Erlebe meine Welt, erlebe meine Eltern und die Kindheit wie auch immer.

00:06:26: Wie bildet sich das innere Kind?

00:06:28: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:06:30: Na ja es ist schon irgendwie... Also geht da einerseits um Kindheitserinnerung.

00:06:35: ja irgendwie, sie sind daher nicht mit rauszunehmen aber es sind einfach so.

00:06:40: dieses ...wie habe ich mich als Kind gefühlt und diese Art zu fühlen und zu erleben Die bleibt irgendwo da.

00:06:48: Das

00:06:48: sind der letzte Sachen, die Spuren, das prägt ihr sozusagen ein?

00:06:52: Genau!

00:06:53: Und Konsequenz ist wenn ich größer werde und diese Einprägungen nennen wir es immer Kratzspuren, die vertiefen sich durch mein Umfeld weil ich ständig meinetwegen gemassregelt werde korrigiert werde wie auch immer dann werden diese kratzspuren immer tiefer diese Prägungen.

00:07:14: oder auf der anderen Seite wenn ich viel Zuspruch bekomme, Bestätigung.

00:07:20: Ich komme signalisiert und bin okay so wie ich

00:07:23: bin.".

00:07:24: Und das ist genau richtig, wie du das gerade tust?

00:07:28: Dann werden diese Kratzer immer schwächer!

00:07:32: Ja

00:07:32: beziehungsweise dann ist da vielleicht einfach ein glückliches inneres Kind,

00:07:35: ne?

00:07:37: Kann tatsächlich eine Spuren später mal wachsenden leben... Wenn die die ganze Zeit sich gar nicht gemeldet haben weil sie einfach abgeflacht sind plötzlich wieder rausbrechen

00:07:44: Absolut, ja.

00:07:47: Steckt Kinder dem inneren Kind ... Du hast gerade schon gesagt, das heißt nicht, dass es immer unglückliche Erinnerungen und Prägungen sein müssten?

00:07:56: Überhaupt

00:07:56: nicht.

00:07:56: Dann gehen wir mal in unsere Erwachsenwelt.

00:07:59: Wann genau merke ich, dass ich grade nicht als Erwachsene reagiere und die sozusagen als Erwachserne mit meinen Emotionen geleitet werde, sondern dass das eigentlich irgendwas ist was bei mir in der Kindheit liegt.

00:08:14: Wie merke ich denn so was?

00:08:15: Ich finde gar nicht so leicht, da eine gute Antwort draufzufinden.

00:08:20: Also man könnte sagen vielleicht wenn es einer gewissen Logik in der Gegenwart entbehrt.

00:08:27: Wenn's also wenig mit der aktuellen Situation zu tun hat.

00:08:31: Wie schaffe ich das denn, dass ich in dem Moment sozusagen meinen Schritt zur Seite gehe und darauf gucke ... Hat das jetzt was damit zu tun oder nicht?

00:08:40: Nein, dafür braucht es auf jeden Fall eine gute Selbstwahrnehmung.

00:08:45: Und Selbstwahnehmungen ist auch etwas, was den meisten von uns ja nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde, sondern das ist dann auch etwas ,was man am besten trainiert.

00:08:54: Also einerseits ist es ganz gut mal so ein bisschen Wissen dafür zu haben, okay, was sind überhaupt Gefühle, welche gibt's da zum Beispiel Freude, Scham, Angst ... und dann sich wirklich mal gezielt zu beobachten.

00:09:09: Was nämlich so über einen Tag war, da kann zum Beispiel auch sowas wie Journaling oder so helfen, also in Kontakt mit sich zu gehen und ja, zu gucken hey, wie geht's mir gerade?

00:09:20: Und das wirklich regelmäßig auch zu machen, zu trainieren.

00:09:25: Dann ist es vielleicht so dass einem das ... Wenn es dann eine Situation gab, vielleicht erst mal rückblickend auffällt.

00:09:32: Aber je mehr man das trainiert, desto besser gelingt's auch, dass man das in dem Moment mitkriegt so ... Ah okay hier ist gerade was komisch.

00:09:41: und zu gucken, wie sieht das bei mir individuell aus?

00:09:44: Woran merke ich das persönlich beim ... Vielleicht geht meine Anspannung ganz hoch, ich verkramfe vielleicht.

00:09:53: Also jeder merkt das ja an anderen Zeichen dann

00:09:55: auch.

00:09:58: in den letzten Monaten familiär einen großen Einschnitt gehabt.

00:10:08: Wo ich anfangs gedacht habe, ich komme damit gut klar ... Weil ich gedacht hab okay hey das also von der Sacheben her alles total verstanden auch wie das entstanden ist und so weiter Und hab die Situation über zwei drei Wochen gut gehandelt war für alle anderen rundherum da.

00:10:29: Und als dann die Situation sozusagen mehr oder weniger erledigt war, kam für mich sozusagen der Hammer.

00:10:37: Dann setzte bei mir Herzrasen ein, Magen-Darmprobleme, Kopfschmerzen und emotional das komplette auf und ab.

00:10:47: Ich hab auch gedacht irgendwann meinte dann Freund zu mir, Marike wie alt bist du denn gerade?

00:10:55: Das Krasse war so, wie er das gesagt hatte ... hab ich kurz inne gehalten.

00:11:00: Und ... Ich kurz zuvor habe ich geheult wie ein Schlosshund und war fix und alle, und erstellte mir diese Frage.

00:11:09: Und in dem Moment wurde mir klar, okay, ich bin grade nicht neun- und dreißig, sondern irgendwie so fünf?

