Was Mutterschaft wirklich bedeutet: Von Kontrollverlust bis hin zur Selbstfindung
Shownotes
Die Geburt markiert den Beginn der physischen Mutterschaft, aber auch den Beginn einer lebenslangen Aufgabe: die Verantwortung für ein anderes Leben zu tragen, es zu beschützen und zu lieben. Muttersein ist keine leichte Aufgabe. Es erfordert Geduld, Organisationstalent und unermüdliche Hingabe. Es bedeutet, sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen, sei es das Jonglieren von Beruf und Familie, das Bewältigen von Schlafmangel oder das Lösen von Konflikten. Die Mutterrolle erfordert auch die Fähigkeit, mit Veränderungen umzugehen. Kinder wachsen und entwickeln sich, stellen neue Anforderungen und Bedürfnisse. Eine Mutter muss flexibel sein und bereit, sich anzupassen.
In dieser Folge spreche ich mit Karola Theile, Gründerin der BeAlice-App über das Thema Mutterwerden. Dabei schauen wir nicht nur darauf, dass Mutterschaft Glück und tiefe Erfüllung mit sich bringen kann, sondern das es insbesondere ein Prozess der Transformation, Selbstfindung und tiefgreifender Veränderungen ist.
UND JETZT? Viel Spaß beim Hören.
Deine Mareike
||||| PERSONEN |||||
🙋🏻♀️ Mareike Kaczmarek, Gründerin von UND JETZT?
👤 Karola Theile, Co-Founderin von YouParents und der Vereinbarkeits-App BeAlice
||||| KAPITEL |||||
(00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema
(04:30) Das Baby ist da, was nun?
(08:29) Wie sehr verändern sich Eltern durch die Geburt ihrer Kinder?
(21:46) Wiedereinstieg in den Job mit Kleinkind
(28:12) Vereinbarungen treffen mit dem Partner: Wer ist für was zuständig?
(37:16) Balanceakt zwischen Elternschaft und Job und gesellschaftlichem Druck
(48:36) Die Vereinbarungs-App BeAlice: über Idee, Community und Aufbau
||||| UND JETZT |||||
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👥 Ich bemühe mich um die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.
Transkript anzeigen
00:00:01: Und jetzt der Podcast mit Mareke Katschmarek.
00:00:15: Diese Überlastung, die Frauen spüren, das wollen wir lösen.
00:00:18: Diese überlastungen kommen sehr stark durch das Ignorieren der eigenen Bedürfnisse, durch das Nichtverarbeiten der externen Impulse, durch die fehlende Haltung, die man verliert und die Veränderungen passieren.
00:00:29: Wir wollen einfach die Frauen hinführen, dass sie nicht mehr diese Überlastungsspüren.
00:00:32: Dass sie wirklich ein Vereinbarkeitsmodell für sich aufbauen, was mit ihren Werten und Bedürfensten im Einklang steht.
00:00:40: Ich habe mich sehr, sehr stark seit ich Kinder habe mit meinen eigenen Emotionen und meinen eigenen Fehlern auseinandergesetzt.
00:00:49: Mit meiner Herkunftsgeschichte also wie ich als Kind aufgewachsen bin, wie ich geprägt bin – das hat sich bei mir durch die Mutterschaft sehr intensiv verändert.
00:00:58: Und ich weiß gar nicht ob ich das ohne Kinder so intensiv gemacht
00:01:02: hätte.".
00:01:06: Und jetzt der Podcast mit Marieke Kaczmarek Und der lieben Karola Teile.
00:01:10: Hallo!
00:01:13: Ich freue mich sehr, dass das geklappt hat.
00:01:15: ich glaube wir haben im Juni angefangen uns Eine Termin zu suchen und das Anzubereimen.
00:01:20: Ja, und ich gebe ja auch offen zu.
00:01:22: Ich bin manchmal tatsächlich mit meinen Linkensachen etwas überfordert, weil ich finde die Ansicht bei LinkedIn ist so doof.
00:01:27: Da hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, weil es so schleppend zurückgeschrieben habe aber man versucht dann mit seinen eigenen Issus umzugehen und das loszulassen und zu sagen okay, die wird mir jetzt schon nicht total gerahmt sein.
00:01:37: wir haben ja zusammengefunden, das ist ja das Gute!
00:01:41: Ich hab' das überhaupt nicht als ... Böse oder so aufgenommen, weil ich das selber auch kenne.
00:01:45: Man hat ja den Alltag und man hat ja seinen eigentlichen Job.
00:01:48: Und für dich ist dann eine Podcast-Anfrage was noch mal on top kommt?
00:01:54: Wo jetzt keiner vielleicht sofort springt und sagt, da habe ich total Lust drauf!
00:01:59: Ich hab schon
00:01:59: Lust drauf mich mit spannenden Leuten zu unterhalten gerade so Leute die ... Die ähnliche Themen haben und den gleichen Purpose, das ist ja auch meine schöne Sache.
00:02:07: Man erweitert seinen Mindset und seine Perspektiven.
00:02:10: Ich habe mich tatsächlich auf unser Gespräch heute sehr gefreut.
00:02:13: Das sind dich super.
00:02:14: Magst du von dir erzählen, wer du bist?
00:02:16: Und was machst
00:02:17: du?
00:02:17: Genau!
00:02:18: Also ich bin die Carola Teile.
00:02:20: Ich bin Mama von drei wunderbaren kleinen Lieblingsmenschen.
00:02:26: Meine große Tochter ist Achti, mittlere ist sechs und unser Sohn wird jetzt bald fünf.
00:02:30: Also eine wilde Horde, die uns auf Trab hält.
00:02:34: Und ich bin Mitgründerin in einem Start-up und zwar lauschen wir jetzt in Kürze die BLS App und bringen diese App auf den Markt
00:02:43: um
00:02:44: Mütter im Entwicklungsprozess des Mutterwerdens zu unterstützen.
00:02:47: Und zwar von der Persönlichkeitsentwicklungseite her weil wir den Purpose haben zu sagen okay, Mutterschaften sind so wichtig aber sie werden ein Stück weit von der Gesellschaft, vom Leben auch somit allein gelassen.
00:03:00: Und da wollen wir einfach ein Angebot machen, dass wir sie unterstützen um sich wirklich in dieser intensiven Lebensphase die ja durchaus über mehrere Jahre geht aufgehoben zu fühlen und eine Unterstützung zu erfahren.
00:03:12: Das mache ich jetzt seit anderthalb Jahren gemeinsam mit meiner Mitgründerin Saskia
00:03:16: Und
00:03:17: wir sind beide Mütter, wohnen an unterschiedlichen Orten.
00:03:20: Wir machen das als zu hundert Prozent remote und sehen uns ab und zu vor Ort.
00:03:24: Ich lebe selber in der Nähe von Berlin.
00:03:28: Bin allerdings nicht gebürtige Berlinerin, sondern komme aus Hamburg.
00:03:33: Da bin ich auch bei meinen Eltern in einer Vereinbarkeitsstation, weil wir noch keine Hortbetreuung haben diese Woche.
00:03:39: So lebe ich und versuche alles unter einen Hut zu bekommen.
00:03:44: Ich bin verheiratet seit ... Oh Gott, muss ich kurz rechnen.
00:03:47: Seit Zwei-Tausend-Elf bin ich verheiratet?
00:03:50: Ja, also seit ...
00:03:50: Guck in deinen Ehring!
00:03:51: Zwölf?
00:03:52: Genau, in meinem Ehrings steht das tatsächlich auch.
00:03:54: Wobei da steht unser Kennlerndatum.
00:03:55: Wir haben uns kennengelernt im Dezember und haben dann auch im Dezember geheiratete am gleichen Tag.
00:04:01: Ganz romantisch.
00:04:03: Ich bin auch irgendwie Romantikerin und habe ... Wie ich eben schon sagte, meine Tochter ist jetzt acht.
00:04:08: Also ich bin erst mal Zweitausend-Fünfzehnmutter geworden im Januar.
00:04:11: Und gefühlt war das noch so eine ganze andere Welt damals.
00:04:15: Und ja, jetzt sind wir in den Jahren ... irgendwie doch ein Stück weiter aber manchmal auch irgendwie nicht.
00:04:22: Also es ist doch eine krasse Phase und lässt einen sehr viel über sich selbst nachdenken.
00:04:29: So bin ich oder das bin ich?
00:04:30: Als du zwei Fünfzehn deine Tochter bekommen hast was hast du denn beruflich vorher gemacht?
00:04:34: Warst du richtig eingespannt?
00:04:36: Ja, ich war sehr eingespannt.
00:04:37: also ich habe bei der Lufthansa Kago gearbeitet als Führungskraft.
00:04:42: Ich hab mehrere Jahre dort in Führungspositionen begleitet, war im Ausland und habe in New York gearbeitet für fast vier Jahre.
00:04:50: Hab also sehr viel Zeit und Herzblut in meine berufliche Entwicklung gesteckt.
00:04:54: Arbeiten hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.
00:04:56: Ich muss ehrlich sagen es gab Phasen beim Leben da konnte ich mir gar nicht vorstellen Kinder zu haben Und wenn sich dann Mutter wurde bin ich tatsächlich auch sehr schnell wieder eingestiegen.
00:05:05: Also ich hatte eine fortschrittlich denkende Chefin Die selber zwar keine Kinder hatte, aber sie wusste zum einen, sie wollte gerne, dass ich halt am Ball bleibe.
00:05:13: Wir hatten ein großes Projekt, was wir gemeinsam mit dem Flughafen München gemacht hatten und so hat es mir die Möglichkeit gegeben, ich steige nach acht Wochen wieder ein in einer Mini-Teilzeit mit hundert Prozent Homeoffice.
00:05:23: Das war auch noch ganz fortschrittlich.
00:05:28: Und das hat wirklich mir gut getan, weil ... Ich hab immer gern mich beruflich engagiert.
00:05:34: Und hatte dann mit einem Kollegen vor Ort so eine Art Tandem gebildet, der halt dieses Tagesgeschäfts abgebildet hat.
00:05:40: Ich hab die Teamleitung weitergemacht und konzeptionell an der Zukunft geschraubt.
00:05:45: Das war mein Leben bevor ich viele Veränderungen erfahren durfte durch die Mutterschaft.
00:05:52: Hattest du Freunde oder Freundinnen im Freundeskreis, die selber schon in dieser neuen Welt waren?
00:05:58: Dass du gesehen hast, okay, sowas kommt so und so ähnlich auf mich zu ...
00:06:03: Ich habe einen großen Bruder, der ist ein Dreivierteljahr älter als ich.
00:06:06: Der hatte schon einen Sohn, der damals drei war und er hat auch tatsächlich fast Zeit gleich sein zweites Kind bekommen.
00:06:12: Wir hatten den gleichen Stichtag aber Mainz kam zu spät und Seins kam zu früh.
00:06:16: also dann wurde es irgendwie doch zwei Wochen.
00:06:18: Also ich hab bei ihm schon gesehen was das bedeutet Auch als Vater heutzutage die Elternschaft zu leben Und ich hatte eine gute Freundin, die schon zwei Kinder hatte zu dem Zeitpunkt als ich mein erstes Kind bekam.
00:06:33: Aber dadurch dass all meine Freunde eigentlich wild verteilt über Deutschland oder im Ausland waren habe ich das nie so wirklich mitbekommen.
00:06:39: also ich war jetzt nicht eine Freundin die regelmäßig dann mit der besten Freundin und ihrem Baby in Cafés gesessen hat oder so sondern es war für mich tatsächlich ne komplett neue Situation.
00:06:47: Ich kann mich noch erinnern Als ich im März des ersten kind bekam.
00:06:52: da war mir eine beste Freundin schon mit fünf Jahren Voraus, also ihre Tochter kamen in den Jahr- und Jahrzehnten auf die Welt.
00:06:58: Und ich war auch viel im Ausland und hab dann immer nur von Weiten mitbekommen wie das so ist.
00:07:05: Wir haben uns halt wenig getroffen weil ich dann auch in Berlin war und sie in der Heimat ... Ich habe das schon wahrgenommen dass da eine Veränderung ist.
00:07:13: aber so richtig Begriffen in der Tiefe hatte ich das nicht, tatsächlich.
00:07:17: Ich weiß noch ... Als es dann bei mir so weit war, ich war wie unter Schock.
