Familie, Job und Selbstfürsorge: Der Weg zu einer gesunden Work-Life-Balance

Shownotes

In der neuesten Episode von UND JETZT? beleuchten Life-Coachin Rebekka Balsam und ich die wichtigsten Aspekte der Work-Life-Balance. Ist sie lediglich eine vernachlässigbare Modeerscheinung? Ist der Begriff überholt, da Arbeit und Leben untrennbar miteinander verbunden sind? Und wie gelingt der harmonische Ausgleich zwischen Familie, Beruf und Selbstfürsorge überhaupt?

Wir analysieren genau, was uns aus dem Gleichgewicht bringt und abends oft das Gefühl hinterlässt, nicht genug erreicht zu haben oder niemandem gerecht geworden zu sein. Freut euch auf wertvolle Einblicke! Von simplen und doch effektiven Schritte über kluge Priorisierung bis hin zu gesunder Abgrenzung – wir haben die entscheidenden Schlüsselthemen für euch zusammengestellt.

UND JETZT? Viel Spaß beim Hören!

Eure Mareike


||||| PERSONEN |||||

🙋🏻‍♀️ Mareike Kaczmarek, Gründerin von UND JETZT?

👤 Rebekka Balsam, Life-Coachin


||||| KAPITEL |||||

(00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema

(04:43) Was verstehen wir unter Work-Life-Balance?

(17:51) Work-Life-Balance damals und heute

(32:43) Aus der Balance und zurück in die Balance

(45:38) Alleinkämpfer vs. Hilfe annehmen

(52:23) Abgrenzung "Privatleben von beruflichen Verpflichtungen"

(62:47) Tipps und Tools für eine gesunde Balance


||||| UND JETZT |||||

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👥 Ich bemühe mich um die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:01: Und jetzt der Podcast mit Mareke Katschmarek.

00:00:15: Wir leben dieses Leben und die Dinge wollen alle unter einen Hut gebracht werden, wir wollen dieses Leben leben mit diesen verschiedenen Komponenten.

00:00:22: aber wie machen wir das?

00:00:25: Welche Möglichkeiten habe ich auch dazu bewusst Einfluss zu nehmen dass sich nicht am Ende des Tages einfach nur ausgepowert bin und mir denke hoffentlich wird es bald anders wird schon werden irgendwann ändert sich von alleine sondern umgekehrt.

00:00:37: nein Wie möchtest du's denn gestalten?

00:00:42: Es ist nie genug, es ist nicht gut genug.

00:00:45: Es geht immer noch weiter hinaus und du bist nur was wenn du leistest, wenn du deine KPIs erfüllst und wenn du das nicht machst dann bist du abgestempelt als unmotiviert, nicht engagiert.

00:00:56: Du bist dann einfach faul und ja weniger wert!

00:01:05: Und jetzt der Podcast mit Marike Katschmarek.

00:01:08: und heute begrüße ich die liebe Rebecca Balsam.

00:01:11: eine Mental Coaching Bitte bitte vorstellen, denn ich freue mich sehr dass du da bist und Leute wenn ihr sie sehen könntet.

00:01:18: Sie strahlt durchs Mikro, durch die Kamera.

00:01:21: es ist unfassbar schön das du da warst.

00:01:24: Ich freu mich total.

00:01:25: Danke liebe Marike!

00:01:26: Ich freue mich auch wahnsinnig dass ich da sein darf.

00:01:29: ganz vielen Dank für die Einladung in deinen Podcast.

00:01:32: Genau ich bin Rebecca, ich bin Mental Coach.

00:01:34: Ich bin auch Yoga-Lehrerin und systemische Familienberaterin.

00:01:38: Das ist so mein gesamter Hintergrund, in meiner Arbeit als Coach unterstütze ich Mütter oder auch Eltern also beide gerne, bloß derzeit arbeite ich noch mehr mit Müttern bei den Themen Stressmanagement und Selbstmanagement dabei mentale Stärke aufzubauen im Alltag Und letzten Endes Vereinbarkeit so zu leben wie Sie es sich wünschen Also eine Work-Life Balance zu gestalten die Ihnen entspricht Die Mütter, die Eltern selber und auch die ganze Familie gut fahren.

00:02:07: Und glücklich sind.

00:02:09: Sag mal ... Ist das ein Künstlername?

00:02:11: Mein Name!

00:02:13: Das passt so zu Yoga- und Coach.

00:02:18: Nee, tatsächlich hab ich den bei Geburt bekommen.

00:02:21: Der ist mein Name.

00:02:24: Das passt so schön.

00:02:27: Als wir uns ... Wann hatten wir telefoniert, eine Woche bevor die Aufnahme gemacht haben?

00:02:31: Da hab ich im Nachgang gedacht, das ist bestimmt ein Künstlername Rebecca Balsam.

00:02:35: Ja!

00:02:35: Balsamm für die Seele.

00:02:37: Genau.

00:02:38: Es ist mein Name und ich freu mich auch immer wieder drüber, dass ich einen schönen Namen bekommen habe.

00:02:42: Mir wird gesagt, Mensch, balsam Coaching, das is doch genau was du grade machst.

00:02:47: Das passt wunderbar.

00:02:49: Brainstorming für Marken brauchst du nicht machen, definitiv.

00:02:53: Das Schöne ist ja auch, Rebecca ist so ein Schatz, den ich gefunden habe tatsächlich über LinkedIn.

00:02:59: Wo ich auch schon zwei drei andere Gäste gefunden habe und ich weiß gar nicht, Rebecca, ich glaube du hattest mich angeschrieben bei LinkedIn oder.

00:03:06: ich weiß garnicht wer den ersten Schritt gemacht hat aber irgendwie war das so direkt.

00:03:09: so hatte ich einen Eindruck Eine Wellenlänge, so bisschen Liebe auf den ersten Blick.

00:03:13: Das hat sofort irgendwie gefunkt?

00:03:14: Ja!

00:03:15: Das war wirklich total schön.

00:03:16: Ich bin nämlich noch nicht so lang aktiv dort und hab mich dann jetzt, weiß ich nicht, vor einem guten Monat oder anderthalb da ein bisschen aktiver umgetan, geguckt nach Kontakten, nach interessanten Posts und Diskussionen.

00:03:28: Und du bist da auch direkt eingestiegen ins Gespräch mit mir.

00:03:32: Das fand ich von meiner Seite aus wirklich total schönen das mit dir los zu starten.

00:03:37: Auch in unserem Chat hatte ich den Eindruck wir sind auf einer Länge, was die Themen Coaching und Selbstbewusstsein angeht.

00:03:45: Also sich selber besser kennenlernen um dann sein Leben anders gestalten zu können.

00:03:49: da sind wir irgendwie echt auf einer Linie glaube ich.

00:03:51: ihr könnt ja mal gerne bei LinkedIn gucken unter Rebecca Balsam und euch wird dieses Foto ins Gesicht springen.

00:03:56: das ist es wirklich.

00:03:58: kann dass nur noch mal betonen wie viel Energie darüber kommt.

00:04:00: das ist unglaublich.

00:04:02: mein Mann hat auch gleich gemeint ach das ist die die so strahlt.

00:04:08: Also, wir haben uns heute das Thema Work-Life Balance ausgesucht.

00:04:12: Und du hattest zwar gesagt, dass du das momentan verstärkt für Frauen machst, also für Mütter ... Ich hab in meinem Freundeskreis vor allem viele Männer mal gefragt.

00:04:23: Eigentlich Väter, ja?

00:04:24: Also Work-life Balance konzentrieren wie jetzt wirklich auf die Eltern und nicht auf kinderlose Männer und Frauen, bei denen wird das Thema sicherlich auch da sein aber in einer anderen Dimension.

00:04:36: Tatsächlich waren die Antworten auf meine Fragen zum Thema Work-Life Balance alle ähnlich, also Männer wie Frauen.

00:04:43: Und ja vielleicht schlägt mir erst mal ein Work-life Balance was das eigentlich bedeutet?

00:04:48: Hast du für dich da eine Definition?

00:04:50: weil ich gelernt habe dass das eine recht individuelle Sache ist was man darunter versteht.

00:04:56: Ja, ehrlich gesagt habe ich dazu auch nie irgendwie eine Definition oder so nachgeschaut.

00:05:01: Sondern ich würde das einfach bezeichnen als ... ja, Vereinbarkeit ist ein anderes Wort dafür aber vielleicht die eigene gelebte Vereinbarheit.

00:05:08: also wie?

00:05:09: Ist eigentlich mein Alltag?

00:05:11: empfinde ich meinen Alltag in Balance!

00:05:13: Mein Alltag mit Kindern?

00:05:14: du hast ja auch schon gesagt wir sprechen jetzt über Eltern.

00:05:17: Wenn Kinder dazukommen, wird der Alltag auf den Kopf gestellt.

00:05:20: Da muss man eine neue Balance finden und das ist was ich mit Work-Life Balance meine.

00:05:25: Es gibt verschiedene Stadien also man kriegt erst mal das Kind.

00:05:28: viele Mütter sind ne Weile in Elternzeit.

00:05:30: Das macht das Paar unter sich aus.

00:05:31: wie lange?

00:05:32: Dann kommt er nicht so umschwungen wenn die Mutter wieder arbeiten geht oder wie auch immer das Modell ist.

00:05:36: Und da sind wir schon mitten im Thema Denn Vereinbarkeit oder Work-life Balance ist auch Teamwork.

00:05:41: Also da müssen sich beide Eltern abstimmen Wie wollen wir es haben?

00:05:44: Was sind unsere Wünsche jeweils?

00:05:46: Und was sind auch die Möglichkeiten, die wir zum Beispiel am Ende an der Seite Arbeit haben und Arbeitgeber?

00:05:52: Aber letzten Endes ist Work-Life Balance.

00:05:55: Die Balance, die man sich gestaltet.

00:05:57: Da sind wir wieder direkt an meinem Thema.

00:05:59: Ich habe den Eindruck, dass viele es vielleicht weniger gestalten als sie könnten.

00:06:04: Das ist so ein bisschen meine Mission und mein Punkt, dass man häufig da reinrauscht in dieses Okay das ist jetzt so.

00:06:10: Das Kind ist da.

00:06:11: Jetzt kommt die Arbeit dazu.

00:06:12: Das war ja vereinbart, es ist so und zu viel.

00:06:14: Das muss ich irgendwie alles unter einen Hut kriegen.

00:06:16: Und aber auch noch alle anderen Tudus abfrühstücken.

00:06:19: Man ist mehr im Hamsterrad und hinter den Ansprüchen herrennen als dass man mal innehält und sagt Moment wie möchte ich das?

00:06:27: Wie möchte ich gestalten?

00:06:29: Welche Möglichkeiten habe ich dazu bewusst Einfluss zu nehmen dass ich nur ausgepowert bin und mir denke, hoffentlich wird's bald anders.

00:06:38: Irgendwann ändert sich es von alleine.

00:06:40: Sondern umgekehrt.

00:06:41: nein!

00:06:41: Wie möchtest du gestalten?

00:06:43: Welche Möglichkeiten gibt das dazu?

00:06:44: Welcher auch unter den Partnern?

00:06:46: So dass es für alle zu einer Balance kommt, die funktioniert.

00:06:51: Und bei der man Freude hat, genug Energie im Alltag hat.

00:06:56: Ich möchte da nicht alle Väter über einen Kamm scheren aber verstärkt habe ich den Eindruck ist das etwas was wir Mütter anschieben ... müssen.

00:07:04: tatsächlich, also wir sind gezwungen sagen mal so dieses Thema zu diskutieren oder?

00:07:10: Also wie können wir das dann auch machen?

00:07:12: und so weiter.

00:07:12: Weil es schon bisher ja noch den Anschein hat dass dieses ganze Thema Haushalt- und Kinderbetreuung, Kindererziehung usw.

00:07:21: bei uns liegt richtig.

00:07:22: Also du sagst ja schon man möchte... Wir beide möchten nicht irgendwie alle Paare über einen Kampf scheren.

00:07:28: Möglicherweise ist es so, dass die Fallsetting, so die Automatik wenn man nichts bewusst dran ändert das dann die Erwartung tendenziell ist.

00:07:36: Die Kehrarbeit liegt eher bei den Müttern.

00:07:41: Und das ist auch wieder Teil von dem, was ich gerne fördern möchte oder bei den Eltern, mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, was passiert hier gerade.

00:07:49: und wie möchte ich es?

00:07:50: Wie möchte ich das bewusst gestalten?

00:07:52: Nicht reinrauschen und dann merken, shit, irgendwie neunzig Prozent liegt bei mir, hab ich so nie gewollt, weiß nicht, wie ich's anders machen möchte.

00:08:00: Jetzt renne ich eben in diesem Hamsterrad.

00:08:04: Dafür braucht es eben das Innerhalten!

00:08:06: Und das Wahrnehmen, wie ist es aufgeteilt bei uns?

00:08:10: Und bin ich damit zufrieden.

00:08:11: Das ist immer der einzige Indikator oder der ausschlaggebende Punkt an dem wir ansetzen.

00:08:17: Wenn alles zufällig sich irgendwie zusammengerüttelt hat aber alle sind damit zu frieden dann ist es ja gut!

00:08:23: Aber wenn ich in meinem Alltag sitze als Mama und Papa und merke so ist es nicht gut Dann ist das der Ausgangspunkt zu sagen, okay und wie möchte ich es?

00:08:31: Wie habe ich's mir vorgestellt.

00:08:33: Und wie können wir es jetzt in die Richtung drehen?

00:08:36: zumindest?

00:08:37: Bei den Antworten was unter Work-Life Balance verstanden wird gab's zum einen große Kritik zu diesem gesamten Terminus.

00:08:45: Was sich aber vor allem interessant fand war ... dass vor allem von Männern kam dieses Gefühl, ich kann zeitlich alles unterbekommen.