00:11:20: Vielleicht vier, fünf, vielleicht sechs Jahre alt.

00:11:25: Zack war dieser Drang und dieses Bedürfnis zu weinen komplett weg.

00:11:31: Das war wirklich krass, das hab ich so noch nicht erlebt!

00:11:37: Und du hast die Frage wertschätzend verstanden?

00:11:40: Die könnte man ja auch ein bisschen als Kritik verstehen,

00:11:42: ne?!

00:11:43: Tatsächlich ist es witzig dass du das sagst.

00:11:46: Tatsächlich hatte ich das im ersten Moment, dachte ich mir... Bäm!

00:11:50: Das ist echt uuh!

00:11:52: Da war's ein bisschen so'n Stubb so in dem Bauch wenn ich sogar einen Schlag.

00:11:57: Aber ... es hat halt was mit mir gemacht!

00:12:01: Und in dem Moment hab ich wirklich gemerkt, ey, wart mal Marike, mal tief durchatmen.

00:12:06: Eigentlich ist doch alles okay.

00:12:09: Die Situation ist so wie sie isst?

00:12:11: Es ist niemand gestorben, einfach nur ... es ändern sich grad nur die Dinge und ... So ist das nun mal, Dinge ändern sich nun mal.

00:12:21: Also, das war wirklich... Das war ... Ich kann's gar nicht anders beschreiben.

00:12:25: Das war ein Schauspiel, was da plötzlich passierte.

00:12:28: und dann sagte mein Freund, versetz dich noch mal in die Lage, wie sich das anfühlt dort zu sein!

00:12:33: Du wirst es nicht glauben.

00:12:34: als wenn jemand den Knopf gedrückt hätte liefen mir die Tränen?

00:12:38: Und zack war ich wieder in diesem anderen.

00:12:40: so erklär'n wir, was ist passiert.

00:12:45: Mhm.

00:12:45: Wollt ihr du hast ne

00:12:46: Macke?!

00:12:48: Um Gottes Willen nein überhaupt nicht... Jetzt komme ich ein bisschen ins Schwimm, weil man jetzt das mit so vielen unterschiedlichen therapeutischen Modellen erklären könnte.

00:12:58: Es gibt zum Beispiel die sogenannte Schematherapie, die ganz spannend ist.

00:13:02: Bei der Schemattherapie geht man nicht davon aus dass es quasi einen inneren Kindanteil gibt sondern eben viele unterschiedliche, da sagt man, da gibts gewisse unterschiedliche kindliche Anteile.

00:13:16: Also zum Beispiel gibt es das verletzte Kind, was es womöglich war in dem Fall.

00:13:20: Was du aktiviert waren ärgerliches Kind, impulsives Kind, ein glückliches Kind und da war vielleicht erst dieses verletzte Kind womöglich aktiviert.

00:13:30: und dann bist du gegangen im Verlauf in den sogenannten gesunden erwachsenen Modi.

00:13:38: also es gibt unterschiedliche auch Erwachseneanteile, auch strafende Strenge erwachsenen Anteile.

00:13:45: Aber es klingt so, als ob du's dann schnell geschafft hast den gesunden Erwachsenenanteil zu aktivieren und das ist das Ziel der Schematherapie.

00:13:54: Das war halt auch wirklich ... Es wurde leiser gedreht!

00:13:57: Also... Das fand ich wirklich krass und eigentlich auch unheimlich wie das funktioniert hat dass ich das jetzt abwechseln konnte.

00:14:07: Was du gerade gesagt hast da gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

00:14:11: Schema hast du jetzt schon genannt.

00:14:12: Was gibt es da noch für unterschiedliche Arten für dieses innere Kind-Thema?

00:14:16: Wie man das sozusagen betrachten kann, vielleicht auch in den Ausprägungen?

00:14:22: Das Thema ist eigentlich seit den Achtzigerjahren schon populär damals irgendwie durch einen amerikanischen Therapeuten, Familientherapeuten populär geworden und das Thema boomt so sehr seit so vielen Jahren ganz unterschiedliche Art und Weise gemacht.

00:14:42: Ganz populär ist ja auch dieses Buch von der Stefanie Stahl, das innere Kind muss Heimat finden heißt es glaube ich was ich nie gelesen habe.

00:14:52: aber sie zum Beispiel unterscheidet zwischen so einem Sonnenkind und einem Schattenkind.

00:14:58: Jeder hat da seine eigenen Konzepte wie man damit arbeitet.

00:15:03: Ich bin ausgebildet in IRT.

00:15:07: Das ist ein Verfahren, was ursprünglich auch ein traumatherapeutisches Verfahren ist.

00:15:13: Aber wo sich dann eben auch eine Form von innerer Kindarbeit entwickelt hat?

00:15:19: Und da ist es so ... das ist ein Verfahren, das immer erst mal angeleitet ist von einem Profi und wo man die Interaktion fördert zwischen dem heutigen Ich und dem inneren Kind.

00:15:37: Also es ist etwas, das passiert in der Vorstellung mit geschlossenen Augen.

00:15:46: Und dann geht man da rein ... Ich wäre in diesem Fall als Anleitende sehr zurückhaltend aber würde das eben nach einer gewissen Struktur anleiten also den Kontakt zwischen dem heutigen ich und dem Inneren Kind und da bildet sich dann eben ganz viel ab.

00:16:05: Heißt das sozusagen?

00:16:07: Ich dann anfange mit dem inneren Kind, mit dem damaligen ich zu kommunizieren und mehr oder weniger da nicht drauf einzureden.