00:07:21: Obwohl, ich wusste was ... Also, ich hab mir eingebildet!
00:07:23: Ich weiß, was auf mich zukommt.
00:07:25: Weil ich glaub, ich habe gefühlt jedes Elternmagazin von Eltern diese Zeitschrift?
00:07:30: Ja, ja.
00:07:31: Ich glaube die ersten sechs Monate hab ich jede Zeitschaft verschlungen bis ich irgendwann gesagt hab Boahs reicht mir, jetzt schon gar keine Lust mehr.
00:07:39: Aber ... Aber darauf vorbereiten konnte mich irgendwie doch keiner.
00:07:44: Es gibt ja unterschiedliche Typen, da lustig Video sagst du, dass du dich sehr intensiv drauf versucht hast vorzubereiten, kann ich nur sagen!
00:07:50: Ich hab eher das komplett ausgeblendet.
00:07:51: Ich wollte nichts über die Geburt wissen, alles klar.
00:07:55: Mir ging's auch zum Glück gut in jeder meiner Schwangerschaften.
00:07:59: Aber ich wollte mich da bloß nicht mit befassen, was es bedeutet?
00:08:02: Ich hab dann natürlich ein Geburtsvorbereitungs-Kurs gemacht.
00:08:06: Weil ich wollte wissen, dass wenn man einen Dammschnitt braucht ... Das war meine größte Sorge.
00:08:10: Oh mein Gott!
00:08:11: Wenn man so'n Dammsschnitt braucht, das war für mich der empföhlichste Gedanke.
00:08:15: Aber ansonsten habe ich mich damit überhaupt nicht befasst.
00:08:17: Es war für mich eh nicht wie bei dir, man war dann plötzlich so ...
00:08:20: Bähm!
00:08:21: Also
00:08:22: alles verändert sich und alle sagen ja immer ein Kind verändert alles.
00:08:25: aber das kann man wirklich erst begreifen.
00:08:27: Bilde ich mir ein wenn man es wirklich selbst erlebt.
00:08:29: Absolut sehe ich auch so was würdest du denn sagen?
00:08:32: Wie hat's dich denn Karola ohne Kinder versus Karola mit Kindern verändert?
00:08:36: Ich
00:08:36: gebe ganz offen zu, dass ich ... Als ich noch keine Kinder hatte, war sicher ein Teil des Problems, das wir heute haben.
00:08:42: Gerade in der deutschen Arbeitskultur, das Thema Anwesenheit und Leistung und Karriere.
00:08:48: Und hast du nicht gesehen?
00:08:49: Also, ich war schon sehr darauf bedacht, weil ich auch wirklich viel Zeit- und Herzblut in meinen Beruf gesteckt hab.
00:08:56: Es war mir sehr wichtig.
00:08:57: Mein Beruf war mir wichtig, was ich leiste oder meine Leistungen anerkannt wird.
00:09:02: Und ja, wie soll ich sagen?
00:09:04: Ich hab schon versucht.
00:09:05: Ich hatte einen jungen Vater an meinem Team als ich Führungskraft war und ich war immer schon eine sehr empathische Führungskraft.
00:09:11: Ich bin auf ihn eingegangen und hab das Versuch zu verstehen, was er so fühlt.
00:09:16: Aber auch da konnte ich nicht so hundertprozentig nachvollziehen.
00:09:20: Als sich dann Mutter wurde ... Es war gar nicht in den anfänglichen Monaten oder vielleicht auch Jahren, sondern es ist ein nachgelagertes Veränderungsprozess, den ich bei mir empfinde.
00:09:32: Ich bin viel reflektierter geworden.
00:09:35: Also ich habe mich sehr, sehr stark seit ich Kinder habe mit meinen eigenen Emotionen und meinen eigenen Fehlern auseinandergesetzt, mit meiner Herkunftsgeschichte also wie ich als Kind aufgewachsen bin, wie ich geprägt bin ... Das hat sich bei mir durch die Mutterschaft sehr intensiv verändert und ich weiß gar nicht ob ich das ohne Kinder so intensiv gemacht hätte weil es natürlich auch manchmal schmerzhaft ist.
00:10:00: Absolut, du sprichst mir so was von aus der Seele.
00:10:02: Weil ich genau in diesem Prozess auch gerade bin.
00:10:05: Also, ich merke ... Junior ist acht, die Kleine ist fünf und ich hab das in den letzten ... also ganz intensiv habe ich das jetzt verfolgt im gesamten letzten Jahr, dass ich auch ganz viel meine Großtante befragt habe aber auch meine Eltern und auch meine Oma muss sie herkommen, ihre Kindheit war ... Was haben Sie gespielt?
00:10:29: Mit welchen Gefühlen haben Sie sich herumgetragen?
00:10:32: Vor allem um die Kriegsgeneration, wenn Familienmitglieder gefallen sind im Krieg.
00:10:36: Wie wurde damit umgegangen?
00:10:38: und auch zu fragen wie diese Generationen sich heute fühlt.
00:10:42: Also meine Großhandel beispielsweise wird dieses Jahr neunzig Jahre alt.
00:10:46: Das ist natürlich ... das ist ein Alter.
00:10:48: da stecken so wahnsinnig viele Erfahrungen und Wissen dahinter.
00:10:52: Und dann merke ich, ich sauge das regelrecht auf wie einen Schwamm.
00:10:56: Auch meine eigene Erziehung wo ich herkomme wie ich geprägt wurde.
00:11:01: Das ist ja auch das, was ich in meinem Podcast immer wieder beleuchten möchte.
00:11:05: Deswegen nehme ich mir Themen vor, wo ich selber mal Schwierigkeiten habe Thema Zweifel, Thema Emotionen generell verarbeiten rauslassen Stichwort verdrängte Gefühle und so weiter um dann zu gucken, wo kommt es denn eigentlich her?
00:11:19: Wie entsteht denn sowas?
00:11:21: Und was mir damals immer wichtig war kurz nach der Geburt von dem Großen Das habe ich schon immer zu meiner Mutti gesagt.
00:11:29: Ich bin Mareike, nicht Mama-Mareike sondern ich bin MAREIKE und dann kannst du so ein Dropdown-Menü dir vorstellen
00:11:38: und da bin
00:11:39: ich Mama!
00:11:40: Ich bin beste Freundin, ich bin Partnerin, einfach nur das kleine Kind auch... Ich merke es auch im Umgang mit meinem Mann, dass ich ganz häufig noch so Kinsköpfe schon unterwegs bin.
00:11:53: Und wir irgendwelchen Stuss machen und Blödsinn reden oder sobald ich mit meinem Bruder zusammen bin ... Da kann sowieso kein anderer mehr folgen, weil wir dann
00:12:01: unserer kleinen
00:12:01: Bubble sind.
00:12:02: Das war mir immer ganz wichtig das zu betonen.
00:12:05: Dass ich nicht nur Mama plötzlich bin.
00:12:07: Aber da bist du tatsächlich, glaub ich, schon sehr ein Schritt weiter als ich damals war?
00:12:11: Also ich bin total in diese ... Ja, ich nenn's jetzt manchmal so diesen Tunnel.
00:12:15: Manchmal kommt's mir vor wie so'n Tunnel wo ich wirklich ein Stück weit mich selber aufgegeben hab und das, was mich halt ausmachte bevor ich Mutter wurde.
00:12:25: Und ich habe wirklich erst vor zwei Jahren, als ich das erste Mal seit ich Kinder habe alleine in meinen eigenen vier Wänden war ... Und da hatte ich so einen Moment oder der erste Abend, dann lag ich tatsächlich auch im Bett meiner Tochter.
00:12:38: Es war irgendwie der Ort, wo ich gerade sein wollte und dachte, wer bin ich eigentlich?
00:12:42: Ich glaube dieses ... was du eben sagtest, dass du immer schon bewusst gesagt hast, ich bin Mareike und hab halt meine Facetten oder meine Rollen, das diesen Schritt, diesen Reflexionsschritt, ich weiß nicht, wie man es nennen soll, den habe ich verpasst.
00:12:54: Das war eine unheimliche Arbeit, wieder hin zurückzukommen.
00:13:00: für mich persönlich.
00:13:01: Wenn man sich damit beschäftigt, sagt man ja auch, dass eine Geburt wirklich ein lebensverändertes Ereignis ist was gleichzusetzen ist wenn man zum Beispiel einen geliebten Menschen verliebt was einen wirklich schockt.
00:13:12: also es einfach ein Schock für das eigene Selbstverständnis.
00:13:16: was bei so einer Geburt und mit der Geburt Und mit diesem plötzlichen Oh mein Gott ich halte jetzt dieses kleine menschenwesen in meinen Arm und ich habe plötzlich diese ganzen neuen Facetten von Gefühlen.
00:13:26: Das ist halt einfach Ja Earthshaking.
00:13:29: Das ist einfach ein krasses Lebensereignis?
00:13:33: Absolut!
00:13:34: Ja, aber ein schönes.
00:13:36: Ich kann nur sagen ... Ich hab auch geheult als ich meine Tochter dann endlich ... Also mein erstes Kind ... Ich habe bei jedem Kind geheult, aber bei meiner ersten Tochter war es auch eine sehr lange Geburt.
00:13:44: Und wie ewig gewartet haben die wollte nicht raus.
00:13:46: Das war irgendwie ... Oh mein Gott, ich kann das Gefühl nicht beschreiben.
00:13:49: Es war einfach ein krasches Gefühl.
00:13:51: Aber ich weiß noch, weil du sagst ja, du hast diese Geburt nicht verarbeitet und es war für dich vielleicht ne Zeit lang um überhaupt sich da reinzufüllen, was ist es, Mutter zu sein?
00:14:00: Bei mir war's halt eher so ... Ich wollte und ich war auch damals überzeugt.
00:14:04: Okay, ich werde Mutter aber ich veränder mich nicht.
00:14:06: Also ich will mich auch nicht verändern.
00:14:08: Ich will gewisse Prinzipien habe, ich will sofort wieder viel arbeiten.
00:14:13: Daran würde mich mein Kind nicht hindern.
00:14:14: also ich hatte schon irgendwie auch eine bisschen
00:14:16: abgefuckte
00:14:17: Perspektive darauf.
00:14:19: Und ich wollte mich nicht ver ändern!
00:14:20: Ich bin zum Beispiel nach vier Tagen nach dieser krassen Geburt weil ich einfach Ich wollte Karola sein, ich wollte weiter in Cafés gehen.
00:14:27: Ich wollte auch meinen Mann zeigen hey ... ich verändere mich nicht, keine Angst!
00:14:32: Bin mit meinem Mann in ein Restaurant gegangen und hatte das winzige kleine Wesen und mir tat alles noch weh und ich saß da an diesem Restaurant und fühlte mich eigentlich total fürchterlich.
00:14:40: aber ich konnte es nicht anders machen.
00:14:42: Und wenn ich rückwirkend darauf gucke denke ich mir so wie bescheuert war das eigentlich ja?
00:14:47: Ich hätte mich einfach ausgesogen.
00:14:49: Ich hab das durchgezogen und es war auf jeden Fall nicht gut.
00:14:52: Das hat mich auch ein bisschen geschockt, das habe ich auch nicht richtig verarbeitet.
00:14:56: Ich verarbeite das erst Retroperspektiv mehrere Jahre später.
00:15:00: Und manchmal ist es schon komisch, was alles so passiert mit einem.
00:15:04: Ich weiß noch nach der Geburt der Kleinen ... Da war ich total energetisch.
00:15:10: Anfang November war es ein wunderschöner Herbsttag.
00:15:13: Wir sind nach zwei Tagen aus dem Krankenhaus.
00:15:15: Und zwar dann... zwei Tage zu Hause und ich wollte unbedingt raus.
00:15:19: Ich hatte so viel Energie, wie sie in den Maxikosi gepackt und wollten einfach nur kurz mal rüber und wieder zurück.
00:15:25: Und wir stehen an der Ampel und dann guckten die Leute in den Kinderwagen, in diesen Maxikosien.
00:15:31: Und ich hab richtig gemerkt ... Es schwoll bei mir echt alles an!
00:15:37: Ich hätte am liebsten ein Tuch drüber gemacht und die Leute angefaucht, guckt mein Kind nicht an?
00:15:43: Da war ich so richtig Raubtiermutter.
00:15:45: Ich dachte, könnt ihr nicht woanders hingucken?