00:08:52: Also ich krieg sozusagen die Arbeit gut gemanagt und parallel dazu kann ich die Zeit für mich finden also meinen Sport meine Familie die Kinder usw.

00:09:02: Und ein zweiter guter Gedanke dem bekam ich auch das unter Work-Life Balance zu verstehen ist diese Flexibilität auf kurzfristige Vorkommnisse, sei es ein Kind ist schlagartig krank oder ich muss jetzt ad hoc noch irgendeinen Arzttermin wahrnehmen.

00:09:19: Oder wie auch immer dass ich in meinem Alltag diese Flexibilität und die Möglichkeit eingeräumt bekomme zum Beispiel auch vom Arbeitgeber auch mal zu sagen das ziehe ich jetzt der arbeit vor also auch diese flexibilität in der Arbeitsgestaltung.

00:09:33: Gut, bei vielen ist es dann einfach, dass es Gleitzeit ist.

00:09:35: Dass man sagen kann, man muss zu einer bestimmten Zeit nur im Büro sein oder den Rest kann man sich anders einteilen und wie auch immer.

00:09:41: Das fand ich ein total interessanter Punkt, ja?

00:09:44: Dass die wirklich sagen, dass ich halt flexibel bin ... Und schnell unkompliziert und vor allem das Wort fand ich auch gut konfliktfrei Vorkommnisse integrieren kann in meinen Alltag.

00:09:56: Also das ist für viele ein Punkt, den Sie darunter verstehen oder den Sie sich wünschen.

00:10:00: Ja, richtig!

00:10:00: Den

00:10:01: Sie da ins Underblock Life Balance verstehen also diese Möglichkeit die Zeit wirklich frei zu gestalten und auf unvorher gesehene Dinge reagieren zu können und nicht dann wieder in Diskussionen zu gehen vielleicht auch mit dem Arbeitgeber in Konflikt zu kommen usw.

00:10:14: der konflikt dann mit dem Partner außen vorgelassen.

00:10:17: ja es heißt ja nicht nur dass private Vorkommnisse kurzfristig dazwischenkommen können sondern halt auch beruflich.

00:10:22: meinetwegen.

00:10:23: Wir haben jetzt ad hoc noch einen Workshop für heute Abend geplant.

00:10:26: Dann kommt ja wieder die Reibungsfläche mit dem Partner oder der Partnerin zu Hause, ja?

00:10:30: Ich hatte das auch eher so verstanden erst mal flexibel zu sein gegenüber dem Arbeitgeber und zu sagen ich hab heute ganz spontan dieses in jenes mein Kind ist vom Klettergruß gefallen oder wie auch immer.

00:10:40: Das war das eine!

00:10:41: Und dann kam wie gesagt die Kritik an den Begriff generell, an den begriff Urg-Live-Balance.

00:10:47: tatsächlich hatte ich diese Überlegung auch schon gehabt Weil Work-Life Balance, das scheint so.

00:10:54: Dass man halt die Komponente Arbeit hat und die komponante Leben hat.

00:10:59: Arbeit gehört ja aber eigentlich auch zum Leben dazu also eigentlich das Leben hier oben drüber.

00:11:03: Und ... Das fand ich ganz toll!

00:11:05: Mein guter Freund Jan, liebe Grüße an dich an dieser Stelle, hat diese tolle Formulierung Rollenbalance gehabt?

00:11:12: Also dass man unterschiedliche Rollen hat... Ich sag ja auch immer von mir, eine Art Drop-Down-Menü habe, und dann kann ich auswählen.

00:11:19: Ich bin Mareike, Mama, beste Freundin ... Ich bin Partnerin Ehefrau oder die kleine Mareige, die gerade wieder rumspint.

00:11:27: wie auch immer!

00:11:27: Und das kann ich halt auswöhnen je nachdem was grade für ne Situation ist.

00:11:30: Mhm.

00:11:32: Bei dieser Rollenballon ist ja genau das gleiche.

00:11:34: Ja?

00:11:34: Ich hab' die Rolle als Selbstständiger, Unternehmer oder Angestellter.

00:11:39: Die Rolle als Partner, Vater, Elternvertreter in der Kita oder Schule oder so.

00:11:46: Und versuche, diese Rollen in Balance zu halten.

00:11:48: Dass alles zur Friedenheit zum Zuge kommt?

00:11:51: Ja!

00:11:53: Also ich verstehe das gut, das Bild ist mir auch eingängig und eben auch dieses Thema werden bestimmt viele nachvollziehen können.

00:12:00: man hat eben in seinem Leben sehr viele Rollen und die muss man irgendwie in Balance bringen oder in Ausgleich bringen.

00:12:07: Wenn man in der Rolle Mutter ist, gibt es andere Bedürfnisse als in der Ehefrau oder ich für mich.

00:12:12: Wie du gesagt hast, Marajke bei mir Rebecca und ja also genau das eine ist Rollen-Balance.

00:12:19: Also diese Rollen im Balance zu halten beziehungsweise eben die Bedürfe.

00:12:23: Und ich glaube darum geht's ne?

00:12:24: Die Bedürfenisse, die dahinter stehen dass alle diese Rollin in ihren Bedürflissen zum Zugekommen.

00:12:30: Da ist aber auch so ein Missverständnis oder da denke ich jetzt gerade an dieser Stelle weiter in diesem neuen Alltag mit Kindern nicht den Eindruck haben kann.

00:12:40: Es kommt jetzt ein Kind dazu oder vielleicht auch ein zweites, also es kommen mehr Menschen dazu, mehr Ansprüche und Bedürfnisse.

00:12:47: Und es kann trotzdem alles weiter ganz normal funktionieren wie es vorher war.

00:12:51: Sondern man muss dann eben auch Abstriche machen!

00:12:55: Wenn immer mehr Komponenten dazukommen, die unter einen Hut gebracht werden müssen.

00:12:59: Dann kann es nicht nur darum gehen das alles noch effizienter und besser zu jongliern sondern auch Prioritäten zu setzen und in diesem Lebensabschnitt in der Zeit aktuell ... Wir wissen nicht genau wie lang's geht aber wir müssen diese Balance dadurch herstellen dass wir Abstriche machen und den Fokus drauflegen.

00:13:16: wenn alles parallel gleich hochgefahren ist dann funktioniert es irgendwie nicht mehr.

00:13:21: Und was ich den Eindruck hab Egal, ob wir im Bild Rolle bleiben oder Bedürfnisse oder Work-Live-Balance.

00:13:27: Vielfach fahren die Mütter sich selber als Person und die eigenen Bedürfenisse sehr weit zurück.

00:13:33: Und da gibt's dann irgendwann das Problem, dass sie nicht mehr nach vorne kommen sondern, dass Sie sehr weit sich selbst nach hinten gestellt haben, die To-Do's, die es eben so gibt im Haushalt aber vor allem auch die Kinder, die Bedürfe der Kinder nach vorne gestellt haben.

00:13:46: Das bedürfen ist irgendwie ... es zu ermöglichen, dass der Mann vielleicht weiter normal zur Arbeit gehen kann.

00:13:51: Das hattest du vorhin auch schon angesprochen.

00:13:53: irgendwie da ändert sich vielleicht nicht so viel.

00:13:55: die haben auch tendenziell eher das Gefühl ich krieg's alles nach wie vor gut unter einen Hut und die Hauptveränderung liegt bei den Müttern und das oft zum Preis, dass sie eben sehr wenig Zeit mehr für sich selber haben, dass Sie da die größten Abstriche machen und dann fällt es manchmal schwer wieder die Regler sozusagen in eine andere Richtung zu ziehen, wieder die Prioritäten umzulagern und zu sagen okay ich habe mich jetzt sehr lang nach hinten gestellt hab versucht alles irgendwie zu jonglieren und zu gucken dass es allen gut geht.

00:14:22: Und jetzt brauche ich wieder mehr Zeit für mich!

00:14:24: Ich brauch wieder mehr Fokus auf mich, mehr Selbstfürsorge so das meine Batterien voll bleiben, dass ich bei guter Kraft bleibe und dieser Übergang fällt oft glaube ich nicht so leicht weil es sich dann vielleicht schon anders eingespurt hat.

00:14:36: Da ist eben die Rolle Mama, die darf wieder stärker werden und das ist auch so ein Thema bei dieser Work-Life Balance oder der Vereinbarkeit.

00:14:43: wie machen wir das?

00:14:43: Wie kriegen die Mütter das gut hin?

00:14:45: Oder auch die Eltern als Team dass wieder alle in ihre Ballons kommen und alle irgendwie zufrieden damit sind und gut damit fahren.

00:14:53: Glaubst du da erst mal eine grundlegende Änderung des Verständnisses aufseiten der Väter braucht?

00:15:01: Es ist ja letztendlich tief in uns drin Dieses Verständnis, Frauen kümmern sich um Haushaltfamilie und Kinder.

00:15:08: Und die Männer, die gehen arbeiten.

00:15:11: Das ist ja so dieses alte Bild.

00:15:13: Gestern Abend habe ich mir ein Buch gekauft das heißt Die Erfindung der Hausfrau Ich hoffe, ich hab das richtig ausgesprochen oder Ruffles.

00:15:26: Das Buch ist genial!

00:15:27: Weil das wirklich erklärt, wo dieses Bild herkommt von der Hausfrau die sich unentgeltlich und über alle Maßen ... Und natürlich sind wir auch total glücklich uns ausschließlich um Haushalt und Kinder kümmern zu dürfen.

00:15:39: Es wird im Prinzip mit einem müden Lächeln hingenommen.

00:15:44: Dann kommt jetzt für uns aber in der heutigen Zeit zum einen geht's gar nicht anders, dass wir Frauen zu Hause bleiben Weil zum einen funktioniert das gar nicht, weil die Männer heutzutage gar nicht mehr so viel verdienen.

00:15:54: Das Lohnniveau ist sowieso gesunken und gleichzeitig ist ja das Thema Altersarmut.

00:16:00: Also wir Frauen kommen gar nicht drum herum arbeiten zu gehen.

00:16:04: Und das Buch ist wirklich augenöffnend!

00:16:05: Ich hab's leider noch nicht durch.

00:16:06: Ich hatte jetzt die ersten fünf Kapitel gelesen gestern ab.

00:16:09: Ja es war total spannend.

00:16:10: ich kann das sehr empfehlen Weil das teilweise auch bis zum Mittelalter zurückgeht, wo die Frauen ganz normal in Zünften gearbeitet haben und waren da erfolgreich.

00:16:19: Und es wurde auch hingenommen.

00:16:21: sobald es aber darum ging dass es lukrativ wurde und sich wirtschaftlich rentiert hat.

00:16:25: Meinetwegen war das Beispiel von Strick!

00:16:28: Frauen, also die gestrickt haben an Gebrahmen und sobald das aber wirtschaftlich interessant wurde.

00:16:33: Wurde der Zugang zu dieser Zone immer enger gestrickte im übertragenen Sinne.

00:16:37: Das heißt es durften dann nur noch Witwen arbeiten sie durften es aber nicht in ihre Töchter weitergeben usw.

00:16:43: Und in der Machtstellung oder Vormachtstellung waren da die Männer ja?

00:16:47: Oder ein anderes Beispiel fand ich auch wie hat die das genannt?

00:16:51: eine Dequalifizierung oder Deprofessionalisierung Am Beispiel des Sekretärs.

00:16:59: Früher war das Sekretäer hoch angesehen und als dann aber die Schreibmaschine in die Fabriken kamen, und in die Kontore – und dass sozusagen nur noch eine Nebentätigkeit war, dann wurde das für Sekretäreinnen geöffnet.

00:17:13: Das ist total interessant, das so zu sehen!

00:17:15: Und wie das dann immer mehr gewachsen ist?

00:17:18: Was es schon immer gab, ist die patriarchalische Struktur.

00:17:22: Dass die Männer über den Frauen stehen auch wenn's um Macht und Finanzen geht.

00:17:25: In diesem Buch ist das sehr gut erklärt.

00:17:27: wie das wirklich sukzessive sobald irgendwo wirtschaftliche Stärke daraus hervorgehen könnte?

00:17:33: Wie die Frau beschnitten wurde in ihren Rechten, ihre Möglichkeiten sich dazu profilieren und sich was Eigenes aufzubauen.

00:17:42: Traurig hört sich das an!

00:17:44: Also wirklich.

00:17:46: Also ich bin gespannt, die Erfindung der Hausfrau.

00:17:48: vielleicht mag das der ein oder andere lesen.

00:17:51: Was glaubst du?

00:17:53: Es wirkt Live-Balance Schnickschnack?

00:17:56: Schnickschnack

00:17:56: der Moderne!

00:17:59: Nee also da würde ich sagen überhaupt nicht.

00:18:01: es gibt halt mit der Zeit in der wir uns gerade befinden gibt dass es erfordern ist darüber nachzudenken Und das ist auch die Schwierigkeit.

00:18:10: Also, die Zeiten haben sich verändert.

00:18:12: Die Zeit ist sozusagen insgesamt schneller geworden.

00:18:15: Es gibt sehr viele Ansprüche an Mutterschaft.

00:18:18: oder du hast gerade gesagt, das Gehalt des Lohndiveaux ist gesunken und es geht gar nicht mehr, dass die Frau nur zu Hause bleiben will.

00:18:24: aber dazu kommt ja auch, dass Frauen sich gerne verwirklichen wollen im Beruf.

00:18:28: Die wollen das ja gerne, aber daraus entsteht das Erfordernis man muss beides irgendwie unter einen Hut kriegen weil dieses Modell ich bleibe Zuhause mit meinen Kindern Ich bin damit auch abhängig auf Thema Altersarmut, also wie unsere Beziehung weitergehen wird und mal gucken.

00:18:42: Und vielleicht zieh ich den Schwarzen Peter oder auch nicht?