00:16:15: Aber schon so ein bisschen ... Es ist alles in Ordnung!

00:16:17: Ich bin jetzt erwachsen, ich bin für dich da du kannst dich entspannen?

00:16:21: Oder wie ist das?

00:16:22: Also da

00:16:23: würde eben der Klient komplett entscheiden was da passiert.

00:16:27: also ich würde das einleiten mit okay jetzt schließt mal deine Augen und lass mal spontan vor deinem inneren Auge ein Bild von deinem Inneren Kind entstehen.

00:16:41: Und dann würde ich fragen, wo ist das Kind?

00:16:48: Was macht das

00:16:49: Kind?!

00:16:52: Wie geht es dem Kind?

00:16:56: Und wie alt ist das kind?

00:17:00: Dann würde ich sagen okay und wo bist du?

00:17:04: Ich werde immer Antworten kriegen in der Zwischenzeit!

00:17:07: Das Bild... würde immer detaillierter werden.

00:17:09: und dann würde ich fragen, wo bist du als heutiges Ich in diesem Bild mit dem Kind?

00:17:16: Und das Nächste wäre dann was möchtest Du als heutiges Ich den Kind jetzt sagen oder mit ihm machen.

00:17:27: Dann wäre die Rückfrage nachher okay.

00:17:29: und wie kommt es bei dem Kind an?

00:17:33: Dann wär das immer so ein Ping-Pong!

00:17:36: Was möchteste Du weiter als heuteiges Ich dem Kind sagen oder damit ihn machen und wie reagiert das Kind darauf?

00:17:43: Also das Kind ist dann immer ein Spiegel dafür, wie das heutige Ich mit ihm umgeht.

00:17:50: Und ich würde nicht sagen so jetzt umarmen mal dein Kind oder jetzt sagt deinem Kind mal X, Y, sondern das würde immer der Klient entscheiden und das würde etwas abbilden.

00:18:02: Das würde abbildend wie die Beziehung zu einem Selbstgrade ist.

00:18:08: Okay, was erreichst du damit?

00:18:10: Damit erreiche ich einerseits, also für meine Klientin mein Klienten in Kontakt mit sich zu gehen.

00:18:17: Und oftmals wird das von Therapeuten auch ganz gerne wir sagen diagnostisch genutzt um zu gucken okay wie ist eigentlich der Kontakt gerade mit sich?

00:18:27: was passiert da?

00:18:27: Wie geht die Person mit sich selber um?

00:18:30: und das bildet sich dann eben ab auf dieser sogenannten inneren Bühne.

00:18:35: Also das, was dann in der inneren Kinderarbeit passiert wird als innere Bühne bezeichnet.

00:18:42: Da stellen sich ganz unterschiedliche Dinge raus.

00:18:45: Manchmal merkt man dann ... Okay, das heutige ich will vielleicht gar nicht so richtig in Kontakt gehen mit dem inneren Kind, warum auch immer?

00:18:53: Warum willst du es nicht?

00:18:54: Oder manchmal ist es auch wenn das Kind lange vernachlässigt wurde, dass das Kind nicht so wirklich mit dem heutigen Ich zu tun haben will.

00:19:04: oder manchmal ist's so dass sich rausstellt, das innere Kind ist ein Ressourcenkind.

00:19:11: Das bringt ganz viel mit und kann vielleicht sogar auch dem heutigen ich helfen?

00:19:16: Ich bin ja so'n Typ, ich möchte gerne verstehen was da in mir passiert.

00:19:21: Findest du was generell spannend auch so'nen, ne?

00:19:24: So'ne Anfangstrichen-Reise oder Kommunikation mit dem inneren Kind.

00:19:28: Ein ums andere Mal habe ich das auch in verschiedenen Coachings tatsächlich schon probiert.

00:19:32: Ich bin auch so ein Fan davon.

00:19:33: Ich möchte zu gerne verstehen, was da gerade passiert ist oder was in mir vor sich geht.

00:19:40: Bei den klassischen Psychotherapien die ich gemacht hatte ... Ist das mega-unbefriedigend gewesen?

00:19:46: Weil der hieß immer ja und wie fühlen sie sich denn heute?

00:19:49: Und dann hab' ich erzählt und... Was noch!

00:19:53: Es kam halt aber nicht so.

00:19:54: Ja also Frau Kaczmarek, dieses und jenes sind das Thema und bei ihnen sehe ich das und dass.

00:19:58: Also es wurde mir nicht erklärt.

00:20:01: Mhm.

00:20:02: Da bin ich nicht die Einzige, die sich das manchmal gerne wünschen würde.

00:20:06: Machst du das dann auch?

00:20:07: Erklärst du so ein Stück weit oder lässt es einfach nur wirken?

00:20:11: Bei manchen funktioniert das ja auch, aber ...

00:20:13: Ich bin schon jemand, der viel erklärt und kommt vielleicht aufs Therapieverfahren an.

00:20:18: Es klingt so, dass irgendwie tiefenpsychologisch oder analytisch war, was du gemacht hast.

00:20:24: Das

00:20:24: ist dann, glaube ich, ganz normaler Verhaltenstherapie dieser Klassiker.

00:20:28: Okay!

00:20:29: Weil eigentlich wird in einer Verhaltenserapie ziemlich viel erklärt.