00:15:48: Dann hab ich auch zu meinem Mann gesagt, kann man wieder nach Hause gehen?
00:15:51: Da war es nicht körperlich, sondern da war das wirklich ... Ich hatte dann einen Bedürfnis, meine Tochter zu beschützen.
00:15:57: Ja krass!
00:15:57: Ist da keiner hinguckt?
00:15:59: Aber wenn du dich mit Frauen unterhältst und jeder etwas öffnet, hörst du so viel unterschiedliche Geschichten und halt auch Emotionen.
00:16:08: Das ist schon krass.
00:16:08: Ich glaube, was vielleicht früher anders war, ich weiß es nicht ... dass man das durch Gespräche viel mehr verarbeitet hat.
00:16:14: Aber dadurch, dass wir ... Du hast mich gefragt, ob ich mehrere Freunden hatte?
00:16:18: Bei mir war's so, dass ich doch ein Stückchen isoliert war und ich hatte keinen Gesprächspartner mit dem ich all diese Sachen besprechen konnte.
00:16:25: Und ich bin tatsächlich auch gar nicht der Mensch, der irgendwie nach außen geht.
00:16:28: Aber das dann alles mit sich auszumachen, ist halt auch nicht das Allerbeste.
00:16:33: Ja, tatsächlich ja!
00:16:36: Mittlerweile ... zu einer geworden, die sehr viel darüber spricht tatsächlich auch.
00:16:42: Ich weiß noch nach der ersten Geburt, als ich da so durchging, wusste ich genau, dass ich nicht darum herumkomme einfach zu reden.
00:16:49: Also ich weiß nicht, ob du schon mal diesen Begriff der Matreszenz oder der Muttertät gehört hast und alles was halt so drumherum passiert?
00:16:55: Das ist diese Muttertäd- oder Matrezenz ein bisschen neuere Mütterforschungsergebnisse primär aus den USA Und da wird beschrieben, was halt dieser emotionale Veränderungsprozess der ja auch durchaus durch hormonelle Veränderungen und zwar sehr schwankende hormonelle veränderungen.
00:17:12: Was mit dir passiert emotional?
00:17:14: Wie diese Hormone sich auswirken auf die Hirnstruktur – also es ist nachgewiesen dass die Gehirnstruktur von Schwangeren sich dahin gehen verändert das halt die Hirnenmasse in den Bereich des Gehirns wandert, der für Fürsorge verantwortlich ist.
00:17:27: Was ja voll logisch ist ne?
00:17:28: Ich meine wir gebären ein Kind und wir sollten daran interessiert sein dieses Lebewesen am Leben zu erhalten.
00:17:34: das heißt dieser Fürsorgetrieb wird halt gestärkt.
00:17:37: aber diese Veränderung der Hirnmasse und diese Flexibilität die da im Kopf dann passiert ist auch tatsächlich eine Gefahrenquelle dafür, dass du halt für psychische Störungen ... Auch wenn sie nur kurzfristig sind, anfälliger wirst.
00:17:51: Weil dein Gehirn nicht mehr so stabil ist, sondern sich die ganzen Zellen verändern.
00:17:56: und das eine ist halt das Extrem mit der postnatalen Depression aber dazwischen gibt's ja noch ganz vielen, ob es Angststörungen sind oder Unruhsstörungen oder einfach in Fragestellung wo du denkst oh mein Gott was ist eigentlich mit mir los?
00:18:07: Was ist mit meinen Gefühlen?
00:18:09: Und dieser Matressenzprozess, der dauert tatsächlich relativ lange, also intensiv ist er halt im ersten Jahr.
00:18:15: Insbesondere wenn du auch noch still bist weil du natürlich durch die Stillhormone auch wieder diese Einwirkung der Hormone auf deine Hirnstruktur verkraften musst.
00:18:24: und wenn man sich damit mal befasst... Also ich habe das tatsächlich erst retro Perspektiv mit meinem dritten Kind oder nach meinem drittem Kind gemacht weil ich in alten Tagebüchern gelesen hab und teilweise was ich da geschrieben hab, gedacht hab.
00:18:35: Hey das bin doch nicht ich!
00:18:36: Wie kann ich denn so gedacht haben?
00:18:38: Und dann bin ich auf diese Forschungsergebnisse gekommen und dachte mir, oh mein Gott jetzt versteh ich, was da alles mit mir passiert ist.
00:18:44: ne.
00:18:45: Ich weiß nicht ob du's auch kennst, du hast eben gesagt als du mit deiner Tochter unterwegs warst und die Leute reingeguckt haben, du hattest richtig so ein Beschützerinstinkt.
00:18:52: Ja... Diese krassen ja dieses Beschützern-Gefühl und diese Angst um das Leben deines Kindes, das ist ja auch etwas, was du also ich kannte halt vorher nicht Und das ist halt auch etwas, was man ja irgendwie verarbeiten muss.
00:19:04: Das ist auf jeden Fall mega spannend, wenn man sich damit beschäftigt.
00:19:07: Ja absolut!
00:19:07: Ich hab mir das mal aufgeschrieben und das werde ich mir mal in Ruhe durchlesen.
00:19:10: Finde ich auf alle Fälle logisch.
00:19:11: Wird es sich dann wieder zurückverändern oder bleibt das Gehirn dann in dieser Veränderung?
00:19:15: Bei dem einen Forschungsergebnis war die Forschung so weit, dass es bis zu sechs Jahre angehalten hat.
00:19:21: Sie haben allerdings danach ... Das war das aktuelle Forschungs- ergebnis.
00:19:24: D.h.,
00:19:25: die Frauen waren seit Schwangerschaft bis sechs Jahre nach der Geburt immer noch.
00:19:29: mit diesen veränderten Hirnstrukturen wurde es nachgewiesen und dadurch, dass ein recht frisches und neues Forschungsgebiet ist, denke ich mal wird da auch noch einiges zu Tage kommen.
00:19:38: Es ist primär hormonell getriggert.
00:19:41: Hormone wirken sicher auf unsere Neuronen und was weiß ich?
00:19:43: Und das verändert halt.
00:19:45: Und da hat er eine auch stärkere Schwankung, der andere hat weniger starke Schwankungen.
00:19:48: Das ist einfach total spannend.
00:19:50: Crazy?
00:19:51: Ja echt crazy!
00:19:52: dass es sowas überhaupt gibt.
00:19:54: Wie lange warst du in der Elternzeit?
00:19:56: Ich hab dann Teilzeit für ein Jahr gemacht, diese zwei halben Tage von zu Hause aus und bin nach dem ersten Jahr als meine Tochter in den Kindergarten gekommen ist.
00:20:07: In der Zeit des ersten Jahres habe ich mir eine Nanny besorgt, weil mein Arbeitgeber leider auch nicht so unterstützend war.
00:20:13: Ich hatte zweimal die Woche ne junge Frau, die sich um einen Kind gekümmert hat und hab dann praktisch meine Elternzeit beendet.
00:20:23: Das war für mich so der Schockmoment, ne?
00:20:25: Weil in diesem ersten Jahr mit den zwei halben Tagen, die ich von zu Hause gemacht habe ... Es hat mir Spaß gemacht!
00:20:29: Es war super!
00:20:30: Ich war zuhause bei meinem Kind.
00:20:32: Und als ich aber wieder ins Büro musste und hatte einen relativ langen Fahrweg und ich hatte leider sehr restriktive Homeoffice-Regelungen plötzlich... das war einfach hart weil ich dann halt viel und lange von meinem Kind getrennt war.
00:20:44: Und ich weiß immer noch, dieses Hetzen vom Münchner Flughafen zurück in die Stadt, es war immer Verkehr.
00:20:49: Ich wusste immer, wenn das jetzt regnet, da muss ich noch eine halbe Stunde früher los.
00:20:52: Dann hab' ich einen blöden Blick bekommen weil ich dann das Meeting verlassen musste.
00:20:55: Es war halt so das Typische was heutzutage immer noch berichtet wird dass die empathie für Eltern einfach nicht da ist.
00:21:02: Man gilt immer als der schwierige, die schierende Mitarbeiterin, die halt irgendwie nie da essen an Fürnzeichen
00:21:08: Du machst ja auch früher Schluss.
00:21:09: Ja, natürlich.
00:21:11: Dann lege ich die Beine hoch und entspanne mich.
00:21:13: Aber dass ich dann erst in den wichtigen Teil meines Tages reinkomme, weil ich mein Kind begleite ... Das ist bei ganz vielen leider noch nicht angekommen.
00:21:23: Ich hatte eine gute Beziehung zu meiner Chefin und sie hat mich weiter gefördert.
00:21:29: Trotzdem gab es einfach viele Punkte, die konnte sie nicht nachvollziehen und ich glaube auch Sie hatte Probleme damit sich dafür stark zu machen.
00:21:37: Beispielsweise das Homeoffice-Thema, weil es damals ... Damals im Jahr zwei Tausend Fünfzehn bei uns in der Branche nicht hoch angesehen war, in Homeoffices zu gehen.
00:21:46: Wir hatten viele operative Mitarbeitende, die sowieso kein HomeoffICE machen konnten.
00:21:50: Das heißt man hätte immer diesen Angriffspunkt geboten, warum darf die so viel Homeoffice machen und ich nicht.
00:21:57: Es war immer noch dieses wir wollen, dass unsere Mitarbeitenden vor Ort sind, damit sie kontrollieren können.
00:22:00: Das war echt noch gefühlt für mich der leitende Gedanke bei dem ganzen Thema.
00:22:05: Wenn du komische Blicke bekommen hast, waren das dann meist welche von Kinderlosen-Kollegen?
00:22:11: Ja also ... Ja, es waren eher so die Blicke von Kinderlosen.
00:22:15: Gleichzeitig hab ich doofe Blickel bekommen, weil ich immer die letzte war, die mein Kind abgeholt hat.
00:22:19: Auch wieder das Klassische was man hört heute.
00:22:21: Ich bin da teilweise hingehetzt und dann war's nach der Öffnungszeit.
00:22:24: Die waren eigentlich nett aber ... Da hast du trotzdem einen blöden Blick bekommen ne?
00:22:28: Ich
00:22:28: weiß noch als ich in der ersten Eltern- ... also nach der ersten Elternzeit ausgefüllt habe für den Betreuungsgutschein bei der Tagesmutter.
00:22:39: Dann musst du das ja beantragen und angeben, wie lange arbeitest du?
00:22:42: Wie lange bleibt das Kind da.
00:22:44: Ich hab mich unglaublich schlecht gefühlt.
00:22:46: Also ich war dann immer ... Ich bin dann morgens, weiß ich noch, halb sechs aufgestanden.
00:22:51: Und hab dann wirklich kalkuliert jede Minute, die ich zu spät das Haus verlasse, komme später im Büro an.
00:22:58: Das war bei uns richtig mit Stech-Uhr.
00:22:59: Komme ich also später wieder los, hole das Kind wieder später ab.
00:23:03: Es hat mich unfassbar gestresst.
00:23:04: Und dann dieses schlechte Gewissen, dass sich halt das Kind dann ... ... neun bis ... ... vierzehn Uhr in der Betreuung hatte.
00:23:13: Und hab mich unglaublich schlecht gefühlt beim Ausfüllen, aber es wäre auch nicht anders gegangen und ich hätt' das auch ehrlich gesagt nicht anders gewollt weil ich wollte ja auch arbeiten und es war einfach für mich so mein... Ich möchte meinen Verdienst haben!
00:23:25: Ich wollte mein eigenes Geld verdienen.
00:23:27: Ich weiß noch, dass hat meine Oma immer gesagt Marike sie zu, dass du finanziell unabhängig bist und deswegen war mir das auch so wichtig.
00:23:34: da war das erste Jahr älteren Zeit war völlig in Ordnung Aber danach war das für mich einfach, ich wollte auch.
00:23:40: Aber dieses schlechte Gefühl ...
00:23:41: Ja, aber ich glaub, das Problem was wir da haben ... Wir stecken alle in dem sogenannten Megatrend-Gender-Shift, also sprich die ganzen klassischen Geschlechterrollen und das, was wir früher als Frau, Mutter waren ja zwei die Norm.
00:23:54: Du bist Frau, wirst irgendwann zur Mutter, dann kümmerst du dich um deinen Kind!
00:23:58: Das ist ja auch teilweise, in Deutschland wird das ja noch passiert.