00:18:44: Also es gibt viel mehr Erfordernisse eben dann für Frauen zu sagen Ich möchte aber finanziell eigenständig sein damit ich weiß, ich bin sicher im Alter zum Beispiel!

00:18:52: Das geht nur darüber dass ich arbeite.

00:18:54: Aber jetzt sind da Kinder und die haben wir uns gewünscht und die wollen wir irgendwie auch natürlich dabei haben.

00:18:58: In keinem Fall würde ich sagen ist das Schnickschnack Sondern die Zeiten haben sich einfach geändert.

00:19:05: Wir leben dieses Leben und die Dinge wollen alle unter einen Hut gebracht werden.

00:19:10: Wir wollen dieses Leben leben mit diesen verschiedenen Komponenten, aber wie machen wir das?

00:19:13: Es ist sozusagen nicht mehr so einfach in Anführungsstrichen denn es war bestimmt auch nicht einfach früher.

00:19:18: Aber wir haben diese Bedingungen jetzt Und Leute, Menschen, Familien suchen ihren Weg diesen Spagat zu meistern Das abzutun als eine Mode oder irgendwie sowas Irrelevantes, das geht am Leben vorbei weil ich glaube dass ganz viele Familien in ihrem Leben stehen Und in vielen Fällen es eben einfach irgendwie jonglieren.

00:19:38: Aber das ist ein Thema, sobald du Familie wirst und eine Mutter hast die sagt ich will auch beruflich weiterkommen wir haben viele gut qualifizierte Mütter Die sagen Ich möchte gerne Kinder haben aber ich möchte auch zurück in den Job und dann müssen wir uns darüber Gedanken machen wie wir das hinkriegen?

00:19:54: Dann ist es keine Lappalie oder irgendwie gerade ne blöde Mode sondern dann müssen die gucken wie sie das hin kriegen.

00:20:01: Wie ist es denn aber?

00:20:02: Ich entscheide mich für Kinder und ich möchte gerne mein Hobby machen, ich möchte selbstständig sein.

00:20:07: Und ich möchte dreimal im Jahr einen Urlaub fahren usw.

00:20:10: Ich habe selber Ansprüche die ich mir setze und ich möcht dieses und jenes und welches.

00:20:15: Und gleichzeitig jammere ich.

00:20:18: Ich schaff das alles irgendwie nicht unter ein Hut zu bekommen.

00:20:20: Aber ich entscheide ja selber!

00:20:21: Ich hab mich selber dazu entschieden.

00:20:23: Ich möchte den Urlaub fahnen, ich brauch diese Entspannung.

00:20:27: keine Ahnung, Ruderverein anzumelten und hab jetzt zweimal die Woche Training.

00:20:31: Also es ist ja alles freiwillig!

00:20:33: Ich habe ja freiwillige mich dazu entschieden.

00:20:35: Wie kann ich denn dann aber dazu kommen zu sagen auch ich schaff das alles nicht?

00:20:39: Das ist alles stressig weil die Entscheidung liegt da bei mir...ich werde ja nicht gezwungen zu rudern.

00:20:43: Ich werde nicht gezwungen Kinder zu bekommen beziehungsweise die Kinder meinetwegen auf eine Privatschule zu schicken oder zum Tanzverein.

00:20:54: Also, ich würde sagen das ist auch wieder der Kern dessen über was wir uns unterhalten haben.

00:20:58: Auch schon vorher Und auch in meiner Arbeit.

00:21:01: Es geht mir vor allem darum, dass Eltern in der Situation, in der sie sind, bewusst ihre Entscheidungen treffen und diese Situation die du grade beschreibst ist vielleicht so das man sagt.

00:21:11: ich möchte aber, dass es alles weiter aktiv bleibt.

00:21:13: Ich möchte mein aktives Hobby haben.

00:21:15: Ich möchte trotzdem achtzig Prozent arbeiten!

00:21:17: Ich möchte aber auch zwei Kinder haben und ich möchte mit denen Familienzeit und der Urlaub soll erholt sein und entspannt sein.

00:21:23: deswegen müssen wir im Kinderhotel mit fünf Sternen wo die Kinderbetreuung sichergestellt ist wahnsinnig viel Geld verdienen und so weiter.

00:21:31: Das klingt total stressig, wie du das schon sagst!

00:21:33: Ja also dann sind es sozusagen alles so halbbewusste Entscheidungen und man macht sich noch was auf den Teller und noch etwas und noch was und dann steht man im Endeffekt da und sagt mein Leben ist mega schnell und megavoll und so habe ich mir das nicht vorgestellt und es ist viel zu viel.

00:21:47: Wie soll das denn gehen?

00:21:48: Und das ist genau der Punkt um den es mir geht dass Du bewusst entscheidest und dass Du auch bewusst schaust wo stehe Ich Mir selber Im Weg Dass das hier eine Balance wird, die mich glücklich macht.

00:21:59: Und dass es vielleicht auch irgendwie eine Platitude ist, in der ich gut fahre und den Eindruck habe, ich komme zum Zug mit meinen Bedürfnissen.

00:22:08: Ob Sport oder Ruhe oder Austausch mit Freunden oder Weiterbildung.

00:22:11: Keine Ahnung was ist!

00:22:12: Ich komme auch zum Zuge.

00:22:14: Das ist auch etwas, was ich häufig höre – genug Energie im Alltag.

00:22:19: Ich bin nicht nur am Rennen und abends völlig platt, und denke mir nur so hoffentlich hört es bald auf.

00:22:23: Oder hoffentlich verändert sich's bald!

00:22:25: Also die zugrunde liegende allerwichtigste Geschichte ist bewusst entscheiden.

00:22:29: Und wenn ich mich in einer Situation befinde, in der ich merke, dass es zu viel ist, dann ist das auch wieder natürlich ein wunderbarer Punkt zu starten und zu sagen jetzt halte ich mal inne und möchte aussortieren bzw.

00:22:41: mir schauen was habe ich mir da alles aufgeladen?

00:22:43: Was davon ist prioritär?

00:22:44: Was möchte ich weiterfahren?

00:22:46: Und welches werde ich auch zurückstecken?

00:22:48: denn Man wird in diesem Moment ganz explizit merken, es ist zu viel und ich muss Prioritäten setzen.

00:22:54: Es ist dann dieser Mythos den man vielleicht am eigenen Leib erfährt ... Also ja, es geht nicht darum die Maschine heiß laufen zu lassen und immer besser jonglieren zu lernen und immer effizienter zu werden.

00:23:05: da kommt man an die eigenen Grenzen Und dann muss man sehen okay Ich muss hier irgendwie gerade aussortieren.

00:23:10: Das ist jetzt meine Situation.

00:23:12: Wie können wir sie jetzt machen?

00:23:14: Und dann ist auch Work-Life Balance oder wir können auch sagen, einfach Vereinbarkeit.

00:23:18: Oder ein Familienalltag in dem ich bei Kräften bin und es mir gut geht.

00:23:21: Egal wie wir's jetzt nennen ja!

00:23:23: Dann würde ich sagen, ist das eine Sache wo man zuallererst mal bewusst innehält und sagt Wie möchte Ich Es?

00:23:31: Was Möchte Ich Ist?

00:23:33: Das ist zweitens ein Teamwork also dass sich beide zusammensetzen und sagen was ist das was du brauchst?

00:23:39: was ist es was ich brauche?

00:23:41: wie kriegen wir das so hin dass es klappt dass man dann den eigenen Weg findet als Paar.

00:23:46: Dass man sagt, so machen wir das.

00:23:48: Weil es werden bestimmt auch viele Eltern sagen oder empfinden.

00:23:52: Es gibt unglaublich viele Modelle und es gibt leider auch sehr viel Bewertung dazwischen.

00:23:56: wie macht ihr das?

00:23:57: Wie machen wir's?

00:23:58: Und es ist ein hochemotionales Thema.

00:23:59: Das merken wir allein schon auf den sozialen Netzwerken.

00:24:02: da ist so viel Be Wertung drin und du bleibst drei Jahre zu Hause is ja viel zu lang Du was bist du denn für eine faule Mama sozusagen?

00:24:09: und man sieht eben die ganze unbezahlte Kehrarbeit nicht.

00:24:12: Ich war gerade auf einer Messe, da wurden von einer Firma drei Frauen, drei Mütter aufs Panel gesetzt.

00:24:17: Die dann exemplarisch für ihre tolle gelebte Vereinbarkeit waren.

00:24:21: und jetzt hörst du vielleicht bei mir schon einen Ton drin?

00:24:24: Weil dann saßen die Frauen, die gesagt haben ich bin nach sieben Monaten wieder arbeiten gegangen Und wir haben ne Au-père seit fünf Jahren und die kümmert sich sozusagen twenty four seven und ich sehe die Kinder am Abend oder auch eine Französin und da sieht man wie viel Kultur da rein spielt.

00:24:38: In Frankreich ist es üblich, dass die Kinder mit drei Monaten in die Kita gehen.

00:24:42: Also in die Krippe und ich habe das so gemacht.

00:24:44: ja also zwei Monate ist das Baby bei mir danach geht das in die krippe Und also Ich merke einfach dass ich das aus meiner eigenen Erfahrung auch krass finde.

00:24:54: ich merke dass ich da offensichtlich bewerte sowas ist auch ein punkt von sich bewusst werden, was geht bei mir ab und wie reagiere ich darauf hin?

00:25:02: Dann auch daraus.

00:25:03: Und die hat gesagt es ist halt der Weg gewesen den ich gegangen bin.

00:25:05: so machen wir das in Frankreich.

00:25:07: das ist okay für mich.

00:25:08: Ich glaube für mich wäre es nicht ok gewesen mein drei monatiges baby wegzugeben.

00:25:12: aber Was ich sagen möchte da saßen dann eben die frauen Die vereinbarkeit so geregelt haben dass sie sehr viel betreuung dazu genommen haben und gesagt haben So kriegen wir das irgendwie unter einen Hut.

00:25:24: Und der Punkt, von dem ich ausgegangen war, finde deinen eigenen Weg.

00:25:29: Also Nummer eins ist, werdet ihr bewusst was du brauchst?

00:25:32: Was du willst und was jetzt in dieser Lebensphase in den nächsten Monaten vielleicht nur wichtig für dich ist.

00:25:38: Dann muss man als Paar genau darüber reden, was es ist für den einen oder anderen und wie kriegen wir's zusammen.

00:25:43: Man darf seinen eigenen Weg finden.

00:25:45: Nummer drei, das ist unsere auch wenn andere es ganz anders machen.

00:25:49: Und Nummer vier find' ich auch total wichtig, das darf sich wandeln!

00:25:53: Man kann auch in so ein Modell reingehen und merken.

00:25:55: Das ist mir zu viel, was ich an Arbeit aufgehalst habe.

00:25:58: Oder es ist mir eben zu früh ... Mütter gehen auch in Mutterschaft oder die Elternzeit und denken, okay, ich fange in Monat sechs wieder

00:26:04: anzuarbeiten.".

00:26:05: Das ist mit dem Arbeitgeber so vereinbart.

00:26:07: Sie merken, das war interessant aus dem Publikum bei diesem Plenum, von dem ich gerade gesprochen hab, dass eine Mutter gesagt hat, ich hab aus der Elternzeit heraus meine Elternzeit verlängert.

00:26:16: Weil ich gemerkt hab, ich kann noch nicht zurück in den Job!

00:26:18: Ich bin hormonell möglicherweise und emotional deswegen in einer anderen Welt.

00:26:23: Und ich kann mir es grad einfach nicht vorstellen, wieder so funktionieren zu müssen und das mein Kleines schon abzugeben usw.

00:26:31: Also Veränderung ist in jedem Moment okay.

00:26:35: Das ist aber nur dann möglich wenn ich gut mit mir verbunden bin und merke wie diese Mutter schildert.

00:26:40: Passt es?

00:26:41: Kann ich jetzt wie vereinbart nach sechs, sieben Monaten zurückkommen oder möchte ich vielleicht doch zwölf Monate zu Hause bleiben oder wie auch immer?

00:26:48: also das sind die vier Punkte die ich dabei ganz wichtig finde.

00:26:52: Und ich glaube, was die Schwierigkeit ja auch immer ist.

00:26:54: Du hast das schon angerissen in den sozialen Medien, dass wir viel zu häufig auch einfach vergleichen.

00:27:00: Oh!

00:27:00: Das Kind der Nachbarn, das geht ja zweimal die Woche zum Tanzen und zum Reiten.

00:27:05: Und dann ist ihr ja auch noch Elternvertreter... ...und jetzt hat ihr ja noch dieses Indienis gemacht.

00:27:09: und der Mann, der, keine Ahnung, kocht fürs Schulfest oder irgendwie was?

00:27:13: Also auch, dass sie in dieses Vergleichengehen und das mit dem Bewerten da hast du absolut recht.

00:27:17: Wir sind zu schnell dabei zu bewerten.

00:27:21: letztendlich können wir Mütter das gar nicht richtig machen.

00:27:24: Gehen wir zu früh arbeiten, ist es falsch?

00:27:26: Geben wir zu spät arbeiten?

00:27:27: Ist es falsch.

00:27:28: und was ich auch total spannend fand bei diesem Buch Die Erfindung der Hausfrau, da habe ich gar nichts darüber nachgedacht aber war das vielleicht noch Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts so dass die Frau vor allem dafür auch da war anführungsstrichen dem Mann ein gutes Zuhause zu ermöglichen wirklich sprichwortlich die Patoffeln hinzustellen und gutes Essen.

00:27:48: Wenn ich mal an diese ganzen alten Werbespots obdenke, die ich jetzt ab und zu eingespielt bekomme wo wir uns amüsieren gleichzeitig das aber auch ein wirklich katastrophales Frauenbild darstellt habe ich so den Eindruck dass in diesen letzten zehn zwanzig Jahren Der Fokus von, ich kümmere mich um meinen Mann und ich hoffiere ihn.