00:20:33: Nee, das war wahrscheinlich nicht die Korrekte

00:20:35: ... Ich mach das auch sehr gerne, dass ich viel erkläre und es ist tatsächlich bei dieser Art von inneren Kindarbeit, die ich mache, da macht man danach eine Nachbesprechung und klassischerweise wird die Sitzung auch aufgenommen als Audio Und dann ist Teil des Verfahrens, dass man sie in der nächsten Sitzungen zusammen anhört und dann noch mal gemeinsam nachbespricht, was da eigentlich passiert

00:21:00: ist.

00:21:02: Was steht das hier?

00:21:05: Komplizierter englischer Name.

00:21:07: Imagerie, Rescripting and Reprocessing Therapy.

00:21:15: Also ... Imagery findet etwas in der Vorstellung statt, in der Immagination.

00:21:22: Und dann hat man irgendwie ... also ... verändert das Grypt, man verändert das Geschehen und reprozessiert dann.

00:21:32: Aber es ist halt eben auch weil da dieses andere Traumverfahren noch mit eingeschlossen

00:21:37: ist?

00:21:38: In diesem Verfahren jetzt ... Ist das so... Also ich, diese Kommunikation mit dem damaligen Kind oder den nahmaligen Ich und dem jetzigen, also ja, ich werde mir meiner bewusst Und ich gehe auf die inneren Anteile ein und horch da rein Kann das was auflösen?

00:21:57: Und wie funktioniert das dann, dass es aufgelöst ist?

00:22:00: Dass man die Kleinkindanteile oder die früheren Ich-Anteile sieht und wahrnimmt.

00:22:08: Das einfach schon eine gewisse Frucht ist, die man erntet?

00:22:12: Ja!

00:22:12: Es kann auf ganz unterschiedliche Arten wirken.

00:22:15: Aber es kann genau auf diese Ebene schon mal wirken, dass man zum Beispiel einen Teil von sich selbst gesehen fühlt.

00:22:23: Und dass sich das angenehm anfühlt.

00:22:25: Auf diese Art und Weise kann es wirken, oder dass man sich eben auf eine neue Art und Weise sich selbst gegenüber zuwendet.

00:22:33: Bei dem Sonnenkind, Schattenkind hast du da noch einen Einblick, worum's geht?

00:22:38: Also brauchst du nicht ins Detail gehen.

00:22:39: aber was dahinter steckte wie sie das sieht, die Stefanie Stahl?

00:22:44: So wie ich das verstehe ist das Schatten Kind etwas ... was gespeist wird durch alle schlechten Erfahrungen, die man als Kind gemacht hat.

00:22:53: Und das Sonnenkind ist irgendwie das glückliche Kind.

00:22:58: Aber ich weiß nicht genau, was sie dann damit macht oder was da gemacht werden soll und ich kenne viele Leute, die dieses Buch gelesen haben und die sich erst mal auch sehr hingezogen gefühlt haben zu diesem Konzept und dass irgendwie sehr eingängig waren aber denen es nicht gelungen ist, damit irgendwas zu machen oder irgendwas zu verändern.

00:23:20: Glaubst du, es liegt daran, dass dann einfach sozusagen noch die entsprechende Fachkraft fehlt?

00:23:24: Die einen an die Hand nimmt und das durchprozessiert?

00:23:28: Oder glaubst du einfach, dass es von der Art und Weise der Herangehensweise nicht effektiv ist?

00:23:34: Ja ich glaube auf jeden Fall ... Ist es ein riesiges Problem wenn jemand fehlt und jemand damit alleine gelassen wird?

00:23:40: Aber das andere ist auch, dass ich die Herangehnsweise jetzt persönlich gut finde, weil es wird sehr stark vorgegeben was passieren soll auch.

00:23:52: Wie man mit sich umgehen soll.

00:23:54: Wie gesagt ich kenne mich im einzelnen nicht mit dem Buch aus aber viele Ansätze haben das so verinnerlicht dass da was bestimmtes passieren muss und auch da ist der Titel Muss im Titel schon drin also Das innere Kind muss Heimat finden oder man muss jetzt das innere kind umsorgen Man muss das innre Kind umarmen.

00:24:13: wie auch immer Da wird vorgegeben, was zu passieren hat.

00:24:18: Und da bin ich selber kein Fan von, sondern es macht erst mal Sinn, zu gucken okay wie ist das überhaupt?

00:24:26: und dann zu gucken wie geht man mit diesem Istzustand um?

00:24:29: Bei dem ERRT, da geht man davon aus dass es nur eine Form gibt des inneren Kindes?

00:24:35: Genau

00:24:36: genau!

00:24:36: Die beinhaltet sozusagen alle Prägungen, Emotionen usw.

00:24:41: Genau da wird einfach nicht weiter unterschieden auch mit der Haltung dass zu viele Unterscheidungen irgendwie auch spalten können das dann so eine sogenannte Fragmentierung passieren kann was manchmal an der Chemotherapie kritisiert wird.

00:24:56: aber das sind dann einfach unterschiedliche Methoden herangehensweisen und die haben wir dann auch ihre Berechtigung jeweils.

00:25:02: also ich würde jetzt nicht sagen Das ist jetzt das Beste, aber das ist halt das, womit ich vertraut bin und was ich gerne mache.

00:25:09: Es gibt eine andere Methode, da wird davon ausgegangen, dass es unterschiedliche innere Kindanteile gibt, was sich nach Emotionen sortiert.

00:25:19: Und dann einen sogenannten Bewacher-Manager.

00:25:23: Weißt du, wer die Methode?

00:25:24: Ich meine wie sie heißt?

00:25:26: Nee, das weiß ich nicht!

00:25:27: Aber in der Chemotherapie gibts zum Beispiel auch dann so distanzierte Beschützeranteile.