00:24:00: In Bayern beispielsweise hast du ganz andere gesellschaftliche Rahmenbedingungen als bei uns in Brandenburg oder Berlin und dass man sich dort findet und da seinen Standing für sich ausarbeitet, das ist einfach so eine Riesenherausforderung, weil man verunsichert ist von seinen eigenen Gefühlen und Gedanken.
00:24:17: Das kommt teilweise auch aus der Matressenz ... Hormone flitzen durch unser Gehirn.
00:24:22: Wir kennen uns teilweise selber nicht mehr und gleichzeitig haben wir diese externen Impulse, die einfach von bis uns alles mitgeben.
00:24:30: Wir sind eine Wissensgesellschaft.
00:24:31: Wir konsumieren unheimlich viel Wissen.
00:24:33: Wir consumieren unheimlich viel Meinungen und da seinen eigenen Weg zu finden und bei sich zu sein.
00:24:39: Das ist einfach krass!
00:24:40: Und ich weiß was du
00:24:41: meinst?
00:24:42: Ja, mittlerweile auch so unterschiedliche Wege gibt wie man es machen kann, wo's früher halt so war... Genau wie du es gesagt hast, Frau und dann Mutter.
00:24:50: Dann war man zu Hause und hat sich ums Kind gekümmert.
00:24:52: Und ist vielleicht, wenn das Kind irgendwann mal in der Schule war ... Keine Ahnung für zehn Stunden irgendwo hingegangen?
00:25:00: gibt's ja aber so viele andere Möglichkeiten.
00:25:02: Du kannst nach acht Wochen, wenn du das möchtest, kannst du direkt wieder arbeiten gehen?
00:25:06: Du kannst deinen Kind teilweise ... Wir sehen es auch bei LinkedIn.
00:25:10: Nehmen Sie da die Kinder vom Bauch geschnallt zu Konferenzen kann man gut finden oder nicht.
00:25:14: wie auch immer ich kann im Home Office arbeiten.
00:25:16: Ich kann ein Jahr zu Hause bleiben wobei ich den Eindruck habe was irgendwie immer noch komisch angeguckt wird dass sind Mütter die ihre Kinder drei Jahre zuhause haben und dann sagen sie gehen dann erst wieder arbeiten.
00:25:28: Aber es gibt halt so viele Möglichkeiten und ...
00:25:30: Ja, das ist ja auf der einen Seite schön.
00:25:33: Auf der anderen Seite, es ist keine verlässliche Norm mehr an der man sich orientieren kann.
00:25:38: Also du bist praktisch nicht mehr in einem Lebensweg, dem du ganz gerade die nicht folgen kannst, sondern du musst selber die Entscheidung treffen wie willst du's eigentlich machen?
00:25:47: Und das erfordert auch Haltung!
00:25:48: Ich würde heutzutage auch mit einer ganz anderen Haltung in so ein Büroalltag wieder reingehen, als ich es damals gemacht habe.
00:25:55: Ich hätte es mir nicht gefallen lassen, dass mir dieses Homeoffice nicht gewährt wurde, obwohl's vertraglich bei mir drin stand.
00:26:01: Ich war AT und hatte im Vertrag stehen.
00:26:03: Ich kann arbeiten wo und wann ich will aber die Haltung ist durchzusetzen.
00:26:09: Das würde ich heute komplett anders machen.
00:26:11: Wie alt warst du damals?
00:26:13: Ich war, warte mal, im Jahr zweitausendfünfzehn wurde ich vierunddreißig.
00:26:16: Also ja, ich wurde vierund dreißig und hab meine Tochter am Januar bekommen.
00:26:20: Wie hast du das mit deinem Partner damals angegangen?
00:26:23: Habt ihr vorab gesprochen, wie es laufen soll, sollte bestenfalls was ihr euch vorstellt oder seid ihr reingestürzt?
00:26:29: Auch
00:26:29: das gehört zu diesen Reflexionsgedanken die ich habe.
00:26:32: also für mich war ganz klar, ich bin die Mama Und ich habe mit ihm natürlich besprochen, dass ich gerne nach diesen acht Wochen beim ersten Kind wieder arbeiten gehen möchte.
00:26:46: Das ist auch bedeutet, wenn ich dann in Büro arbeite, dass er ein Großteil der Bring- und Hoheldienste übernimmt ... Aber wir haben uns im Vorfeld überhaupt nicht mit gravierenden Themen auseinandergesetzt.
00:26:59: Also so was wie gleichgestellte Elternschaft existiert in meinem Vokabular nicht.
00:27:03: Darüber hab ich gar nicht nachgedacht.
00:27:05: Es war für mich klar, ich bin Mama bei mir.
00:27:07: die Hauptverantwortung.
00:27:09: Was aber gut funktioniert hat, war dann, als ich nach einem Jahr wieder im Office war.
00:27:15: Wir hatten uns einen Plan gemacht, wie das zu funktionieren hat und es hat nicht funktioniert.
00:27:19: Mein Plan war, ich gehe ganz früh ins Büro und komme rechtzeitig wieder.
00:27:22: Ich mach praktisch die primäre Arbeit mitbringen und holen.
00:27:26: Das hat natürlich nicht funktioniert!
00:27:27: Dann haben wir uns überlegt, wie können wir das schaffen?
00:27:30: Dass ich auch mal zwei Tage so lang arbeiten kann, wie ich es brauche, damit ich nicht den Stift fallen lassen muss immer offen und ehrlich unterhalten über das, was ansteht.
00:27:42: Aber erst nachdem das Kind da war.
00:27:45: Wir sind da wirklich ein bisschen blauäugig reingegangen ins erste Kind.
00:27:49: Wobei ich aber auch sage ... Ich könnte mir vorstellen, dass es jetzt gang und gäbe ist oder so langsam kommt, dass man sich im Vorhinein darüber unterhält.
00:27:59: Ja, groh der Leute.
00:28:00: Der Paar macht das glaube ich auch nicht.
00:28:02: Also wir haben darüber auch nicht nachgedacht.
00:28:04: also natürlich wusste ich dass sich in Elternzeit gehe.
00:28:07: Ich habe damals auch nicht emotional an meinem Job gehangen.
00:28:10: Ich hatte damals einen sehr unangenehmen Chef angenehme Kolleginnen aber ein sehr unangeheben Chef und war deswegen auch ehrlich gesagt dankbar für dieses Jahr Pause.
00:28:22: Aber Ich glaube, es denkt sehr wenige darüber nach.
00:28:26: Es war damals eine ganz bewusste Entscheidung, dass ich aus der ersten Elternzeit zurückgehe in den Job und nicht kündige, weil das auch die Zeit war, wo schon Eltern digital kompakt gegründet hat, also sein Unternehmen.
00:28:39: Und da war klar ... Das ist ne reine Vernunftsentscheidung!
00:28:46: wir auch kontinuierlich gehalten haben, dass wir abgesichert sind.
00:28:50: Und mein Mann sich dann im Prinzip in Ruhe auf sein Unternehmen konzentrieren kann und ich mich oft das Kind.
00:28:55: Ich merke es ist jetzt die Schwierigkeit ... Jetzt hat er sich das so eingegroovt, dass ich eher den Großteil übernehme.
00:29:02: Und jetzt muss ich zugeben, ist die Schwichtigkeit, diesen Shift hinzubekommen, dass sie sich's einigermaßen angleichen?
00:29:09: Und das ist wahnsinnig viel Reibungspotenzial, kann ich sagen.
00:29:12: Ich glaube, dass erfahren viele diese Konflikte in der Elternschaft, die dadurch entstehen, dass wir Mütter auch Ansprüche haben uns beruflich zu verwirklichen.
00:29:22: und damit meine ich gar nicht, dass es egoistisches oder so was sondern Frauen, die das für ihre Identität brauchen in ihrer Persönlichkeit halt diese Komponenten haben, dass sie gerne berufstätig sind bedienen als die Mutterschaft.
00:29:37: Die brauchen es, um ausgeglichen zu sein und eine gewisse Zufriedenheit in ihrem Leben zu finden.
00:29:42: Aber das bedeutet gleichzeitig, dass die Männer auch eine Veränderung akzeptieren müssen, ob sie wollen oder nicht.
00:29:48: Wenn die Frau sagt ich möchte aber genauso viel arbeiten wie du dann bedeutet für den Mann automatisch okay entweder müssen wir das komplett auslagern oder ich muss mich halt mehr einbringen.
00:29:56: Und dann geht es im Kern immer um das Thema Wieviel Zeit gebe Ich von meiner Berufstätigkeit frei, um sie der Familie widmen zu können.
00:30:04: Und da haben natürlich die Männer auch noch ihre Baustellen und da hat die Gesellschaft die Baustelle, die sie aufmacht für die Männer, dass das natürlich auch nicht die Norm ist, dass sich Männer rausnehmen, dass Männer Teilzeitarbeiten gehen für die Familie.
00:30:17: Und da sehe ich auch in meinem Freundes- und Umfeldkreis mit Fätern, mit denen ich rede, dass sie damit zu kämpfen haben.
00:30:22: Wir Frauen drängen wieder rein.
00:30:24: Wir sagen wir wollen mehr Ausgleichen der Berufstätigkeit.
00:30:26: Wir wollen die finanzielle Unabhängigkeit.
00:30:29: Die Männer sagen oh mein Gott, ich muss jetzt ... Ich will auch!
00:30:32: Aber wenn ich das tue, bin ich immer noch derjenige, der aus der Norm ausbricht in der Arbeitswelt.
00:30:37: Das ist für die nicht einfach ein ständiger Konflikt, der auf Triggerpoints bei den Individuen geht.
00:30:43: Sowohl bei uns Müttern als auch bei den Fädern.
00:30:46: Das ist ein Brutherd für Konflikte.
00:30:48: Ja,
00:30:50: aber das glaube ich auch wir sehen ja immer oder wir Frauen sehen ja unsere Seite Aber das stimmt schon.
00:30:54: wenn dann einer sagt okay Ich möchte jetzt gerne nur dreißig Stunden gehen Wenn der Chef das nicht versteht und sagt ja du dann wird es aber nichts mit der Beförderung Oder aber dann blöde Sprüche von den Kollegen kommen na wirst Du jetzt hier zum heimchen am Herd oder so?
00:31:08: also ich glaube auch mit solchen Dingen Müssen sich Männer auch massiv auseinandersetzen?
00:31:14: Ich hab das bei einem mir sehr engen Vater erlebt, der als Erster in seinem Freundeskreis Vater geworden ist.
00:31:20: Dann saßen wir zusammen um die Weihnachtszeit und haben alle immer so zusammengekommen halt.
00:31:25: Und dann habe ich nur mitbekommen, wie er von seinen Kumpels gefobbt wurde.
00:31:28: Also komm jetzt, lass doch noch mal um die Häuser ziehen.
00:31:31: oder dachte du, mit deinem Familienleben ... Die meinten zwar ... In Anführungszeichen, kumpeltechnisch lustig.
00:31:38: Aber ich hab gesehen wie der gelitten hat und das tat mir so leid damals weil ich dachte lass ihn doch einfach in Ruhe.
00:31:42: ihr könnt es vielleicht nicht nachvollziehen aber jetzt setzt den doch noch nicht unter Druck Der hat genug Konflikte.
00:31:47: dir der irgendwie gerade verkraften muss der braucht jetzt nicht noch euch die ihm so kommen jetzt sei mal ein Kerl und ne seien nicht so weich.
00:31:54: also nach dem Motto und dass tat mich so leit Passiert natürlich auch in der Arbeitswelt vielleicht nicht im gleichen Vokabular, aber mit diesem ... Wenn Sie bei uns Elternzeit nehmen länger als die zwei Monate, dann brauchen sie gar nicht mehr gucken.
00:32:08: Und das passiert immer noch?
00:32:10: Ja, absolut!
00:32:11: Das war bei mir damals auch im alten Unternehmen.
00:32:13: da ist ein Kollege in Elternzeit gegangen und da kam von unserem damaligen Chef immer Sprüche, ja, wo hat er denn eine Frau?
00:32:23: Wozu hat deine Frau?
00:32:24: Was ist das für eine selten dämliche Aussage?
00:32:28: oder wenn sich der andere Kollege auf Kind krank gemeldet hat, kann da nicht Frau einspringen?
00:32:34: Ja.
00:32:35: Es ist einfach ein Umbruch und wir haben leider ... Ich kenne auch Männer dieser typische böse alte weiße Mann wie man ihn ja gern betitelt.