00:28:06: Ich mach ihm ein wohliges Heim, hingeht zu unseren Kindern.

00:28:09: Dass wir jetzt darauf alles projizieren und wir wollen sie bestmöglich fördern.

00:28:13: Und am liebsten nach zwei Monaten nach der Geburt schon zum Baby schwimmen.

00:28:16: Weil das ist ja ganz gut für die Motorik.

00:28:18: Und im dritten Monat gehen wir dann zur Musikreise, weil das soll auch stimulieren etc.

00:28:24: Und da

00:28:25: hab' ich noch nicht gesagt dass du vorher schon deine Kopfhörer pausenlos auf dem Babybauch platziert hast.

00:28:31: Keine Ahnung, was man da alles macht.

00:28:33: Aber dass der Fokus auch massiv jetzt auf dem Kind liegt, wo wir noch mal mehr für uns jetzt diesen Anspruch haben, wir wollen viel mehr Zeit mit den Kindern verbringen und investieren.

00:28:43: Und nicht mehr nur ... Wir bringen das Kind morgens um sechs in die Kita und holen es am Abend um achtzehn Uhr ab?

00:28:48: Mhm.

00:28:49: Welcher Jahrgang bist du, wenn ich fragen darf?

00:28:51: Einenundachtzig.

00:28:52: Einenunachtzig!

00:28:53: Ich bin Vierundachtziger-Jagann, dann bist du in der BRD geboren?

00:28:55: Ja, mhm.

00:28:56: Genau.

00:28:57: Gegensatz und ich bin DDR-Kind.

00:28:59: Und ich hatte mich mit einer Freundin gestern ausgetauscht, das war total interessant.

00:29:03: Sie sagte bei uns gab es das nicht?

00:29:04: Wir wurden früh um sechs in die Kita gebracht, um achtzehn Uhr abgeholt.

00:29:08: Dann gabs Abendbrot und dann ging's ins Bett.

00:29:10: Vom Vater wurde tagsüber gar nichts gesehen.

00:29:13: der war ja arbeiten und abends kam er dann irgendwann achtzehnt uhr neunzehn uhr wieder und am Wochenende vielleicht.

00:29:20: Das ist ja für uns heute komplett undenkbar.

00:29:22: Ja, genau!

00:29:23: Und deswegen noch mal zurückzukommen auf deine Frage vorhin is Work-Life Balance Schnickschnack oder irgendwie ein Quatsch sozusagen?

00:29:29: Glaube ich überhaupt nicht weil wir sind glaube ich mitten in der ersten Generation die versucht das irgendwie hinzukriegen und dafür gibt es keine Vorbilder Weil unsere Eltern haben es vermutlich noch anders gemacht.

00:29:40: also in meinem Fall ist es so meine Eltern haben das noch andersgemacht weitgehend.

00:29:44: Die haben einen Modell gelebt was für mich nicht akzeptabel ist oder was für mich nicht das Vorbild ist, nachdem ich mich ausrichte.

00:29:51: Und deswegen stehe ich in dieser Situation und muss mir selber meine Leitplanken suchen und selber irgendwie gucken wie mache ich das?

00:29:59: in den Rollern ansprüchend, die es trotzdem kulturell gibt.

00:30:03: Die ich aufgesogen hab von meiner eigenen Familie, die ich jetzt sehe im Social-Media oder wie du gesagt hast ... Da habe ich auch jeden Tag neue Geschichten!

00:30:13: Ja da steht dann irgendwie ein Obstkorb fürs Erntedank fest.

00:30:15: alle Eltern sollen ja was mitbringen.

00:30:16: und ich komme den vierten Tag in Folge hin und denk so fuck schon wieder vergessen.

00:30:22: Und dann irgendwie Jahresabschluss fest und du siehst, wie viele Eltern sich engagieren.

00:30:26: Du denkst, oh, ich hab wieder nichts!

00:30:28: Also du hast jeden Tag auf Schritt und Tritt, hast du Möglichkeiten, dich schlecht zu fühlen als Mama und ein schlechtes Gewissen zu haben.

00:30:35: Gerade auch noch mit der Bewegung die du jetzt auch noch skizziert hast Kinder noch mehr fördern und nicht einfach nur so heranwachsen lassen sondern hier einen Impuls setzen und dort noch was... Es gibt so viele Anforderungen und auf Schritt und Tritt, deswegen auch die Möglichkeit sich schlecht zu fühlen mit der eigenen Performance.

00:30:52: Und gleichzeitig sind wir in einer Generation, die als Erste versucht dieses Leben Eltern sein und gleichzeitig neue Rollen als Eltern zu erfüllen oder neue Rollens überhaupt uns auszudenken und zu gestalten – da sind wir die ersten!

00:31:07: Da gibt es keine Vorbilder.

00:31:08: Ich denke auch gerade ich in meiner Familie bin Nachzüglerkind.

00:31:11: Meine Schwester ist dreizehn Jahre älter.

00:31:14: Auch die hat das noch anders gelebt.

00:31:16: Und es ist ja auch immer ein Persönlichkeitsding, ne?

00:31:19: Aber die ist so weit.

00:31:20: ich weiß einfach ... Die haben drei Kinder.

00:31:22: Die ist mit ihren Kindern relativ lang zu Hause geblieben.

00:31:25: Die is freiberuflich tätig, deswegen hat sie bestimmt da wieder was reingenommen.

00:31:29: So was lässt sich flexibler irgendwie einstreuen als Arbeit sozusagen.

00:31:33: Aber soweit ich weiß, ist es auch nochmal ein anderes Modell!

00:31:37: Sie hat auch neulich gesagt zu meinem Mann, ah, ich bin da deutlich weniger ehrgeizig.

00:31:42: Ja, also das ist eben unsere Aufgabe jetzt.

00:31:44: Und ich denke es gibt eben viele andere Mütter... Jetzt habe ich gerade das Wort Ehrgeiz benutzt die sind ambitioniert auch was die berufliche Karriere angeht.

00:31:52: Ich hab' auf dieser Messe mit einer Mutter gesprochen.

00:31:54: Die hat gesagt wir arbeiten beide hundert Prozent zwei Eltern, die hundert Prozent arbeiten und ein Kind haben.

00:32:00: Und die sagt, ich arbeite doch liebend gerne!

00:32:02: So geht es Müttern heute.

00:32:04: Aber sie wollen trotzdem Familie sein.

00:32:06: Dann ist es einfach eine absolute Notwendigkeit dafür, Modelle zu finden selber Vorbild zu werden oder auch eine, die Rollen auf einer Art auszufüllen, dass du sagst damit bin ich zufrieden aber dafür gibt das eben keine Vorbilder sondern man muss es ausprobieren, man bewegt sich zwischen vielen Ansprüchen, man eckt oft an ... Und muss irgendwie das Standing auch entwickeln, zu sagen den Weg wählen wir jetzt und damit versuche ich mich gut zu fühlen.

00:32:30: Gleichzeitig merke ich wie immer wieder ins Schwanken gebracht werde durch Einflüsse von außen und muss mich dann wieder neu kalibrieren und gucken passt es so oder möchte ich was ändern?

00:32:39: Wie geht's weiter?

00:32:42: Punkt!

00:32:45: Aber das ist dann gut.

00:32:45: Das sind wir gleich beim nächsten Punkt.

00:32:47: Was sind denn Anzeichen so klassisch dass ich aus dem Tritt bin, diese Balance keine Balance mehr ist.

00:32:53: Ja,

00:32:54: also ich würde sagen das sind so ganz offensichtliche Dinge die man eben so merkt im Alltag dass man sagt Ich bin schnell gereizt ich habe eine kurze Zündschnur mit den Kindern zum Beispiel ich hab wenig puffer weil ich So beansprucht bin vielleicht auch von beruflichen Dingen und davon was ich heute schon wieder alles auf dem zettel hat Dass sich das schwer abpuffern kann dass der morgen heute wieder irgendwie schwierig läuft zum beispiel Müdigkeit, also das Gefühl ich bin irgendwie erschöpft und ich komme nie zu dem dass ich mir mal wieder was Gutes gönnen kann.

00:33:22: Vielleicht auch sowas Dass man viel gedanklich mit Dingen beschäftigt ist, dass man so ständig Gedanken schleifen im Kopf hat und den Eindruck hat Man kommt da gar nicht raus und es zieht einem unglaublich viel Energie.

00:33:34: Und auch würde Ich auch sagen So eine innere Anspannung oder so ein innerer Druck von.

00:33:40: Das läuft hier irgendwie Nicht so, wie ich möchte.

00:33:44: Ich kann's noch nicht mal genau benennen oder auf den Punkt bringen was es ist aber ich möchte irgendwie anders und ich weiß nicht wie.

00:33:52: Also, da hab ich auch eben mit Frauen gesprochen.

00:33:54: Mit Klientinnen die sagen das liegt irgendwie alles viel zu viel bei mir.

00:33:57: Ich mach soviel also auch typisch dieses der man sieht es gar nicht so richtig der kriegt es gar nichts richtig mit.

00:34:02: ich macht x y z wo ich auch von außen als coach sehe sie geht weit in seinen verantwortungsbereich rein nimmt ihm ganz viel ab was er irgendwie gar nicht mitkriegt und sagt aber Bei sich und im vertraulichen gespräch ich brechter drunter fast zusammen Das geht schon zu lang und es wird so weitergehen.

00:34:19: Aber ich weiß nicht wie ich raus komme Das ist weit fortgeschritten, dass diese Frau merkt, das geht so nicht.

00:34:25: Aber sie weiß eben nicht, wie es anders gehen könnte?

00:34:28: Was bei mir ein klassisches Anzeichen ist ... Und das hab ich auch tatsächlich von zwei Dreien, die ich befragt hatte, gespiegelt bekommen.

00:34:37: Dieses Gefühl von emotionaler Taubheit.

00:34:42: Dass man irgendwie gar nichts mehr spürt.

00:34:47: Ich streich mal das Mann und spreche mal vor mir, Ich weiß, ich liebe meine Kinder und meinen Mann.

00:34:54: Aber ich spüre es nicht.

00:34:55: Es ist ... Nicht da!

00:34:56: Es ist begraben unter so vielen To-dos und Gedanken.

00:35:01: Und was muss ich da noch machen?

00:35:03: Wann kann ich das schaffen?

00:35:05: Und dann dort noch hin oder da noch hin?

00:35:08: Zeitdruck und Hetze.

00:35:09: Das ist noch zu tun, das ist noch das.

00:35:11: Dann fehlt ja auch noch ich.

00:35:13: Dann ist das wie so ... dass ich mich gar nicht mehr spüre.

00:35:17: Mittlerweile hab ich das für mich ganz gut ... im Griff.

00:35:21: Tatsächlich hat das bei mir durch den Sport ganz gut gelöst, dass ich jetzt Sport mache, der mich so rausbringt ... Also konkret ist es zum Pilates, wo ich halt wirklich ... Das ist so sauer anstrengend!

00:35:35: Dass da gar keine Möglichkeit drüber nachzudenken was eigentlich los ist.

00:35:39: Dadurch wird dein Kopf einfach frei gepustet und danach bin ich wieder bei mir.

00:35:44: Manche können's schon wahrscheinlich gar nicht mehr hören, aber dass ich halt mein Ballett habe.

00:35:47: Wo ich halt sechzig Minuten lang an nichts anderes denke als Zehen vor und zurück und Füße und Ferse und Knie, Hüfte, Arme und Musik.

00:35:55: Und dann bin ich wieder bei mir.

00:35:57: Deswegen bekomme ich mittlerweile ganz gut hin.

00:35:59: Aber es war bei mir wirklich so ein klassisches Anzeichen, das ich mich selbst nicht spüre.

00:36:03: Ich fand es sehr beruhigend, als ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis die Fragen rumgeschickt habe, dass das von tatsächlich vielen und interessanterweise auch von Männern kamen.

00:36:13: Wow.

00:36:14: Und das kann ich sehr unterstreichen und kommt mir auch gerade wieder als Rückmeldung, also dass eine Mutter gesagt hat ... Ihre Worte waren Ich hab mich verloren?

00:36:24: Und ich weiß nicht wie ich zu mir zurückfinde!

00:36:26: Das finde ich auch sehr eindrücklich eigentlich.

00:36:28: Eine Formulierung wo ich Gänsehaut krieg.

00:36:31: Das ist parallel zu dieser Taubheit aber es gehört zusammen.

00:36:35: Ich weiß gar nicht mehr was ich brauche.

00:36:36: Und ich habe irgendwie die Connection zu mir verloren weil ich so viel mache Und jetzt bin ich so weit von mir entfernt, dass ich gar nicht mehr weiß was braucht's.

00:36:46: Was tut mir gut und wie komme ich wieder zu mir?

00:36:49: Und dann dahin auch sagen zu können das brauche ich jetzt und dafür stehe ich ein.

00:36:52: Sondern da ist irgendwie ... Das ist sehr auseinandergegangen, das Leben und die Verbindung zu sich.

00:36:58: Glaubst du, dass das nur ein Thema für die ersten Lebensjahre?

00:37:02: Vom Kind oder

00:37:03: ist es ja...

00:37:06: Auch das kann ich pauschal ganz schwer sagen!

00:37:09: Ich hab selber immer den Eindruck Meine Kinder selber sind noch klein, deswegen kümmere ich mich jetzt vor allem um diese Eltern und Mütter.

00:37:17: Weil ich den Eindruck hab, da ist eben eine andere Art von Einsatz gefragt.

00:37:21: Das ist ganz klar in den ersten Lebensmonaten sowieso mit stillen möglicherweise aber einfach ... Diese kleinen Babys sind ja wahnsinnig bedürftig!