00:25:33: Also es klingt relativ ähnlich wie das, aber ist wahrscheinlich noch eine andere Methode.

00:25:38: Es war irgendwas mit I. I wird wahrscheinlich überall drin stecken gefühlt und muss ich nochmal darauf eingehen weil ein Freund von mir genau da sozusagen total begeistert ist oder auch meint okay dann hat man halt diesen Manager der die inneren Kindanteile beschützt und versucht da sozusagen zu regulieren ins Außen.

00:25:58: Also vielleicht ist es sogar die Chemotherapie, wo's dann um diesen gesunden erwachsenen Anteil geht.

00:26:04: Der versucht wird zu stärken und der gut mit den kindlichen Anteilen umgehen soll?

00:26:10: Ich hab erst mal für mich mitgenommen, wir haben von drei Ansatzpunkten sozusagen ... der Schema-Ansatz.

00:26:18: Wir nehmen jetzt einfach das Sonnenkind und Schattenkind hinzu.

00:26:21: Ich denke immer viele der Hörerinnen wird das Buch gelesen haben Das ist das, was du sozusagen machst.

00:26:28: Wo im Prinzip die Interaktion zwischen dem jetzigen Ich und dem damaligen ich stattfindet.

00:26:35: Sozusagen mal raus von diesem ganzen Verkopften?

00:26:38: Wie meldet sich denn generell bei uns im Alltag des inneren Kindes?

00:26:41: Gute

00:26:41: Frage!

00:26:42: Also im Prinzip würde ich sagen es ist ja immer da.

00:26:46: Die Frage ist bloß ob man das beachtet oder nicht.

00:26:50: Ja, das kann glaube ich auf ganz unterschiedliche Arten sichtbar werden.

00:26:54: Also es kann sichtbawerden zum Beispiel wenn da irgendwie ein Spiel dran ist so ne?

00:26:58: Wenn man irgendwie was weiß ich also auf einmal irgendwas spielen will oder kreativ sein will ne?

00:27:04: So eine Neugier das ist sicherlich auch etwas was das inneren Kind ist.

00:27:08: Oder ja es kann eben auch sichtbaar werden wenn da sehr starke Gefühle sind also Zum beispiel eine starke Wut oder eine Verletzung eine Kränkung

00:27:20: In dem Fall, wie merke ich?

00:27:22: Also es sind solche starken Emotionen immer geleitet vom inneren Kind.

00:27:26: oder kann ich auch im Erwachsenen diese Wut haben.

00:27:29: Oder ist Wut generell was, was irgendwo fußt auf Prägungen aus früherer Zeit?

00:27:35: Das

00:27:35: würde ich nicht sagen und das ist die Frage ob man sich das so erklären möchte mit diesem Modell oder nicht.

00:27:42: Also erst mal klar haben wir als Erwachsene auch starke Gefühle Und dürfen das auch haben, und es ist ja gut so.

00:27:52: Gut ist ein Gefühl, was dann auftritt, wenn irgendwie ein Hindernis da ist oder unsere Grenzen überschritten sind.

00:28:01: Aber dann macht's manchmal Sinn zu gucken, okay, passt dieses Gefühl halt zur aktuellen Situation?

00:28:09: Wenn man merkt, nee, das Gefühl ist so viel stärker ... Das passt überhaupt nicht!

00:28:16: zur Situation oder wir kommen dann in ein anderes Gefühl, dann ist es oft ... könnte man sagen altes Erleben.

00:28:24: Also angenommen ich halt irgendwo einen Vortrag und da kommt der Chef rein und sagt so was wie, äh, was machen Sie denn hier für'n Mist?

00:28:34: Und dann verstecke ich mich unterm Tisch, das wär wahrscheinlich irgendwie etwas Altes.

00:28:41: Weil man da irgendwie ganz unfassend reagiert.

00:28:44: Ich

00:28:45: stell mir das grad vor.

00:28:46: Ich hätt das, glaub ich bei meinem damaligen Chef, eines und anderen mal sehr gerne machen wollen tatsächlich.

00:28:52: Tatsächlich hab' ich auch schon das Öfteren beobachtet wenn Erwachsene reagieren und ich mir dann gedacht habe okay ist viel bloß nur dass sie bockig die Zunge rausstrecken und die Arme verschränken.

00:29:04: Ja das klingt so ein bisschen nach Kränkung oder bockich.

00:29:08: ja Ja, dieses Bockige.

00:29:10: Das ist sicher auch was, wo man oft sagt, das ist ein inneres Kind.

00:29:15: Das Erschreckende ist ja ... dass ich das teilweise, wenn ich mich mit meinem Mann in den Haaren habe oder auch mit meinen Kindern, dass es, glaub ich, vorteils schrägste, ich nachteilte davon, dass ich mich damit beschäftige, dass sich dann in so einer Situation, wenn wir uns anzicken, ich dann immer merke, okay, warte mal rege, da bist du gerade irgendwie ziemlich klein und das ist grade irgendwie ziemlich ... Ungünstig.

00:29:40: Heißt nicht, dass ich dann direkt rauskomme aus dieser Schleife und ich deswegen irgendwie oben drauf bin und denke, ach ja ... ist alles gar nicht so schlimm?

00:29:49: Ja, total gut, dass du das schon merkst!

00:29:52: Ich gehe jetzt mal davon aus von einem inneren Kind was sozusagen so unschöne Prägungen hat.

00:29:58: Wie beeinflussen mich das denn in der Entwicklung wenn es um Beziehungen geht und Partnerschaften?