00:32:43: Ich kende solche Menschen.
00:32:44: Ich hab einen Vater, den ich sehr schätze, aber auch seine Denkmuster hat.
00:32:49: Die können teilweise auch nicht anders, weil die so geprägt sind.
00:32:51: Und diese Prägung bei denen aufzubrechen, das ist A- eigentlich ja nicht unsere Aufgabe, aber wenn wir von denen so ein Stück weit abhängig sind, dann müssen wir schon irgendwie das als unserer Aufgabe sehen und zumindest für uns eine gewisse Haltung entwickeln.
00:33:02: Und ich behaupte ... Ich behauptte, dass die Haltung macht es halt auch aus.
00:33:08: So wie ich mich positioniere und wie ich auch kommuniziere, wenn ich jetzt sage hey, pass auf!
00:33:13: Ich möchte sieben Monate Elternzeit nehmen.
00:33:15: Das ist mir wichtig, das möchte ich erleben.
00:33:17: Mein Anspruch an mein Leben ist was anderes als wenn ich hingehe und sage, ich würde wirklich gerne ... Ich weiß es vielleicht schwierig aber mit diesem bittstellerischen Hingehen.
00:33:28: Und ich glaube diese Haltung, dass ist etwas, was alle Väter unbedingt entwickeln müssen, sich selber klarmachen, was will ich eigentlich?
00:33:34: Wenn ich das will, muss ich das selbstbewusst kommunizieren dann bin ich auch nicht so angreifbar.
00:33:39: Aber natürlich ist mir auch bewusst, dass es auch nicht jeder kann.
00:33:42: Und ja ich weiß auch das es da noch immer auch Dinge gibt die dann passieren, die einfach Eltern sich nicht leisten können wenn der Mann dann wirklich bedroht ist sein Job zu verlieren oder was auch immer.
00:33:53: Dann ist es schön mit der Haltung aber dann ist es halt auch nicht realistisch.
00:33:56: Glaubst du?
00:33:58: Dass Frauen da eher in der Lage sind schneller die Dinge zu hinterfragen oder auch durchzusetzen weil ganz steile These, weil Männer sich schwer tun mit Gefühlen und Emotionen umzugehen zu äußern und das nach draußen zu transportieren.
00:34:17: Ich glaube, ja.
00:34:19: Ich glaube dieses Reflektionsvermögen ist eher etwas, was uns innen liegt, wo auch immer das herkommt.
00:34:25: Ich vergleiche es mal ganz gerne früher mit meinen Freunden als wir alle noch Single waren und sind nämlich die Häuser gezogen hat einen Typen kennengelernt dann hat er sich nicht gemeldet haben wir telefoniert und haben stundenlang analysiert warum der sich nicht meldet Ja?
00:34:39: Und der Typ irgendwie.
00:34:40: drei Tage später war alles gut und der hatte einfach was zu tun.
00:34:43: also damals war schon klar und ich hatte natürlich Freunde also Männer Die denken ganz anders oder die denken gar nicht so weit wie wir.
00:34:50: Wir denken halt vieles in unendlichen Dimensionen und ich glaube natürlich, dass das auch dazu führt, dass wir mit den Themen, die wir jetzt eben benannt haben mit dieser Veränderung durch die Mutterschaft und was es auch gesellschaftlich bedeutet, dass wird dadurch viel offener sind, das überhaupt zu hinterfragen uns selber auch zu hinter fragen nicht so bereit, weil ich ihn früher auch immer gesagt wurde.
00:35:16: Ja hier Gefühle und Emotionen und Äußern ist eigentlich nicht so männlich, lass es mal lieber sein.
00:35:21: Ich denke da ist doch noch ein Unterschied würde ich sagen ja.
00:35:24: Findest du das dein Mann und dir die Balance geklückt ist zwischen Elternschaft und Beruf?
00:35:30: Alltag!
00:35:31: Ich glaube wir haben einen guten Weg gefunden Darüber zu streiten, ja natürlich streiten wir auch mal.
00:35:39: Aber wir haben einen guten Weg gefunden miteinander zu kommunizieren.
00:35:43: Ich muss ganz klar sagen ich bereue gewisse Entscheidungen die ich getroffen habe weil ich war.
00:35:48: tatsächlich mit meinem zweiten Kind bin ich dann ausgestiegen aber auch ein Jahr Elternzeit gemacht und bin dann auch bei meiner Firma ausgestigen hab eine gute Abfindung bekommen und wollte unbedingt noch ein Studium machen und ich habe Dann kam Corona noch dazu sich habe.
00:35:59: relativ lange war ich dann raus aus der Berufswelt Und hab das auch immer mit meinem Mann so abgestimmt.
00:36:06: Der hat dann für sich seine Karriere weiter gebaut, es war vollkommen in Ordnung.
00:36:11: Aber ich glaube, gewisse Entscheidungen würde ich heute anders treffen und sicherlich würde das bedeuten, dass wir uns zu gewissen Zeiten noch stärker hätten reiben müssen.
00:36:21: Das Gute ist, wir reiben uns jetzt.
00:36:23: Was mir besser gelingt, ist wirklich auch für mich zu erkennen, welche Überzeugungen gehören zu mir?
00:36:29: Bin ich der Typ ... knallhart fifty-fifty fordert.
00:36:32: Und was heißt das eigentlich für mich?
00:36:35: Ich glaube, uns gelingt es einfach diese Anpassungsfähigkeit zu leben.
00:36:38: Wir passen uns an Situationen und die Entwicklung unserer Kinder an, unsere eigenen beruflichen Rahmenbedingungen
00:36:45: etc.,
00:36:46: ich glaub, das gelingt uns gut.
00:36:48: Bei Weitem sind wir nicht immer im Balance.
00:36:50: Das ist auch eine Utopie.
00:36:52: Da musst du kontinuierlich daran arbeiten.
00:36:55: Und miteinander reden!
00:36:56: Ja, das
00:36:56: ist das Wichtigste.
00:36:58: Das hab' ich auch gelernt dank... meines Mannes, dass ich rede.
00:37:04: Eine meiner engsten Freundinnen meinte mal zu mir Marike nur sprechen den Menschen kann geholfen werden.
00:37:09: und tatsächlich also das gibt bei uns auch ständig immer wieder Reibungen und manchmal fällt es dann schwer die andere Positionen zu verstehen oder auch entgegenzukommen und dann dauert's ein bisschen und dann rutscht das und sagt das und dann findet man doch irgendwie einen Mittelweg.
00:37:25: Ich finde immer sowas ist eigentlich immer ein ganz gutes Zeichen für eine gute Perspektive, was die Familie und Beziehungen angeht.
00:37:32: Was man sich miteinander reibt?
00:37:34: Und es trotzdem schafft, diese Reibung in eine gute Richtung zu lenken?
00:37:39: Ja, absolut!
00:37:40: Im besten Fall wächst man damit miteinander.
00:37:43: Wenn man eine stabile Partnerschaft hat, die beide auch noch wollen ... Gründe, da sollte man sich lieber trennen.
00:37:49: Aber wenn beide das eigentlich wollen und es geht nur um die Konflikte, die durch Vereinbarkeitsproblematiken entstehen, muss man sich reiben oder austragen.
00:37:57: Da muss man das benennen auch wenn's manchmal weh tut aber ist einfach wichtig weil was ich gemerkt hab, wenn ich nicht rede so wie du auch sagst nur redende Menschen können geholfen werden dann fresse ich das in mich rein und baut sich das auf und passiert irgendwas und dann explodiere ich.
00:38:11: Ist auch nicht
00:38:11: das Allerwestern.
00:38:12: Genau, dann weiß
00:38:14: keiner warum und ich fühle mich danach schlecht.
00:38:18: Was für mich dazu gehört ist beispielsweise ... Ich bin selbstständig, wesentlich flexibler als mein Mann.
00:38:23: Ich mache wesentlich mehr mit den Kindern also was die Betreuungsaufgaben angeht.
00:38:29: Ich habe lange Zeit vielmehr im Haushalt gemacht Und irgendwann, je mehr ich mich mit dem Thema auseinander gesetzt hab, dachte ich nicht der Depf für alle.
00:38:37: Ich mach und tue immer alles im Stillen oder rät nicht drüber und beschwärmig auch nicht.
00:38:43: Mir wurde immer eingetrichterd.
00:38:44: Beschwerlich bloß nicht, sei fleißig.
00:38:47: Dann dachte ich immer, ich bin noch nicht der Deb.
00:38:50: Es schätzt keiner, weil es keiner sieht was ich hier mache.
00:38:53: Dann habe ich angefangen darüber zu reden.
00:38:55: Hab das benannt, dass mich das verletzt, dass es keiner schätzt, was ich alles tu.
00:39:00: angefangen darüber zu kommunizieren, wenn ich etwas für die allgemeine Haushaltsführung gemacht habe.
00:39:07: Und das hat uns beiden geholfen auch meinem Mann zu erkennen okay offensichtlich ist das so eine Belastung für mich also emotional dass wir da was ändern müssen und ich hab ganz klar gesagt Ich brauche Hilfe!
00:39:16: Ich kann das nicht mehr alles alleine machen weil es dann beruflich mit mir intensiver wurde also mehr Zeit nötig war Und da haben wir einen guten Weg gefunden.
00:39:25: Wie man immer so schön sagt, ich mein Mann muss nicht mehr sagen was er machen soll sondern er erkennt von alleine was gemacht werden muss und das finde ich eine unheimliche Beziehungskwandensprung der echt cool ist.
00:39:37: Wo du dann nicht sagst, mein Mann hilft mir im Haushalt?
00:39:39: Genau!
00:39:40: Genau.
00:39:41: Er macht halt einfach ...
00:39:42: Wir leben beide hier und wir kümmern uns beide um unseren Haushalt, ne?
00:39:45: Und ja das ist glaube ich auch ganz wichtig diese unsichtbaren Tätigkeiten die viele Mütter machen, die keiner sieht und keiner wertschätzt Das führt ganz oft wirklich zu hoher emotionaler Belastung weil man sich dann einfach nicht wertvoll fühlt.
00:39:57: Du kriegst keine positive Rückmeldungen.
00:39:59: Stichwort Mental Load.
00:40:00: Ja was man sieht mental load.
00:40:03: Glaubst du die vorangegangenen Generation hatten das ähnlich?
00:40:06: Hatten die ein ähnliches Thema?
00:40:07: Ich glaube,
00:40:08: es war dadurch das vorangegangen Generation.
00:40:12: Da müsste man weit zurückgehen früher als die Industrialisierung kamen, was ja auch so ... Die Frauen haben Kinder bekommen und wenn du nicht gerade mega privilegiert warst und eine Haushälterin hat es oder eine Kinderfrau dann sind die Frauen arbeiten gegangen.
00:40:22: Die Kinder waren halt ... Ja, wieder waren sie alleine oder irgendjemand anders hat sich gekümmert.
00:40:27: Das Thema Mental-Load entsteht weil also A ... Wir Eltern heutzutage eine viel aufgeklärtere und informiertere Ansicht auf Elternschaft haben.
00:40:39: Wir können uns verhüten, wir müssen keine Kinder bekommen.
00:40:42: Wenn wir Kinder bekommen ist es meistens ne freie Entscheidung Und ein Herr mit dieser freien Entscheidung geht dass der Druck und das Bedürfnis, dass man seinen Kindern natürlich dann auch ein schönes Leben bietet.
00:40:53: Das heißt wir haben einen viel höheren Druck was es bedeutet Kinder heutzuttage aufzuziehen.
00:40:59: Wir haben ein viel stärkeres Wissen, was passiert mit Erziehungsmaßnahmen?
00:41:04: Ob es jetzt das Thema Kinder schlagen und sich was früher noch gang und gäbe war also wir wissen viel mehr über Kinder groß ziehen und gleichzeitig bekommen wir weniger Kinder und meistens wachsen unsere Kinder ein bisschen isoliert auf.
00:41:16: Also früher wie es so war hast du irgendwie einen Dorf gehabt und Kinder sind halt rausgegangen haben gespielt miteinander.
00:41:21: die Eltern mussten gar nicht soviel sich einbringen die waren kein Spielpartner Ja, Erziehungspersonen.
00:41:26: Aber die Kinder sind rausgegangen und hatten sich miteinander.