00:37:28: Und je älter sie werden, desto mehr kommt die Frau überhaupt wieder dazu sich selbst spüren zu können und zu überlegen was brauch ich denn jetzt?

00:37:34: Vorher ist das ja einfach... Ja, da liegen die Bedürfnisse vom Baby einfach vorne.

00:37:41: Ich hab den Eindruck, diese Zeit wo du als Mutter und Eltern auch körperlich gebraucht wirst.

00:37:45: Und ganz eng gebrauchst wirst für die emotionale Unterstützung.

00:37:48: Da wird irgendwie einfach noch viel mehr von dir gefordert und da ist es sozusagen hochaktuell.

00:37:53: Und später gibt's immer Stückchen für Stückchen mehr Freiraum.

00:37:56: so ist es zumindest Das, was ich höre von anderen Eltern.

00:37:59: Die ältere Kinder haben.

00:38:00: Man sagt ja gerne ... Ich vergesse immer dieses Sprichwirt.

00:38:04: aber größere Kinder, größere Probleme oder irgendwie so, ne?

00:38:07: Kleine

00:38:07: Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, großen Sorgen!

00:38:10: Genau!

00:38:11: Also es ist nicht so, dass das dann aufhört.

00:38:14: die Problemlagen oder Herausforderungen verändern sich einfach.

00:38:17: Aber in der Zeit ist man sehr intensiv in Beschlag genommen, in der kleinen Kindzeit.

00:38:22: Was glaubst du wo die Schwierigkeiten liegen, dass wir diese Balance halten und diesen Einklang finden?

00:38:28: Also mein erster Punkt ist dabei immer, wo wir auch grade drüber sprechen.

00:38:31: Dass man sich selber verliert also dass man so sehr am Rennen is und im Außen und in Aufgaben erfüllen das man gar nicht dazu kommt zu überlegen was brauch ich denn?

00:38:42: Und weil das ja der Staat dafür dass man sagt von hier aus von dem was ich brauche und was meinen Partner braucht oder meine Partnerin.

00:38:48: Von dort stricken wir uns den Einklang oder das Gleichgewicht und wenn ich darüber überhaupt nicht Bescheid, wenn ich mir die Zeit nicht genommen hab.

00:38:57: Dann fehlt die Grundlage schon und dann ist es vielleicht eher zufällig oder kann auch sein das es bei vielen gut klappt.

00:39:03: Ich weiß nur von vielen dass es eben nicht ganz so gut klappt Oder dass es nur mit hohem energieaufwand klappt.

00:39:08: Also das ist glaube ich total wichtig Dass man erstmal überlegt was will ich?

00:39:13: Und ich habe mich ja auch.

00:39:14: also bei der vorbereitung jetzt auf das interview habe ich mich natürlich noch auf ein paar sachen Habe ich mich so ein bisschen rein gedacht und dann habe ich gedacht viele Problemlagen sozusagen oder Herausforderungen von einem ganz alltäglichen Single-Leben, oder Paarleben.

00:39:26: Die werden einfach zugespitzt wenn man Familie ist weil die Zeit knapper wird und dann gibt es einfach solche Sachen wie für sich einstehen und Grenzen setzen Zum Beispiel.

00:39:37: Oder Perfektionismus zurückschrauben, weil man sich damit eben selber Zeiträume zubaut.

00:39:43: Das ging vorher, konnte man das bestimmt alles irgendwie in der Waage halten?

00:39:47: Weil noch nicht ein Kind da ist!

00:39:49: Aber wenn dann ein Kind es oder mehrere und die sind gerade noch klein ... Dann gewinnt es eine viel höhere Wichtigkeit, dass ich das selbst Bewusstsein habe zu sagen Ich brauche jetzt aber Zeit für mich.

00:39:59: bitte mach du dieses und jenes also auch dann delegieren oder auch zu sagen loslassen.

00:40:05: Der Mann macht das anders als ich, aber ich bin damit fein!

00:40:08: Ich hätte es dreimal sauberer gemacht, dann muss ich ja jetzt wieder ran und nachputzen und meine Zeit dafür investieren und ich entscheide mich bewusst

00:40:14: anders.".

00:40:14: Also man ist viel mehr gefordert Dinge also und Automatismen bewusst anzuschauen.

00:40:19: Themen wie Perfektionismus Grenzensätzen für mich selber sorgen Das wird einfach auf die Spitze getrieben.

00:40:25: dass man das mehr bewusst steuern muss weil man sonst eben einfach mit schwimmt und es möglicherweise eher in Schieflage gerät

00:40:33: Hat auch eine geantwortet.

00:40:34: Das fand ich ganz schön, dass ... Gut enough ist das neue Perfekt.

00:40:38: Also, dass es halt einfach ... Diese eigenen Ansprüche muss alles perfekt sein und alle Bälle ganz weit oben haben nicht nur so ein bisschen oder auf diesem Level.

00:40:48: Es ist okay und das reicht, sondern es muss alles überperformen.

00:40:51: Und das für uns zu akzeptieren, wie's ist.

00:40:55: Ich gebe mein Bestes und mein Bestest ist okay.

00:40:58: Das ist gut genug!

00:40:59: Mein Bestes?

00:41:00: Ist nicht das gleiche Beste, was bei meinem Nachbarn ist oder meiner Freundin?

00:41:06: Richtig.

00:41:06: Das ist so wichtig!

00:41:07: Jetzt kommt mir auch noch eine andere Anekdote in den Kopf, dass ich gerade zu Besuch war bei jemanden, die dann immer auch Mutter gesagt hat ... Ich mach hier innen immer diese leichten Rollos, also diese Durchscheindern, die man von innen macht.

00:41:18: Die mache ich hoch, sonst würden die ja sehen, dass sich überall die Wäsche

00:41:20: stapelt.".

00:41:22: Und da dachte ich mir so... Es tut mir so Leid für sie, dass sie sich da ein schlechtes Gewissen macht und ... Ich weiß es nicht, ich wiederhole mich so sehr.

00:41:31: Es ist einfach immer nur wieder dieses Bewusstsein

00:41:34: damit.".

00:41:34: So ... Das ist my good enough grade und damit bin ich ... Also dann besteht die Arbeit da drin zu sagen das ist okay?

00:41:42: Und das ist genau ...

00:41:43: Nee, nee, sag bitte!

00:41:45: Und dass ist genau dieser Punkt, dieses permanente schlechte Gewissen.

00:41:49: Ich hatte auch eine Folge zum Thema Schuldgefühle mit Celina Futter gehabt.

00:41:52: Auch zu diesem ganzen Thema, das permanent schlechte Gewissen Diese Stimme, die dir immer einflüstert.

00:41:58: Das ist nicht gut genug!

00:41:59: Und das ist ja aber auch mal, dass dieser gesellschaftliche Druck wie alles zu sein hat oder vermeintlich zu sein und Medien und dieser klassische Satz früher haben wir das ja auch alles hinbekommen.

00:42:09: Stimmt aber nicht.

00:42:12: Stimmt aber nicht genau.

00:42:14: Da waren die Kinder von sechs bis achtzehn Uhr in der Kita oder im Kindergarten und wie auch immer ...

00:42:18: Oder die Mutter Zuhause von sechs- bis achtzen Uhr.

00:42:21: Also das war eine andere Modelle.

00:42:23: So wie es heute ist, war's eben bisher noch nie.

00:42:26: Entschuldigung, ich hab dich unterworren.

00:42:29: Aber das ist halt genau dieser Punkt dieses schlechte Gewissen, dass wir die ganze Zeit bekommen und ja ... Ich glaube, die nächste Schwierigkeit ist einfach auch diese Balance zu halten.

00:42:37: Das hatten wir aber auch schon mehrmals gesagt.

00:42:39: Einfach, dass Frauen sich nicht mehr nur damit zufrieden geben zur Hause zu bleiben sondern sich selbst verwirklichen.

00:42:45: Und wir Gott sei Dank in diesem Luxus sind uns genau darüber Gedanken zu machen was wollen wir?

00:42:51: und haben wir uns beruflich verwirklicht?

00:42:54: Sind wir da wo wir sein möchten?

00:42:56: Wir haben einfach die Möglichkeiten.

00:42:58: Generationen davor, da war das nicht ganz so der Fall.

00:43:01: Ja?

00:43:01: Wir haben jetzt einfach diese Luxusituation zum Glück und ich hoffe, die hält noch unfassbar viele Jahrzehnte an ... dass wir uns auf uns konzentrieren können.

00:43:11: Aber da sind wir dann halt wieder bei dem Punkt, dass wir halt neben Hausheit und Familie und Kinder halt das Thema Beruf haben und Selbstverwirklichung.

00:43:21: Genau, und was du gerade auch gesagt hast mit diesem Good Enough ist das neue Perfekt.

00:43:26: Was ich auch ganz viel mitgebe in den Coachings ... eben also das hängt wieder damit zusammen you can't have it all und in dem Zusammenhang ist es, du kannst kein perfekt aufgeräumtes Zuhause haben zum Beispiel oder einfach eins, was perfekt entschuss ist oder so wie damals als du alleine gewohnt hast oder als Paar Das is was anderes!

00:43:43: Und an irgendeiner Ecke musst Du Abstriche machen.

00:43:47: Das ist dann auch wieder eine Persönlichkeitsentwicklung eher.

00:43:50: Und das hängt eben nicht damit zusammen, dass du Teilzeitmöglichkeiten hast vom Arbeitgeber oder flexibler Arbeitszeiten oder was auch immer.

00:43:57: Es ist auf der Seite eine Erleichterung für eine gelingende Vereinbarkeit.

00:44:01: Aber Vereinbarheit ist für mich auch total viel Persönlichkeit-Entwicklung.

00:44:04: Weil man merkt ... Oder weil man entdecken kann, wieviel man sich selber im Wege steht und man steht sich mit eigenen Ansprüchen im Wegen und Perfektionismus ganz typischerweise.

00:44:16: die Wäsche gemacht sein muss, die Küche komplett aufgeräumt und so weiter.

00:44:19: Da darf jeder für sich eben gucken, wo verbau ich mir selber Möglichkeiten mehr zur Ruhe zu kommen, Erholung einzubauen?

00:44:28: Dadurch dass ich denke, die Wäsche muss aber jetzt noch zusammengelegt werden oder es muss noch XYZ gemacht werden.

00:44:34: Es fällt vielen dann schwer diese Gewohnheiten, die Muster von früher abzulegen und zu sagen das passt aber gerade nicht!

00:44:40: Ich krieg das Leben nicht hin wenn ich alle Hebel auf hundert Prozent lasse.

00:44:45: erschreckend diese überbordenden Anforderungen.

00:44:48: Also es kommt ja immer mehr die Leistung, ne?

00:44:51: Ich hatte da selbst in meinen früheren Arbeitgeber das Jahr lief super fürs Unternehmen und dann hieß es im nächsten Jahr werden wir noch besser und noch besser!

00:44:58: Und es musste noch mehr kommen und wir müssen noch mehr leisten.

00:45:02: Müssen, müssen, müssen... Es ist nie genug.

00:45:04: Es ist nicht gut genug, es geht immer noch weiter hinaus.

00:45:10: Du bist nur was, wenn du leistest.

00:45:12: Wenn du deine KPIs erfüllst und wenn du das nicht machst, dann bist du abgestempelt als unmotiviert, nicht engagiert.

00:45:19: Du bist dann einfach faul und weniger wert.

00:45:22: Das ist halt das Nächste, dass dieses Ständige ... du musst leisten.

00:45:26: Nur wenn du leichtest und erbringst und das auch noch in Zahlen am besten belegbar

00:45:30: ist?

00:45:32: Dann bist du in der Gesellschaft auch gut dabei!

00:45:33: Und das ist ja auch das, was so stresst, was druck macht.

00:45:37: Ja, total.

00:45:39: Kann Work-Live-Balance auch funktionieren ohne Ressourcen von außen?

00:45:45: Also nur die Kernfamilie.

00:45:47: Ich glaube, das ist sehr viel schwieriger.

00:45:49: auf jeden Fall.

00:45:51: Es gibt ja auch diesen weit bekannten Spruch es braucht das Dorf um ein Kind zu erziehen oder eine Familie irgendwie.

00:45:57: Ja um einen kind zu erzielen heißt es glaub ich und Die Familie im Gleichgewicht zu halten.

00:46:02: Und auch wenn ich an alleinerziehende Eltern denke dann glaube ich immer dass es einfach wirklich um eine ganze Ecke härter, auf jeden Fall.

00:46:10: Und natürlich dann sieht die Work-Life Balance irgendwie anders aus und ich würde immer dafür plädieren zu gucken wer ist in meinem Netzwerk?

00:46:17: Ich habe in meinem Coaching auch ein kleines Arbeitsblatt.

00:46:20: da steht jetzt auch irgendwie nichts überraschendes drauf aber sich einfach mal mit Zettel und Stift darüber bewusst zu werden wie kann ich für Freiraum sorgen?

00:46:28: Wie kann ich Für Unterstützung sorgen?

00:46:30: denn häufig tut man das auch so ab mit ja gibt's halt nicht Ich hab halt niemanden im Umfeld.

00:46:35: Und dann ist es, wenn man den Fehler macht, sage ich jetzt mal einen Anforderungsstrichen das auch so festzuhalten und so im Kopf abzuspeichern.

00:46:42: Dabei sind wir immer wieder bei dem Thema Mentalcoaching und bewusstes Lenken der Gedanken und der Handlungen.

00:46:47: Wenn ich für mich abspeichere, ich habe eben keine Unterstützung, dann werde ich nicht mehr Unterstützungsmöglichkeiten sehen.

00:46:54: Das lenkt einfach unsere Wahrnehmung also ... Mit so einem relativ banalen Arbeitsblatt möchte ich meine Coaches dazu auffordern, wirklich eine Inventur zu machen und Out of the Box zu denken.