00:30:04: Das hat dann wahrscheinlich einen Einfluss aufs Bindungsverhalten.

00:30:09: Ja, dann ist die Frage okay.

00:30:10: Was waren das für Erlebnisse und wie reagiert man darauf?

00:30:15: Aber so was kann ja zum Beispiel einen unsicheren oder auch ambivalenten Bindungstyp machen.

00:30:23: Dass man Schwierigkeiten mit Nähe hat.

00:30:28: Und dass man vielleicht auch Nähe gar nicht richtig zulässt, das immer wieder blockiert.

00:30:36: Also das wäre eine mögliche Auswirkung davon.

00:30:39: Das Gleiche wird wahrscheinlich auch auf berufliche Beziehungen bezogen sein?

00:30:43: Ja, kann.

00:30:44: Muss nicht!

00:30:46: Weil die größten Auswirkungen sind meistens immer schon auf diesen partnerschaftlichen Bereich weil das die Beziehung sind wo man sich einfach am nächsten kommt.

00:30:56: Inneres Kind versus Glaubenssätze ist das Deckungsgleich.

00:31:01: also ist das innere Kind die Summe der Glauben-Sätze?

00:31:05: Oh,

00:31:05: spannende Frage.

00:31:07: Und das alles ohne Skrifte oder ohne Vormeldung?

00:31:14: Also ... Das innere Kind hat sicher ganz viele Glaubenssätze verinnerlicht auf jeden Fall.

00:31:20: Aber es gibt auch Glauben-Sätze, die von dem heutigen Ich geprägt sind oder die das mehr innehat.

00:31:28: Es kann zum Beispiel sein, dass dann vielleicht wenn es ein Ressourcenkind ist, das gibt's eben auch öfter.

00:31:34: Dass das Kind eigentlich so total ungezwungen und glücklich isst.

00:31:39: Und dann aber ... Das heutige ich irgendwie mit diesen Glaubenssätzen rumläuft, sowas wie von erst die Arbeit anders vergnügen, ne?

00:31:47: Und dass das Kind dann eher so ist, nee, ich will jetzt aber spielen!

00:31:52: Es kann auch das heutige Ich sein bei dem die Glauben-Sätze sind, aber ja, auch das innere Kind.

00:31:57: hat sicherlich ganz viele Glaubenssätze, mit denen es dann durch die Welt geht.

00:32:02: Kriegst du's

00:32:02: hin?

00:32:02: Wenn ich dich jetzt frage genau zu so einem Glauben-Satz, was da sozusagen in der Kindheit vielleicht gewesen sein könnte ... Beispiel, genau das, was du gerade gesagt hast.

00:32:13: Ich kann es nicht!

00:32:14: Also, ich schaffe es nicht, mich Samstagmorgen einfach an den Frühstückstisch zu setzen und zu genießen und einfach zu essen, sondern ich mach vorher die Wäsche, mache Räume, die Betten zusammen Und hab immer irgendwas zu tun.

00:32:29: und dann ist es meistens erst so gegen um elf, dass ich dann sage okay jetzt kann ich mich hinsetzen und genießen.

00:32:34: Jetzt darf ich!

00:32:35: Jetzt gönn' nicht mehr

00:32:35: das.".

00:32:36: Ja, das klingt ganz stark wie erste Arbeit an das Vergnügen, ne?

00:32:38: Ah, total!

00:32:39: Das unterschreibe ich komplett.

00:32:43: Ich muss ganz viel leisten... ...um Doppelpunkt, ergänz mal.

00:32:50: Um's verdient zu haben eine Pause zu machen.

00:32:54: Es ist wirklich so, es verdient zu haben, dass ich mich jetzt hinsetze.

00:33:00: Da kann man vermuten, dass da irgendwie auch leistungsorientierte Eltern mit hohen Ansprüchen hinterstecken?

00:33:06: Ich biete

00:33:06: auch ein bisschen dieses ... Ich möchte gefallen rein.

00:33:10: Ich möchte

00:33:11: diese Anerkennung bekommen und gelobt werden.

00:33:13: Ja ganz oft geht's genau darum.

00:33:16: Glaubenssätze sind oft auch sowas wie... Um Ablehnung zu verhindern.

00:33:27: Und so weiter, ne?

00:33:27: Was

00:33:28: dann auch in diesem vorauseilenden Gehorsam endet ...

00:33:32: Absolut!

00:33:32: Das passiert oft ja gerade bei Frauen auch.

00:33:35: Ja, ne.

00:33:36: Dass man lieber das schon gemacht hat und dann ... Obwohl's nach gar nicht angekündigt war oder er fragt war, lieber schon mal machen.

00:33:43: Dann werd ich gelobt.

00:33:44: Dann hab ich das schon gemacht.

00:33:46: Wow, das hast du hier schon gemacht.

00:33:47: Das ist toll.

00:33:49: Eins mit Stand.

00:33:50: Yeah,

00:33:51: genau.

00:33:52: In meiner Schule hatte ich immer von meiner Klassenlehrerin Frau Himmel im Bienchen mit dem Honigtopf.

00:34:03: Wie schaffe ich es denn im Alltag, wenn ich genau so eine Situation habe?

00:34:07: Das innere Kind zu beruhigen und anzusprechen, dass ich aus diesem Modus rauskomme.

00:34:13: Dass ich mehr im Jetzt bin dann.

00:34:15: Was für eine Situation wäre das zum Beispiel?

00:34:18: Ja, genau so was.