00:41:29: Also wir sind heutzutage viel dichter bei den Kindern.
00:41:32: Wir sind mehr Spielpartner, erziehungsberechtigter, emotionaler Auffang-Mensch.
00:41:40: Wir haben eine andere Rolle für unsere Kinder als noch vor mehreren Generationen.
00:41:43: mit dieser veränderten Rolle in dieser ... Eltern-Kindbeziehung kommen halt viel mehr Ansprüche und viel mehr Gedanken.
00:41:49: Und dann ist das Thema, okay mein Kind muss ein Hobby machen und mein Kind irgendwie sozial hier vernetzt sein.
00:41:54: und außerdem gibt es die WhatsAppgruppe im Kindergarten und da gibt's auch noch die WhatsApp Gruppe aus der Schule.
00:41:59: und dann hat die WhatsApp-Gruppe im Sportverein schon wieder gesagt wir macht den nächsten Kuchen.
00:42:02: also dieses ganze Thema Der Einflüsse, der Wissenseinflüsse führt glaube ich dazu dass wir diese gedankliche Organisationsarbeit auf so einem hohen Level betreiben müssen, dass es einfach zu viel wird.
00:42:16: Alleine das Thema Lunchboxen.
00:42:18: Früher ist das Kind in die Schule gegangen und kam nach Hause, hat's vielleicht noch eine Pausenstulle mitbekommen.
00:42:23: Aber was muss ich heute alles denken?
00:42:25: Wenn mein Kind den ganzen Tag in der Schule ist, dann hat sie an dem einen Tag Sport, braucht sie genug zu essen.
00:42:31: Dann muss abends die Brotbox wieder rausgeholt werden.
00:42:33: Da muss ich sie sauber machen, gucken ob ich die richtige Snacks da habe ... Was essen wir bloß die Woche über?
00:42:38: Also man muss ja viel mehr ... Ja, gedanklich leisten heutzutage.
00:42:44: Wobei wir doch aber früher auch Essen in der Schule hatten ... Aber ich glaube, ich hab einfach nur eine ganz normale Brot-Cup mit Leberwurst oder mit Käse da gab's dann nicht ... Da hab' ich jetzt vielleicht noch einen Apfel mitgenommen, aber so wie das jetzt ist, mit Gurkenstückchen und noch ein bisschen Glauben und ach, vielleicht noch irgendwo noch ein kleines süßen Snack?
00:43:06: Ja, also da kommen natürlich auch dann wieder die externen Einflüsse.
00:43:08: Also ich sehe das selbst reflektiert mit unserer Brotbox.
00:43:12: Ich habe eine schöne Brot box zur Einschulung gekauft.
00:43:14: Die ist dann unterteilt in sechs kleine Kammern und dann ist es natürlich in diesen Werbebildchen, die man sieht wenn man das Ding online bestellt, was du da alles Schönes reinpacken kannst.
00:43:22: Und das Kind hat natürlich auch einen Anspruch, dass dann alles irgendwie schön aussieht.
00:43:25: und den Anspruch habe ich natürlich selber auch – was totaler Blödsinn ist!
00:43:29: Es würde auch reichen wenn ich eine ganz normale Tuberbox nehme so wie du auch gerade sagtest und dann Brot rein packe und vielleicht ein Apfel mit in die Schultasche gebe.
00:43:35: Aber das ist halt so dieses Anspruchsdenken, was uns teilweise natürlich auch extern durch soziale Medien etc.
00:43:41: pp vermittelt wird Das müssen wir entweder ablegen und unser Ding machen oder wir müssen's halt gedanklich verarbeiten.
00:43:47: Und ja, die meisten wählen die zweite Variante, inklusive myself.
00:43:53: Was antwortest du denn Leuten, die sagen ... Früher haben wir das doch auch alles alleine hinbekommen?
00:43:59: Ich
00:43:59: krieg das tatsächlich gar nicht so oft.
00:44:00: Ich bin aufgewachsen in Niedersachsen.
00:44:03: Meine Mutter war damals Lehrerin.
00:44:05: Die hat Teilzeit gearbeitet.
00:44:08: Meine Mutter hat sich nie beschwert.
00:44:09: Meine mutter beschwert sich heute nicht.
00:44:12: Meine Mutter ist auch Jahrgang einundvierzig.
00:44:14: Das ist sowieso so eine Generation, die sich nicht beschweren darf und in meinem Freundeskreis war meine Mutter fast die einzige, die gearbeitet hat.
00:44:21: also gerade alte neue Bundesländer das ist ja auch noch mal einen Unterschied.
00:44:25: Also grade Niedersachsen Bayern NRW Baden-Württemberg hast du auch heute noch andere Umstände als du es in Brandenburg Berlin etc.
00:44:33: hast.
00:44:34: Und ich habe selten dass mir jemand sagt wir haben das früher alles hinbekommen.
00:44:37: tatsächlich
00:44:39: Ich hör das schon.
00:44:40: Und was antwortest du?
00:44:41: Nicht aus dem familiären Kreis, sondern aus den bekannten Kreisen.
00:44:44: Ganz ehrlich, was antworte ich?
00:44:46: Tatsächlich bin ich da jedes Mal so ein bisschen schachmat gesetzt.
00:44:49: Ich denk mir dann immer so viel und kriegst nicht irgendwie zusammengerafft auf einen Punkt.
00:44:53: Ich denke mir ganz einfach, dass heute andere Wünsche und Vorstellungen sind, dass gearbeitet werden möchte.
00:44:59: die Frauen möchten arbeiten.
00:45:01: Die Frauen möchten sich selbst trotzdem verwirklichen.
00:45:03: sie möchten auch etwas für sich tun.
00:45:08: halt auch sich darüber hinaus nicht vergessen, auch sportlich zu betätigen und auch sich selber beruflich zu verwirklichen.
00:45:16: Aber tatsächlich fehlt mir!
00:45:16: Ich habe jetzt gehofft, dass du mir eine Antwort zählst.
00:45:19: Leider nein, vielleicht müssen wir uns dann nochmal gemeinsam auf die Reise begeben.
00:45:22: also was ich tatsächlich ab und an höre ist naja ihr müsst ja auch alle.
00:45:26: dann wenn man natürlich so viel arbeitet da muss man sich nicht beschweren so nach dem Motto das hör' ich schon ab und zu Und dann sage ich halt, ja gut aber es ist eine andere Zeit.
00:45:35: Ich bin ganz anders Mutter geworden als das vielleicht damals war wo man direkt nach der Hochzeit schwanger geworden ist.
00:45:40: also ich rede jetzt von meinen Eltern.
00:45:42: die sind beide Jahrgang einem vierzig.
00:45:43: ich weiß heutzutage ich bin auch nicht mehr die jüngste es gibt schon andere modelle aber bei denen war das halt damals noch so.
00:45:49: und da antworte ich halt auch Ja das war ein Teil meiner Identität dass ich gerne arbeite und ich brauche das damit ich auch ne gute mutter sein kann weil Ich hatte ja eine Zeit, wo ich zwar studiert hab.
00:45:59: Ich hab noch ein MBA gemacht in der Elternzeit aber wo ich beruflich überhaupt keinen Erfolg bekommen, also spüren konnte und das hat dazu geführt, dass ich unglücklich war obwohl ich total hätte glücklich sein müssen.
00:46:10: Ich habe gesunde Kinder, tolle Kinder, liebe meine Kinder, super Partnerschaft ... Aber ich war trotzdem nicht glücklich und da hab ich gemerkt, ich brauch es einfach damit auch eine ausgeglichene Persönlichkeit sein kann.
00:46:21: Außerdem, die Lebenshaltungskosten heutzutage sind einfach Wahnsinn!
00:46:27: Das war früher auch nicht so extrem.
00:46:29: Die Leute, die mir das spiegeln, kommen aus einem Kreis, der privilegiert ist.
00:46:32: Das sind alles Leute ... Der Mann hat Karriere gemacht und die Frau konnte sich leisten zu Hause zu bleiben.
00:46:39: Das hast du heutzutage kaum mehr.
00:46:42: Es sind einfach andere Zeiten?
00:46:44: Absolut!
00:46:45: Lass uns mal über deine App sprechen wie Aliceapp.
00:46:50: Ich wollte sie mir schon runterladen.
00:46:53: Ab wann kann ich das?
00:46:54: Also tatsächlich hatten wir ein Launchtag für August und haben aber jetzt festgestellt gemeinsam mit unserem Programmierer, dass noch relativ viele Bugs drin sind die einfach das Erlebnis beeinträchtigen was wir nicht wollen wenn wir an Markt gehen.
00:47:08: Wir haben jetzt die Testphase gestartet, wir haben eine Gruppe von circa zwanzig Personen die jetzt gerade die App in der Beta-Version oder in der Testversion nutzen können Und uns halt auch diese kleinen Fehler, diese kleinen Bugs, die ich eben genannt hab, spiegeln.
00:47:23: Die wir jetzt beheben müssen.
00:47:25: und dann freu' ich mich total, dass wir es geschafft haben weil meine Partnerin Saskia und ich und mittlerweile haben wir noch eine Dritte, die jetzt an Bord kommt.
00:47:32: Du Issa?
00:47:33: Weil wir da so viel Herzloot reingesteckt haben und soviel Gedankengut und so viel Liebe, das wir einfach nicht erwarten können, damit wir das Ding in der Welt geben können.
00:47:44: Das ist schon ein Endpunkt auf den wir zu steuern, auf dem wir uns alle freuen.
00:47:49: Bevor wir ein bisschen mehr über die App erzählen, kurze Frage.
00:47:51: Das war es um mein Gedanke – wie kommt ihr auf B Alice?
00:47:54: Lustigerweise!
00:47:55: Wir haben letztes Jahr im Sommer so ein paar Validierungstests gemacht.
00:47:59: also da wussten mir noch gar nicht dass es eine App wird, wir wussten es soll eine digitale Lösung werden für Mütter, die das Mutter sein unterstützt und haben tatsächlich ein bisschen gebrainstormt okay wie musst du ein Geschäftsmodell aussehen?
00:48:10: ein paar Namen und so überlegt, wie können wir reiserische Headlines machen?
00:48:14: Und dann kam irgendwie eine Freundin darauf.
00:48:17: Ja vielleicht müssen wir irgendwie save Alice in the Wonderland!
00:48:20: Also dann ging sie mit ihm Alice im Wonderland weil Alice im Wunderland ja auch in eine Welt eintaucht die total verrückt ist und in der sich erst gar nicht zurecht findet.
00:48:28: Dann kam er so ein bisschen, oh ja Alice, Alice im wonderland hat hier eigentlich die gleichen Probleme als heutzutage Mütter, die dann in die Mutterschaft und in die Vereinbarkeit reinstürzen Und haben dann gesagt, hey und Alice ist ein einprägsamer Name.
00:48:40: Und dieses B-Alice war so okay.
00:48:43: wir wollen diese App so bauen dass Alice eigentlich eine von uns ist also eine Mutter des XXI Jahrhunderts die auch mit der Kundin durch die App geht und selbst betroffen ist und sehr viele Beispiele liefert.
00:48:55: So wurde dann B-Allice raus.
00:48:57: das orientiert sich ein bisschen an der Alice im Wunderland.
00:49:00: Das ist einfach eine schöne Geschichte, das gefällt mir.
00:49:03: Erzähl mal aus welchem Im Puls heraus ist die Idee entstanden.
00:49:08: Eigentlich ist die Ideen entstanden, ich hatte vorhin schon mal angesprochen, dass ich erst im Nachhinein sehr stark über meine eigene Mutterschaft reflektiert habe, weil ich an einen Punkt ankam, wo ich dachte, wie bin ich hier gelandet?
00:49:19: Ich war früher Karrierefrau und jetzt sitze ich mit meinen drei Kindern in Corona und mit dem halbfertigen Haus und kriege nur negativ Rückmeldung.
00:49:28: Die Kinder waren alle nach schwierigerem Phase Und war damals schon im Studium, ich habe ein MBA in Entrepreneurship und Innovationsmanagement gemacht.
00:49:40: Ich wusste, ich will mich irgendwann selbstständig machen.
00:49:42: Da kam mir der Gedanke, warum erwartet man heutzutage, dass wir Mütter alleine durch diese Phase durchgehen?
00:49:49: Ich will irgendwie Hilfe!