00:47:04: Was welche Möglichkeiten habe ich?

00:47:06: Und da sind wir auch ganz stark beim Thema um Hilfe bitten können und Hilfe annehmen können.

00:47:13: Das ist für viele auch ganz schwer, sich zu überwinden.

00:47:16: Zu sagen, kannst du mir heute die Kinder abnehmen?

00:47:19: Und ich denke dann nämlich explizit an solche Sachen wie Kooperationen sozusagen mit anderen Familien in der Kita, zu sagen können vielleicht beide Kinder heute mit zu euch... Ich hab das auch selten gemacht bei Corona.

00:47:30: Das war einfach eine Ausnahmesituation, aber da hab ich gemerkt, dass es geht.

00:47:33: Da waren alle irgendwie stärker gefordert und dann haben wir uns zusammengetan.

00:47:37: Heute sind alle Kinder bei uns, morgen sind alle bei euch.

00:47:39: Dann hatte man nicht nur zwei, sondern fünf plötzlich!

00:47:41: Aber es hat die andere Familie entlastet.

00:47:44: Und man macht die Erfahrung ... Auch mehr Kinder sind manchmal weniger anstrengend als weniger.

00:47:48: Also eben, ne?

00:47:49: Man macht neue Erfahrungen.

00:47:51: Ich weiß nicht, das ist schön, wenn wir alle daran arbeiten, dass man, ich hab auch Freunde in der Kita die eben sagen du, die mich kurzfristig anrufen.

00:48:03: Ich schaff's grad nicht auf fünfzehn Uhr zum Abholen kannst du die so und so mitnehmen.

00:48:07: also solche Dinge sind für mich out of the box.

00:48:10: Nachbarn fragen Leute fragen in der kita Genau, die Situation im Haus.

00:48:14: Dass ich dann an jemandem das Tür klingel und sage, mein Kind liegt irgendwie krank und halbschlafend im Bett, kannst du zu uns runterkommen?

00:48:20: Ich muss jetzt mein anderes Kind abholen und noch einkaufen oder so.

00:48:24: Also sich trauen um Hilf zu bitten und Hilfe auch anzunehmen.

00:48:27: Das ist für viele ein großes Thema.

00:48:29: Und dieses Netzwerk betrifft eben andere Kontakte in der Kita, in der Nachbarschaft wo man sonst denken würde ... Nee, das möchte ich dem nicht aufbühren!

00:48:37: Da darf man sich hinterfragen geht es nicht vielleicht doch.

00:48:41: Und würde sich der andere vielleicht sogar freuen, mir helfen zu können?

00:48:44: Weil man so oft auch in dem Gedanken und das ist wieder der wichtige Punktgedanken gefangen ist ich tu dem anderen oder ich erwarte was oder frage nach was was eigentlich über Gebühr isst.

00:48:54: Zu

00:48:55: viel!

00:48:55: Was eine Last für den Anderen ist.

00:48:57: Richtig!

00:48:58: Man sieht nicht dass da andere Gedanken da sein könnten.

00:49:00: Nämlich zum Beispiel.

00:49:01: ach das finde ich ganz schön.

00:49:03: Das kann ich auch ruhig mal machen.

00:49:04: Für viele ist allein das Gefühl, ich werde gebraucht und ich kann Hilfe leisten schön.

00:49:09: Ob mir jetzt die Arbeit in Anführungsstrichen grad gefällt oder nicht?

00:49:11: Aber ich fühl mich gut dass ich heute jemand anderem helfen konnte.

00:49:14: also es gibt andere Möglichkeiten sozusagen darüber zu denken was ich neulich auch extra noch mal recherchiert habe, für unsere Stadt hier.

00:49:22: Es gibt sogar so etwas wie Laiomas und Laiopas.

00:49:25: Das sind Netzwerke wo man sich zusammen tun kann weil ältere Menschen das häufig schön finden irgendwie wiederum anderen zu helfen gebraucht zu werden und Kontakt zu kleinen Kindern zu haben Und manchmal ist das kostenpflichtig, aber auch nicht.

00:49:38: Es gibt viele Möglichkeiten, die man unbedingt ausschöpfen sollte, gerade wenn man alleinerziehend ist oder kein Helfernetz weg in der Nähe hat und das tangiert zum einen wieder welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

00:49:49: Faktisch!

00:49:50: Aber auch wieder Persönlichkeitsentwicklung.

00:49:52: wie weit erlaube ich mir um Hilfe zu fragen und dir anzunehmen?

00:49:56: Bei mir ist es tatsächlich auch so ... Ich hab damit bereits in der Schwangerschaft Glück gehabt, dass ich direkt Kurse gemacht habe und dann hab' ich da eine liebe Freundin ja kennengelernt mit der bis heute noch eng befreundet bin.

00:50:08: Wir haben die zweite Schwangerschaft sozusagen zusammen geplant und die Mädels sind jetzt gleich alt und dann im Anschluss daran nach der Geburt verschiedene Babykurse gemacht und ich habe die nicht ganz ehrlich, ich habe den nicht vorrangig gemacht das das Kind was von diesem Kurs hat sondern dass ich unter Gleichgesinnte komme und da habe ich auch eine meiner besten Freundinnen kennengelernt.

00:50:34: Und so im Prinzip auch nach und nach ein Netzwerk aufgebaut an Freundinnen, also ich bin wirklich echt gesegnet hier in Berlin.

00:50:43: Ich habe hier drei von vier meiner besten freundinnen und wir sehen uns geführt jede Woche Minimum einmal die Kinder sind alle ungefähr am gleichen Alter und einen besten Freunden.

00:50:55: die Ist meine Nachbarin.

00:50:57: Wir hatten immer überlegt, wie machen wir das mit einem Babysitter?

00:51:00: Und dann kam mir erschreckenderweise erst letztes Jahr darauf ... Ja, wir können ja gegenseitig babysitten.

00:51:06: Dann kannst du was mit deinem Mann machen oder was weiß ich, Kino-Essen gehen, keine Ahnung was und am nächsten Tag mach' ich das bei euch ungut ist.

00:51:16: Also so hab ich das im Prinzip über Freundinnen geschafft.

00:51:18: Wir haben ganz am Anfang mal überlegt eine Babysitterin zu engagieren.

00:51:23: Da kam aber irgendwie nie richtig ... in die Gänge.

00:51:26: Und dann hat's grad manchmal so mit O-Markt funktioniert und ... Dann war man eine ganze Zeit lang wieder Ruhe, jetzt sind es wirklich die Freundinnen, die mir helfen, ich helfe.

00:51:40: Ich geb auch zu mich stört das nicht, um Hilfe zu bitten.

00:51:43: Ich kann jedoch die Gedankengänge total nachvollziehen ... ich kann jetzt nicht fragen, ich kann nicht um Hilfe bitten, nachher sagt die nein oder der und dann denkt er vielleicht noch, die schafft das ja alles gar nicht alleine?

00:51:54: Und denkt, ich bin eine schlechte Mutter!

00:51:55: Und denkt und denkt!

00:51:56: Genau.

00:51:58: In dieses Abwärtsspirale der Gedanken.

00:52:00: Und ich meine selbst wenn es die Person denkt Ich kann ja an den Gedanken sowieso nichts ändern.

00:52:06: Es sagt auch nichts über mich aus, wenn ich um Hilfe bitte, dass ich eine schlechte Mutter bin und nichts auf die Reihe kriege?

00:52:10: Ja

00:52:11: genau!

00:52:12: Also das kann ich nur jedem empfehlen... Habt so viel Glück wie ich und findet eure besten Freunde

00:52:18: nicht.

00:52:21: Definitiv!

00:52:23: Was tue ich denn, wenn ihr merkt, dass berufliche Verpflichtungen in mein Privatbereich reingehen könnten?

00:52:29: Das hast du vorhin auch schon angedeutet mit der permanenten Erreichbarkeit und das ist dein wichtiges Grenzen zu setzen.

00:52:35: Genau, also das glaube ich, dass es der Fall ist, dass man lernen muss, Grenzen zusetzen und dann auch wieder... Und das ist immer so mein Credo!

00:52:42: Es gibt Dinge die man im Außen tut und es gibt Dinge, die man in inneren aushalten muss oder für sich ausbalancieren muss – und das is der Teil der Persönlichkeitsentwicklung.

00:52:52: Denn wenn ich klare Grenzen setze und vorher war es aber so, dass ich immer erreichbar war.

00:52:56: Und ich sag ab jetzt mach' ich das nicht mehr!

00:52:58: Dann muss sich mit diesen emotionalen Schwankungen oder mit dem Aufbranden innerlich klarkommen.

00:53:05: Okay?

00:53:05: Ich hab jetzt eine Grenze gezogen die unüblig ist.

00:53:08: Was denken jetzt die anderen von mir?

00:53:10: Verpasse ich was?

00:53:11: Oder werde ich irgendwie ausgesondert... ...und bin jetzt sozusagen die Blöde, die sich querstellt.

00:53:16: also mit dem allem muss ich ja klar kommen.

00:53:18: Es hilft natürlich, darüber zu sprechen vorab.

00:53:21: Absprachen offiziell zu treffen und zu sagen das ist jetzt in Zukunft so, dass ich es nicht mehr kann, so flexibel zu sein.

00:53:29: Und diese Grenze möchte ich gerne gehalten wissen.

00:53:32: Ist das in Ordnung?

00:53:33: Im besten Fall kann man darüber kommunizieren mit dem Arbeitgeber.

00:53:37: Jetzt komme ich wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen denn mir fällt gerade die Geschichte von der anderen Mutter ein, die im Coaching entdeckt hat.

00:53:44: Im Grunde, dass sie das Bild hatte ... Sie ist eine sehr strukturierte, sehr verantwortungsbewusste Arbeitnehmerin gewesen.

00:53:52: Und verantwortungbewussten meine ich auch einen hohen Qualitätsstandard also hohe Ansprüche an sich und ihr eigener Anspruch war weiterhin wenn ich nach der Elternzeit zurückkomme dann möchte ich genau dieses Level halten Und das funktioniert nicht.

00:54:05: Das funktioniert im Ausmaß, wie viel Arbeit man da sein kann.

00:54:08: Also hundert Prozent geht für die meisten nicht.

00:54:10: Aber auch in der Verletzlichkeit ... Weil dann ist Kind krank oder man hat eine schlechte Nacht gehabt und ist deswegen nicht ganz so leistungsfähig und kriegt die Aufgabe an dem Tag nicht fertig

00:54:20: usw.,

00:54:22: aber sie hat im Grunde entdeckt, mein Anspruch an mich ist es, dass ich genauso performe wie vorher.

00:54:28: Deswegen ist es jedes Mal ein absoluter Krampf oder eine riesige emotionale Schwierigkeit anzurufen und zu sagen, mein Kind ist krank.

00:54:37: Ich kann nicht

00:54:37: kommen.".

00:54:38: Und dazu kommen dann so Gedanken wie ich bin nicht zuverlässig?

00:54:41: Ich bin nicht mehr zuverlässig und ich lass meine Kollegen hängen!

00:54:44: Wenn du mit den Gedanken rangehst – das wieder Hinweis mentales Training bzw sich mental lenken Dann wirst du da nicht rauskommen aus dem Gefühl, dass du hier schlecht abschneidest und dass du irgendwie jetzt sobald das Kind schläft oder einen Mittagsschlaf macht, dich ranhockst.

00:54:59: Und dann Sachen erledigst weil du bist ja im Rückstand gefühlt bist du immer in der Unterperformance und deswegen musst du das aufholen.

00:55:05: aber das machst du dir selber.

00:55:08: Also, wir haben dann auch rausgearbeitet.

00:55:09: Sie ist in dem Moment selber ihr stärkste Antreiber.

00:55:12: von außen wird das gar nicht so sehr gepusht aber möglicherweise wird von außendann auf den Zug aufgesprungen.

00:55:17: wenn die merken oh, die will ja und hat vielleicht ein schlechtes Gewissen oder die würde jetzt gerne uns als Team noch diese Zwischenaufgabe liefern Dann fragen wir auch mal an obwohl sie sich krank gemeldet hat usw.

00:55:27: Das sind dann auch Dinge die sich natürlich begünstigen oder ineinander greifen.

00:55:32: Und dann is es wieder wichtig für sich eine Klarheit zu schaffen und zu merken, ich bin es hier.

00:55:37: Die mir den größten Druck macht.

00:55:38: wie will ich es eigentlich?

00:55:40: Und ja wieder ne andere Mutter die erzählt hat eben die sagt das Ich arbeite hundert Prozent!

00:55:45: Die Vereinbarung mit dem Arbeitgeber ist jeden Mittwoch nachmittag habe ich frei und dann kommt doch ne Anfrage und dann mache ich die Und dann mache ich die Aufgabe halbherzig und versuche, mein Kind irgendwie gerade zu parken mit irgendeinem Spiel.

00:55:59: Da bin ich aber auch halb herzig.

00:56:01: Dann geht der Nachmittag zu Ende und ich bin völlig aufgerieben.

00:56:04: Weil ich gemerkt hab, ich habe die Arbeit nicht gescheit gemacht.

00:56:07: Ich bin meinem Kind also überhaupt nicht gerechtgebronnt.

00:56:09: Wir haben uns eigentlich auf einem gemeinsamen Nachmittage freut.

00:56:11: Dann bin ich fertig am Abend.

00:56:13: Das kann ich während ich Gespräche so richtig nachvollziehen, dass sie spüren, sodass ich denke wie ätzend!

00:56:19: Und das ist was, was wir häufig machen.

00:56:22: und eben zu diesem Thema wenn berufliche Dinge in mein Privatbereich kommen.

00:56:27: Wir sind wieder als allererste selber gefordert!

00:56:29: Bin ich selber die, die mir hier gerade den größten Druck macht?

00:56:31: oder kommt es von außen?