00:34:19: Ich möchte erst morgens mich doch hinsetzen und frühstücken und ausblenden können ohne schlechtes Gewissen, dass ich da vielleicht noch den Wäscheberg habe und dieses an jenes noch zu planen ist usw.

00:34:32: Also sich dann einfach hinzusetzen und zu sagen ja okay, da ist jetzt vielleicht noch dieser Wäschewerk, das steht alles irgendwie noch an.

00:34:40: aber worauf hab' ich denn jetzt eigentlich los?

00:34:43: Also sich das vielleicht erstmal so zu fragen.

00:34:48: Wenn man das angeht, ist es sicherlich auch ein Prozess.

00:34:51: Und ich kenne das ganz oft bei vielen Klienten ... wenn die so was dann ändern wollen?

00:34:56: Dann fühlt sich das erst mal nicht gut

00:34:58: an!

00:34:58: Glaub ich sofort.

00:34:59: Fühlt sich der Gedanke daran, fühlt sie sich nicht gut am.

00:35:01: Ja

00:35:02: ja und dann machst du das vielleicht erstmal alles nicht aber dann kommt Unruhe auf Anspannung und das fühlt dich nicht gut on.

00:35:12: Aber ich glaub da muss man das dann einfach aushalten.

00:35:16: Das wäre dann wirklich etwas, wo es Sinn macht mal auszuhalten.

00:35:18: Die meisten Sachen machen überhaupt nicht Sinn aus zu halten.

00:35:20: aber diese Gefühle dann mal auszuhalten und dass man so zu trainieren oder zu beobachten okay was passiert denn da?

00:35:28: Und das passt jetzt ja auch eben nicht zur Situation.

00:35:31: Aber das ist etwas, was dann glaube ich wirklich trainiert werden muss.

00:35:35: Wo man am Ball bleiben muss oder Pause machen will für manche Menschen einfach trainiert wird.

00:35:40: Ja fühlt sich für mich definitiv an wie Training

00:35:44: Wie

00:35:44: lange dauert so was?

00:35:47: Na, ich wünschte.

00:35:48: Ich könnte dir irgendwas sagen aber ... Ja am besten man geht da eben nicht mit so einer Erwartungshaltung rein dass es dann eben auch ganz schnell gehen muss sondern zu sagen hey okay das ist ein Prozess aber auch ... Ach

00:36:00: Senja!

00:36:00: Das wollte ich nicht hören.

00:36:01: Das heißt jetzt sagen wir Nareka probier das zwei Wochenenden aus und dann ist alles gut.

00:36:07: Ja ich wünsche dir.

00:36:12: Ich will ja nicht unbedingt oder... vielleicht die Hörerinnen möchten nicht direkt zu einem Coach oder einen Therapeuten rennen und wollen sich selber mal diesen Thema annähern.

00:36:21: Gibt's da gute Methoden, wo du sagst, das wäre mein Ansatz um mit dem inneren Kind in Kontakt zu kommen?

00:36:28: Sich mit diesem Thema vertraut zu machen.

00:36:30: Ja also ich glaub es macht Sinn dann einfach ganz klein anzufangen.

00:36:35: Und sich dann wirklich auch vielleicht direkt nach dem Podcast ... Oder jetzt gerade mal hinzusetzen Und mal die Augen zu schließen und sich das vorzustellen.

00:36:48: Okay, wie sieht mein inneres Kind eigentlich aus?

00:36:50: Jetzt gerade – das kann sich ja auch immer verändern!

00:36:55: Wie geht's meinem inneren Kind gerade?

00:36:59: Erstmal einfach nur das.

00:37:00: Wie geht es meinem innereren Kind grade?

00:37:03: Was geht in dem Vor- und was will das gerade?

00:37:11: Damit erstmal einfach anzufangen... Ich bin kein Fan davon, direkt da reinzugehen oder was ich auch gesehen habe im Internet.

00:37:19: Es gibt dann so riesige Gruppenmeditationen zum inneren Kind und das birgt halt schon irgendwie ein gewisses Gefahrenpotenzial finde ich.

00:37:31: Wenn man sowas noch relativ intensiv mitmacht ... Das kann natürlich sein, dass es einfach nicht wirkt.

00:37:40: Okay, dann ist das so.

00:37:42: Es wäre ein Problem, wenn man denken würde, es liegt an mir und ich habe da was falsch gemacht.

00:37:47: Das wär ein Problem.

00:37:49: Aber sowas kann auch zu einer deutlichen Verschlechterung des Befindens führen.

00:37:54: Weil das ist eine sehr kraftvolle intensive Methode.

00:37:58: Da sollte man schon vorsichtig mit sein.

00:38:01: Und das kann viel aufwühlen.

00:38:05: Wenn man das selber macht, ganz behutsam ... gucken, was passiert da.

00:38:10: Aber idealerweise mit Begleitung in einer professionellen Begleitung oder dann eben auch wo jemand wirklich ansprechbar

00:38:17: ist?

00:38:18: Das hatten wir ja im Vorgespräch so ein bisschen gehabt dass ja heutzutage viele diese innere Kindarbeit machen und das das ja nicht unbedingt alles ausgebildete Psychologen sind.

00:38:29: Dass das eigentlich wirklich riskant ist weil ich meine bei manchen steckt vielleicht wirklich irgendeinen wahnsinnig intensives Trauma was vielleicht sogar irgendwie verdeckt war, was irgendwie verdrängt wurde.

00:38:41: Dann wird das in einer Coaching-Session mit zehn anderen Leuten vielleicht hochgeholt und dann geht man mit Angststörungen am Ende nach Hause.