00:49:51: Ich will, dass mir jemand sagt wie ich hier gelandet bin oder wie ich wieder rauskomme... Und dann habe ich angefangen, eine Idee zu erarbeiten.
00:49:59: Da ging es erst mal um KI-gestütztes Karrierecoaching für Mütter.
00:50:04: Ich hatte sehr stark in die Richtung.
00:50:05: Warum machen Müttern keine Karrieren recherchiert?
00:50:08: Und bin da auf viele Dinge gestoßen, die nicht nur für Karrieremüttern Anführungszeichen gelten, sondern generell für Mützen und hatte diese Masterarbeit geschrieben, ein KI-basiertes Karriercoaching Und bin damit losgegangen und habe gesagt, okay ich will aber nicht alleine gründen.
00:50:26: Ich brauche jemanden an meiner Seite weil ich tatsächlich schon mal gegründet habe.
00:50:30: Zwei Tausend Zehn.
00:50:32: Da hatte ich eine Auszeit zwei Jahre von meiner Konzerntätigkeit und hab alleine gegrünt und bin leider total gescheitert weil es einfach zu viel war.
00:50:39: Dann bin ich raus gegangen und habe meine Partnerin Saskia kennengelernt bei den Montpreneurs in so einem Kurs.
00:50:46: Wir haben sofort gefunzt und ich war total begeistert von ihr, weil Saskia eine sehr starke Persönlichkeit ist, eine sehr reflektierte Person, sie selber auch Coach ist ... Weil das fehlte mir!
00:50:57: Ich bin keine ausgebildete Coach und sie war es.
00:50:59: Dann haben wir uns einfach gesucht gefunden und angefangen diese Idee, die ich hatte, gemeinsam mit dem Produkt zu entwickeln.
00:51:07: Das war eine schöne spannende Zeit oder immer noch.
00:51:10: Ich stelle mir das gerade auch so vor, dass die Freundin in der Hosentasche ist.
00:51:15: Wenn ich dann einfach mal Rat brauche, was ich da schreiben kann ... Wie sind die App aufgebaut?
00:51:20: Was wird mich erwarten?
00:51:22: Die App ist in drei Bereiche aufgebaut und es geht im Kern um Persönlichkeitsentwicklung also wirklich Formate, die komplett angeleitet und digitalisiert sind wo es um Reflexionsübungen geht, wo es darum geht, die eigene Identität wieder neu zu entdecken wo es darum geht, toxische Handlungsmuster oder Belastungsfaktoren aufzudecken.
00:51:44: Glaubenssätze so wie du ja auch ein bisschen in deinem Podcast öfter machst.
00:51:47: Es geht wirklich um dieses Reflektionsvermögen in der Mutterrolle im XXI.
00:51:52: Jahrhundert.
00:51:53: und das ist halt der zentrale Teil, der Grow-Part.
00:51:55: also wir haben einen Check-in Part, ein Grow-Part und ein Beepart Und im Check-In Bereich geht es um Selbstfürsorge und Achtsamkeit.
00:52:03: da gehen wir sehr stark auf das Thema Emotionen verarbeiten ein weil wir festgestellt haben, dass wir Mütter im Alltag unheimlich vielen sehr negativen Emotionen ausgesetzt sind.
00:52:16: Es sind ganz viele Frustmomente und Verletzungen, die passieren auch durch Kinder, die sie gar nicht meinen, aber einfach da sind.
00:52:24: Und diese Emotion zu verarbeiten wird in diesem Selbstfürsorgepart ... Wir haben einen Belastungstracker, wo wir gucken können, was sind die Faktoren, die mich belasten?
00:52:33: Sind meine Bedürfnisse erfüllt.
00:52:35: Bekomme ich genug Schlaf oder Wertschätzung?
00:52:38: Guck ich positiv in die Zukunft, habe ich Angst?
00:52:41: und dann haben bald Achtsamkeitsübungen drin, Meditationsübung drinnen ... Wo es darum geht, kümmere dich um dich selber, kümme dich um deine Bedürfenisse.
00:52:49: Und im Dritten Teil dem Bepart geht's um ... Perspektiven erweitern.
00:52:54: Wir haben Artikel, also kuratierte Expertenartikel drin, wir haben Role Model Interviews wo wir einfach diesen Veränderungsprozess den wir im Kern der App gestalten wollen durch neue Perspektive und neue Informationen unterstützen wollen.
00:53:09: da gibt es dann beispielsweise auch die Information über diese Matressenz oder die Muttertät.
00:53:13: das kennen die meisten Frauen nicht.
00:53:14: uns ist eine so wichtige information Die man haben sollte als mutter genau.
00:53:19: uns geht einfach um diesen Entwicklungsprozess des mutterwerdens dass dieser begleitet und unterstützt wird, anonym, kostengünstig und einfach gestaltet werden kann.
00:53:29: Stecken dahinter Psychologen oder Psychologinnen?
00:53:32: Oder mit wem arbeitet ihr da zusammen?
00:53:34: Tatsächlich sind wir nur zu dritt und die ganzen Inhalte sind von Saskia erarbeitet, die natürlich auf anerkannten Koachingmethoden, auch psychologischen Methoden das aufgebaut hat.
00:53:44: Und es ist natürlich ... Der Anspruch ist nicht in eins-zu-eins Coaching Psychologengespräch zu ersetzen.
00:53:51: Aber es geht wirklich darum, diese Brücke zwischen der einsamen Hilflosigkeit in der heute ganz viele Mütter stecken die gar nichts für sich machen, die gar nicht die Möglichkeit haben zu reflektieren und der sehr aufwendigen Eins-zu-Eins
00:54:03: bzw.,
00:54:03: die man mit einem Coach eingehen möchte und muss überbrücken.
00:54:07: also sprich wirklich diese Basisarbeit der Selbstreflexion, der Bedürfnis Achtung auffangen zu können und überhaupt die Frau erst mal wieder zu sich selbst ein bisschen zurückzuführen.
00:54:18: Wir haben in der App auch die Möglichkeit, dass Frauen, die verstärkt an einem Thema arbeiten möchten sich mit einem eins zu eins Coach in Verbindung setzen können.
00:54:25: Also wir haben Coaches, mit denen wir zusammenarbeiten, die wir dann halt hin verweisen können.
00:54:30: das auch da die Mütter sich gar nicht mehr jemand alleine suchen müssen.
00:54:33: genau Das ist so ein bisschen der Anspruch den wir auch haben
00:54:36: eine Art Community dazu, dass sich die Mütter auch untereinander austauschen können?
00:54:41: Ja.
00:54:41: Wir haben tatsächlich jetzt seit letzten Jahr im Sommer die Bee-Community.
00:54:46: da sind schon einige hundert Frauen drin.
00:54:47: also ich schreibe einmal die Woche Newsletter und berichte so ein bisschen über meine eigene Reise, meine eigene Mutterschaft, Vereinbarkeitsthemen Und wir machen regelmäßig Meetups wo wir ein Webinar haben wir neu gemacht über Überlastung wie es überhaupt dazu kommt bei Müttern heutzutage.
00:55:03: das sind immer wiederkehrende Muster die passieren.
00:55:06: Perspektivisch werden wir auch in der App, wahrscheinlich nicht bei der ersten Variante.
00:55:10: Aber die Möglichkeit bieten, dass sich Frauen untereinander austauschen können.
00:55:15: Es ist so, dass wir immer wieder gespiegelt bekommen haben.
00:55:18: Mütter möchten sich gerne mit gleichgesinnten Austauschen.
00:55:20: Auch wenn es oft dunkle Themen sind, die wir da bearbeiten wollen, ist es schön zu wissen, dass man nicht alleine ist mit solchen Gefühlen und Emotionen.
00:55:28: Absolut!
00:55:29: Ich wollte gerade sagen dieser Austausch ... eine Psychologe sein oder einen Therapeuten, sondern einfach wirklich gleichgesinnte.
00:55:37: Man tauscht sich über die Erfahrung aus.
00:55:40: wie gehen andere damit um?
00:55:41: Vielleicht kennen die das gar nicht oder wie auch immer?
00:55:44: Allerdings ist schon so heilsam!
00:55:45: Ja voll und sich auch den Raum zu geben und immer wieder darauf hinzuwirken für sich selber auch.
00:55:50: hey jeder hat seinen eigenes Modell und keiner sollte den anderen dafür verurteilen und auch dieses jemanden nicht zu verurten ihm einfach mal zuzuhören dass halt auch zu leben.
00:56:01: Das wäre uns unheimlich wichtig.
00:56:04: Ja, absolut!
00:56:05: Ist die App auch für Schwangere geeignet?
00:56:07: Die ist auch für schwangere geeignet.
00:56:10: Wir haben aber festgestellt ... Das war der erste Markttest, den wir gemacht haben am Anfang unserer Reise.
00:56:15: Da wollten wir erst auf die Schwangeren zugehen, weil wir hatten den Anspruch, wir wollen vermeiden, dass Mütter immer wieder in die gleichen Fallen tappen und haben über mehrere Kampagnen versucht, an schwangeren Frauen heranzukommen.
00:56:30: viele Schwangere haben in dem Moment gar nicht den Kopf dafür zu realisieren.
00:56:37: Okay, krass!
00:56:38: Das wird eine Veränderung, die auf mich zukommt?
00:56:39: Es wird vielleicht auch ... Ja, es wird eine Änderung im Sinne der Persönlichkeitsveränderungen.
00:56:44: Es wird eine Identität, in meiner Partnerschaft.
00:56:48: Die wollen sich mit der Schwangerschaft auseinandersetzen und all diesen körperlichen Veränderungen passieren.
00:56:52: Aber sie wollen sich noch nicht perspektivisch mit diesen Coaching-Elementen einer Mutterschaft aueinandersetzen.
00:57:00: rausgefunden haben.
00:57:01: Aber nichtsdestotrotz ist die App definitiv auch was für Schwangerer, ja?
00:57:05: Ja ich überlege gerade... Ich weiß noch als ich damals schwanger war habe ich auch sofort mit eine App runtergeladen und ich weiß gar nicht mehr wie sie hieß.
00:57:11: da konntest du dann gucken welcher Woche du bist und welche Frucht dann sozusagen dein Kind in der Größe ungefähr hat und da waren dann auch teilweise Artikel dabei.
00:57:20: aber ich hab das alles aufgesogen wie so ein Schwamm.
00:57:22: Ich wollte da ganz viel wissen also wahrscheinlich wäre ich tatsächlich darüber hinaus und sagen, was nach der Geburt passiert wäre ich auch dabei.
00:57:31: Was ich damals nur gemerkt hatte, da habe ich dann kurzzeitig gedacht, vielleicht sollte ich damit auch irgendwas machen eine Plattform bauen?
00:57:38: Eine Plattform wo du konzentriert alles findest zum Thema Schwangerschaft beziehungsweise Vorbereitung Eltern sein, was Dokumente angeht.
00:57:45: vor allem in Berlin ist das ja so ein Horror.
00:57:50: Du musst auch schon lachen.
00:57:51: diese ganzen Behördengänge und Vorbereitungen und Anträge stellen noch und nöcher.
00:57:57: Du findest das überall, aber auf fünf verschiedenen Plattformen.
00:58:00: Oder du bist dann auf berlin.de und findest es im hochgestochenem Behörden-Deutsch, wo du keine Ahnung hast, was damit gemeint ist?
00:58:07: Da hab ich mir gedacht ... Du solltest so was machen.
00:58:10: Ich hab tatsächlich letztes den Notizen dafür gefunden,
00:58:13: die ich mitgemacht habe!
00:58:15: Es ist definitiv auch ein Schmerz und ein Problem, das man lösen kann... Also heutzutage wenn man so neue Sachen entwickelt immer gucken okay welches Problem kann ich eigentlich lösen?
00:58:23: Und das ist definitiver etwas.
00:58:24: wir hatten mit Unternehmenskunden gesprochen und da war einer der Punkte die gesagt haben ja es also eine App für Persönlichkeitsentwicklung für Mütter ist ja nett aber es wäre schön wenn ihr dann auch noch einen Teil hättet wo ihr dieses ganze administrative Kram irgendwie abdecken könntet.
00:58:37: Da haben wir auch gedacht, ja das ist schön.
00:58:39: Aber wir haben sechzehn Bundesländer und alle machen es irgendwie anders.
00:58:42: Das alleine ist ein, wie du ja selber festgestellt hast einen Produkt was man bauen könnte.