00:56:32: Muss sich nochmal mit Außengeschalt kommunizieren?

00:56:35: aber wenn Außen eigentlich gescheit kommuniziert ist, Mittwoch ist frei dann bin ich die, der immer wieder meine eigenen gesetzten Grenzen einreist.

00:56:43: Moment, da muss ich noch mal nachschauen.

00:56:44: Wie liegen meine Prioritäten?

00:56:46: Und mit dieser Mutter haben wir dann auch gesehen, ihre Priorität oder ihr Gedanke ist, ich lass meine Kollegen hängen und möchte verantwortungsbewusst sein.

00:56:55: Diese beiden Gedanken treiben das Verhalten zu sagen, ach komm, ich mach das noch schnell!

00:57:01: Dann sind alle unglücklich danach.

00:57:03: Dann kommt es darauf an sich dessen bewusst zu werden und künftig sozusagen umzusteuern in diesen Momenten.

00:57:10: Noch einmal zu sagen liebe Kollegen der Mittwoch Ich hatte mir vorgenommen, den frei zu nehmen und ich möchte ab jetzt dabei bleiben.

00:57:16: Und dann muss man immer wieder seine Prioritäten überprüfen, gedanklich daran arbeiten, dabei zu bleiben in dem nächsten Moment wo der Mittwoch eingerissen werden soll, standhaft zu bleiben und diese Mutter hatte sich auch überlegt dass sie sich Unterstützung dafür suchen würde.

00:57:30: Das ist auch ein richtig toller Trick, sozusagen oder ein Heck dass du vielleicht zwei Freundinnen oder sogar auch Arbeitskollegen die in dem Team drinhängen Dass du denen sagst das ist mein Vorhaben.

00:57:41: Mittwochnachmittag bleibt frei.

00:57:42: bitte unterstützt du mich darin dass ich das durchziehe Oder frag mich regelmäßig ob ich es geschafft habe so.

00:57:48: und dann hast du nämlich darüber gesprochen.

00:57:50: Und dann hast Du von außen jemandem der sagt Mareike, ich nehm jetzt einfach mal deinen Namen.

00:57:55: Sag mal, wie ist es am Mittwoch?

00:57:58: Oder letzten Mittwochs hast du dir frei genommen oder im besten Fall sogar wenn das ein Team geschehen ist und dann kommt ihr ... Du können nicht den Termin assen.

00:58:05: Wir finden leider nur am Mittwochnachmittag den Terminen dass derjenige dich da antickt oder die Augen groß macht und sagt, du weißt, dass du dich dabei sein wirst.

00:58:15: Also Unterstützung von außen ist auch ein super Tool sozusagen

00:58:19: Das stimmt ja als moralische Unterstützung sozusagen

00:58:22: Genau

00:58:23: Absolut.

00:58:26: Jetzt mal, reden wir jetzt von klassischen Arbeitnehmerinnen und ArbeitnehmerInnen.

00:58:31: Was glaubst du?

00:58:32: Welche Rolle spielen solche Modelle wie Teilzeit für eine Vereinbarkeit?

00:58:37: Ja

00:58:37: ich glaube das ist sehr wichtig.

00:58:40: auf jeden Fall also der Arbeitgeber kann bestimmte Möglichkeiten bieten und je mehr Möglichkeiten dort geboten werden dass du eher fühlen sich glaube ich die Eltern als Arbeitnehmer auch abgeholt und auch alleine wertgeschätzt.

00:58:54: Dass die Merken.

00:58:55: auf der anderen Seite besteht dafür ein Verständnis, dass ich jetzt in einer anderen Situation bin und dass ich versuche es unter einen Hut zu kriegen.

00:59:01: Und dann würde ich sogar denken das motiviert Arbeitnehmer dabei zu bleiben bei dem Arbeitgeber weiter gerne zu arbeiten wenn die merken.

00:59:07: der kommt mir auch entgegen und er bietet mir verschiedene Modelle wie Ich mein neues Leben gestalten kann und gleichzeitig hier motiviert und engagiert arbeiten kann.

00:59:16: Insofern Also unter dem Thema Vereinbarkeit wird auch ganz viel immer darüber geredet, wie gut funktionieren Betreuungsmöglichkeiten und welche Freiraume werden wir dadurch geschaffen.

00:59:26: Ich finde immer das greift viel zu kurz wenn man Vereinbarkeits nur fast als funktionierende Betreuungsmöglichkeiten oder Teilzeitoptionen.

00:59:33: Aber das ist auch super wichtig.

00:59:35: Das darf nicht nur das bleiben, aber es macht einen Riesenunterschied.

00:59:39: Wir hören das ja immer wieder und auf diesem Panel, von dem ich schon mehrfach gesprochen hab, hat eine Mutter gesagt, ich komme eben zurück.

00:59:46: Ich hatte ein Job vorher vor der Elternzeit und ich komm zurück und mir wird erst beim Zurückkehren.

00:59:51: Auch nicht während der Elternzeitser.

00:59:52: Beim Zurückkehr gesagt, dein Job ist neu besetzt.

00:59:55: Und du kannst den gar nicht mehr machen?

00:59:57: Weil denen darf man oder können wir nur in Achtzig bis Hundert Prozent anbieten ... Und deswegen kannst du dich intern umbewerben, zum Beispiel hier und hier.

01:00:06: Aber das ist natürlich sozusagen das Schlimmste oder das Gegenteil von dem, dass ein Arbeitgeber auf dich zukommt und dir Wertschätzung entgeben bringt und sagt ich möchte dein Potenzial und dich als Person hier halten weil du bist super wichtig für uns sondern es ist eher so eine Klatsche die du da kriegst als jemand als eine Mutter, die jetzt auch Mutter geworden ist.

01:00:25: Insofern ist es total wichtig, dass der Arbeitgebers sich da auch ganz offen dafür zeigt und familienfreundlich präsentiert.

01:00:32: Also bis dahin sogar das Führungspositionen als Doppelspitze gemacht werden können, dass man Job-Sharing betreibt.

01:00:39: Dass Stellen einfach in Teilzeit ausgeübt werden können.

01:00:41: Dass es flexible Arbeitszeiten gibt, dass es Remotearbeiten oder Hybrides arbeiten gibt.

01:00:45: Das sind ja alles sozusagen strukturelle Dinge zu denen der Arbeitgeber sich bereit erklären kann um das zu erleichtern, dass das funktioniert.

01:00:54: Siehst du da auch ein Stück weit die Politik in der Verantwortung?

01:00:57: Dass die Politik dafür auch Vorauszungen schaffen sollte?

01:01:01: Ich finde, das Thema könnte auf jeden Fall sozusagen prominenter sein.

01:01:05: Und ... Dadurch sozusagen Arbeitgeber ermutigen, darauf einen Augenmerk zu legen.

01:01:11: Könnte aber auch medial präsenter sein?

01:01:14: Dass man mehr in den Fokus nimmt, was für eine Aufgabe Eltern da zu bewältigen haben, dass sie diesen Spagat meistern und als Eltern ... Und dann spreche ich wieder die Mütter an, als zurückkehrende Müttern weiterhin als wertvoller Arbeitnehmerin wahrgenommen werden.

01:01:28: Für die Väter ändert sich beruflich nicht so viel.

01:01:31: Aber für die Mötter fangen das ab und versuchen es irgendwie zu jonglieren deklassiert.

01:01:37: Also die sind dann irgendwie nicht mehr so wertvoll als Arbeitskraft.

01:01:39: und da habe ich auch auf einer Messe, wo ich gerade war sehr viel sozusagen Wirken in die Gegenrichtung gesehen von Initiativen, von Vereinen, von Organisationen, die sagen macht daraus ein Business Case.

01:01:51: Denn tatsächlich verliert ihr richtig viel Kompetenz und richtig viel, also es ist ein Braindrain oder es wird gesprochen von einer leaking Pipeline weil die Unternehmen die Mütter verlieren nach der Elternzeit.

01:02:02: Weil sie nicht motiviert sind zurückzukommen wenn ihnen gesagt wird du kriegst deinen alten Job nicht guck doch mal wo du dich hinbewirbst.

01:02:08: Und das sind gut qualifizierte Frauen in verantwortungsvollen Positionen oder Führungspositionen.

01:02:12: und das Unternehmen verliert die.

01:02:14: und da wird sozusagen ein Business case draus gemacht um den Unternehmen klar zu machen wenn ihr euch nicht um die Leute kümmert, dass sie motiviert zurückkommen.

01:02:24: Das könnte mehr Aufmerksamkeit erfahren, sodass da mehr Bereitschaft ist zu sagen, hey wir machen dafür auch was.

01:02:32: und abgesehen von diesen Dingen, die ich gerade aufgezählt habe, hab ich schon erfahren von Möglichkeiten wie natürlich gibt es Unternehmen, die bieten Unternehmensintern Kitas an oder Betreuung oder auch ein Familienzimmer oder Stillzimmer.

01:02:44: Da gibts irgendwie noch ganz schön viel Spielraum nach oben.

01:02:47: Am Ende auf Familie und mich, was auch immer zu konzentrieren.

01:02:54: Ich finde es wichtig, dass ich mich im Job so gut wie möglich ... Ja, dass sich im Job effizient wie möglich bin.

01:03:04: Dass ich in kürzester Zeit so gut als möglich arbeite.

01:03:06: Hast du irgendwelche Tipps wo du sagst?

01:03:09: So arbeitet sich's ... Am effektivsten.

01:03:11: So bekommst du das einigermaßen gehandelt, dass du dann im Anschluss entspannt nach Hause gehen kannst und dich um Familie und Kinder wie auch immer kümmern

01:03:17: kannst.".

01:03:18: Ich

01:03:18: glaube bei solchen Orgatipps für mehr Effizienz möchte ich voranstellen.

01:03:22: Immer dieses Ausrufezeichen es geht nicht darum noch effizienter zu sein zumindest in jeder Hinsicht und noch mehr zu jonglieren alle Hebel auf hundert Prozent zu lassen und dann heiß zu laufen, sondern viel fängt damit an Prioritäten zu setzen.

01:03:37: Und Abstriche zu machen und zu sagen das steht jetzt vorne und etwas anderes kommt derzeit kürzer und damit bin ich fein so Wie du schon sagst, also Orga oder Effizienztipps.

01:03:47: Die kann man sich irgendwie auch in jedem Blog nachlesen und büchern.

01:03:51: Für viele funktionieren To-Do-Listen für mich zum Beispiel.

01:03:55: Es funktioniert dann bei den To-do-Listens.

01:03:57: Meiner Meinung nach ist es wichtig zu priorisieren und zu gucken, gerade wenn man selbstständig ist.

01:04:03: was ist heute unbedingt notwendig?

01:04:05: Nummer eins Was sind drei Dinge die cool wären Wenn ich die noch unterkriege.

01:04:10: Und was sind dann vielleicht ein paar Miniaufgaben, die so nice to have, wenn noch Zeit ist?

01:04:14: Also irgendeine Art von Priorisierung hinzukriegen, sodass man im Grunde schon sagen kann, haken an den Tag und Schulter klopfen, wenn ich Nummer eins geschafft hab.

01:04:22: Weil in meiner Priorliste stand Nummer eins muss ich auf jeden Fall.

01:04:26: Und wenn ich das hingekriegt habe, dann ist schon mal gut.

01:04:28: So was ist wieder auf beiden Ebenen gut?

01:04:30: zum einen um effizient zu sein und die Arbeit fokussiert zu machen oder zu wissen, Ich hab auch was geschafft, weil das haben viele Mütter.

01:04:40: Die machen den ganzen Tag ohne Ende und am Ende des Tages haben sie trotzdem den Eindruck ich habe nichts geschafft.

01:04:45: Weil sie irgendwie nicht zurückgucken und sich vergegenwärtigen, was sie alles geschafft haben.

01:04:49: Also zu Dualisten sind gut, Priorisierung ist gut ... Eat the Frog is so eine Methode die bedeutet macht das zuerst, was du die ganze Zeit schiebst, schlug die Kröte, macht dir unangenehme Aufgabe zuerst dann hast es vom Tisch.

01:05:02: Und was ich total gerne habe, und das ist für privat- und beruflich gleichermaßen toll.

01:05:11: Ist der Stresstest für deine To-do-Liste?

01:05:15: Weil wir nämlich viele von uns tendieren dazu einfach wahnsinnig viel draufzuhauen auf die Liste.

01:05:21: Also viel mehr als man schaffen kann!

01:05:23: Man kann um dieses alles abzudecken, um dieses Bedürfnis abzodecken... Ich hab alles im Blick.

01:05:28: Kann man ja eine Masterliste machen, ne Sammelliste wo man alles hat.

01:05:32: Dann ist es aber hilfreich für den Tag eine Liste zu machen, wo nur die Sachen drauf kommen.

01:05:36: Die wirklich an dem Tag wichtig sind und die ich auch schaffen kann.

01:05:39: Und Stresstest bedeutet, ich guck mir die Liste an, ich mach meine Liste und dann gucke ich die an, nehme mir diesen Moment zum Innerhalten und schau wie geht's mir dabei?

01:05:48: Wenn ich die anschaue.

01:05:49: Pack' ich das, gehe ich da frisch ans Werk und denk yes!

01:05:52: Das wird was und es kann ich hinkriegen.

01:05:54: oder merke schon dass ist so ein Riesenberg unter dem ich jetzt schon zusammenbreche Denn letzten Endes ist es so Du wirst nicht mehr hinkriegen, wenn du mehr draufschreibst.

01:06:04: Wenn du mehr darauf schreibst auf die Liste setzt du aber schon am Anfang des Tages den Samen in den Kopf.

01:06:10: Ich habe zu viel zu tun ich hab dafür zu wenig Zeit ich muss mich tierisch beeilen und jetzt durch den Tag rasen Und das ist ein so ganz wichtiger Mindset-Shift.