00:38:50: Das ist schon echt riskant oder?

00:38:52: Absolut!

00:38:52: Kann ich dir nur zustimmen... Ich glaube dieses Thema lässt sich halt so gut vermarkten.

00:38:57: Entschuldige,

00:38:58: dass Sie unterbrechen, aber weil es ja an sich ... Ich habe in diesem Buch damals von der Stefanie Stahl reingelesen Und natürlich, das spricht einen sofort an.

00:39:07: Das Kind in dir muss heim... Muss oder will?

00:39:09: Ich weiß gar nicht ob es nur muss oder will ist wie auch immer.

00:39:12: Heimat finden!

00:39:13: Das ist ja so schön simpel geschrieben.

00:39:17: Es sind einfache Sätze.

00:39:19: Man versteht sofort was gemeint ist und man fühlt sich total angesprochen.

00:39:23: Aber letztendlich bist du doch damit allein gelassen.

00:39:26: Ja.

00:39:28: In meiner Kindheit steckt keine traumatischen Erlebnisse, keine Gewalt oder irgendwie was.

00:39:34: Aber anderen ist es vielleicht der Fall und dann wird das hochgeholt.

00:39:36: Und nicht begleitet zu werden von einem Psychologen oder einer Psychologin, ist schon echt tricky.

00:39:42: Absolut!

00:39:43: Und was halt auch das Problem ist, was ich viel sehe.

00:39:47: Ich hab das Thema einfach mal gegoogelt und geguckt, okay, was kommt denn da so?

00:39:51: Da werden dann ganz große Heilsversprechen gemacht.

00:39:54: Für alle möglichen Situationen ist innere Kindarbeit die Lösung.

00:39:59: Coaches sind da ja auch relativ frei, was sie an Heils Versprechungen machen können ohne dass sie da irgendwie verfolgt werden.

00:40:07: Also mit meiner Berufsordnung, ich dürfte solche Heils versprechen überhaupt nicht machen!

00:40:13: Und das ist wirklich gefährlich und bedenklich oft.

00:40:16: Es widerspricht halt auch so ein bisschen diesen vielen Restriktion, die jetzt in der Medizin gemacht werden was alles irgendwo gelernt und gestudiert werden muss und belegt werden muss.

00:40:27: So werden die Leute losgelassen und machen die Dinge vielleicht schlimmer.

00:40:32: Aber weißt du was mir noch einfällt?

00:40:33: Kann man eigentlich neurologisch dieses innere Kind sichtbar machen diese Emotionen Dass man zum Beispiel durch Experimente, wo man Situationen anspricht.

00:40:46: Dann guckt wie die einzelnen Hirnareale reagieren?

00:40:50: Kennst du so was?

00:40:51: Ähm ... Kenne ich nicht!

00:40:53: Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es dann in einem Gehirnscann sichtbar wäre sozusagen wenn man das sehr stark aktivieren würde.

00:41:01: Das kann ich mir durchaus vorstellen aber ich kenne da leider keine Studien zu.

00:41:05: Es wird total spannend, wenn man sich das so sichtberein machen könnte.

00:41:08: Total.

00:41:10: Ja, sehr schön.

00:41:11: Ich hab meine vielen Fragen gestellt!

00:41:13: Ganz ohne Skript

00:41:15: möchte ich

00:41:15: an dieser Stelle betonen.

00:41:18: Richtig cool.

00:41:20: Das innere Kind ist gerade völlig ausgebaut auf der Trainingsbank.

00:41:27: Freut mich sehr.

00:41:28: Hast du noch einen Tipp für uns zum Thema inneres Kind?

00:41:34: Einfach immer mal wieder gucken wie geht's dem anderen kind?

00:41:37: da muss jetzt gar nicht... Groß was gemacht werden, aber so einfach.

00:41:40: Wie geht's mir gerade?

00:41:41: Und das ist letztlich auch ... wie gehts dem anderen Kind?

00:41:44: Ist ja auch gleich bedeutend mit, wie geht es mir grade?

00:41:47: Wenn ihr daran arbeiten wollt, dann bitte mit geschulten Fachkräften und nicht mit, herne Ahnung, Doktor Google.

00:41:54: und wie kann ich mein inneres Kind heilen?

00:41:59: Diesen Sinn liebes Wenya!

00:42:00: Ich danke dir, dass du da warst.

00:42:03: Mal gucken, weil jetzt dritte Thema wir uns im Nachgang einfahren

00:42:06: lassen.

00:42:08: Ich war auf jeden Fall dabei.

00:42:09: Aber ja, vielen Dank!

00:42:10: Hat mich

00:42:10: total gefreut und hat Spaß gemacht.

00:42:13: Ja, schön!

00:42:13: Alles Liebe dir!

00:42:15: Dir auch,

00:42:15: Mariah.

00:42:16: Tschüssi.

00:42:19: Das war Und Jetzt der Podcast mit Maryke Katschmareth.

00:42:23: Schön dass du dabei bist.

00:42:25: Wenn Du auch die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest dann abonniere meinen Podcast und jetzt und aktiviere die Glocke.

00:42:30: so bleibst Du definitiv auf dem Laufenden.

00:42:32: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetzt.de.

00:42:37: Dort kannst du dich auch an meine Newsletter eintragen und erhältst regelmäßig spannende News- und Behind-the-Sceneinblicke zum Podcast.

00:42:43: Wenn Du Fragen oder Anmerkungen zu und jetzt hast, dann kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an halloet und jetzt.DE.

00:42:51: Und jetzt bis bald!

00:42:53: Deine Marheige.

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