00:58:48: aber ja dass ist definitiv ein Thema.
00:58:50: Ich hätte sogar schon einen Namen für euch und zwar ich habe dir die BLS App Prie Alice.
00:58:57: Oh, das ist ja süß!
00:58:58: Ja, und das flanste dann einfach davor.
00:59:06: Das ist echt
00:59:07: süß.
00:59:09: Schönes Brainstorming hier.
00:59:11: Denkt an mich wenn ihr die dann entwickelt?
00:59:15: Ich helfe euch mit meinen Notizen aus.
00:59:16: Da komme ich auf jeden Fall noch mal auf dich zu, aber erst müssen wir die App auf Männer ummünzen.
00:59:22: Wir haben schon den Anspruch, dass wir dann die Fäte auch aufnehmen wollen?
00:59:26: Hey
00:59:26: absolut!
00:59:27: Hab ich dich vorgewandt, diese Frage?
00:59:29: Nein,
00:59:30: aber die Frage kommt eigentlich immer wenn wir über die App reden und das ist definitiv wichtig wie gesagt.
00:59:36: Ich habe schon ein paar Mal gesagt, ich hab mehrere Fäter an meinem Freundes- und Familienkreis, mein Bruder sich da begleiten zu lassen in der Rollenfindung, die sie vollziehen müssen.
00:59:49: Braucht ihr dann plus noch einen anderen Namen?
00:59:51: Weißt du denn nicht Alice?
00:59:52: Ja genau!
00:59:52: Obwohl
00:59:53: Alice Cooper ist ja auch ein Mann.
00:59:54: Ja
00:59:54: aber ich glaube näher und das hat tatsächlich eine der Gründe warum wir uns an einem bestimmten Zeitpunkt entschieden haben Wir gehen jetzt erstmal nur auf Mütter weil Du musst halt sehr vieles bei Männern anders machen ob es jetzt allein das Farbdesign oder die Bildsprache oder was auch immer.
01:00:08: Frauen und Männer sind da schon anders.
01:00:10: Wenn wir es für die Väter machen, das als Produkt für Väter.
01:00:14: Das wäre so einer der nächsten Roadmap-Punkte, die wir gerne abhandeln wollen.
01:00:19: Und dann wahrscheinlich euch einen Mann mit ins Board holen?
01:00:22: Genau!
01:00:22: Einen männlichen Mann ... Mit dem Horizontfest im Blick.
01:00:27: Wobei ein Horizont fest im Blick hat bei uns Saskia auch.
01:00:30: Die Macherin, die das Ganze sehr stark und strukturiert vorantreibt.
01:00:34: Da können wir uns nicht beschweren.
01:00:36: Ich bin da total gespannt, ich hatte mir direkt auch ... Ich hab mich eingetragen für die Community und den Newsletter.
01:00:42: Ja, ja, hab ich gleich gemacht!
01:00:44: Ich bin sehr gespannt, also ich bin definitiv dabei.
01:00:47: Was wird ihr denn kosten?
01:00:48: Die App wird ... Also wir bieten zwei Modelle an.
01:00:51: Wir haben einmal ein Drei-Monats-Modell und einmal ein Jahresmodell.
01:00:55: Und wir haben grundsätzlich immer sieben Tage kostenfreie Testperiode.
01:01:00: Das Dreimonatsmodell wird neun Euro neunundneunzig pro Monat kosten.
01:01:05: grob siebenundzwanzig, achtundzwansich Euro.
01:01:07: Und die Jahresvariante wird neunundachtzig, neuneinzehnzig kosten.
01:01:12: Was wenn du es vergleichst mit einem eins zu eins Coaching?
01:01:14: Was ich ja eben sagte was wir gar nicht ersetzen wollen aber diese Basisarbeit und diese wichtige Grundarbeit die man damit legen kann ist wirklich sehr sehr kostengünstig.
01:01:24: Wenn du überlegst du hast die twenty for seven an deiner Seite Du kannst sehr viel in dieser App machen für dich dann ist das glaube ich ein guter Preis
01:01:31: Bin ich absolut bei dir.
01:01:32: Also, wie?
01:01:32: Ich breche das dann auch immer runter.
01:01:33: was kostet ein gutes Coaching?
01:01:36: und wir mit unserem Business Club Makers and Shakers kriegen auch hier und da mal gesagt meine Güter das ist ja teuer Ja aber Bedenke war es ein richtiges Coaching Kostet.
01:01:46: und so hast du ein drei Hundert fünfundsechzig Tage Intensiv Coaching.
01:01:50: Ja, ich glaube da darf man auch in sich investieren.
01:01:53: Das gibt einem einfach unheimlich viel.
01:01:55: Wir sagen ja immer, diese Überlastung, die Frauen spüren, das wollen wir eigentlich lösen.
01:01:58: Diese Überlastungen kommen sehr stark durch das Ignorieren der eigenen Bedürfnisse, nicht verarbeiten der externen Impulse, durch die fehlende Haltung, die man verliert, durch Veränderungen, die passieren und wir wollen einfach die Frauen hinführen, dass sie nicht mehr diese Überastung spülen, dass wirklich ein Vereinbarkeitsmodell für sich... aufbauen, was mit ihren Werten und Bedürfnissen im Einklang steht.
01:02:19: Wie können das erreichen?
01:02:21: Dann ist einem schon sehr viel geholfen.
01:02:22: Und dann sind die neunundachtzig Euro, die man im Jahrzeit gut angelegtes Geld
01:02:27: hat.
01:02:28: Zumal es wirklich ein guter Einstieg ist, wenn man sich damit auseinandersetzen möchte aber vielleicht auch so diese Scham hat, sich da den Therapeuten zu suchen oder wirklich ein richtiges ... Coaching oder wie auch immer.
01:02:39: Das ist nicht bewusst, dass es einen Coaching für solche Themen gibt.
01:02:43: Dann ist das ein sehr charmanter Einstieg.
01:02:46: Dann kann ich das abends auf der Coach machen?
01:02:47: Oder wenn die Kinder schlafen ...
01:02:49: Wenn ich meine Kinder einschlaf begleite und heute ihre Kinder ins Schlaf, dann denke ich mal was mache ich in der Zeit?
01:02:55: Dann hören Sie Podcasts!
01:02:56: Dein Podcast wird bestimmt beim Einschlafen oft gehört aber da kannst du dir diese Zeit aktiv nutzen.
01:03:01: Und das ist wichtig, dass man so etwas hat.
01:03:04: Finde ich sehr spannend.
01:03:05: also ich bin dann die Nutzerin der ersten Stunde.
01:03:07: Ich werde das machen, sobald's rausgeht.
01:03:10: In der Bee-Community gibt es natürlich auch dann die besten Rabatte.
01:03:13: also wir werden schon auch die Leute, die bei uns folgen und uns begleiten auf dieser Reise.
01:03:19: Wir haben sehr viel aus der Bee Community getestet.
01:03:22: Also wir hatten viele aktive Nutzerinnen, die uns Feedback gegeben haben zu den Features, die wir jetzt am Anfang priorisieren sollen Und da kriegt man natürlich dann auch die besten
01:03:30: Rapataktionen
01:03:30: mit.
01:03:32: Ich überlege gerade weißt du was das Beste wäre wenn eure App irgendwann gar nicht mehr notwendig wäre?
01:03:37: Ja, das wäre schön.
01:03:39: Aber ich glaube auch, dass ist eine Unmöglichkeit, weil die Welt verändert sich so stark.
01:03:43: Wer weiß wie sich Eltern in vierzig Jahren fühlen, wer sie dann für Baustellen haben?
01:03:48: Es wäre zumindest schön wenn die individuellen Frauen nach zwei, drei Jahren sagen ... So jetzt bin ich bei mir und im Vereinbarkeitsgroove, dass ich es vielleicht nicht mehr brauche.
01:04:00: Glaubst du, das ist der Zyklus ungefähr?
01:04:02: Habt ihr das ein bisschen... Da kann man ja ganz schlecht recherchieren, aber die Vermutung wie lange die Leute bleiben werden?
01:04:09: Also das kommt natürlich auch darauf an.
01:04:10: Die App wird sich ja auch entwickeln.
01:04:12: Heutzutage klassischerweise wenn du so ein Produkt auf den Markt bringst, bringst du erst mal dieses MVP also... Minimum Viable Product, das was halt essentiell ist um den Markt erstmal zu bedienen und dann darf sich das auch entwickeln.
01:04:22: Dann gucken wir halt okay was kriegen wir für Feedback?
01:04:24: Was wünschen sich die Nutzerinnen noch für Features da drin.
01:04:27: ich kann mir wunderbar vorstellen dass man das Ganze bis in die Wechseljahre nachher mit rein nimmt.
01:04:31: also ich behaupte dass dieser Entwicklungsprozess des Mutterwerdens der Endet ja nicht nach dem einen Jahr Elternzeit, sondern das ist einfach eine Lebensphase.
01:04:39: Die auch durch die Entwicklung der eigenen Kinder ja immer bestimmt wird.
01:04:42: Meine Kinder, dein Sohn,
01:04:44: auch
01:04:44: acht Jahre, irgendwann kommt ihr in die Pubertät.
01:04:46: Da gibt's dann wieder ganz andere Triggerpoints, die bei mir angesprochen werden und da muss ich mich mit anderen Dingen auseinandersetzen.
01:04:52: Also ich behaupte schon, dass man diesen Entwicklungsprozess des Mutter-Seins oder Werdens über mehrere Jahre
01:04:58: durchlebt.
01:04:59: Wenn dann die Kinder ausgezogen sind?
01:05:00: Dann ist es ein Post Alice!
01:05:02: Nee jetzt der Post Alice genau... Das ist so süß.
01:05:07: Und da gehst du nachher wieder, deine wiedergewonnene Freiheit?
01:05:11: Ich glaube Mütter, deren Kinder ausziehen ... Also ich kann mir das ja noch nicht vorstellen aber mir wird langsam ein bisschen bewusst wie sehr eigentlich meine Mutti der auch zu knappern hatte und ich glaub es ist
01:05:23: ganz viel.
01:05:24: Es gibt tatsächlich Untersuchungen, das nennt sich dann Emptiness Depression also viele von den Frauen die dann tatsächlich den Beruf aufgegeben haben wo dann die Kinder ausziehen die fallen in ein Loch, weil sie dann plötzlich diesen sehr wichtigen Teil ihres Lebens gar nicht mehr haben.
01:05:39: Und deshalb auch einer der Gründe zu sagen ja ich möchte aber berufstätig sein wenn das ein Teil meiner Identität ist, dass gibt mir ja auch was über die intensive Zeit der Kinder hinaus.
01:05:49: also das finde ich auch für mich sehr wichtig.
01:05:52: Kann man noch ein bisschen Zeit?
01:05:53: Ja, wir haben noch Zeit.
01:05:55: Merkt ihr schon mal den Namen und
01:05:57: Posts?
01:06:00: Post Alice, super.
01:06:01: Genau das ist ein bisschen Zungenbrecher aber man isst da eine geraume Zeit in diesem Bereich.
01:06:05: deswegen kann man sich dran gewöhnen.
01:06:08: Karola ganz lieben Dank dass du mit mir über dieses spannende Thema gesprochen hast.
01:06:11: total gerne danke dass ich hier sein durfte
01:06:13: ja sehr viel Spaß gemacht und werde das schon mal im App Store im Auge behalten.
01:06:19: bis ihr an der Community wirst es auf jeden Fall nicht verpassen definitiv nicht
01:06:23: die B-Alice App und Ich weiß dass viele viele Hörerinnen und Hörere auch Mütter sind und Väter.
01:06:28: Deswegen ihr könnt euch das ja schon mal merken, obie Alice.
01:06:31: Genau!
01:06:32: Und dann kommt Pri und dann Post genau.
01:06:36: In diesem Sinne lieben Dank Karola.
01:06:37: um wasgut.
01:06:38: Danke dir, tschau Das war und jetzt der Podcast mit Marajel.
01:06:45: Katschmarit Schön dass du dabei bist.
01:06:47: Wenn Du auch die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest Dann abonniere mein Podcast und jetzt und aktiviere die Glocke.
01:06:53: So bleibst du definitiv auf dem laufenden.
01:06:56: Besuch mich gerne auf meiner Website www.undjetztpunkte.de.
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01:07:14: Und bis bald!
01:07:16: Deine Mareike.
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