01:06:20: wenn du sehr viel auf deine Liste haust Dann läufst du Gefahr, von vornherein loszurennen in den Tag mit.

01:06:26: Ich hab keine Zeit und ich kann das nicht

01:06:28: hinkriegen.".

01:06:29: Und es ist tatsächlich faktisch der Fall, wenn du dir vornimmst zu viel zu machen?

01:06:33: Deswegen ... ja!

01:06:35: Jetzt bitte ich dich, dass du mir meinen Kopf gerade rückst, weil bei mir nämlich ganz häufig dann der Punkt ist, wenn ich am Ende des Tages meine To-do-Liste abgearbeitet habe, dann denk' ich mir, Frau Mareike, irgendwie hast du heute zu wenig gemacht, du hast schon alles fertig.

01:06:51: Ui!

01:06:53: Ach, krass!

01:06:55: Also dann denk ich mir mal ... So richtig fleißig warst du heute nicht.

01:06:58: Du hast das ja alles schon abgearbeitet.

01:06:59: Da hättest ihr noch mehr schaffen können?

01:07:02: Das ist tatsächlich bei mir so.

01:07:03: und jetzt darfst du bitte meinen Kopf gerade rücken.

01:07:07: Ja also ich glaube, ich unterhalte mich ja mit einer Expertin Marike die auch sich gut auskennt mit Mindset-Arbeit.

01:07:14: da ist glaub ich ein Perspektivenwechsel total wichtig.

01:07:17: Also zu schauen was habe ich alles geschafft und ganz ehrlich zu bemessen Hätte ich denn gerne noch mehr geschafft oder wäre das notwendig gewesen?

01:07:27: Oder ist es eigentlich gut so und kann ich mir auf die Schulter klopfen dafür, dass sich so effizient und fokussiert arbeite.

01:07:34: Dass ich die Dinge hinkriege!

01:07:35: Und ich kann darüber hinaus vielleicht dann mir bewusst noch ein Fenster einplanen weil ich das ja alles hin kriege wo ich mir eine halbe Stunde was Schönes für mich mache oder ne Stunde Also, das wäre so die eine Möglichkeit.

01:07:47: Wenn du Zeit hast, dann nimm doch wirklich auch noch Zeit für dich mit dazu und das andere auch, die Perspektive Richtung Wertschätzung umzudrehen.

01:07:56: Und zu sagen ich habe das alles geschafft?

01:07:59: Das ist ausreichend!

01:08:00: Das ist mehr als genug.

01:08:02: darauf bin ich richtig stolz.

01:08:04: und XYZ ist mir besonders gut gelungen.

01:08:06: heute zum Beispiel auch also einfach am Abend den Tag beschließen mit einem perspektiven Wechsel Hinsichtlich Wertschätzung dafür, wie du das gemacht hast.

01:08:16: Wertschättung der Aufgaben, also dass du die hingekriegt hast und auch ... Da kann man verschiedene Fokuspunkte setzen aber gerne so was wie.

01:08:23: Was ist mir gut gelungen im Hinblick auf mein Ziel?

01:08:26: Also zum Beispiel, das Wert zu schätzen, dass ich da diese Dinge hingekrägt habe oder auch wie gut ich die hingegekriegt hab oder dass ich mir Zeit für mich genommen habe.

01:08:34: Das ist ja auch ein total ungesundes Denken eigentlich von mir.

01:08:38: Wenn man bedenkt, als das ganze Thema Burnout eigentlich so präsent wurde, auch in den Medien.

01:08:45: Und dann ... wurde ja immer so suggeriert, wer Burn-Out hat, der arbeitet

01:08:51: richtig.

01:08:52: Also weil er ist ja so fleißig, da macht es richtig, der arbeitet bis zur Erschöpfung.

01:08:57: Eigentlich total gaga?

01:09:00: Total!

01:09:02: Für unsere Väter und Mütter.

01:09:04: kurzfristige Stellschrauben um in eine ... Work-Life Balance zu kommen bzw.

01:09:11: um die Zeit, die wir haben, die limitiert ist am Tag gutzunutzen für alle Bereiche?

01:09:18: Das ist gar nicht so leicht zu sagen!

01:09:20: finde ich, und alles was sich bei den kurzfristigen Sachen nennen kann ist auch gleichzeitig etwas Langfristiges.

01:09:24: Also was man irgendwie mal anfängt und dann perfektioniert.

01:09:28: Indem man nämlich auch ... Das ist ganz wichtig.

01:09:31: diese Selbstbeobachtung perfektionieren.

01:09:33: Immer wieder trainiert zu merken, was geht mir gerade durch den Kopf?

01:09:37: Wie entscheide ich mich hier grade mit welchem Ergebnis das eigentlich nicht will?

01:09:42: Ich entscheide mich zum Beispiel die Wäsche zu machen und noch die Spülmaschine auszuräumen solche Sachen immer besser darin zu werden, sich zu beobachten bei den eigenen Entscheidungen.

01:09:53: und was kommt dann dabei raus?

01:09:54: Und bin ich damit zufrieden.

01:09:56: Die Stellschrauben dabei hatten wir auch schon vorher so ein bisschen angesprochen.

01:10:01: Ich würde gucken auf das Unterstützer-Netzwerk also das nochmal mit Zettel und Stift angucken.

01:10:06: wo mit wem kann ich irgendwie mehr Freiraum verschaffen?

01:10:10: durch welche Aktionen?

01:10:11: wen könnte ich noch fragen Kann ich mir ein Babysitter leisten und möchte das ausprobieren?

01:10:16: Oder so was wie Laiooma oder andere Leute in der Kita.

01:10:18: Also, wie kann ich mir außen mehr Unterstützung

01:10:21: holen?".

01:10:22: Dann ist es zweite, den Perfektionismus.

01:10:25: Wo sind meine Ansprüche zu hoch, sodass ich mir damit Möglichkeiten verbauere?

01:10:30: Genau!

01:10:31: Und da komme ich wieder auf das Beispiel von gerade zurück.

01:10:33: Das merkt man daran ... Wenn man sozusagen lernt sich selber zu beobachten.

01:10:39: Und dabei merkt, dass ich Dinge mache, die ich eigentlich nicht will.

01:10:43: Da, an der Stelle kann man merken okay ich habe offensichtlich einen Gedanken nämlich die Wäsche muss jetzt gemacht werden oder es muss hier noch sauber sein und deswegen mache Ich das anstatt Zeit für mich zu nehmen.

01:10:56: An der stelle ist ein Anspruch den ich überprüfen Kann Ist Es so dass Das Jetzt gemacht Werden Muss?

01:11:01: Oder Kann Des später gemacht Werde?

01:11:02: Oder Muss Es überhaupt Nicht gemacht Werder Und Wir Leben Die Nächste Woche aus dem Wäschekorb also?

01:11:06: des Zweites Also Ansprüche Überprüfen Perfektionismus irgendwie abbauen und das dritte ist Grenzen setzen.

01:11:13: Also, wo könnte ich nein sagen?

01:11:17: Wo würde es mir gut tun für mich einzustehen anstatt Dinge für andere zu tun so dass ich da Freiraum für mich bekomme.

01:11:24: Dass ich mehr Zeit habe die ich für mich nutzen kann?

01:11:28: das wären so die drei dinge die sowohl kurzfristig als auch langfristig sind.

01:11:32: Das ist Unterstützung suchen nochmal ganz wirklich dezidiert in jeden Winkel gucken Ansprüche durch Leuchten überprüfen und neu justieren.

01:11:41: Und Grenzen setzen, nein sagen lernen!

01:11:43: Um auch an der Stelle wieder mehr Raum zu holen.

01:11:46: Wenn man sozusagen diese drei Maßnahmen zusammennimmt, dann muss unterm Strich irgendwo ein bisschen mehr was rauskommen.

01:11:52: Wäre meine Hypothese.

01:11:53: Um

01:11:54: den Bogen noch mal zu spannen ... Wir haben jetzt nur nach der Geburt gesprochen, wenn die Kinder schon da sind.

01:12:00: Ich glaube essenziell ist es auch, das dürfen wir einfach ... Oder das dürfen vor allem werdende Eltern nicht vergessen, schon vorab einfach auch mit dem Partner oder der Partnerin zu sprechen.

01:12:10: Wie wollen wir das denn machen?

01:12:12: Was ist uns wichtig?

01:12:13: Was können wir uns vorstellen, welche Option haben wir und auch mit den Arbeitgeber schon vor ab alle Möglichkeiten zu besprechen?

01:12:21: Und um dann nicht reinzustolpern und dass sich das dann langsam zusammenwächst in einer Konstellation wie man es vielleicht gar nicht haben möchte, um das wieder aufzubrechen ... merken wir ja teilweise auch, dass das wirklich schwierig ist und anstrengend.

01:12:36: Ja und nein oder... Ich hab auf jeden Fall noch so ein paar Gedanken dazu.

01:12:41: Ich denke, dass es total wichtig ist und gut, wenn man schon mal Gedanken spinnt und überlegt, wie könnten wir das machen?

01:12:48: Was hast du oder überhaupt sich gegenseitig abzuklopfen, was hast du denn dafür Vorstellungen davon?

01:12:54: Dass man zumindest nicht in die Situation kommt, dass man merkt hoch ... Mein Partner hat ja ein traditionelles Rollenbild kamen an die Ecke einfach gar nicht, bevor wir Kinder hatten.

01:13:05: Aber jetzt sitze ich damit jemandem, der das ganz anders sieht als

01:13:08: ich."

01:13:08: Also solche Sachen auch aufzudecken ist auf jeden Fall super hilfreich und schon mal so weit wie möglich zu überlegen was gibt's da für Möglichkeiten?

01:13:15: Welche Option haben

01:13:16: wir?".

01:13:17: Und dann denke ich ... Nee also als nächstes is es aber so dass man Mutterschaft nicht antizipieren kann.

01:13:24: Wie das das eigene Leben auf den Kopf stellt oder wie das auch das ganze Familiensystem auf dem Kopf stellt.

01:13:32: Ja, also man kann es einfach nur zu einem gewissen Teil antizipieren.

01:13:35: Und der Rest ist dann einfach rein leben und gucken wie kriegen wir das gut hin?

01:13:40: Und dann im Moment eben nachzujustieren und auch zu schauen damit fahre ich gut und damit nicht.

01:13:45: aber auch wie ich von der einen Mutter erzählt habe die sagte abgemacht war.

01:13:49: ich komm in Monat acht wieder und ich hab gemerkt dass geht nicht.

01:13:51: Also man muss es dann wieder umstellen Man kann nicht alles antizippieren.

01:13:55: und Dann mit dem dritten Punkt den du gesagt hast Auch wenn man ein Modell gefunden hat dann kann es sein, dass das irgendwann nicht mehr passt.

01:14:02: Dass man daraus wächst und dass man es verändern

01:14:04: muss.".

01:14:05: Und das ist der nächste Punkt wo... natürlich, also ich würde sagen die allermeisten Schwierigkeiten haben mich eingeschlossen.

01:14:11: Weil das bedeutet dass man unangenehme Themenmann sprechen muss und dass da Konflikte da sind und dass man da irgendwie durchmuss.

01:14:17: Und deswegen ist es unangenergenehm und viele scheuen deswegen komplett davor zurück.

01:14:21: und das bedeutet man macht das alles mit sich selber aus hat aber auch den konflikt eben nicht im außen aber man hat ihn innen permanent weil man da abrufern muss das man was macht womit man nicht zufrieden isst.

01:14:31: Das kann ja auf Dauer nicht funktionieren.

01:14:32: Die ganze Unzufriedenheit die sich dann in dir aufstaut Dann sind Konflikte letztendlich vor Programmen.

01:14:38: Richtig, es kommt sowieso raus irgendwann und deswegen genau dann muss man sich einfach der Situation stellen.

01:14:44: Es ist so wie's nicht gut für mich.

01:14:46: ich hätte das gerne anders und im besten Fall ein Gespräch gut vorbereiten und auch sich gut überlegen was möchte man denn welche Vorschläge hat man für den Partner?

01:14:54: Ja genau also das ist dann das nächste Thema Wie kann man vielleicht so einen Gespräch Gut vorbereiten oder auch gut führen aber eben nicht davor zurückzuscheuen Veränderungen anzugehen wenn das aktuelle Modell nicht mehr passt

01:15:05: Genau.

01:15:05: Und dann komme ich zum Schlusswort, eine Freundin hat von mir gesagt und das Zitat habe ich auch schon mal gegeben nur sprechende Menschen kann geholfen werden.

01:15:13: Ach schön!

01:15:15: In diesem Sinne Rebecca, ich danke dir für dieses unglaublich spannender Thema und ich hab den Eindruck wir könnten noch stundenlang darüber

01:15:21: sprechen und

01:15:22: in verschiedene andere Richtungen noch eintauchen.

01:15:25: Ja

01:15:26: vielleicht wird es einfach noch eine Fortsetzungfolge geben.

01:15:28: Ja schön, wir schauen mal.

01:15:29: Wir

01:15:29: sind eine ganz lieben Dank.

01:15:30: Danke dir auch

01:15:31: ganz vielen Dank.

01:15:34: Das war und jetzt Der Podcast mit Marieke Katschmareth.

01:15:38: Schön, dass du dabei bist!

01:15:39: Wenn du auch die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest dann abonniere meinen Podcast und jetzt und aktiviere die Glocke.

01:15:45: so bleibst du definitiv auf dem Laufenden.

01:15:47: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetztpunkte.de.

01:15:51: Dort kannst Du Dich auch an meine Newsletter eintragen und erhält regelmäßig spannende News & behind the scene Einblicke zum Podcast.

01:15:58: Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu und jetzt hast, dann kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an halloet.de.

01:16:04: Und jetzt?

01:16:06: Bis bald!

01:16:07: Deine Marika.

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